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Neuerungen bei DHL

Heute Morgen habe ich folgenden Artikel entdeckt: DHL treibt Umbau voran: Pakete sollen nicht mehr an die Haustür kommen

Wenn die Post und andere Paketdienste ihre Sendungen nicht mehr bis an die Haustür transportieren und man als Kunde zur nächsten Abholstation oder sogar zu einem Automaten laufen muss, dann könnte man das ganze eigentlich sogar noch toppen. Ist gerade nur so eine spontane Idee, aber man stelle sich vor, die Kunden würden statt zu einer dieser Abholstationen direkt zum Händler gehen und die Ware dort unmittelbar kaufen und mitnehmen können. Das würde Raum für ungeahnte Zusatzleistungen über den klassischen Onlinehandel hinaus bieten: Persönliche Beratung, vielleicht noch etwas netten Smalltalk, man könnte die Produkte anfassen und testen und hätte auch kein Risiko mehr, nur einen Ziegelstein im Paket vorzufinden. Ob sich das Konzept durchsetzen wird? :-)

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Comments

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Autisten kopieren diesen NAmen. Am Freitag spät- on :

Das sagst du nur, weil du im Onlinehandel versagt harstest.

Schwachstromblogger on :

Das glaubst du doch nicht wirklich?

Ich arbeite in einem Einzelhandelssegment, das in manchen Bereichen eine Beratung fast unumgänglich macht. Man kann die Sachen zwar online beziehen, aber hier hat man sehr schnell was falsches gekauft, was dann sogar lebensgefährlich werden kann.
Andererseits ist regelmäßig sogar eine, an den Benutzer angepasste Montage nötig.

Eine unserer Filialen gilt zwischen Polarkreis und Frankfurt am Main als die Topadresse für ein solches Warensegment.

Dort tauchen immer wieder Kunden auf, die sich stundenlang beraten lassen und dann am Ende frechdreist mit den Worten "dann weiß ich ja, was ich kaufen muss" verabschieden.
Oder Kunden, die für ihre Kinder (blutige Anfänger) was gekauft haben, nach der Lieferung merken, dass die Endmontage fehlt, bei uns auftauchen, stolz erzählen, was die im Internet für viel weniger Geld als bei uns erworben haben und dann vom Personal dann erstmal knallhart auf den Boden der Tatsachen geholt werden müssen, da der erworbene Artikel das Anfängerkind umbringen würde, einfach weil ungeeignet.

Solange der Artikel im Internet günstiger und nicht lebensnotwendig ist, werden sich Kunden von sowas nicht abhalten lassen. Die ganzen Paketdienstleister rüsten ja auf. Eigene Läden haben die fast nicht mehr, aber über kurz oder lang wirst du an jeder Tankstelle, jedem Kiosk/Späti (für die Berliner) und sogar jedem Einzelhandelsgeschäft Pakete anliefern und abholen können.

Teilweise ist es ja sogar so, dass Kunden zwar in den Laden kommen, aber gar nicht angesprochen werden wollen. Selbst die einfache Begrüßung, wenn man den Laden betritt, wird zu mehr als 50% schon nicht mehr erwidert oder die Kommunikation an der Kasse beschränkt sich darauf, dass der Kunde nur seine bargeldloses Zahlungsmittel in die Luft hält. Ein einfaches "Kann ich Ihnen behilflich sein?" erzeugt da sehr häufig sogar schlechte Bewertungen im Netz.

DerBanker on :

Das gibts wohl schon in jedem Bereich: hier zocken die Leute den Service, woanders lassen sie die Provision. Selbst bei uns in der Bank.

Der eine Kunde wollte sich bei einem Termin ausführlich beraten lassen über ein Konto und flog beim Berater aus dem Büro, als dieser spitzbekam, dass der Kunde das Konto anschließend beim Online-Vertrieb eröffnen wollte und nicht bei ihm.

Der andere Kunde kam zu mir und fragte um einen Service, und als ich nachfragte, ob er denn unser Kunde sei, beliebte er triumphierend zu meinen, nein, er sei jetzt weggegangen zu einem Mitbewerber, der sei billiger.
Die Genugtuung auf seiner Seite schwand ziemlich plötzlich, als ich ihn aufforderte, dann bitte auch den Service seiner neuen Bank zu beanspruchen (die gar keine Filialen hat, gnihihi).

