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5 Euro

Eine Stammkundin reklamierte gerade, daß sie wahrscheinlich 5 Euro zu wenig Wechselgeld an der Kasse bekommen habe. Das hat sie nur leider erst in dem Moment gemerkt, als sie mit der alten Dame abrechnete, für die sie die Waren eingeholt hat.

Fast zeitgleich hat eine Kassiererin in ihrer Kassenabrechnung fünf Euro zu viel gehabt.

Das nennt man Glück. Bei einer stimmigen Kasse hätte ich nämlich der Kundin leider mitteilen müssen, daß ich ihr das Geld nicht geben kann.

Darum steht ja auch bei so vielen Kassen ein Schild: "Wechselgeld sofort kontrollieren, spätere Reklamationen sind leider nicht möglich."

Kalenderwoche

Diskussion mit einem Kunden um Kaffee-Angebote.

Der Kaffee ist im Angebot. Da wurde mir zu viel abgerechnet.

Das war letzte Woche.

Da hing Samstag noch ein Plakat im Fenster mit dem Kaffee. Und da stand "7. Kalenderwoche".

Ja, letzte Woche war die siebte Kalenderwoche.

Nein, die ist jetzt.

Jetzt haben wir die achte. Ganz sicher.


Nach einigem weiteren Rummosern hat er den Kaffee dann zum Normalpreis gekauft. War wohl sauer, daß er sich vertan hat. So wie er aussah, wird er das aber niemals einsehen...

Tag der Muttersprache

"Gelber Sack, zweimal!"

Noch eine Interpretation der freundlichen Anfrage nach Wertstoffsäcken.

Verdächtiger Kunde

Zufällig auf dem Überwachungsmonitor gesehen: Ein Kunde, dunkel gekleidet, steht mit geöffnetem Rucksack vor dem Regal mit Körperpflegeprodukten und bedient sich großzügig: Deo, Duschgel, Shampoo etc. verschwinden im Rucksack.

Ich bleibe per Videoüberwachung an ihm dran. Er benimmt sich äußerst verdächtig, geht hierhin, dorthin, guckt und füllt noch einige weitere Artikel aus dem Rest des Geschäftes in seine Tasche, bis er schließlich Richtung Kasse geht. Ich hatte mir vorsorglich meine Lederjacke angezogen, um im Falle eines Falles unauffällig eingreifen zu können. ("Ich bin hier der Hausdetektiv!", ist ein ziemlich wirksamer Spruch.)

Er hat wider aller Erwartungen tatsächlich die Artikel aus dem Rucksack auf das Kassenband gelegt und brav darauf gewartet, seine Waren zu bezahlen.

Diese Wartezeit haben wir für ein kleines, freundliches Gespräch genutzt. Dabei kamen sehr interessante Dinge heraus. Nämlich, daß dies sein erster Einkauf bei uns ist und daß er gar nicht genau wußte, wie das mit den Einkaufswagen bei uns funktioniert ("Ich habe keinen Chip dafür." Braucht er ja auch nicht...), daß er doch bitte lieber einen der roten Körbe benutzten soll, statt der eigenen Tasche, um Mißverständnisse zu vermeiden und daß er, wenn er etwas sucht, sich einfach an uns wenden soll.

Und so wurde aus dem "Ladendieb" ein glücklicher Neukunde. ;-)

Na, Osterlamm, was bedrückt Dich?

"Ein gemeiner Kunde Schokoladenlammmeuchelmörder war am Werk."

Kopfschüttelnd... :doh:
Auch Weihnachtsmänner mit schlimmen Schädelfrakturen oder Toraxtraumen haben wir schon massenhaft gefunden. Warum machen Leute sowas? Reiner Mutwillen und Zerstörungswut? :-(


Bankfunktion

Wie würden wohl die Mitarbeiter "unserer" Sparkasse gucken, wenn man in deren Schalterhalle auftaucht und nach Brot und 'ner Kiste Cola fragen würde?

Das würde keiner machen? Das ist ja schließlich kein Supermarkt? Hmm...

Große Scheine wechseln, kleine Scheine wechseln, Rollengeld annehmen, Kleingeld tauschen, Geldrollen ausgeben... Bei uns fragen die Kunden wie selbstverständlich nach solchen Dingen. Was tut man nicht alles für seine Kunden.

