Wir unterschreiben Leergutbons mit dem Nachnamen. Oder mit dem "Namenszeichen", dem berühmten unleserlichen Kringel. Manche unserer Aushilfen unterschreiben mit dem Vornamen.
Vanessa schreibt Vanessy...
Kaum hat man eine neue Leergutkasse gekauft, kommen die Mitarbeiter mit der bösen neuen Technik nicht mehr klar.
Die Funktionsweise ist exakt die selbe wie bei der alten Kasse. Das Tastaturlayout sieht beinahe genau so - aber leichte Variationen der Tasten in Farbe und Größe verursachen offensichtlich bei vielen Menschen dermaßen große Irritationen, daß sie mit einem Blackout davorstehen und nicht mehr wissen, was sie tun müssen.
Ein typisches Beispiel für "Technik anwenden ohne sie zu verstehen". Da wird mechanisch eine Tastenfolge gedrückt ohne zu wissen, was die Tasten überhaupt für Funktionen auslösen.
Manchmal staunt man nur, was sich Mitarbeiterinnen untereinander an die Köpfe werfen können. Jemanden als Miststück vor allen Kollegen zu bezeichnen, finde ich schon bitter. Aber sie wollte das ausdrücklich vor allen Leuten ausdiskutieren, wenngleich ich es sinnvoller gefunden hätte, das Problem unter vier Augen zu lösen. Wenn sie meinen...
Da hat mich ja mein Azubi gerade schwer beeindruckt: Eine telefonisch durchgegebene Bestellung, die ich in Windeseile "zwischen Tür und Angel" aufgeschrieben hingekritzelt habe, hat er ohne nachzufragen 100% korrekt zusammengesucht. Keine Ahnung, wie er das entziffern konnte...
Am Samstag kam eine Kollegin mit einer offenen (kleines Loch) Tüte Tiefkühl-Pommes-Frites zu mir und wollte wissen, was sie damit tun soll. Da man sowas nun wirklich nicht wegwerfen muß, bat ich sie, die Tüte ins Kühlhaus zu legen.
Heute morgen entdeckten wir den Beutel im Kühlhaus... aber im falschen. Bei 7 Grad Celsius taut sowas nunmal leider auf.
Schmerzlicher war die Reaktion der Mitarbeiterin: Ein kommentarloses Schulterzucken.
Manchmal denke ich, daß ich für die "Chef-Rolle" einfach zu sensibel bin. Ich hasse es, Mitarbeitern Hiobsbotschaften wie z.B. Kündigungen, Stundenkürzungen und sämtliche ansonsten anfallenden disziplinarischen Maßnahmen mitteilen zu müssen.
Es läßt sich leider nicht vermeiden. Nichtmal durch Vor-sich-herschieben.
Was für eine freudige Überraschung, wenn Samstag früh morgens eine Kollegin auftaucht, mit der man gar nicht gerechnet hat.
Kleines Mißverständnis: Sie wollte "bis zum 29. Urlaub" haben - was aber so gemeint war, daß sie am 29. wieder zur Arbeit kommt.
Schön, etwas weniger Streß zum Wochenende zu haben.
Ich möchte mal Dein Gesicht sehen, wenn ich keine Lust habe, die Gehälter zu überweisen.
Es folgte ein kurzes Nörgeln und ein gequältes "Ich mach's ja." - aber nun will ich nicht mehr. Jetzt bin ich beleidigt... wird sie ja sehen, was sie davon hat.