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FCK

Eine Kunde fragte mich vor ein paar Tagen, ob sie einen Infozettel für eine Kampagne gegen Plastik(müll) bei uns an die Pinnwand hängen dürfe. Ich erlaubte dies zunächst …



… habe aber den Zettel nun wieder entfernt. Sollte die aufgerufene Aktion nämlich bei mir stattfinden, wäre ich nicht sonderlich erfreut. Dachte ich zumindest bis gerade eben. Bei genauerer Betrachtung müsste ich den Zettel nicht nur wieder aufhängen, sondern auch noch selber Werbung für diese Aktion machen. Die paar Plastikverpackungen kann ich doch problemlos in einen oder mehrere gelbe Säcke stopfen und mit an die Straße stellen – aber den Umsatz dazu würde ich gerne mitnehmen. :-D


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Kommentare

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eigentlichegal am :

Ähm, hast du dir das auch gut überlegt?
Wie groß ist dein Gewinn bei einem Joghurt
...und wie groß der Aufwand der Reinigung, wenn der in deinem Laden von der Verpackung "befreit" wird?
.
Rote Beete und Saure Heringe gibts ja zum Glück in Gläsern und Mehl in Papiertürten, aber ich denke, es gibt auch so jede Menge Sauerei-Potential.

jakob am :

Einfach einladen. Und Baumwollbeutel, Biokunststoffdosen und Schraubgläser an diesem Tag mitverkaufen!

Norbert am :

Was ich mich bei solchen Ideologien immer frage: Überlegen sich diese Aktivisten eigentlich auch, wie viele Lebensmittel weggeschmissen werden, wenn all diese Waren ohne Vakuumverpackung schneller verderben? Oder wie viel Spülmittel die Reinigung der individuellen Verpackungen sowie der Transportbehälter sowie der Umverteilgeräte (Kellen, etc.) in die Umwelt gerät? Bis hin zum Energieverbrauch, welchen das zusätzliche Personal erzeugt.

Ich bin wirklich öko, aber solche Aktionen sind mir zu wenig durchdacht.

Pepe am :

Nein, das überlegen sie nicht, weil sie ideologisch motivierte Dogmatiker sind, die für Vernunft nichts übrig haben.

Asd am :

Frische, gesunde Lebensmittel haben doch eh keine Plastikverpackug. Diese Öko-Aktivisten enttarnen sich also selbst als Fertigfutter-Esser. Nix mit bio, regional und fair. Nicht besonders konsequent.

Ich am :

Ach Äpfel die in Folie eingeschweisst sind - sind dann genau was?

Georg am :

Ich lasse jetzt schon bei jedem Einkauf jede Verpackung die möglich ist im Laden.Also Verpackungen von Obst & Gemüse,Kartonagen von Cornflakes und Co aber das ich nun auch noch Joghurt,Shampoo etc.umfüllen soll ist doch etwas arg übertrieben.... :-O

Irene am :

Das erinnert mich an einen uralten Ottifanten-Cartoon: "Umweltschutz okay, aber das nächste Mal lassen wir die Milchverpackung nicht im Laden!" ... während sie die Milch tropfend in den hohlen Händen heimtragen ;-)

Amsel am :

Und wenn die das so machen, was wollen diese damit erreichen? Die sollten an die Stelle gehen, wo die Ware verpackt wird, und nicht dahin, wo diese verkauft wird. Der Ladenbesitzer freut sich über den Umsatz, die Presse über eine Schlagzeile in der Regionalzeitung. Was ändert sich, nix. Der Ladenbesitzer wird ja dann wohl kaum die Ware, die verpackt ist, aus dem Sortiment nehmen, weil dann ja der Laden leer ist. .

Georg am :

Wenn der Einzelhandel jeden Tag Müllberge entsorgen darf dann wird irgendwann schon genügend Druck auf die Lebensmittelindustrie ausgeübt werden um den Verpackungswahnsinn zu beenden.Es muss ja nun wahrlich nicht sein das z.B.ein Kekskarton in eine Folie eingewickelt wird und in dem Karton dann auch noch jeder Keks einzeln in einer Folie steckt....

Stefan G. am :

Wenn der Einzelhandel jeden Tag Müllberge entsorgen darf dann wird irgendwann schon genügend Druck auf die Lebensmittelindustrie ausgeübt werden um den Verpackungswahnsinn zu beenden.

Ja, klar. Und der Mond ist aus grünem Käse... Was glaubst Du eigentlich, was der "Einzelhandel" bei der ganzen Sache für einen Einfluss hat...

Es muss ja nun wahrlich nicht sein das z.B.ein Kekskarton in eine Folie eingewickelt wird und in dem Karton dann auch noch jeder Keks einzeln in einer Folie steckt..

Nein, dass muss nicht sein. Aber sprich' mal mit verschiedenen Menschen in deiner Umgebung über das Thema und berichte hier von deinen Erfahrungen...