Ungeschnittenes Toastbrot

Der Opa ältere Kunde war sich ganz sicher, daß er hier immer ungeschnittenes Toastbrot gekauft hat.

Und ich bin mir ganz sicher, daß wir das noch nie hatten, was ihn aber nicht davon abgehalten hat, mürrisch zu werden. Scheißladen hat er nicht gesagt, aber der Gesichtsausdruck sprach Bände. Es lohnt sich aber auch nicht, solchen Leuten einzureden, daß sich vielleicht im Laden vertan haben oder einfach gerade vollkommen durcheinandergekommen sind.

Kunde verschwunden

Ich habe mich heute mit einer Kollegin über den Kunden unterhalten, der früher öfter mal im Laden war, den ich aber seit der Geschichte mit dem Zahn hier nicht wieder im Laden gesehen habe. Man macht sich ja auch Gedanken und vielleicht sogar ein paar Sorgen um die Leute. Ob ihm der UHU Alleskleber im Mund nicht bekommen ist?
Es ist schon schlimm, daß hier in Deutschland überhaupt solche Dinge passieren können/müssen.

Optmistisch

Ein zartes "Hallo" hört man von der Lagertür. Flaschen werden auf den Tisch mit der Leergutkasse gestellt. Es ist kein Mitarbeiter für die Kundin sichtbar.

Mag sie unsere Klingel etwa nicht? Wie lange will sie denn da warten? Soll ich hingehen?

Ich tu's.

Häh?!?

Während ich im Lager stehe höre ich ein deutliches und recht bestimmtes "Häh?!?" aus dem Laden.
Ein Blick klärte die Situation: Eine Kundin um die 50 Jahre hielt ihr Handy in der Hand und guckte konzentriert auf das Display.

Was jetzt genau für Verwunderung gesorgt hat, weiß ich nicht. Es war ein alter Nokia-Knochen. Vielleicht war es ein "Nanu, der Akku ist leer, dabei hat er doch die ganze Nacht geladen..." ;-)

Problem mit ec-Karte

Die Karte war nicht lesbar. Auch nicht mit allen bekannten Tricks, wie reiben, langsam, schnell, vorwärts, rückwärts etc. Angeblich "Kartendaten fehlerhaft."

Nach Aussage der Kundin war's eine "ganz neue" Karte. Das glaube ich ihr sogar, denn sie ist bis 2009 gültig. Nur sieht die Karte jetzt schon aus, als wäre sie mindestens 100 Jahre alt.

Verwunderliche Obstpreise

Eine volle Tüte (fast 3kg) Obst zum kg-Preis von 2,49 kostet numal über 6 Euro. Da kann König Kunde noch so laut an der Kasse jammern, daß das nicht sein kann.

Mißglückte ec-Zahlung

Während einer ec-Cash-Zahlung ist gestern unser Terminal einfach ausgegangen. Es gab aber vorher noch das typische "pipiep", das eine erfolgreiche Zahlung signalisiert. Vorsorglich hatten wir von der Kundin den Namen und die Telefonnummer notiert.

Kollege Murphy hat wohl veranlaßt, daß zwar das entsprechende Tonsignal zu hören war, aber die Abbuchung dennoch nicht erfolgte, weshalb ich der Kundin gestern abend noch auf den Anrufbeantworter gesprochen habe.

Und nun war sie da und hat ihre unfreiwilligen Schulden beglichen. :-)

Warenproben

In unserem Kundenmagazin sind zur Zeit Gutscheine für eine Gratisprobe Nivea-Creme in einer Herz-Dose. Wenn man sein Heft nicht zerschneiden möchte oder mehr Proben haben möchte, soll doch einfach mal fragen - ich wüßte keinen Grund, jemandem eine Gratisprobe zu verweigern. Bitter finde ich es, wenn sich Leute hier im Laden die Hefte nehmen, die Seite mit dem Gutschein zerreißen und die Hefte dann irgendwo in die Regal werfen, nur um eine kleine Warenprobe zu bekommen.

Richtig bitter, wenn diese Methode sogar von Mitarbeitern angewendet wird.