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Diese GEZ aka Beitragsservice

Keine Ahnung, seit wie vielen Jahren genau – aber es sind schon einige, seit denen ich für die komplette Firma (also beide Läden) meinen Rundfunkbeitrag bezahle. Vor einer Weile trudelte im Markt in der Münchener Straße das übliche Anschreiben ein: Man solle sich bitte anmelden oder ggf. mitteilen, unter welcher Beitragsnummer dort bereits gezahlt wird. Letzteres tat ich dann und habe den Vordruck ausgefüllt und kurzerhand per Fax zurückgeschickt.

Dazu kam in den letzten Tagen eine Antwort:

Sie geben an, dass der Rundfunkbeitrag für Ihre Betriebsstätte bereits unter der Beitragsnummer xyz gezahlt wird.

Für dieses Beitragskonto ist ein ander Inhaber mit einer abweichenden Adresse angemeldet. Eine Anmeldung der Betriebsstätte auf den Namen Ihrer Firma können wir nicht feststellen. Deshalb haben wir diese unter der Beitragsnummer abc zum 01.02.2019 angemeldet.
Mein erster Gedanke: Hakt's bei denen?!

Die Sache ließ sich dann mit einem kurzen und erstaunlich netten Anruf klären. Die richtige Hausnummer für den Markt in der Münchener Straße lautet 66-72, in meinem vorhandenen Eintrag ist aber nur die Hausnummer 66 eingetragen, weshalb der Datensatz nicht zugeordnet werden konnte.

Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass das komplette Verhalten (und der deshalb seit Jahrzehnten bestehende Missmut) dieses Gebühren-Molochs mit Hanlons Rasiermesser ganz einfach zu verstehen ist: "Never attribute to malice that which can be adequately explained by stupidity."

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Kommentare

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Hendrik am :

Wessen Dummheit? Die der ehemaligen GEZ, heute ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice?

Es ist nicht Schuld des Beitragsservices, dass du die falsche Hausnummer angegeben hast. Wenn deine Hausnummer offiziell 66-72 ist, dann ist 66 nun einmal für einen Computer - denn so werden die Beitragszahler verwaltet - falsch.

Du hast einmal den Fehler gemacht, nur die 66 als Hausnummer anzugeben, nicht der Beitragsservice hat das getan.

Wenn die jeden "Kunden" händisch pflegen und vor allem überprüfen sollten, ob der Kunde sich nicht verschrieben, etwas vergessen hat oder sonstiges, wären die erstens noch "teurer", weil noch mehr Verwaltungsaufwand und zweitens völlig überfordert.

Aktuell überprüfen sie nun einmal wieder, ob alle "Kunden" auch eingetragen sind, du warst es eben falsch, auf Grund deines Fehlers. Punkt.

Björn Harste am :

Was heißt "jeden Kunden händisch pflegen"? In dem Moment, in denen ich eine vorhandene Beitragsnummer angebe, die wohl irgendwie von einem Mitarbeiter überprüft wird, sollte einem denkenden Menschen auffallen, dass die Abweichung in der Hausnummer nicht relevant ist.

Matthias am :

DU willst also vorschreiben, welche Daten relevant sind und welche nicht (z.B. dass die Adresse fehlerhaft sein darf)?

DU willst also jeden automatisierten Prozess stattdessen persönlich durch einen Mitarbeiter durchführen lassen (und entsprechend für die Zusatzleistung zahlen)? Und dem willst DU dann fehlendes "Denken" vorwerfen, wenn er nicht auf Verdacht (!) Daten zurechtklebt?

Hier wäre ein Lob über den guten Kundendienst angebracht, stattdessen wird genölt.

name am :

Das letzte Mal, als ich bei dem Laden zwangsangemeldet würde, hat das ein Mindestlöhnen/ "Aussendienstmitarbeiter" in Eigenregie erledigt.

Kein Grund für Bjørk-Bashing hier, der Laden ist inkompetent geführt und die Leute, die da arbeiten sind absolut gleichgültig.

