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Bitte um Feuerwerksverzicht

Eine gute und langjährige Stammkundin sprach mich an und sagte mir, dass sie sich sehr freuen würde, wenn wir dieses Jahr auf den Feuerwerksverkauf verzichten würden. Natürlich auch aus Umweltschutzgründen, aber zumindest dieses Jahr vor allem deshalb, um die ohnehin schon durch Corona sehr beanspruchten Mediziner und Rettungskräfte nicht noch unnötig zu belasten.

Wahrheitsgemäß erklärte ich ihr, dass die Entscheidung schon längst gefallen ist – und zwar schon vor Corona. Also zumindest bevor Covid19 nach Deutschland schwappte und hier zur Pandemie wurde. Dass jetzt aus dem oben genannten Grund auf Feuerwerk verzichtet werden soll, ergab sich ja nun erst vor einigen Wochen.

Ich glaube auch nicht, dass ohne Feuerwerksverkauf unsere Beliebtheit bei den Kunden nennenswert sinken wird. Das war nämlich immer schon nur ein kleines Zusatzgeschäft bei uns und nicht annähernd mit dem zu vergleichen, was vor allem die Sonderpostenmärkte durchsetzen. Partyartikel, Tischfeuerwerk, Wunderkerzen und kleine Feuerwerksartikel für Kinder werden natürlich wir dennoch anbieten. Und die paar Reste an richtigem Feuerwerk aus dem letzten Jahr, aber das ist nun wirklich nicht viel.

Die Kundin freute sich: "Das ist mein Laden hier." :-)

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Kommentare

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Horstie am :

Sobald man die 20 überschritten hat, fängt man an das mit jedem Jahr unnötiger zu finden. Zumindest in meinem Umfeld.

TheM am :

Ich kann es auch nicht verstehen, habe selber nie viel Feuerwerk gekauft.

Wenn man mal ein richtig organisiertes und durchgeplantes Feuerwerke gesehen hat, wird die Faszination für Privatfeuerwerke auch etwas geringer.

Klar, für viele Läden ist das ein wichtiges Geschäft zum Ende des Jahres, aber wirklich stören würde es mich persönlich nicht, wenn es irgendwann zukünftig da Einschränkungen gäbe.

Wer mehrere 100 Euro für Feuerwerk ausgeben will, soll das gerne tun. Ich spare mir das Geld

Jemand am :

Seitdem es diese Batterien zu kaufen gibt, ist es bei mir wieder attraktiver geworden, da die wirklich was ganz andere sind, als diese dämlichen Raketen. Da hat man 2 Minuten lang wirklich Freude. Aber ich werde dieses Jahr auch nicht mehr böllern. Umwelt und Gesundheit werden es danken.

Capablanca am :

Wenn ich zwei Minuten lang wirklich Freude haben will, geh ich mit meiner Frau ins Bett.

Georg am :

Angeber....2 Minuten.....soooo lange dauert das doch nirgendwo...... :-P

ASB8 am :

Das einzig nervende am Feuerwerk sind die unberechenbaren Polenböller-Idioten.

Ruebezahl am :

Polenböller sind goil!

Mitleser am :

Nein, einfach nur nein.

Bremer Westen am :

Super Entscheidung!!

Capablanca am :

Ich hätte es befürwortet, wenn die Politik da einfach ein ganz klares Verbot ausgesprochen hätte. Was schon in normalen Jahren nur noch nervt, ist dieses Jahr wegen damit einhergehender weiterer Last auf die Krankenhäuser einfach nur unverantwortlich.

Das Problem: Das ist, zumindest in der Form, die zu Krankenhausaufenthalten führt, immer mehr zu einer Domäne einer ganz bestimmen Klientel geworden, in deren hohlen Köpfen Appelle an Vernunft und Verantwortungsgefühl wohl kaum Wirkung entfalten werden.

Wenn ich mir die letzten Silvesternächte hier - eher kleinstädtisch - so anschaue, dann hilft vermutlich, wenn überhaupt, nur eine Ausgangssperre für diese Nacht. Sonst liegen sich nach dem siebten Bier dann auch die ganz normalen Leute mit den Nachbarn in den Armen.

Unser Silvester dieses Jahr: zu dritt, mit einer lieben Freundin, die sonst alleine zu Hause wäre, alkoholfrei wie immer, ein paar Brettspiele, was Leckeres zu essen, das reicht. Weniges wird so überbewertet wie diese übelst spießigen Silvesterparties.

Amsel am :

Wie kannst Du andere Silvesterpartys als "spießig" beschreiben, wenn Du selbst schreibst: "alkoholfrei wie immer, ein paar Brettspiele, was Leckeres zu essen".
8-)

Capablanca am :

Weil ich es so sehe. Etwas Spießigeres, als sich mit Alkohol "lustig" zu trinken kenne ich nicht.

wupme am :

Wir empfehlen die Nutzung von Google

RetailEmi am :

Das ist eine vernünftige Entscheidung! Ich sehe es inzwischen auch nicht mehr ein für dieses kurze Vergnügen so viel Geld auszugeben.
Gerade dieses Jahr freuen sich die Kliniken sicher über jeden Patienten, der nicht wegen eines geplatzten Trommelfells oder Verbrennungen (zudem meist unverschuldet) behandelt werden muss. Haus- und Wildtiere freuen sich auch.