Basti on :

Aber auch typisch für Service nicht weitergedacht. Abgesehen von dem konkreten Kunden. Warum muss ich ggf. nochmals in die Filiale zur Eröffnung? Ja, ich unterschreibe niemals sofort.

Jede Beratung muss doch dokumentiert werden. Warum verknüpft die Bank diese Daten nicht? Dann kann der Kunde online eröffnen, der Verkäufer erhält dennoch seine Provision und wird autm. als Berater hinterlegt.

Noch ne Idee, der K. erhält ein Code, den er online angeben kann. Dieser beinhaltet auch den Berater und ein kleines Goodie für den K.

DerBanker on :

Beides geht z.B. deswegen nicht, weil die Konten aus der Filiale und aus dem Onlinevertrieb verschiedene Konditionen haben können. Der Kunde, der alles selber macht, kriegt oft genug ein Goodie dafür.
Gleichzeitig einen Berater in Anspruch zu nehmen, der Gehalt und bei Verknüpfung auch noch mal Provision kostet, wäre eine doppelte Ausgabe für die Bank.

Es ist unseren Beratern sogar streng verboten, einen Kunden zu übernehmen und dessen Konto aufzumachen, der schon dem Onlinevertrieb "gehört".

Hain on :

Ein Angehöriger hat bei einer klassischen Filialbank online eröffnet und wurde "seinem" Berater zugeordnet. Bei der Bank ist es eher verwirrend, dass der Berater oft darauf verweist, dieses und jenes auch auf online umzustellen.

Anonymous on :

Die Bearbeitung/Betreuung des Kunden ist eines.
Eine Provision zu kassieren für einen Neuabschluss des Kunden etwas anderes.

naja on :

Theoretisch vielleicht. Praktisch ist es dann so, dass der Profi-Einzelhändler vieles gar nicht führt, anderes zwar theoretisch, aber es erst bestellen müsste (wofür man dann nochmal hin muss), aber "nehmense einfach das, das nehmen eh alle, das andere brauchense ja nicht wirklich!" - Kunststück, wenn das das Einzige ist, das die vorrätig haben. Manchmal aber sogar ohne das Dahab-Produkt sondern so oder so bestellen. Da ist online bestellen dann doch - auch mit Abholung von der DHL-/...-Filiale - einfacher.

Sammi ElPadre on :

Ganz ehrlich: In vielen Fällen würde ich das gerne.

Aber der Einzelhandel (und auch der deutsche Versandhandel) hat viele Artikel nicht.

Ich gebe mal ein Beispiel:

Ich bin zugegeben fett. Jetzt habe ich mich entschieden, Sport zu machen und wollte hierfür ein Mountainbike-Trikot haben. Weil: Ist beim Mountainbiken ja ganz praktisch.

Also bin ich in die Stadt zum Sportladen. Bis Größe XL hab ich in jedem Laden Bekleidung gefunden. Mir war nur Schleierhaft, was ich dann mit der anderen Körperseite machen soll. Das betse Erlebniss war diese Sportkette mit dem I am Anfang. Da bekam ich gesagt (und zwar Wörtlich) "Für fette Menschen haben wir nix!". Auch im Versandhandel der deutschen Versender: Keine Chance.

Also hab ich auf Risiko gespielt und beim Chinesen bestellt. Riesen Auswahl, gute Qualität und siehe da: Eine Größe die mir passt.

Ich bin durchaus bereit, für den Service im lokalen Handel mehr zu bezahlen. Aber dann muss halt auch das Angebot passen.

Autisten kopieren diesen NAmen. Am Freitag spät- on :

Ist leider ein kompliziertes Thema.
Früher oder später, war oder bin ich mal Leistungsportler.

Gewisse Sportläden gab es nur, weil es "uns" gab. Wir brauchten und kauften spezielle Ware. Der Verein sponsort, den Läden geht es gut.

Setzt dann aber eine Nachwuchsgeneration aus, leidet der Laden und er schliesst.