Georg am :

Ja, klar. Und der Mond ist aus grünem Käse... Was glaubst Du eigentlich, was der "Einzelhandel" bei der ganzen Sache für einen Einfluss hat...

EDEKA hat Nestle doch auch ausgelistet bis sie ihren Willen bekamen,also klappt das schon wenn man will

Falk am :

Bei der Edeka ging es allerdings lediglich ums Geld.

Nicht der Andere am :

Ja, würde ich auf jeden Fall wieder aufhängen. Die Chance auf "Auserwählung" ist natürlich gering, aber im Fall des Falles wäre das eher unterhaltsam und einträglich, als ärgerlich. Die müssen ja schon ordentlich einkaufen, um einen ordentlichen Berg zusammenzubekommen. Und wahrscheinlich kaufen sie jenseits ihres eigenen Bedarfes zusätzlich noch Ware mit besonders hohem und voluminösem Verpackungsanteil.

Klodeckel am :

Solche Leute sind in der Regel auch gewaltbereit. Wenn da jemand den Plan stört, gehts richtig zur Sache.
In Tausend Jahren würde ich mir solche Menschen nicht freiwillig ins Geschäft holen!

Schwachstromblogger am :

Ich verstehe, was diese Aktivisten sagen wollen, aber die Aktion bringt irgendwie nichts, weil der Müll ja eh entstanden ist, nur die Entsorgung trägt wer anders.

Diese Aktivisten sind jetzt gegen Kunststoffe für die Verpackung, die nächsten sind dann gegen Papierverpackungen, wieder andere sind gegen Metallverpackungen. Ich glaube, gegen Glas wird sich keiner wenden, weil das versinkt kommentarlos auf dem Meeresgrund, wächst nicht an Bäumen und muss nicht großartig ausgebuddelt werden. Leider ist Glas nicht so wirklich gut als Verpackung für alles geeignet, da es zu starr und zu spröde ist. Ich bezweifel, dass irgendwer sein Butterbrot in einem Einmachglas mitnehmen wird.

Das Problem ist meiner Meinung nicht das Material, sondern die Menge. Bestimmte Lebensmittel können unverpackt verkauft werden, bestimmte aber wieder nicht. Dazu kann man in der heutigen Zeit nicht erwarten, dass jeder die passende Transportverpackung für alles dabei hat. So ein Stoffbeutel voll mit Cornflakes mit Bohnen fände ich jetzt nicht so herrlich.

Wenn man sich die Verpackungen von heute anschaut, ist vieles einfach doppelt verpackt. Cornflakes sind in einer Kunststofftüte eingeschweißt und dann in einem Pappkarton umverpackt. Chips und Cornflakes sind von der Konsistenz her aber vergleichbar, wobei Chips nur eine Verpackung haben. Also könnte man sich das die Pappe drumherum sparen.

Viele Obst und Gemüsesorten werden sowohl verpackt als auch unverpackt angeboten. In den meisten Fällen liegen diese sogar nebeneinander. Das ist meiner Meinung nach unsinnig. Was hat die eine Tomate, dass sie extra verpackt werden muss, was die andere nicht hat?!

Bei den Getränken sieht man so das Thema schlechthin. Es gibt Mehrweg und Einweg, aber immer mehr Hersteller wählen Einweg. Das hat einen sehr einfachen Grund: Jeder Hersteller will seine eigenen Behälter haben, in Form, Farbe und Aufmachung, womit diese für andere Hersteller unbrauchbar werden. Somit hat jeder Hersteller sein eigenes Material und muss auch zusehen, dass der Umlauf funktioniert. Die Händler müssen es zurücknehmen, dann muss es sortiert werden, zur nächsten Abfüllanlage gebracht werden, ... . Bei Björn ist es das Oettinger-Problem. Er nimmt die Kisten an, muss sich dann aber selbst um die Entsorgung kümmern, da er es ja nicht verkauft.
Mehrweg dagegen ist ganz einfach. Hier gibt es ein komplettes System. Jeder Händler, der eine Gebindeart verkauft und groß genug ist, muss es zurücknehmen, kann es dann an seinen Großhändler zurückgeben oder vernichten und das Geld fließt trotzdem. Der Hersteller bringt es nur in Umlauf und hat am Ende nichts mehr damit zu tun.
Aus dem Grund findet man Discounter- und Eigenmarkengetränke nicht in Mehrweggebinden, sondern immer in Einweg. Die Ersparnis teilen sich dann Handelsmarkeninhaber und Hersteller.

