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Club-Mate-Flaschen in Bierkisten

Die Flaschen mit dem Schraubverschluss, die zum Beispiel für Club Mate und Fritz Kola (aber auch andere Getränke) verwendet werden, sind in Form und Größe den normalen Bierflaschen sehr ähnlich. So ähnlich, dass unser Leergutautomat ein Problem damit hat, sie zu unterscheiden. Daraufhin sind wir vor über zehn Jahren mal dazu übergegangen, diese Flaschen, die eigentlich 15 Cent Pfand haben, mit acht Cent zu handeln. Wir berechnen beim Verkauf nur acht Cent, geben aber auch nur acht an der Leergutannahme dafür wieder raus. Im Großen und Ganzen klappt das ganz gut, zumal es oft die selben Kunden sind, die leere Flaschen herbringen und Nachschub kaufen.

Vor allem im Kreislauf "Erst kaufen, dann zurückbringen" klappt das hervorragend und niemand würde sich beschweren. Mache bringen ihr Leergut vielleicht woanders hin und haben somit pro Flasche noch ein Plus von 7 Cent. Andersherum hat sich schon ab und zu (wirklich selten) jemand beschwert, aber die konnten wir meistens beruhigen mit der Information, dass sie beim Neukauf einer Flasche oder Kiste auch nur 8 Cent bezahlen müssen. Kuriosum am Rande: Erstaunlicherweise bekommen wir von diesen Flaschen deutlich mehr zurück, als wir verkaufen …

Da wir aber vom Lieferanten für diese Flaschen 15 Cent berechnet bekommen und es da keinen 8-Cent-Kreislauf gibt, achten wir natürlich schon darauf, auch die 15 Cent wieder gutgeschrieben zu bekommen. Das klappt natürlich nur, wenn sie in ihren eigenen Kisten stecken und nicht aufgrund der Ähnlichkeit in normalen Bierkisten zwischen den 8-Cent-Flaschen versumpfen.

Darum bringen wir allen Mitarbeitern, die Leergut annehmen / wegräumen das immer ausdrücklich bei, denn da ist schnell mal Geld vernichtet. Klappt auch, ähm, meistens …




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Comments

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John Doe on :

Ist das nicht mindestens unfair bzw evtl sogar Betrug? Also Kunde würde ich ja erwarten das mir der Händler den richtigen Pfandbetrag wieder auszahlt - meist achte ich gar nicht drauf und vertraue den Händlern.

Klar kann immer mal ein Versehen passieren und es wird zu viel/zu wenig ausgerechnet (insbesondere bei manueller Annahme), hier ist euer Automat aber so programmiert (oder ihr habt schlichtweg einen schlechten Automaten) das der Kunde bewusst getäuscht wird und für Flaschen die woanders gekauft wurden ihm auch ein Vermögensschaden zugefügt wird (wenn auch gering). Du stellst ja sogar selber fest das du mehr zurück bekommst also du verkaufst.

Oder anders gefragt: Sollte der Pfandbetrag nicht bei allen Händlern derselbe sein? Wer gibt diesen vor? Oder könntest du jetzt z.B. auch entscheiden bei dir ist auf der Bierflasche nur sieben Cent Pfand? Wer bestimmt die Beträge?

Wenn es tatsächlich Betrug wäre, siehst du andere Verstöße auch nicht so eng? Dürfen Kunden bei dir klauen und du lässt sie gewähren?

mipani on :

Und vor allem, wen interessiert das?

John Doe on :

Bezieht sich der Kommentar auf den Blogbeitrag oder meinen Kommentar?

Wen interessiert was? Ob geklaut wird? Da scheint es sehr häufig Beiträge zu geben im Blog. ;-)

Tt on :

Für den Pfandbetrag bei Mehrwegflaschen gibt es keine gesetzliche Regelung.
Gegenüber dem Endkunden ist Mehrwegpfand eine Vereinbarung zwischen Kunde und Händler. Der Händler muss den Pfand in der Höhe auszahlen, in der der Kunde bei ihm hinterlegt hat beim Kauf. Nicht bei ihm gekaufte Flaschen muss er strenggenommen nicht annehmen.
Nicht mit Einwegpfand verwechseln!