Ich bin war leidenschaftlocher Skateboarder gewesen (man will ja nicht zu viel verraten ;-)) Neben meinem Leistungssport.

Speziell aus diesem Ort gab es grosse Talente.
Hier und in der Nachbarstadt gab es Skateshops.

Die Talente haben Nachwuchs motiviert. Die Geschäfte liefen gut.

Man zieht weg.
Läden machen dicht. :-(

Nachwuchs gibt auf. Mehr und mehr leere Läden.
Internetshopping.

Was bleibt sind Supermärkte, Döner, Schuhläden und Frisöre.
Bis zum Wandel auch noch Immobilienmakler.

Lokale Mieten steigen ins unermässliche.

Wie soll da ein lokaler Händler im Internet mitspielen?

Schwachstromblogger on :

Ich glaube, die Kette kenne ich. Bin auch um einiges stabiler und habe gute Kontakte dahin. Schon ein paar mal angemerkt. Prallt bei denen aber ab und wenn ich das richtig im Kopf habe, sind die doch mittlerweile finanziell schwer angeschlagen.

Hab auch noch das Problem, dass ich auf Schuhgröße EU50 in der Weltgeschichte rumstehe. Die Kontakte angehauen, regulär keine Chance mehr als 47 zu bekommen, wenn die Glück haben, gibt es ein bis zweimal im Jahr einzelne Paare bis 50, aber dann ohne Auswahl. Friss oder stirb. Über Preise braucht man da auch nicht reden.

Jetzt bestell ich meine Fundamente bei einem großen Filialisten online, der die Größe regulär gelistet hat und bei dem ich mit dem IT-Leiter bekannt bin.

Sammi ElPadre on :

Wie gesagt, es lag nicht an dem einen Laden, das ging durch die Bank. Und es lag auch nicht daran, dass die Klamotten nicht gelistet sind. Es gibt sie einfach nicht.

Keine der gängigen Marken hat was entsprechendes im Sortiment.

Selbst Amazon lässt einen quasi verhungern (was mir im wörtlichen Sinne nicht Schaden würde 8-) :-D )

Alexander M. on :

"... sind die doch mittlerweile finanziell schwer angeschlagen."

Die "Sportkette mit dem I" kann nicht per se finanziell schwer angeschlagen sein, weil "I" nur ein Einkaufsverbund ist, dem selbständige Einzelhändler (und in gewissem Umfang auch Ketten wie I.V.) angehören, d.h. es können eigentlich nur einzelne Partner von I. finanziell angeschlagen sein.

Marks on :

Und du bist garantiert der erste, der sich über verwühlte Verpackungen, geöffnete Kartons/Folien und "vor Ort ausprobierte" Artikel beschwert. Dann doch lieber den Aufwand nach Onlein abschieben?

Patsy on :

Leider sieht die Realität so aus, dass wenn man nicht total nach Mainstream kauft (und sich gerne etwas alternativer kleidet, was bei Männermode die Farben schwarz, grau, weiß und senfgelb ausschließt), in den Läden fast nichts bekommt.

Ich wohne in einer Großstadt, mitten im Zentrum. Und je nach Saison kriegt man nur Heulkrämpfe in den Läden.

Und wenn man nachfragt, kriegt man gesagt "das ist leider gerade nicht modern, schauen sie doch mal online nach!"

Selbiges bei Gegenständen, die nicht sowieso in jedem Laden zu haben sind. Z.B. Spannbettlaken für ein Wasserbett. "Oh, Wasserbetten sind gerade nicht in Mode, da haben wir gar nix da!" (in einem riesigen Bettenfachgeschäft)...

Und schon geht das Päckchen zu meinem nächsten Rewe-Supermarkt, bei dem ich es mitnehmen und dabei gleichzeitig einkaufen kann...

Michael K. on :

Mit dem stationären Einzelhandel bin ich schon seit Jahrzehnten fertig - was bin ich als Kunde in den letzten Jahrzehnten mies behandelt worden! Diese verpennte Branche entwickelt sich auch nicht mehr positiv und ist eher mit Sterben beschäftigt. "Amazon go" zeigt, wie es auch gehen kann, solche Innovationen kommen natürlich nicht aus dem Reich der Kleinkrämer.