Und das größte Problem schlechthin ist die Wiederverwertung der Verpackungsmaterialien. Bei Papier geht es noch, Papier ist ja halbwegs einfach zu erkennen, wenn man die zig tausend Sondervarianten beachtet (Klopapier und Küchenrolle sind kein Papier sondern Zellstoff und damit Restmüll, Bonrollenpapier ist Papier, aber chemisch behandelt, damit Restmüll, ...). Bei Kunststoffen ist es schon schwieriger und bei Kompositverpackungen, wie den Tetrapacks ist es ganz vorbei. Selbst das duale System, was sich darum kümmern sollte, dass Leichtverpackungen wiederverwertet werden, wofür wir ja fleißig gelbe Säcke packen, hat große Probleme damit. Ein großer Teil der gelben Säcke endet genau so wie Restmüll, in der Verbrennung.
Warum sollte der Verbraucher dann sortieren, ist ja am Ende eh sinnlos.
Wenn ich das richtig mitbekommen habe, gibt es in den USA sowas wie das duale System nicht. Die haben teilweise Sortierwerke. Dort geht alles in eine Tonne und in der Wiederverwertung wird dann automatisch sowie manuell getrennt. Entlastet den Verbraucher, erspart Sortierungsfehler und schafft Arbeitsplätze.
Wenn man richtig sortieren würde, würden wir mit den drei bis vier Mülltonnen, die man teilweise vor der Tür hat (Papier, Bio, Restmüll und gelbe Tonne/Wertstofftonne), nicht klarkommen. Schaut euch mal auf einem Recyclinghof an, wie viele Container da stehen und da fehlt dann noch die Restmülltonne, weil der darf an den meisten Recyclinghöfen nicht angenommen werden.

Engywuck am :

wenn man sich an die 1980er zurückerinnert (ja, wer das kann ist so langsam ein alter Sack ^^) dann haben die Verbraucher durchaus einen Einfluss - damals haben die *Verbraucher* durchgesetzt, dass nicht mehr bei jedem Einkauf eine handvoll Plastiktüten von der Kassiererin aufs Band geworfen wurde, "weil man das eh braucht". Ebenso hat sich damals der Kunststoffverbrauch an der Wursttheke deutlich reduziert. Aber Umweltschutz ist ja sowas von eighties.

Zum Thema Chips vs. Cornflakes: das Problem bei Cornflakes ist, dass diese über etliche Tage hinweg gegessen werden und dann sinnvollerweise stabil stehen sollten. Der Kunststoff ist wiederum gegen Feuchtigkeit beim Transport erforderlich... In "meinem" Edeka gibt es jeweils (einige wenige) Cornflakes und Müslipackungen einfach nur so im Kunststoffbeutel, aber das wird anscheinend kaum gekauft (sonst würde es das mehr geben). Außerdem kann der Kunststoff in der Kartonumverpackung aus "einfacherem" Kunststoff sein, während er ohne fast schon zwingend transparent seein und etwas mehr aushalten muss. Dass die Bedruckung dann auch direkt darauf ist und potentiell die Farben durchdiffundieren können ist ein anderes Thema (es gibt lebensmittelgeeignete Farben, aber diese haben andere (u.a. verarbeitungstechnische) Nachteile). Vor etlichen Jahren habe ich mal Milch im Plastikbeutel statt im Tetrapack gekauft - das hat man an einer Ecke aufgeschnitten und dann in einem speziellen Behälter hingestellt. Könnte man auch für andere Produkte machen - hat sich aber anscheinend nicht durchgesetzt...

Das Beispiel mit den USA ist übrigens nicht ganz zutreffend: dort wird (wie teilweise auch hier) der komplette Müll in Ballen gepresst und nach China als "Kunststoff-Wertstoff" verschifft. Aber nicht etwa sortenrein sondern mit allem Restmüll, der dabei ist... weshalb China seit diesem Jahr auch strengere Regeln hat, den Müll nicht mehr annimmt, und jede Menge Länder (auch europäische) dadurch Probleme bekommen:
“Large amounts of dirty wastes or even hazardous wastes are mixed in the solid waste that can be used as raw materials,” Beijing wrote to the W.T.O. “This polluted China’s environment seriously.”
Chinese officials also complained that much of the recyclable material the country received from overseas had not been properly cleaned or was mixed with non-recyclable materials.
https://www.nytimes.com/2018/01/11/world/china-recyclables-ban.html

Kamil am :

Ich hasse es, wenn ich immer angeln fahre und dann am Wasser das Müll sehe. Manche Menschen haben einfach kein benehmen. Ich nehme das Müll immer mit, solle auch jeder so machen!

Michael K. am :

Jede Stadt hat eine andere Abfallsatzung. Bei uns ist es sinngemäß so geregelt, dass wenn ein Gewerbebetrieb mehr Müll als ein Vier-Personen-Haushalt produziert, dann muss er seinen Gewerbemüll (Papier, gelber Sack etc.) selbst kostenpflichtig organisieren. Gelbe Säcke in großer Zahl an die Straße stellen ist für Gewerbliche nicht (und das, obwohl bereits über den Grünen Punkt bezahlt).

Deswegen ist es auch immer misslich, wenn die eigenen Mitarbeiter ihren Hausmüll/Bauschutt/Papier zur Arbeit mitbringen und dort unerlaubt in die großen Tonnen entsorgen - es ist für den Arbeitgeber eine teure Sache.

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