Mitleser on :

Dazu kommt, dass Björn dieses Problem hier im Blog vor Jahren schon mal thematisiert hatte, z. B. hier: https://www.shopblogger.de/blog/archives/16238-Pfandfrage-20x0,25l-Brunnen.html
oder hier: https://www.shopblogger.de/blog/archives/13638-Club-Mate-Pfand.html

Man kann da Björn meiner Meinung nach auch keinen Vorwurf machen, wenn unser Pfandsystem so einen Käse vorsieht oder möglich macht.

Mitleser on :

Hier auch noch mal: https://www.shopblogger.de/blog/archives/10712-Pfandwerte-und-Flaschenpreise.html

John Doe on :

Naja, wenn das so ist - ist halt einfach doof/zu kompliziert unser tolles Pfandsystem - unsere tolle Politik.

Ein Wunder das Mydealz & Co noch nicht darauf gekommen sind, ganz weit fahren nach Bremen - ganz viel Club Mate bei Björn kaufen, den trinken und dann ganz viele Flaschen woanders zurückgeben.

Raoul on :

Schön, daß es auch Leute mit Ahnung von der Materie gibt. Der gewöhnliche Konsument schreit ja am Liebsten gleich "Betrug" ohne was davon zu verstehen.

Konsument on :

Hier findet sich doch sicher jemand, der diesen _archivierten_ Post an die passende Stelle weiterleiten kann. Hier über Diebstahl jammern, und dort _öffentlich_ Pfand ergaunern.

Produzent on :

Mensch, du hast die Tastenkombination für den Unterstrich gefunden. Das hast du doch schon dein Erfolgserlebnis für diesen Monat.

Konsument on :

Ja, ich habe fast ejakuliert. Aber erst nach deinem tollen Posting war es so weit. Danke Schatzi. *schlabber*

Tt on :

Viel besser finde ich die unterschwellige Drohung, die in seinem Kommentar steckt. Immer wieder herrlich, wie sich hier einige Kommentatoren der Lächerlichkeit preisgeben :-)

Habakuk on :

Wo wird hier etwas ergaunert? Björn bezahlt dem Hersteller 15 Cent, und die möchte er auch wieder zurückhaben. Der Kunde bezahlt Björn 8 Cent, und die bekommt er auch wieder zurück.

Aber erst mal was von Diebstahl brüllen, anstatt den Text zu verstehen ...

Nick on :

"Erstaunlicherweise bekommen wir von diesen Flaschen deutlich mehr zurück, als wir verkaufen …"

Björn bezahlt den Kunden 8 Cent zurück, erhält aber 15 Cent vom Lieferanten...

Habakuk on :

Ja, und stell dir vor, die Waren, die Björn verkauft, hat er vorher für einen niedrigeren Preis im Großhandel eingekauft.

Das ist ja wohl der eigentliche Betrug!

Alexander M. on :

Falsch.

Björn zahlt dem Lieferanten bei Liefererung 15 Ct.
Der Kunde zahlt Björn bei Abholung 8 Ct.
Der Kunde erhält von Björn bei Rückgabe 8 Ct.
Björn erhält vom Lieferanten bei Abholung 15 Ct.

Ergebnis: Sowohl Björn als auch der Kunde gehen +/- Null raus.

Madner Kami on :

"Erstaunlicherweise bekommen wir von diesen Flaschen deutlich mehr zurück, als wir verkaufen …"

Das heißt anderer Händler verlangt 15 Cent.
Kunde gibt Flasche bei Björn ab, erhält aber nur 8 Cent.

Merkst du etwas?

Alexander M. on :

"Anderer Händler verlangt 15 Ct." Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

TT on :

> Das heißt anderer Händler verlangt 15 Cent.
> Kunde gibt Flasche bei Björn ab, erhält aber nur 8 Cent.
> Merkst du etwas?

Nö. Was hat Björn damit zu tun, was ein anderer Händler an Pfand hinterlegt haben möchte? Er gibt die Flaschen gegen 8ct raus und gibt 8ct bei Rückgabe zurück.

NeugierigEr on :

>Falsch.

nicht wirklich ganz falsch

> Björn zahlt dem Lieferanten bei Liefererung 15 Ct.
> Der Kunde zahlt Björn bei Abholung 8 Ct.
> Der Kunde erhält von Björn bei Rückgabe 8 Ct.
> Björn erhält vom Lieferanten bei Abholung 15 Ct.