Alles was online Sinn macht, bestelle ich auch online - der Preis ist für mich gar nicht ausschlaggebend, vielmehr habe ich dieses herablassende Geschäftsgebaren sowas von satt. Das positive Kauferlebnis ist im Einzelhandel schlichtweg nicht vorhanden. Glaubt jemand, ich stehe gerne in einer nicht endenden wollenden Kassenschlange? Wer einen "Kundenversteher"-Laden betritt, den erwartet einen ein Schilderwald, der darüber aufklärt, was alles nicht geht - von der Toilettenbenutzung bis hin zur Vorgabe, welche Scheine angenommen werden.

Die Beratungsleistung ist insbesondere bei technischen Artikeln völlig indiskutabel - ich bin fast immer besser informiert als der sog. Verkäufer. Gespräche enden gerne mit "haben wir nicht" oder "kriegen wir nicht wieder rein" über "muss ich bestellen" (= Vorkasse, kein Umtausch möglich). Kann ich auch selbst günstiger bestellen und im Zweifel dann über die Fernabsatzregelungen wieder zurückgeben.

Dann ist es so, dass ich früher - gerade im Baumarkt - das gekauft habe, was dem Gesuchten nahekommt - oft in viel zu großen Verpackungsgrößen (typisch bei Schrauben). Heute bestelle ich exakt das Richtige: in der benötigten Menge, in guter Qualität und ich spare mir unnötige Wege. Retouren sind für mich eine persönliche Niederlage, die habe auch so gut wie gar nicht.

Für mich stellen Onlinehandel einen Mehrwert und gelebten Klimaschutz dar, zumal die DHL-Pakete CO2 neutral sind (vgl. https://www.dhl.de/de/privatkunden/kampagnenseiten/dhl-nachhaltigkeit.html). Diesem Nachhaltigkeitsanspruch wird der dreistufige klassische Vertriebsweg nicht gerecht oder hat Edeka da bereits etwas Passendes entgegenzusetzen?

Sobald Lebensmittel online gut zu bestellen sind, ist der REWE bei uns für mich nur noch Rückfalloption. Ich setze da wirklich auf Amazon und weniger auf klassische Nahversorger.

Mitleser on :

Mir ist das ehrlich gesagt wupme, denn ich lasse eh nur noch an Packstation, selten an die Postfiliale, zustellen.

Daher sind auch Händler, die nicht mit DHL versenden, bei mir zu 99% raus.

Und meiner Meinung nach ist eine generische Packstation für alle Paketdienste längst überfällig.

Adalbert on :

Ich wohne derzeit in Norwegen, und da ist das schon seit mindestens 10 Jahren so. Die Post bringt nur Briefe und Bachnachrichtigungen (beides neuerdings auch nur mehr jeden zweiten Tag). Pakete darf man sich selber abholen.
Das ist mir ehrlich gesagt viel lieber. Der Paketbote wuerde sowieso nur zu einer Zeit kommen, zu der ich nicht zu Hause bin, und dann ist das Paket erst mal wieder irgendwo.
So werden Pakete um ca. 14:00 in einen nahen Supermarkt geliefert, und ich kann sie dort jederzeit mit der Paketnummer abholen. Der Supermarkt hat bis 23:00 offen.
Ruft da irgendjemand, ich sollte mir Pakete in die Arbeit schicken lassen? Nein, ich will das nicht ueberstrapazieren - reicht schon, dass ich meinen Arbeitgeber mit den Lieferungen behellige, die wirklich zugestellt werden. Mehr brauchens nicht werden.

Hendrick on :

Dasselbe in Schweden.

Abholkarte kommt per Post, dann geht's in ein gut gelegenes Geschäft (oft in einem Einkaufszentrum), und holt ab, wenn man eh da vorbeifährt.