Alauner am :

Wie kommst du bitte darauf, dass in solche Prozesse ein Mitarbeiter involviert wäre? Solche Schreiben laufen vollautomatisiert.

TT am :

Die Bearbeitung von Björns Fax läuft automatisiert? Das wäre zumindest sehr mutig.

Björn Harste am :

Außerdem: ICH habe dort noch nie irgendeine Hausnummer oder etwas anderes angegeben! Wenn die ihre selbst erzeugten oder erkauften oder von Einwohnermeldeämtern erhaltenen Datensätze nicht abstimmen können, ist das ausschließlich deren eigenes Problem!

Ich bin sowieso dafür, diese Gebühren steuerbar zu machen. Im Sinne von "meine Gebühren sollen ausschließlich für die Formate xyz und zxy verwendet werden dürfen". Das wäre cool, so würden das Programm automatisch demokratisch gesteuert werden.

e.g. John Doe am :

Noch mehr Trash-TV als eh schon? Noch mehr Geld in korrupte FIFA-Taschen? Nee, danke.

Hendrik am :

Du wirst irgendwann einmal einen "Antrag"/ eine Meldung ausgefüllt haben, dass du deinen Ladengeschäft eröffenet hast und jetzt (damals) GEZ-fällig bist. Da wirst du vermutlich nur die 66 als Hausnummer angegeben haben.

Das ist nicht die Schuld der GEZ gewesen.
- Erst jetzt haben sie die Adressen beim Einwohnermeldeamt, bzw. Gewerbeamt eingeholt, nicht eingekauft. -

Und dein Fax, was du gesendet hast, mit deiner Beitragsnummer wird, von einem Sachbearbeiter eingegeben worden sein. Dabei kam heraus, dass zur Gasfeldstraße 66-72 niemand gemeldet ist.

Es ist nicht Aufgabe des Beitragsservices zu forschen, ob es sich um die gleiche Firma handelt und ob da ein Fehler im Formualr deinerseuts vorliegt. Das wäre Service, der zu bezahlen wäre. Es ist nicht ihre Aufgabe.

Sei froh, dass sie nach einem Anruf kulant geregelt haben und du dir darum nun keine grauen Haare wachsen lassen musst. Die hätten dich auch doppelt veranlagen können für die letzten Jahre, wenn der Sachbearbeitet schlecht drauf gewesen wäre. Dann hättest du klagen müssen.

Tt am :

Du willst uns also erzählen, dass nur die Adresse relevant ist, nicht jedoch der Name? Das erklärt so einiges.
Wie kommt die GEz denn mit Mehrfamilienhäusern klar? Abgesehen davon hat „falsche Daten korrigieren“ nichts mit Kulanz zu tun.

Thomas am :

Vergebliche Liebesmüh, lieber Tt, das obrigkeitsstaatliche "ich Chef, Du nix" trieft bei Hendrik doch aus jeder Zeile. Bei jedem kundenorientierten Unternehmen gehört Adressdatenpflege zum selbstverständlichen Kerngeschäft, aber bei Behörden und ähnlich gearteten Institutionen soll man also deren Missverständnisse antizipieren und Fehler und Versäumnisse unbedingt eigeninitativ ausräumen, weil man sonst auch noch bestraft wird? Eine originelle Rechtsauffassung...

Hendrik am :

Äh, Thomas, nein! "Ich Chef, du nix", ist in diesem Fall eher Björns Verhalten, der dem Beitragsservice Dummheit unterstellt, wenn er selbst den Fehler irgendwann einmal gemacht hat.

Was können andere dafür, wenn man einen Fehler macht?
Dieses Mal muss Björn sich den Schuh selbst anziehen.

Ich war schon oft auf seiner Seite in diesen Fällen, aber hier ist es aus meiner Sicht klar seine Schuld.

name am :

Der Ton macht die Musik. Bei dir und bei der GEZ sorgt diese Tatsache für Missklang.

