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Junge Bewerberin

Vor einer Weile habe ich etwas wegen einer Bewerberin gelitten: Eine 14-Jährige hatte sich bei mir beworben, um sich "das Taschengeld aufzubessern" und ich fand es ernsthaft schade, dass ich ihr eine Absage schreiben musste. Kam mir vor, als würde ich ihr damit einen Schlag in die Fresse verpassen würde. Ich fand es nämlich richtig gut, dass sie sich um einen Job kümmerte und sich damit (meinem Gefühl nach) von einem großen Teil ihrer Altersgenossen und -genossinen unterscheidet.

Nur was sollte ich machen? Unsere Ware kommt morgens und das dürfte mit der Schule kollidieren und die Kassenschichten besetze ich aufgrund der langen Öffnungszeit bis Mitternacht ausschließlich mit volljährigen Mitarbeitern.

Ich hatte versucht, ihr das schonend beizubringen und hatte parallel die Option einer 12-20-Uhr-Schicht am Wochenende angeboten. Nachdem nun nach Wochen keine Reaktion darauf kam, hat es sich wohl endgültig erledigt.

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Kommentare

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cooLTour am :

Würde das nicht trotzdem mit dem JuArbSchG kollidieren?

Wenn ich http://www.cafe-unfug.de/Bilder/Job/ferienjobs.pdf anschaue, darf sie als 14jährige nur 2 Stunden pro Tag und auch nur bis 18 Uhr mit leichten Aufgaben beschäftigt werden.

DJ Teac am :

14 Jahre und ist schulpflichtig sagt der Gesetzgeber folgendes

" Die Kinder dürfen nicht mehr als zwei Stunden täglich, in landwirtschaftlichen Familienbetrieben nicht mehr als drei Stunden täglich, nicht zwischen 18 und 8 Uhr, nicht vor dem Schulunterricht und nicht während des Schulunterrichts beschäftigt werden. "

14 Jahre und nicht mehr schulpflichtig (nicht möglich aber was solls) bis zu 35 Stunden bei 60 Minuten Pause wenn mehr als 6 Stunden pro Tag. Maximal 7 Stunden am Tag.

The other one am :

"14 Jahre und nicht mehr schulpflichtig (nicht möglich aber was solls)"

Wieso? Turbo-Hauptschulabschluss für Sonderbegabte.

Klodeckel am :

Als ich 15 war (und auch später bis zum Abi) hab ich die kompletten Sommerferien (6 1/2 Wochen) in einer großen Fabrik durchgearbeitet (40-Stunden-Woche) und dadurch stolze 1600 Mark netto verdient. Meiner Meinung nach kann es für Schüler keiner bessere charakterliche Schulung geben, als frühzeitig mal in die harte (aber zuweilen auch schöne) Arbeitswelt hineinzuschnuppern.

Zumal man in dem Alter noch einen gewissen "Welpenschutz" in den Betrieben genießt und innerbetriebliche Auseinandersetzungen sowie leichte und schwere Formen von Mobbing daher glücklicherweise von außen beobachten kann, ohne selber darin verwickelt zu werden.

Mit 16 hab ich in den Weihnachtsferien und vorher an den langen verkaufsoffenen Sonnabenden bei einem Radio-TV-Geschäft in der Innenstadt als zusätzliche Verkaufskraft gearbeitet. Und ich war damals sehr dankbar, vom Geschäftsführer die Gelegenheit dazu bekommen zu haben, insofern finde ich es klasse, dass auch Björn sich bemüht, Anfragen von Schülern positiv zu entscheiden.

Für die spätere Berufswahl ist es allemal von Vorteil, wenn man bis zum Abitur diverse Ferienjobs in unterschiedlichen Betrieben durchlaufen hat. Und sei es nur deshalb weil man dann weiß, was man gerade NICHT machen will.

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