Georg am :

So kommt es billiger:
https://www.youtube.com/watch?v=VT1xyoj5TXg

und Umweltfreundlicher ist es auch..............

Mitleser am :

Die Leute, die hier immer was von Geldverschwendung faseln: niemand zwingt euch, es zu kaufen ;-)

Deneriel am :

Die Rettungskräfte und Krankenhäuser... würden sehr viel weniger zu tun haben, wenn an Silvester konsequent auf Alkohol verzichtet würde!
Aber Alkohol ist als Gesellschaftsdroge anerkannt, nicht prohibitionsfähig und eine Überwachung eines Alkoholverbotes wird (völlig zutreffend) als völlig unmöglich angesehen.


Bei Feuerwerk gibt es weniger Widerstand weil die Zielgruppe kleiner ist. Dafür gibt es die Verbotsversuche schon seit Jahren immer wieder von den gleichen Gruppen mit immer neuen Begründungen. Zuerst hat der Hund Angst, dann ist der Feinstaub schuld und jetzt halt Corona und die Krankenhausbelegschaft.

Das Problem ist ja nicht das Feuerwerk an sich, sondern
- Personen die damit hantieren obgleich sie es nicht tun sollten (betrunken, etc)
- Personen die absichtlich damit Blödsinn machen. Insbesondere die sich oder andere damit beschießen.

Fall 2 korreliert natürlich gerne mit "betrunken", wobei das scheinbar ein zentralstädtisches Phänomen ist. Sowohl auf dem Land als auch aus innerstädtischen (Kölner) Wohngebieten kenne ich das Problem jedenfalls nicht.
Remember: Das Beschießen von anderen Personen mit Pyrotechnik ist bereits jetzt schon verboten! Genau wie Drogenhandel.
Was also wird das nächste Verbot für diese beiden Phänomene ändern?
Genau, GAR nichts!


Man könnte auch einfach eine 0,0-Promillegrenze für den Umgang mit Feuerwerk festlegen. Inhaltlich wäre das sinnvoll, die Einhaltung genausowenig zu kontrollieren wie bei einem generellen Alkoholverbot. Aber das hat noch keinen Politiker vom Verbieten abgehalten.



Ich freue mich jedenfalls darauf das eine Mal im Jahr meine 5-6 Minuten vorab zusammengestelltes Feuerwerk genießen zu können. Gerne mit den Nachbarn und entsprechendem Abstand. man sieht auch 2m weiter noch genug davon.
Bislang gab es dafür eher Applaus als Genörgel.
(Und nacher wird der Müll auch zusammen gefegt).

Oh, und in der ganzen Sequenz kommt kein einziger "Böller" vor. Bei dem was es heute alles gibt sind reine Knalleffekte doch völlig witzlos geworden und haben mE allenfalls noch als Salut-Paukenschlag am Ende der Reihe vielleicht noch eine Berechtigung.


Ein bisschen ist das wie Grillen: Heute käme doch niemand mehr auf die Idee ein Grillfest mit langweiligen "Würstchen und Bauchfleisch" auszurufen.
Aber Feuerwerk wird nach wie vor als Böllern bezeichnet und auf "Kracher und Raketen" reduziert.
Da kann ich dann auch die vornehme Weinprobe, den Sektempfang, das Glas Wein beim Italiener, zusammen mit dem örtlichen Schützenfest als Saufveranstaltung für Alkoholiker titulieren.

Mitleser am :

Schöner Beitrag, der es auf den Punkt bringt.

Capablanca am :

Mal ganz vorsichtig formuliert: Hier bei uns, Kleinstadt im Rheinland, kenne ich aggressiven Umfang mit Feuerwerk am ehesten aus einem Kulturkreis, in dem Alkohol eher keine, Männlichkeitswahn aber dafür eine übertrieben große Rolle spielt.

Trotzdem stimme ich dir, was den Alkohol angeht, zu: Es werden nicht ein paar Böller sein, die unsere Krankenhäuser an den Abgrund bringen, es wird der Alkohol sein, die Alkoholleichen und ein paar Wochen später dann die drastisch gestiegenen Neuinfektionen wegen alkoholinduzierter Enthemmung.

Allerdings leben wir in einem freien Land, es gibt schlicht keine Möglichkeit, den Alkoholkonsum bei Feiern im privaten Umfeld zu verbieten oder ein solches Verbot zu kontrollieren. Und das ist auch gut so.

John Doe (ein anderer) am :

Covid-19 wurde in Deutschland zur Pandemie?? Das ist eine interessante Sichtweise. ;-)

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