Wir verschicken immer per DHL. da übernimmt im Zielland PostNord, und die sind wirklich zuverlässig. Sogar das Tracking funktioniert wirklich einwandfrei.
Lustig ist bei Postnord auf der Trackingseite ein stilisiertes Männeken und das Paket liegt nahezu maßstabtsgetreu daneben. Man erkennt sofort, ob man zur Abholung den Nachbarn zum Schleppen mitbringen muß oder das auch alleine geht. :-D

TheK on :

Solange es die Sätze "is wohl ausverkauft", "führenwa nich" und "könnenwa irgendwann bestellen" existieren, ist Offline-Handel für mich meist nur die zweite Wahl.

Adalbert on :

Können wir bestellen - ja, Danke. Bestellen kann ich selber :-/

Schwachstromblogger on :

Der Vorteil, wenn du es selbst bestellst, ist die gesetzlich vorgegebene Rückgabemöglichkeit für 14 Tage.
Wenn du dir was im stationären Handel was bestellen lässt, ist ein Umtausch reine Kulanz vom Händler.

Die meisten stationären Händler machen es, aber du kannst es nicht erzwingen und stehst damit schlechter dar.

Ich finde aber auch das Verhalten vieler Onlinebesteller unter aller Sau. Retourenquoten von 50% sind eher die Regel, insbesondere bei Kleidung. Viele Kunden legen es auch darauf an. Zehn Teile bestellen, eins behalten, der Rest geht zurück.

Ich zähle mich eindeutig nicht dazu. Ich hab für mich habe vielleicht eine Retourenquote von 2% und dann auch immer Ware gegen Ware.

Aber solange die Händler es mitmachen und sogar damit werben, ist es deren Problem.

Michael K. on :

Ich lese aus einer Logistikstudie von ECC Köln heraus, dass die durchschnittliche Retourenquote in Deutschland bei 5 % liegt.

Wo kommt diese Zahl von 50 % her und kannst du diese Zahl mit einer belastbaren Quelle belegen?

Schwachstromblogger on :

Das ist die Retourenquote im Textil-Einzelhandel, die sich bei uns in dem Warensegment bestätigt.

Bei zalando ist es aber genauso https://t3n.de/news/retouren-zalando-paket-zurueck-1134820/

Michael K. on :

Retourenquoten von 50 % sind im Onlinehandel nicht die Regel, der Bereich Bekleidung steht nicht stellvertretend für die gesamte Branche. Selbst Amazon sperrt Retouren-Hochnutzern irgendwann das Konto.

Vielmehr ist es so, dass verschiedene Protagonisten im Bereich Bekleidung kostenlose Retouren ausdrücklich als USP bewerben und damit beim Kunden erst generieren.

DerBanker on :

Ist für mich ein Grund, dort nie zu bestellen, da ich den Mist der anderen mit bezahlen muss.
Die Retouren sind nicht kostenlos - sie sind irgendwo mit eingepreist! Es ist überhaupt NICHTS kostenlos, alles kostet Geld, und irgendwer bezahlt das - und das ist am Ende immer der Kunde.

Heiner on :

Ist doch logisch, dass die Bekleidungsbranche viel Rückläuferquote hat - bei Margen im Bereich 500% aber auch verschmerzbar.
Wenn es diese Branche hinbekäme, dass Klamotten tatsächlich genormte Größen hätten, wäre es ein Traum. Es ist echt nervend, wenn eine bestellte Größe genau passt, aber die Nachbestellung (genau gleiche Ware/Artikelnummer/Lieferant, aber eben 2 Monate später) dann zu groß oder zu klein ist oder gar nicht mehr im Sortiment.
Und wenn man auf so großen Fuß lebt, wie meine Frau mit Größe 42, ist es verdammt schwer, im normalen Einzelhandel vernünftige Stiefel zu finden. Halbwegs sexy mit Pfennigabsatz (4-6cm reicht ihr ja) schon gleich gar nicht. Im EH gibt es ja nur Kindergrößen bis 38, evtl. 40. Nichtmal die "richtigen" Schuhläden haben was da.

