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Pleite?

Mit der Post trudelte hier Werbung für eine Software zur einfach selbst erstellbaren "Unternehmensbewertung" ein.
Die funktionsweise ist einfach: Man muss die Software nur mit allen betriebswirtschaflich relevanten Daten versorgen. Augenscheinlich die Zahlen, die sich aus der monatlichen Buchhaltung und den Bilanzen ergeben.

Der Sinn der Software erschließt sich mir nicht so ganz und eigentlich kann die Anwendung nur für gänzlich unfähige Unternehmer gedacht sein. In dem Werbeanschreiben werden die vielen Optionen des Programms mit vielen Bullshit-Buzzwords beschrieben, aber der eigentliche Sinn und Zweck wird nicht erklärt. Die meisten Funktionen lassen sich vermutlich durch einen Blick auf das eigene Konto ersetzen.

Klasse finde ich aber die Funktion "Insolvenzcheck". Ich stelle mir das gerade so vor: Buchhalterischer Restwert der BGA und Warenbestände minus noch fällige Außenstände bei den Lieferanten minus offene Darlehen plus Kassenbestand plus Bankkonten – ergibt die Summe ein negatives Vorzeichen, blinkt wahrscheinlich ein rotes Kästchen auf: "Glückwunsch, Sie sind pleite."

Aber ganz ehrlich? Das findet man meistens auch ohne eine knapp 200 Euro teure Software heraus.

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Comments

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Anonymus on :

Es gibt ja in diesem Land offenbar genügend unfähige Unternehmer. Und unter diesen sind wieder die am unfähigsten, die diese Software ordern. Funktioniert letztlich wie die vermeintlichen IQ-Tests im Netz.

james on :

wirtschaftsspionage

Pinselgott on :

Manchmal sind es ja nur noch 200 Euro Guthaben die einen von der erträumten Insolvenz trennen.

Dann ist das eine gute Gelegenheit.

lamedo on :

>Aber ganz ehrlich? Das findet man meistens auch ohne eine knapp 200 Euro teure Software heraus.

Das mag für Dich gelten, für die zahllosen Ich-AG-Scheinselbständigen aus Gazprom-Gerds Nachlass aber noch lange nicht.

DerDieDas on :

Peter Zwegat machts für umme

Stefan B. on :

Der Sinn sollte allerdings dieser sein: morgen steht ein Mann mit einem Geldkoffer vor Dir und will Dir den Laden abkaufen. Da solltest Du wissen, wie gross der Koffer sein sollte, bei dem Du schwach wirst (oder werden solltest). Wuesstest Du es?

Geldkoffermann on :

Die Größe ist nicht wichtig... ;-)

Ein relativ kleiner Koffer voller 500,-er könnte manchmal mehr bringen als ein größerer voller 5,-er.
Und wenn er gedeckt ist, würde sogar ein Scheck ausreichen, da kommts dann nur auf die Nullen an.

4AFQZ - 4 alte Frauen quetschen Zahlen

PS on :

Habe in grauer Vergangenheit mal mit Leuten gearbeitet, die haben es nichtmal geglaubt, als ihnen der Steuerberater gesagt hat, dass sie Pleite sind. Wenn man da nicht selbst Aussenstände gehabt hätte, wäre das sehr unterhaltsam gewesen...

Anonymus on :

Ja, so ist es halt mit vielen Leuten hier. Früher nannte man sich das Land der Dichter und Denker; keine Ahnung, wie man den aktuellen Zustand beschreiben würde ... Auch wenn man bloß privat wirtschaftet, müßte man von allem Anfang an wissen, daß die Einnahmen immer größer sein müssen als die Ausgaben; diesen banalen Grundsatz scheinen sehr viele gedanklich nicht mehr fassen zu können.

Teamtronic on :

Das ist eindeutig falsch.

Nur Schulden sind sicher. Bei ausbleibender Rückzahlung kannst Du die sogar noch steigern!

Mach das mal mit Erspartem oder Eigentum. Das klappt nie. Das wird ganz sicher Beute des Staates.

Die Banken, durch den Staat finanziert, müssen ja auch von etwas leben.

Fratzn on :

Reicht dafür nicht eine Exceltabelle?!

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