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Meldeadresse: Alte Fabrik

Wiederholt haben uns Ladendiebe die selbe Adresse genannt. Auffällig oft, so dass wir die Straße und Hausnummer inzwischen auswendig kennen. Falls sich da nicht eine große Kriminellen-WG versammelt hat, ist es vielleicht ein Wohnheim für zum Beispiel Drogen- oder Alkoholabhängige oder anderweitig "abgestürzte" Personen. Einfach nur ausgedacht war die Anschrift jedenfalls nicht, sie stand ja jeweils auch als Meldeadresse auf dem Ausweis. Neugierig geworden haben wir uns das einfach mal von außen angesehen.

An der Adresse befinden sich die (theoretisch) leerstehenden Produktionshallen einer ehemaligen Fabrik. Kein Hinweis auf irgendein Wohnheim oder sonstige Unterbringungsmöglichkeiten war dort im Vorbeifahren zu finden.

Manche Dinge sollte man wohl einfach nicht hinterfragen.

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Comments

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TOMRA on :

Solange es nicht der Briefkasten deiner Halle ist... :-O

Otti on :

Vielleicht sind die dort einkasernierten Ladendiebe inzwischen Freigänger? :-P

Jan-Hendrik on :

Hast du per Google Maps geguckt? Die Satelittenbilder sind noch immer oft alt (es kann sogar sein, dass mal neue Bilder zu sehen sind und Wochen später wieder ganz alte Aufnahmen, oder man einfach einen anderen Browser/Device benutzt so in unserer Straße).
Vielleicht steht dort ja heute ein Wohnhaus, nur Google Maps, auch Bing, Apple was auch immer du nutzt, zeigt es nicht.

Aber du bringst doch jeden Ladendieb zur Anzeige, meine ich.
Die Gelegenheit wirst du (leider für dich) ganz sicher haben. Vielleicht fragst du mal die Polizeibeamten, wenn sie bei dir sind, was es wohl mit der Adresse auf sich hat. Die kennen ihr Klientel ja auch.

Eigentlich dürften Lagerhallen nicht bewohnt werden und nicht als Meldeanschrift funktionieren.

Ich kenne die Regelungen in Bremen nicht, bzw. weiß nicht, ob das eine Bundessache ist. Bei uns ist das so, dass das Einwohnermeldeamt u.a. anhand von Mietverträgen überprüft, ob es sich um eine wahrhafte Anschrift handelt.

John Doe on :

"mal von außen angesehen"
"im Vorbeifahren"
Ohne weiteren Kommentar.

XenonX3 on :

Zitat: "Neugierig geworden haben wir uns das einfach mal von außen angesehen." und "war dort im Vorbeifahren zu finden."

Helferlein on :

Also hier ist es so, dass "Obdachlose", die Hartz IV beziehen, eine Postadresse brauchen, über die das Jobcenter mit ihnen in Verbindung steht (also tatsächliche Obdachlose "unter der Brücke" oder in Notunterkünften, wie auch solche, die eigeninitiativ in irgendwelchen Hütten untergekommen sind).

Das hat unsere Stadt an eine soziale Einrichtung ausgelagert, die für sie auch das Tagegeld verteilt (für die Obdachlosen ohne Hartz IV).

Auf Wunsch können sich die "Obdachlosen" unter der Adresse anmelden. Aber tatsächlich leben, tut da niemand.

In/bei der Halle wird vermutlich irgendwo ein Büro sein, wo das erledigt wird.

Jane Doe on :

Sicher, dass die sich dort auch anmelden können?
Laut Meldegesetz geht das gar nicht.

Hier in Berlin ist es auch so, dass die Obdachlosen als ohne festen Wohnsitz gemeldet sind und nur PLZ+Berlin im Ausweis stehen haben. So haben sie weiter Anspruch auf Leistungen, auch ohne Anmeldung.

Postadresse da einrichten geht, anmelden meines Wissens nach aber nicht.

John Doe on :

„im Vorbeifahren“

Max on :

Jeder Alibaba Copyshop in Bremen schreibt dir in Word eine Meldebescheinigung.... du kannst also überall wohnen....

Paul on :

Machen die einem die Ausweise, in denen die Meldeadresse stand, auch mit Word?
Deine Lesekompetenz wurde zumindest mit Paint gemacht :-P ;-)

hartmut on :

" schreibt dir in Word eine Meldebescheinigung."

Aber auch den entsprechenden Aufkleber für den Perso?

(Ich frage latürnich für einen Freund).

naja on :

Vielleicht verkauft der Besitzer Obdachlosen für nen Hunni ne Meldeadresse oder so.

Rudolph on :

Ich finde schon, dass man solche Dinge hinterfragen muss.

Marcello on :

Offizielle Anschrift unseres Knastes: Schloß 1. Macht doch was her.
https://jva-rottenburg.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite

Björn Harste on :

Aber sie sind erstaunlich offen auf der Website:
QUOTE:
Für die Menschen außerhalb der Gefängnismauern ist eine Justizvollzugsanstalt eine fremde Welt. Eine Welt, die man vielleicht aus Fernsehserien kennt, vielleicht ist im Bekanntenkreis jemand, der/die in einer Vollzugsanstalt beschäftigt ist. Trotzdem beginnt und endet die Welt „Knast“ für den größten Teil der Bürger an der hohen Mauer und den Stacheldrahtrollen. Aber dahinter gibt es Leben! Und genau dieses Leben der Menschen hinter den Mauern möchten wir Ihnen gerne vermitteln. Hier besteht die Gelegenheit über die Mauern und den Stacheldraht zu blicken. Wir möchten der Öffentlichkeit mit unserer Homepage ein möglichst reales Bild vom modernen Strafvollzug vermitteln.

Randalf on :

Dafür scheinen die Fotos vom virtuellen Rundgang mit einer Kamera aus den Altbeständen der NASA gemacht worden zu sein... oder da hat jemand die Thumbnails statt der Originale ins CMS hochgeladen.

DerBanker on :

Schloß-und-Riegel 1 ist wohl zu auffällig.

Marco on :

Unsere JVA hat die Adresse "Gut Ewig".
Nomen est Omen.

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