Die Paketdienste an sich machen es sich aber auch selbst schwer! Wir haben vorne am Grundstück direkt neben dem Briefkasten zwei abschliessbare Behälter, und das deutliche Schild, dass man ALLE Pakete direkt da reinlegen soll und nicht erst lange auf dem Grundstück rumklopfen soll (Tagsüber sind wir eh nicht da oder nach einem Nachteinsatz interessiert es mich einfach nicht, wenn einer ohne Termin meint, ich müsse jetzt Zeit haben.)
Permanent sind die (wechselnden) Fahrer zu blöd und schlagen bald die Tür ein, am besten noch mit "wir haben sie nicht angetroffen"-Karte direkt in den Briefkasten, wo draufsteht, dass und wo die Pakete abzulegen sind...
und ja, JEDER übliche Paketdienst hat Ablagegenehmigung, bei irgendwelchen Exoten reicht es, wenn man deutsch lesen kann, um das Paket loszuwerden.

Also man könnte das Paket in 9 Sekunden (UPS, der freut sich immer, weil die Paketbox 24/7 seine Pakete annimmt) loswerden, man kann aber auch 5 Minuten auf dem leeren Gelände verbringen und das Paket mangels Lesefähigkeit dreimal ausliefern...

Anonymous on :

Ca. 15 Jahre her, brauchte ein Sakko und Hose. An einem Montagvormittag zum führenden Bekleidungshöndler aufgemacht. Die erste Verkäuferin sagte, ich soll mich an die Kolegin wenden. Das Spiel wiederholte sich dreimal, dann habe ich den Onlinehandel enntdeckt. Ab und zu vermisse ich die fachkundige Beratung, für die mus ich aber mindestens 1 1/2 Stunden Autofahrt einkalkulieren. Ähnliches beim Kauf von Schuhen. Bis auf Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs wird online eingekauft, in die Fußgängerzone gehe ich nur noch am Sonntag, um zu gucken, welcher Laden aufgegeben hat.

Basti on :

Das "Problem" liegt aber auch darin begründet, dass der EH so gut wie nie mit dem schier endlosen Angebot aus der ganzen Welt mithalten kann. Wie sollte er auch? Er kann gar nicht alles anbieten, vorrätig und Experte für alle Produkte sein.

In meinen Augen hilft nur Spezialisierung und Service. Damit regelt sich auch die Preisfrage.

Beispiele von vor Ort:

Ein EH für weiße Ware. Handvoll Hersteller, überwiegend aus DE, in DE produziert. Showroom der wichtigsten Geräte, geschulte Mitarbeiter auf diese Geräte. Nicht billig, aber Lieferung, Einbau, Entsorgung Altgerät inklusive. Der Laden brummt.

Selbiges bei einem TV-Fachgeschäft.

Oder Küchenfachgeschäft.

Oder einem Textilgeschäft für Hemden, Hosen, Anzüge, Jacken. Hier mal riesige Auswahl, auch Eigenmarke, mit Schneiderei, erstklassige Beratung. Selbst wenn man, nach ausführlicher Beratung, nun seine Marke auch im Netz kaufen könnte, der Laden läuft trotzdem.

Als Käufer muss ich stationär Einschränkungen in der Auswahl hinnehmen. Das liegt in der Sache. Stimmt aber der Service, muss das kein Nachteil sein. Das muss der EH aber auch mal kapieren, umsetzen und den Kunden vermitteln.

Michael K. on :

Schlechter Service hat eine lange Tradition im EH: Der Kauf einer Kühl-/Gefrierkombination bei einem großen Elektro-Fachmarkt war bei mir im Jahre 2001 aus folgendem Grund gescheitert: Es hat sich im Fachmarkt niemand bereit erklärt, beim Einladen kurz mitanzufassen und das Ding mit mir über ca. 30 cm über die Ladekante vom VW-Bus zu heben. Das ganze Verkaufsgespräch war also deswegen für den Arsch.

Ich habe den Kühlschrank dann bei einem kleinen Krauter gekauft, der mir das gleiche Modell - auch noch zu einem niedrigeren Preis - geliefert hat.

Heute würde ich die Kühl-/Gefrierkombi im Internet bestellen und trotz Speditionsversand (Nachteil nur bis Bordsteinkante) noch Geld und Gelaber sparen.

Hain on :

Man könnte auch einfach mit Zwei-Mann-Vertragung frei Aufstellort bestellen.

