Gerade in einem Prospekt für Büroartikel einen kleinen Aktenvernichter entdeckt. Unter der Kurzbeschreibung des Gerätes stand der fettgedruckte Text: "Ohne Deko."
Ob die ernsthaft Angst haben, dass jemand ein zur Hälfte in Streifen geschnittenes Stück Briefpapier haben möchte?
Bärenfelle kennt man ja. Und Schaffelle. (Wenngleich das Wort gechrieben sehr komisch aussieht...) Und Tigerfelle spätestens seit dem 90. Geburtstag. Und manche Leute tragen Mäntel aus Nerz- oder Chinchillafellen. Und ein Katzenfell hatten wir damals in der Schule im Physikraum, für Experimente mit elektrischen Ladungen. Aber...
Ein mir unbekannter Mann wollte mich privat sprechen. In solchen Fällen fragen die Leute normalerweise, ob sie anschreiben lassen dürfen – das war diesmal allerdings nicht der Fall.
Der Mann sei Auslieferungsfahrer, unter anderem für AMC-Töpfe und da seien noch welche von der Auslieferung "übriggeblieben" und die könnte ich nun zum Spottpreis erwerben.
Wer dabei jetzt das Gefühl hat, dass da doch irgendetwas bestimmt nicht ganz mit rechten Dingen zugehen kann, wird verstehen, warum ich das Angebot dankend abgelehnt habe.
Bei IKEA wird man als Kunde konsequent "geduzt". Mich persönlich stört es nicht, der Umgang hier im Laden ist nicht anders. Wir sind hier in der Firma untereinander komplett per Du und auch viele Kunden steigen da mit ein. Ich habe noch nie einen Laden gesehen, wo auch so viele Kunden das "Du" verwenden. Wie gesagt: Ich finde es toll.
Der Unterschied zu IKEA dürfte sein, dass ich für wichtige Schreiben (Arbeitsbescheinigungen, Abmahnungen, Kündigungen (letztere zum Glück nur sehr selten)) dennoch die förmliche "Sie"-Form wähle.
Ein Bekannter von mir hat bei IKEA gearbeitet, allerdings hat er die Probezeit leider nicht überstandenl. Die Gründe dafür spielen jetzt keine Rolle. Die Kündigung sieht so aus:
Hallo xxx,
hiermit kündigen wir Dein Arbeitsverhältnis fristgemäß in der Probezeit zum xx.xx.xxxx. [...]
Wir weisen Dich darauf hin, dass Du nach Kenntnis von der Beendigung Deines Arbeitsverhältnisses verpflichtet bist, Dich unverzüglich persönlich beim zuständigen Arbeitsamt zu melden, damit dort so schnell wie möglich...
Gut, das IKEA-Du soll Schweden vermitteln und nicht besondere Vertrautheit schaffen, aber genauso wirkt das nunmal hierzulande und entsprechend zynisch wirkt eine so formulierte Kündigung.
"Hey, Du, bist ja ein netter Kerl und wir haben uns ja alle ganz lieb. Aber Du musst jetzt trotzdem gehen."
Beim "Compact" dachte ich noch, dass die Überstzung mit irgendeinem Programm gemacht wurde oder dass wieder einmal Denglisch vom Feinsten verwendet wurde.
Da hat aber wohl doch nur jemand die Flaggen vertauscht.
Gestern Abend gegen 23:30 Uhr wollte ein Kunde eine Getränkekiste abgeben, die wir nicht führen (und auch nicht über unseren Großhändler wieder loswerden können) und dessen Annahme der Leergutautomat folglich verweigerte.
Die Kiste ließ der Kunde einfach im Laden stehen. Zwar in einem der Hauptgänge, aber nicht in einem, den wir Mitarbeiter häufig benutzen. Und so stand die Kiste mitsamt Flaschen dort bis eben herum. Kaum zu glauben, dass die niemandem aufgefallen ist und dass auch kein anderer Kunde in der Zeit noch einmal versucht hat, die zu Geld zu machen.
Wir haben beim Baumarkt eine Großpackung Leuchtstoffröhren besorgt. Es war der letzte Karton und aufgerissen, aber das sollte dem Inhalt nicht weiter geschadet haben.
Was mir erst hier bei mir im Laden aufgefallen ist: Eine der Röhren war mit "grün" beschriftet – und was das bedeuten sollte, ahnten wir und wussten es mit Sicherheit, als wir die Röhre mal probeweise in eine der Fassungen im Kühlregal drehten. Sieht zwar witzig aus, ist aber vermutlich nicht besonders verkaufsfördernd, wenn hier alle Frischeprodukte einen grünen Schimmer haben.
Wir haben vorhin mal vor der Ladenöffnung mit einigen Schwarzlicht-Röhren hier im Laden herumexperimentiert und das große Wandkühlregal damit bestückt. Sah schon recht beeindruckend aus, zumal nur einige der Verpackungen mit fluoreszierenden Farben bedruckt sind.
Etwa so wie auf diesem Bild wirkt das Licht für unsere Augen:
Bei den ersten Aufnahmen war meine Kamera allerdings der Meinung, deutlich länger belichten zu müssen. War zwar nicht der Eindruck, den ich festhalten wollte, sah aber auch gut aus.
Etwas leerer Tiefkuehlschrank nach einem –hüstel– kleinen technischen Problem. Kommentar einer Kollegin dazu: Unser Beitrag zur Veranstaltungsreihe "20 Jahre Mauerfall".
Hier kam eben per Fax der ultimative Anlagetipp rein: Aktien, die in den nächsten Wochen rund um den Faktor 10 steigen sollen. Wenn also jemand dringend einen Weg sucht sein Vermögen zu verschleudern ein Vermögen anzuhäufen – ich kann schnell weiterhelfen.
(Der Zettel flog natürlich ganz schnell ins Altpapier.)
Wenn eine Werbe-E-Mail mit den Worten schließt, dass ich mich bei Interesse melden soll, ist das doch eigentlich eine eindeutige Aussage – zumindest für meine Auffassung.
Warum drängeln Leute nach eieser Aufforderung dann eigentlich gleich zwei Mal, wenn man besagte E-Mail mangels Interesse schlicht und einfach ignoriert?
Eine paar Kinder von einer "Arbeitsgemeinschaft Zeitung" wollten mich für ein Interview sprechen. Eigentlich hatte ich zu tun und noch weniger Lust dazu, bin aber doch losgezogen, meinen Kollegen, der bereits im Gespräch mit dem Trio war, bei der Beantwortung der Fragen über meinen Laden zu unterstützen.
Wie? Über meinen Laden? Die kleinen wollten nur ganz banale Dinge wissen: Was ist Ihr Lieblingstier? Was ist Ihr Lieblingsessen? Und Lieblingsfarbe? Welche Superstars finden Sie am besten und so weiter.