TT am :

Na ja, wenn die GEZ es nicht schafft, "Frischmarkt Harste, ...straße 66" mit "Frischmarkt Harste, ...straße 66-72" übereinanderzubringen, wenn man sie per Beitragskontonummer darauf hinweist, ist das schon irgendwie dumm.
Wenigstens eine weitere Nachfrage könnte das ja auslösen, aber auf den Hinweis "Bin angemeldet, meine Nummer ist..." zurückzuschreiben "Bist du garnicht, hier ist deine neue Nummer" ist schon ziemlich stumpf und passt in alle Vorurteile, die über die GEZ (Beitragsservice, alte Strukturen mit neuem Namen) existieren.

Hendrik am :

Wenn der Beitragsservice den Fehler verursacht hätte, würde ich dir sofort zustimmen. Aber Björn wird den Fehler irgendwann einmal gemacht haben. Das ist nicht die Schuld des Beitragsservice, wenn der "Kunde" die Anschrift falsch übermittelt.

Und tatsächlich ist für den Beitragsservice zunächst nur die Adresse wichtig.

Es könnten ja zwei unterschiedliche, getrennte Unternehmen sein.
Es ist unwahrscheinlich für dich und für mich auch. Warum sollte ein Lebensmittler zwei getrennte Unternehmen in unmittelbarer Nachbarschaft betreiben, doch das ist für den Beitragsservice nicht ersichtlich, was Björn ist.
Muss es auch nach dessen Regeln auch gar nicht.

Ich weiß auch ehrlich nicht, über was er sich beschwert. Der Beitragsservice hat doch nach einem Anruf alles für ihn geregelt und ihm sind keine Nachteile entstanden.

Müsste er jetzt doppelt zahlen, würde ich ja noch irgendwie einen Unmut verstehen, wenngleich ich dabei bleibe, dass es sein Fehler war.

Als Kaufmann muss man eben vor Behörden immer auf jede Kleinigkeit und Korrektheit der Angaben achten, will man keine grauen Haare.

TT am :

> Es könnten ja zwei unterschiedliche, getrennte Unternehmen sein.

Zwei Unternehmen mit dem selben Namen, einmal Hausnummer 66 und einmal 66-72? Auf so eine Idee kann nur die GEZ kommen...

Karle am :

Den Beitragsservice als unfähig hinstellen wollen und selbst nicht einmal die korrekte Unternehmensbezeichnung am Laden, auf dem Kassenbeleg usw. anbringen?

Theo am :

Bezüglich der Steuerbarkeit muss ich Dir ausnahmsweise Widersprechen, Björn. Natürlich wird bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten viel Geld "verschleudert" - wie übrigens in jeder großen Firma; allerdings ergibt sich die Vielfalt und Qualität der Programme doch nun tatsächlich dadurch, dass (insbesondere in den Randzeiten und auf den Zusatzprogrammen) auch Sendungen für kleinere Zielgruppen gesendet werden. Man stolpert auf diese Weise oft über interessante Inhalte, die man gezielt nie ansehen würde. Und wie "e.g. John Doe" schon schreibt: Noch mehr Trash muss wirklich nicht sein. Reicht schon, dass die Anhänger von Protestparteien offenbar nur RTL2 gucken und sich dann beschweren, im Fernsehen kämen keine regierungs- und gesellschaftskritischen Inhalte...

Alauner am :

m( Es geht ja gerade darum, dass das Programm eben nicht demokratisch gesteuert wird, sondern dass das Programm auch für Minderheiten etwas bietet.

Dieter am :

Och nö. Nicht noch mehr Werbesport, Witzkrimis, Rote-Liebe-Soaps und immergleiche Quizsendungen mit immergleichen junggemakeupten alten Gesichtern.

Ein Hoch auf den "undemokratischen" ÖR-Anteil, der leider viel zu gering vertreten ist. Siehe auch die ganzen meist identischen ÖR-Rundfunksender.

Albert H. am :

Richtig, "demokratischen" Rundfunk im Sinne der üblichen Prollwelle zur vorübergehenden Ruhigstellung eines lautstarken unterbemittelten Bevölkerungsanteils kann die freie Mws übernehmen.