Michael K. on :

Das ist dank eigener Transportkarre (vulgo Sackkarre) gar nicht (mehr) nötig - mit so einem luftbereiften Teil gehen viele Sachen total easy, ... vom Getränkekasten bis zur Waschmaschine.

Hain on :

Das ist wahr. Aus Gewährleistungs-/Haftungsgründen macht sich die Fremdvertragung bei Großgeräten aber besser. Es ist schon vorteilhafter, wenn der Subsubsub die Beule selber ins Gerät haut oder bereits vorhandene Schäden unter dem Karton während der Fremd-Entpackung dokumentiert werden.

DerBanker on :

Hab ich auch - sogar Ausführung als Treppenkarre.
Trotzdem: ich hab mir bei meinem neuen Kühli gegönnt, dass hier zwei starke Profis aufmarschieren, die alte Kiste mitnehmen und den neuen aufstellen.
Wichtiger noch beim Fernseher. Der Flat Screen wog nix, aber der alte, zentnerschwere Röhrenmonitor musste weg. Der ließ sich nicht mal eben mit der Sackkarre vom Boden heben, der stand ja im Regal.

Wobei meine alten Herrschaften und ich auch "unseren" Händler haben: mit egal welchem Elektronikzeug marschieren wir unfehlbar wieder zu ihm.

sven-hh on :

Naja, wenn der Einzelhandel hat was ich will und dazu ggf. sogar noch kompetentes Personal .... bin ich geneigt ihn zu unterstützen.
das ist hier in hamburg als filmsammler genau 1(!) Laden wo Preis/Leistung wirklich stimmt.

Ansonsten hab ich kein Problem mir Sachen die der EH auch erst bestellen müsste, direkt auf dem Heimweg aus der Packstation zu nehmen.... nach hause macht da eh kein sinn, bin ja arbeiten

Anonymous on :

Wenn sich alle Filmliebhaber ihre Filme im Netz besorgen, ist es auch kein Wunder, dass es in Hamburg nur einen Laden dafür gibt. Und anderswo gar keinen.
Ich hatte damals in meiner Heimatstadt (immerhin auch über 300.000 Bewohner) 3 gute Adressen für Vinyl, Cds, Konzerttickets, Poster und T-Shirts. Und zwar nicht nur Mainstream, sondern gerade im Rock/Hard-Rock/Punk-Rock-Bereich auch für Bands, die eher als Geheimtipp unter Insidern gehandelt wurden oder die noch nicht mal nen Plattenvertrag hatten und deren Scheiben von denen selbst gebrannt und verkauft wurden.

Der erste machte dicht, als immer mehr ihre CDs im Netz kauften. Die Mainstream-Käufer brachen weg und von den Spezialisten konnte der Betreiber nicht leben. Der 2. brach weg, als auch Tickets und T-Shirts immer mehr übers Netz verkauft wurden. Der dritte (mainstreamigste) brach seinen Betrieb ab, als die CDs selber aus der Mode kamen. Gegen Downloads und Streamings kam er nicht an.
Inzwischen gibt es CDs nur noch in einer kleinen Ecke bei Karstadt und Kaufhof. Thalia hat noch ein paar Hörbücher und Hörspiele.

sven-hh on :

@Anonym am Montag
Es ist für die umwelt, meine Nerven und die Gesundheit aller beteiligten sicher nicht förderlich wenn ich für 2-3 Filme kreuz und quer durch die stadt fahre. Und später dann nochmal weil "müssen wir bestellen"....

Ja ich kann dein Beispiel verstehen, aber es ist sinnfrei zu Läden zu gehen die nicht mal Service bieten wollen weil "kauf es oder lass es doch einfach" ein sehr tolles Motto geworden ist.

Amsel on :

Das ist auch bei DPD im Gespräch. Die Haustürzustellung soll dann extra kosten. Ich denke, wenn einer anfängt, ziehen alle anderen nach.

DerBanker on :

Davon, die gute alte "Zustellgebühr" wieder einzuführen, hab ich bei DHL auch schon gehört.