Er bekommt mehr leere Pfandflaschen zurück, als er volle Flaschen verkauft hat.

Für diese Flaschen haben die Kunden bei einem anderen Händler 8 oder 15 Ct. bezahl, bekommen 8 Ct. von Björn zurück und Björn bekommt aber für diese Flaschen jeweils 15 Ct. vom Lieferanten gutgeschrieben.

Dennoch ist das legitim, er ist nicht zur Rücknahme dieser Flaschen verpflichtet.

Nick on :

An deiner Stelle würde ich diesen Beitrag schleunigst löschen...

mastacheata on :

Lies dir doch erstmal die anderen Kommentare durch.
Was Björn hier macht ist komplett legal und überhaupt nicht verwerflich.
Er könnte Mehrwegflaschen auch pfandfrei verkaufen und auf den guten Willen der Kunden hoffen, dass diese die Flaschen bei Ihm zurückbringen.

Im Gegensatz zum Einwegpfand gibt es für Mehrwegpfand keine gesetzliche Regelung.

Zeddi on :

Hi,

finde das eine sinnvolle und pragmatische Lösung, und wüsste gerade auch nicht wie man das viel besser machen kann.

LG

Zeddi

Mithi on :

>Kuriosum am Rande: Erstaunlicherweise bekommen wir von diesen Flaschen deutlich mehr zurück, als wir verkaufen …

Studenten. Wir verkaufen in der Uni Mensa auch Club Mate, und von 40 Rahmen auf der Palette gehen 30 leer zurück an den Getränkehändler. Das ist so wenig das es teilweise schon zu Lieferproblemen führt.

Wampe on :

Nicht nur Studis. Mate ist halt so ein klassisches Getränk, was man mal im Kiosk kauft. Cola mag ich nicht, Bier passt auch nicht immer und dann wird die Auswahl auch schon wieder gering.

Ich würde auch vermuten, dass der Anteil an Privatmenschen, die Mate Kistenweise kaufen wesentlich geringer ist als bei anderen Getränken.

Aber mit dem Pfand gibt es das Chaos überall. Mind. ein Rewe hat mal 15ct berechnet und nur 8ct wieder ausgezahlt. Netto verkauft die Flaschen mit 15ct, der Automat dort nimmt die aber gar nicht an und so weiter.

Alex on :

Dieses Jahr soll doch der Pfand steigen, und viele Leute horten jetzt schon Kisten daheim, um die dann mit mehr Gewinn wieder abzugeben..... kann das jemand bestätigen das sowas funktioniert? Also jetzt horten und dann abgeben mit Gewinn?

Nicht der Andere on :

Warum sollte das nicht funktionieren? Die Flaschen blieben ja diegleichen.

Matetrinker on :

Von einem ähnlichen Phänomen kann ich berichtet.
Es gibt bei mir 2 Rewe Märkte, die liegen 300 m ausseinander, ich bin immermal in beiden meine Club Mate kaufen.
Der eine Laden hat eine Cola (ich weiß grad nicht mehr welcher Hersteller), die schmeckt aber wie Vita Cola und die Flaschen haben die Form wie die Mate Flaschen.
Jetzt das kuriose: Club Mate ist ja mit 15 Cent bepfandet, die Cola aber mit 8 Cent. Gebe ich die Colaflaschen nun in im anderen Laden ab, der die Cola eben nicht führt, werden mir 15 Cent ausgezahlt.

Jan on :

Schmeckt wie Vita und kommt mit Schraubverschluss?

Das dürfte Neunspringer sein

Ulf on :

Der Unterschied zwischen normalen mit 8 Cent bepfandeten Flaschen ohne Schraubverschluß und Club-Mate-Flaschen mit 15 Cent und Schraubverschluß ist gering, so daß viele Automaten Probleme bei der Erkennung haben. Je nach Automat wird auch der Barcode mit ausgelesen...

Ich kenne also Leergutautomaten, da gibt es 8 Cent mit Barcode nach unten und 15 Cent mit Barcode nach oben in den Automaten geworfen...