ÖR, Mut zur Nische!

Welkes Blatt am :

Anscheinend haben sich irgendwelche internen Vorschriften geaendert, weswegen die GEZ alle Anmeldungen ueberprueft und dabei extrem pingelig ist. Bei mir ging es darum dass meine Mitbewohnerin beim Einwohnermeldeamt nicht im korrekten Stockwerk gemeldet war. Das finde ich an sich kein Ding, aber wenn das dann mit der klassischen GEZ-Freundlichkeit passiert und man nach dem Ausfuellen des klassischen Anmeldezettel gleich ne Zwangsanmeldung zum 1.1.2016 kriegt, versteht man schon, warum viele Leute die GEZ nicht moegen.

Melli am :

Was für eine GEZ? Kaufst Du auch noch Raider? ;-) (Dass die Anschreiben dieser Institution oft anders formuliert werden könnten sehe ich allerdings auch so. Andererseits haben sie mir zum Beispiel auch schon mal ohne Aufforderung zuviel bezahlte Beiträge zurück erstattet, nachdem ich erst mit zwei Jahren Verspätung die Abmeldung meines Gewerbes gemeldet hatte. War mein Fehler und ich hätte nie damit gerechnet, dass da was zurück kommt!)

Welkes Blatt am :

Grade da mich die GEZ so sehr genervt hat, goenne ich ihnen nicht das Rebranding als Rundfunkbeitragsservice.

Nicht der Andere am :

Deren Service dient allein den Rundfunkanstalten. Das ist so, als würde man eine Hinrichtungsstätte dem Delinquenten gegenüber als Körperservice bezeichnen. Vom Bürger ziehen die Gebühren ein und es gibt keinen Grund, warum man die treffende und eingeführte Bezeichnung durch was Weichgespültes und Grüngewaschenes ersetzen sollte. Prince blieb auch Prince, auch während er selbst zwischenzeitlich den Namen abgelegt hatte. Das ist ja so, als würde man sowas wie Puff Daddy, P. Diddy, Diddy, Puffy und Brother Love und was da noch kommen mag, getreulich folgen, beachten und andere auf den gerade aktuellen Namen zurechtweisen. GEZeichnet 4ever.

Basti am :

Als ich mein Unternehmen angemeldet habe war es schlicht nicht möglich 1-3 einzugeben, da hat die Webseite nämlich "ungültige Eingabe"ausgespuckt. Und nun? Wessen Fehler das da jetzt 1 drinsteht? Ich mag mir den Schuh nun ganz gewiss nicht anziehen.

Asd am :

Tja, da externalisieren die schön ihre eigene Arbeit auf dich.

Es ist deren Aufgabe, solche Daten abzugleichen, nicht deine. Die schieben aber dir den schwarzen Peter zu und lassen dich das nicht nur machen, sondern dem Verein auch noch hinterhertelefonieren.

Habe ich schon angedeutet, dass ich diesen Verein hasse und ihm alles Schlechte wünsche?

Dieter am :

Hass und sachliche Betrachtung der Tatsachen stehen sich gegenseitig im Wege.

Bruder Grimm am :

"Beitragsservice" ist ein schönes Wort für ein Inkassounternehmen, das sich selbst auch noch die Taschen vollstopft.
Ich habe auch mal so einen Brief erhalten, indem man mich aufgefordert hat, meine Beitragsnummer anzugeben. Ich habe schon jahrelang brav die Zwangsabgabe bezahlt. Und das unter Angabe von korrektem Namen / Adresse.
Im Antwortschreiben habe geschrieben, sie sollen doch gefälligst selbst meine Nummer raussuchen. Es ist dann nichts mehr gekommen.

Albert H. am :

Bravo, jetzt hast du es "denen" aber so richtig gezeigt! :-|
An dieser Stelle ein Hoch auf die verbliebenen Mitmenschen mit einem Mindestmaß an Anstand und Höflichkeit - trotz oder wegen subjektiver Abneigungen.

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