John Doe on :

Ich erwarte gefälligst bei Einzelhändler eine große Auswahl, selbst bei eher selten gekauften Produkten. Und ich erwarte eine freundliche, kompetente Beratung vor meiner Kaufentscheidung. Das ganze in hellen, kundenfreundlichen Räumen mit Parkplatz direkt vor dem Laden, Kunden-WC und gerne auch Gratis-Kaffee. Und wenn ich mich dann zum Kauf entschieden habe, ist es doch kein Problem, dass mal eben ein Mitarbeiter mit anpackt, um mit mir meinen Einkauf ins Auto zu hieven.
Ach ja: im Internet habe ich genau das gleiche Teil für 100,- € weniger gesehen. Den Rabatt brauche ich natürlich auch vom Einzelhändler, ansonsten bestelle ich nach der Beratung und dem Gratis-Kaffee flugs im Netz!

Kanadier on :

Mal als Anregung von Uebersee: Die hiesigen einzelhaendler haben etwas mehr vorwarnzeit als die deutschen bekommen - die hiesige post ist schlicht zu teuer. Das hat zu zwei dingen gefuehrt: a) Amazon &co haben ihre eigenen lieferdienste gegruendet.
b) die Einzelhaendler haben halb-online-shopping erfunden. Funktioniert so, dass man sich auf der Website des Ladens aussucht was man gerne haette, ein Mitarbeiter sucht die produkte zusammen, bestellt ggf was nicht vorraetig ist. Dann bekommt man eine SMS dass die bestellten waren abholbereit sind, man faehrt hin und bekommt seinen Einkauf in den Kofferraum geladen, z.t. sogar im drive-through. Wird recht haeufig genutzt, spart einfach immens zeit (und stress)

Mitleser on :

Dass erinnert mich an ein Produkt, dass ich mir mal bei einem kanadischen Onlineshop bestellt hatte, weil es das nur dort gab. Portokosten waren fast so hoch wie der Warenwert, aber der Wechselkurs hat es dann wieder etwas relativiert.

Mitleser on :

Und die 4 Briefmarken für Postkarten nach Deutschland hatten 10 kanadische Dollar gekostet...

Engywuck on :

das schreibt dieselbe Person, die als Einzelhändler selber LED-Röhren direkt aus China geliefert bekommt und die Preisleisten über's Internet bestellt...

Jürgen on :

Schöner Gedanke, wer mir auch lieber. So wird es leider nicht kommen, denn die Bequemlichkeit vieler Mitbürger, vorgebliche Vorteile und die wachsende Scheu, aus dem Haus zu gehen, stehen dem entgegen, beschleunigen den Versandhandel via Internet.

Ich kaufe lieber im Einzelhandel als im Internet. Gründe: Ich kann vor Ort das Produkt (Beispiel Hemden) ansehen, anprobieren und mit anderen vergleichen. Dabei besuche ich auch durchaus mal mehrere Läden, um dann ggfs. zum ersten Laden wieder zurückzukommen. Ich finde schon was passendes, und wenn es ein guter Laden ist, hat er einen Schneider, der mir das Hemd ggfs. auch kürzen kann (die Konfektionsgrößen, die für meinen Brustumfang geeignet sind, haben meistens zu lange Arme). Das habe ich bei Waren im Versandhandel nicht.
Problem ist, mittlerweile können wohl viele Einzelhändler einzelne Waren nicht mehr gezielt bei Lieferanten nachbestellen (allerdings innerhalb einer Kette nachfragen, ob das gesuchte Stück noch woanders vorrätig ist, funktioniert komischerweise auch nicht bei allen Ketten). Dann muss ich tatsächlich auf den Versandhandel via Internet zurückgegriffen werden.
Zur Auswahl, Lieferung, Anschuss und Rücknahme alter weißer Ware gehe ich in den stationären Einzelhandel (keine Elektroriesen), da hier die Lieferung und Anschluss neuer Geräte sowie Entsorgung alter Geräte immer inklusive war, ohne Diskussion.
Grundsätzlich: Viele Probleme mit dem Einzelhandel wie hier geschildert hatte ich so bisher nicht, oder ich bin nicht so ein Sensibelchen wie verschiedene andere hier.

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