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UVV

Gestern kam hier mit der Post der Beitragsbescheid für die Berufsgenossenschaft ("Handel- und Warendistribution") an. Knapp 4000 Euro darf ich für das Jahr 2012 berappen…

Dabei ist die Zahl von (meldepflichtigen) Unfällen zumindest bei mir beinahe Null. Kleinere Schnittverletzungen, vor allem an Pappe oder zerbrochenen Flaschen, kommen häufiger mal vor, aber ansonsten ist die Arbeit hier im Grunde relativ sicher. Im Handel eigentlich allgemein, wenngleich natürlich auch hier schwere Unfälle passieren können – Flurfördergeräte, selbstgebastelte Aufstiegshilfen oder Pressen aller Art bieten dabei bei unsachgemäßer Behandlung ein geradezu gigantisches Potential, sich direkt aus dem Leben oder zumindest in ein Krankenhaus zu befördern.

Dieser Mitarbeiter eines Fachbetriebes(!), der gestern seine nicht gesicherte (und ohnehin zu kurze) Leiter ohne fremde Hilfe mit einem Eimer Farbe in der Hand erklommen hat und sich dann schließlich an den Dachziegeln festhielt, während er mit langem Arm die Giebelwand des Hauses strich, hat uns dazu übrigens ein wunderbares Beispielfoto zum Thema Arbeitssicherheit beschert:


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Comments

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cooLTour on :

Maler sind eh schmerzfrei bei sowas...

The other one on :

Ich finde das unmöglich.

Der Farbeimer ist völlig ungesichert. Wenn der auf das kleine Vordach fällt gibt es eine Riesensauerei.

MiniMoppel on :

Das wäre ja mal etwas ganz Neues, wenn die Berufsgenossenschaften nachvollziehbar Beiträge nach Risiko berechnen würden und nicht nach selbstherrlicher ( und selbst gestalteter) Gewinnmaximierung.
Da fehlt eindeutig eine funktionierende Kontrollinstanz.
Oder überhaupt erstmal eine Überprüfung der Daseinsberechtigung.

Jan Reiners on :

die größte sauerei ist, dass bei einem absturz noch ein maler kommt,und der streicht ihm auch noch hartz 4 ... :'(

The other one on :

Ja, die Rubrik "Originelle Todesfälle" habe ich früher auch immer gerne gelesen.

The other one on :

Ja, aber blöd am Darwin-Award ist ja, dass sich in der Regel nur die Hinterbliebenen über den Preis freuen können.

Horst-Kevin on :

Zu kurz? Er kommt doch dran. Und notfalls steht unten noch eine Leiter zum Verlängern.

decon16z on :

wenn der glaubt das bei einem arbeitsunfall die Versicherung zahlt...

rowi on :

Berufsgenossenschaften dürfen keinen Gewinn machen, daher wird der Beitrag auch erst im nachhinein fällig wenn die Ausgaben fest stehen.

Gerhard Citrich on :

Gäbe es keine Berufsgenossenschaft müsste der Arbeitgeber den Schaden selberbezahlen. Wäre manchmal ganz gut. Der Arbeitsschutz würde bei manchen besser aufgestellt werden.Denn die Berufsgenossenschaft ist die Versicherung des Arbeitgeber

Bernd on :

Wenn die Berufsgenossenschaften nicht zahlen würden, würden die meisten nach Arbeitsunfällen außer der fristlosen Kündigung wegen Arbeitsverweigerung gar nichts bekommen.
Ich bin selber im Handwerk großgeworden und habe einiges erlebt. Gerade der Bereich Arbeitssicherheit und das Verhalten diverser Handwerksbetriebe nach Arbeitsunfällen ist meiner Meinung nach eher ein Fall für die Staatsanwaltschaft.

Hubert on :

Berufsgenossenschaften machen dieses Verhalten ja erst möglich.

Jeder denkt sich "Was soll schon passieren? Und wenn, die Genossenschaft zahlt ja.".

Schaf Nase on :

Wer so wie hier mit so einer windigen Konstruktion in 6 m Höhe arbeitet, der macht sich wohl eher keine Gedanken mehr darüber, ob bzw. dass die BG zahlt.

Hubert on :

Im Streckverband ergeben sich dann schon Momente den Gedanken freien Lauf zu lassen.

GM89 on :

Ahhahahahaha jetzt musste ich mich mal herzhaft kaputt lachen... Was ist den das für ein Pfuscherbetrieb? Wenn der runterfällt und der Eimer erst, joooo, wahnsinn!!! Wäre vllt. mal eine Einweisung in Sachen Arbeitssicherheit nötig... :-P

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