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Gebete hinter der Wand

Unsere neuen Nachbarn ("neu", die sind da nun auch schon seit rund einem Jahr in dem Moscheegebäude ansässig), sind wirklich umgänglich. Wir haben keinen nennenswerten Stress mit rücksichtlosen Moscheebesuchern, die uns am Befahren und vor allem Verlassen des Grundstücks hindern und das menschliche Miteinander stimmt auch. Man grüßt sich gegenseitig und redet auch mal nachbarschaftlich miteinander, statt in zwei Parallelwelten nebeneinander her zu leben.

Auf der anderen Seite meiner Bürowand ist ein großer Raum im Erdgeschoss des Nachbargebäudes. Als wir die Besichtigung gemacht hatten, waren da ein paar Jugendliche drin und hatten ihren Spaß an einem Tischkicker. Der ganze Raum hat wohl rund 40 Quadratmeter und diente mutmaßlich als Aufenthaltsraum für die Kids.

Ob unsere neuen Nachbarn den Raum generell intern umgewidmet haben oder aus Platzgründen ab und zu mal bei den Gebeten zusätzlich nutzen, vermag ich nicht zu sagen. Aber die Gebete sind teilweise so laut, dass ich sie bei mir inzwischen schon fast mitsprechen kann.

Amen.

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