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Digitalisierung im Einzelhandel

In der nächsten Woche machen ein paar Edeka-Mitarbeiter aus der IT eine Rundreise durch die Märkte und wollen sich dort jeweils mit dem Schwerpunkt "Digitalisierung im Einzelhandel" den Stand in den Märkten ansehen. "EASY Shopper", elektronische Etiketten, SB-Kassen, EH-Tablets, Funksysteme etc.

Obwohl ich ja Technikfreak bin, sieht es in der Hinsicht bei uns etwas altertümlich aus. Aber die "EASY Shopper" sind bei uns aus Platzgründen schlecht unterzubringen, SB-Kassen kann ich persönlich nicht ausstehen und selbst mit einem guten Angebot für elektronische Etiketten (ESL) vor ein paar Wochen scheue ich diese mittlere fünfstellige Investition. (Außerdem wird damit auch nicht alles einfacher. Die Zuordnung zu Artikeln muss gepflegt werden und aus einem anderen Edeka-Markt, den wir privat häufiger aufsuchen, wissen wir, dass die Dinger (dort zumindest) häufiger abfallen und auf dem Boden hin und her getreten werden.

Falls mit Funksystem das Thema Sprechfunk für interne Kommunikation gemeint ist, das klappt aufgrund der Marktgröße auch ganz ohne Technik und notfalls einfach mit den DECT-Mobilteilen, die wir bei uns tragen.

Aber gut, sollen sie gucken kommen. :-)

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phantom2786 on :

Ich bin echt technikaffin und kann mich für alles was blinkt oder einen Stecker hat begeistern, aber ich bin echt kein Fan von den SB Terminals. Hauptproblem ist, dass ganz oft irgendwas nicht funktioniert Und dann muss man warten, bis irgendjemand Zeit hat und irgendwas wieder freischaltet. Funktioniert im Ausland teilweise besser, weil da immer ein, zwei Leute dafür abgestellt sind.

Aber auch so grundlegende Funktionen, warum kann ich bei den meisten SB-Terminals selber nicht "stornieren"? Entscheidend ist doch das, was beim Bezahlvorgang auf der Liste ist. Wenn ich aus Versehen was zweimal einscanne, kann ich es nicht wieder entfernen.

Die elektronischen Etiketten mag ich eher, aber nur wenn sie zweifarbig sind und gut angebracht sind. weil sonst ist das teilweise schwierig zu erkennen, ob jetzt was im Angebot ist oder nicht. Aber auch die elektronischen Etiketten helfen nichts, wenn die Regale nicht richtig bzw. vernünftig eingeräumt sind.

Mitleser on :

Bei Lidl finde ich das schlecht gemacht, eine herkömmliche Kasse offen und dann 4-5 SB-Kassen. Das Personal an der herkömmlichen Kasse ist dann auch bei Problemen für die SB-Kassen zuständig.

Du musst an der SB-Kasse dann warten, bzw. auch die Kunden an der herkömmlichen Kasse, bis das SB-Kassen-Problem gelöst ist.

eigentlichegal on :

Das deckt sich mit meiner Erfahrung. Wenn man während des Wartens Unterhaltung sucht, sollte man die Kasse neben den SB-Kassen wählen. Wenn man schnell bedient wird, sollte man genau die Kasse meiden.

Cliff on :

Meine beiden örtlichen Märkte hier, ein Rewe und ein Netto, haben (noch?) keine SB-Kassen. Bei Rewe wird wohl auch keine kommen, aus Platzgründen, beim Netto hätten sie seit dem Umzug in ein neues Gebäude aber Platz. Na, auch egal, diesen hässlichen Betonklotz im Gewerbegebiet suche ich sowieso eher selten auf.

Silvan on :

SB Kassen würde ich angesichts der Bösewicht Dichte bei euch auch sein lassen, sonst kannst du gleich "Alles Gratis" an die Tür nageln.

ESLs sind nützlich für Märkte eine gewisse Größe haben und die die komplette EDEKA Werbung machen. Wir haben welche in Dortmund.
1600 m². Bei Papieretiketten waren 2 Personen mindestens den ganzen Samstag Nachmittag beschäftigt (oft genug Ich von 14 bis mindestens 18/19 Uhr abhängig wie viel zu tun ist.) und es entging die Extra Spanne da die Angebote für Montag schon freigeschaltet waren.
Sind schon nützlich. Aber ja man braucht auf jeden Fall Protektoren an den Bodenregalbrettern und vernünftige Leisten damit die eben nicht abfallen.

Filialkasper on :

ESL war der Gamechanger der letzten Jahre!
Keine hunderte Schilder mehr drucken und auswechseln.
Keine Reklamation mehr das der Preis nicht stimmt. Kein umständliches reduzieren von Obst und Gemüse am Samstag. Blumen können auch einfach auf 50% reduziert werden bevor am nächsten Tag neue kommen.

Da wir im Discounter oft 1:1 arbeiten hat mir das sehr viel Stress genommen.

eigentlichegal on :

Diese Woche dreimal in einem Lidl gewesen, der vor Kurzem vier SB-Kassen neu bekommen hat.
Was für ein unterhaltsames Elend man sich da beim Warten an der regulären Kasse anschauen kann!
Bei allen drei Besuchen hat es kein einziger Kunde geschafft, während meiner Wartezeit seine Waren zu scannen, zu bezahlen und die Schranke mit dem Bon zu öffnen. Es ist *immer* irgendetwas schiefgegangen, Und dann stockte es auch an meiner Kasse, weil die Kassiererin Anweisungen geben muss.
Gleichzeitig war bei allen drei Malen ein Mitarbeiter (immer der selbe) damit beschäftigt, Kunden das System nahe zu bringen, indem man den gesamten Vorgang für sie übernommen hat:
Bücken um die Ware aus dem Einkaufswagen nehmen, Scannen, Ware wieder zurück in den Einkaufswagen legen.
Elendig langsam! Und der Lerneffekt für die Kunden sah überschaubar aus, weil die in zwei Fällen aufs Handy geglotzt haben, während sie bequem die Waren für sich scannen ließen.

Beim ersten Besuch hatten sich zwei Kunden vor mir darüber ausgetauscht, dass es für alle bedeutend schneller gehen würde, wenn der Mitarbeiter stattdessen eine reguläre Kasse öffnen würde.
Hat der die beiden gleich überraschend patzig angeblafft, dass er den Kunden helfe und die beiden keine Ahnung hätten.
sofortige Reply von einem der beiden: "Du macht den gleichen Job wie deine Kollegen: Du scannst Waren ein. Nur dass sie dabei sitzen können und bequem die Waren übers Laufband ziehen, während du stehen musst und dich für jede Ware bückst. Das kann es doch nicht sein!" und nach dem Bezahlen kam noch "Deine Kollegin hat vier Kunden bedient in der Zeit, in der du nicht einmal mit einem fertig geworden bist"
Und sie hatten nicht Unrecht.

Filialkasper on :

Dann sind das aber echte Amateure!
Ich bin an der SB Kasse als die Kassierer an der Kasse. Ich kenne das Menu aber auch blind und nehme den Handscanner ohne irgendwas auszupacken.

Filialkasper on :

*schneller

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