Mehrwegpfand ist gesetzlich nicht geregelt, die Brauereien streiten aktuell über eine Erhöhung des Pfandes, sollte diese nicht zustande kommen, wollen einzelne Brauereien ausscheren und mehr Pfand berechnen. Das wird dann lustig, wenn es für jede Flasche verschiedene Pfandbeträge gibt.

Jochden on :

Das mit dem Barcode dürfte Zufall sein.

Bei der Erkennung von Mehrwegflaschen wird kein Barcode gescannt. Mehrwegflaschen werden alleine anhand der Form erkannt.

Zwar wird bei Mehrweg/Einweg-Automaten auch der Barcode gescannt, allerdings ja nur zur Prüfung, ob es Einweg ist und wenn es Einweg ist, wird mithilfe des Barcodes das Clearing, also die Zuordnung welchem "Inverkehrbringer" das Pfand am Ende gutgeschrieben wird, angestossen. Für Mehrwegflaschen wird kein Pool von Barcodes hinterlegt mit dem die Flaschen dann zugeordnet werden.

TOMRA on :

Wie werden dann vom Automaten die 0,5l Mehrweg Glasflaschen mit Schraubverschluß von z.B. Buenos Mate und Club Mate unterschieden?
Die sind von der Form sehr ähnlich bis vermutlich identisch.
Bei Kaufland habe ich zumindest früher oft für Club Mate nur 8 statt 15 Cent bekommen und hatten IIRC Tomra Automaten.
Bei Rewe in den letzten ca. 2 Jahren meistens 15 Cent bei Diebold Automaten.

Jochen on :

Von der Form unterscheiden die sich. Zum einen ist der Falschenkopf anders, zum anderen gibt es auch Merkmale am Boden (hier stechen kleine Hubbel hervor). Das ist technisch schon möglich, man überlege nur, wie viele Varianten es bei Bierflaschen mit brauereieigenen Reliefs es mittlerweile gibt.
Das ist wohl aber tatsächlich ein allgemeines Problem, dass die 0,5l Flaschen öfter als 8Cent gelesen werden. Liegt dann am Automaten. Letztlich funktioniert die Flaschenerkennung ja nie 100%. Wenn man 100 Flaschen derselben Form eingibt, wird es wahrscheinlich immer eine geben, die erst beim 2. Versuch erkannt werden.

Mehrwegflaschen brauchen jeenfalls kein Etikett um angenommen zu werden.

Jochen on :

Sorry, habe noch was vergessen.

Die Club Mate Flaschen sind ja keine exklusiven Flaschen von Loscher, das sind allgemeine Poolgebinde, die sich viele Abfüller teilen. Die 0,5l schlanken Flaschen mit Schraubverschluss gibt es zB in Süddeutschland sehr oft für Limoabfüllungen lokaler Brauereien. Daher sind die Club Mate Flaschen ja auch so, weil Loscher einer dieser Brauereien aus Süddeutschland ist. Mittlerweile ist das aber kein so regionales Phänomen mehr, weil diese Flaschenform auch von anderen Anbietern als Abgrenzung genutzt werden (zB Fritzcola ist auch dieses Gebinde).

Bei Poolflaschen gibt es keine explizite Verrechnung, da die Flaschen ja wieder benutzt werden. Das heisst Loscher als Abfüller bekommt einfach leere Poolflaschen und gibt die dann voll wieder in den kreislauf und berrechnet dafür dann dem Handel Pfand, der es wieder verrechnet. Und zahlt entsprechend Pfand aus wenn er die Flaschen zurückbekommt.

Bei Einwegflaschen erfolgt aber eine Zerstörung im Automat. Daher wüsste man ja dann nicht, welchem Abfüller das Pfand wieder berechnet wird. Daher muss im Automat eine Zuordnung über den Barcode erfolgen.
Die Pfanderhebung erfolgt allerdings beim Abfüller ohne dass er irgendetwas zuvor bezahlen müsste (im Gegensatz zur Mehrwegflasche). Der druckt das Pfandlogo drauf und meldet dann die Menge an das Deutsche Pfandsystem GmbH. Wenn er dann die Flaschen dem Handel liefert, berechnet der Hersteller dafür Pfand, der Handel erhält umgekehrt über die zurückgegebenen Flaschen dann entsprechend über die DPG eine Gutschrift.

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