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Molkedrink und Fritz-Cola

In der Getränkeabteilung entdeckten wir eine halb leere Flasche eines Molkedrinks aus dem Kühlregal. In der Videoaufzeichung war zu erkennen, dass das einer von mehrere Heranwachsenden war, die als johlende Gruppe durch den Laden stromerten. Mist, mir kamen die gleich komisch vor und ich hätte mal aufmerksam(er) sein sollen.

Naja, sowas passiert.

Eine Viertelstunde später sah ich, dass an anderer Stelle in der Getränkeabteilung eine offne (und ebenfalls zur Hälfte ausgetrunkene) Flasche Cola stand. Genau dort hatte der Typ doch die Molkedrink-Flasche stehengelassen. Ob da ein Zusammenhang..? Ich sah mir die Videoaufzeichnung erneut an – und sollte Recht behalten. Leider war die Gruppe schon weg, aber wehe, die kommen nochmal rein. :-(

Wasserreste

Eine Kollege sprach mich etwas besorgt an und berichtete mir, dass sich in auffällig vielen Cola- und Limoflaschen, die er vom Flaschentisch des Leergutautomaten räumt, noch relativ große Reste befinden würde. Aber eher klare Mengen, so als wenn jemand die Flaschen bewusst mit Wasser aufgefüllt hätten.

Jegliche Leergutbetrügereien ließen sich ausschließen. Aber was war der Grund für die vielen Reste in den Flaschen? Das kann doch kein Zufall mehr sein!?!

Nach einigen Überlegungen kamen wir zu dem Schluss, dass es sich dabei um Eis handeln dürfte, dass in die Flaschen gegeben wurde und nach dem Austrinken darin blieb und schlicht und einfach geschmolzen ist.

Schn'ta'nch!

In letzter Zeit, vielleicht aber auch erst bewusst seit diesem Erlebnis, stelle ich fest, dass Kunden auf ein verabschiedendes "Ciao!" mit "Wünsche ich auch.", "Gleichfalls.", "Ja, Ihnen auch..." oder ähnlichen Floskeln antworten.

Ich kann es mir nur so erklären, dass das "Ciao" irgendwie in deren Ohren wie ein sehr schnelles "Schönen Tag noch!", also eher wie ein "Schn'ta'nch!" ankommt.

Mir soll's Recht sein. Die Leute freuen sich, dass man ihnen noch einen schönen Tag wünscht und man selber kommt mit einem schlichten Einwort-Gruß davon. :-)

Wer kennt's?

Obwohl ich mein Sortiment und auch einzelne Produkte relativ gut kenne, verzweifle ich gerade an diesem Packungs-Fragment auf einem abgeknibbelten Warensicherungsetikett. Dabei würde ich so gerne mal nachforschen, wer dafür verantwortlich gewesen ist.

Daher einfach mal meine Frage in die Runde: Hat irgendjemand eine Idee, um welches Produkt es sich hier handeln könnte? Hellvioletter Hintergrund, blaue und gelbe Schrift? (Der Schnipsel ist ca. 4cm hoch.)

Nachtrag: Wir haben es gefunden. Ist ein Bio-Brotaufstrich.
Bio-Produkte klauen ist doch irgendwie das Letzte.


Jimmy Eisbecher

Ein Kunde hat sich gerade nach einem Eis(becher) mit dem Namen "Jimmy" erkundigt. Soll neu sein und er würde sie gerne mal probieren.

Ich weiß von nichts. Und auch die Recherche führt mich zwar immer wieder zum legendären "Himmy Jimmy", aber das wird ja wohl nicht gemeint sein.

Weiß jemand mehr? Oder kennt jemand irgendein Produkt (ggf. Discounter-Eigenmarke), mit dem mein Kunde das Eis verwechselt haben könnte?

Gebiss-Eiswürfel

Gerade entdeckt: An der aktuellen Ausgabe der "Micky Maus" hängt ein Form, um Eis"würfel" in Gebissform zu erzeugen. Witzige Idee irgendwie. Schade nur, dass die großen Dinger nicht am Stück in meine schlanken Longdrinkgläser passen. Also bleibt's doch bei ganz normalen Eiswürfeln im Martini. :-)


Verquer

Eine Kundin erledigte ihren Einkauf und hatte sich dazu einen meiner großen Einkaufswagen genommen.

Warum sie den Wagen aber nicht am Griff, sondern am seitlichen, unhandlichen Gitter anfasste, kann ich nicht erklären. Auch nicht, warum sie sich die Mühe machte, den Wagen quer durch die doch teilweise sehr engen Gänge zu bugsieren. Bisschen sehr umständlich. :-)

666,66

Gerade entdeckt: Am Montag haben wir für exakt 666,66 Euro Leergut hier hereinbekommen.

Geteilt haben sich diese Summe eine weniger auffällige Anzahl von insgesamt 317 Kunden. ;-)

Die Aufgabe der Bierflaschensammlung

Der Flaschentisch des Leergutautomaten war voll und meldete dem Kunden die entsprechende Fehlermeldung. Der Mann suchte daraufhin eine Mitarbeiterin im Laden auf und verkündete die Nachricht:
"Die schmerzhafte Aufgabe meiner Bierflaschensammlung hat gerade euren Automaten gesprengt..."
Coole Formulierung.

Links LXXXIV

Hitze führt zu Ernteeinbußen

Farbstoffe in Lebensmitteln: Knallbunt ist ungesund

Aldis Brötchen landen vor Gericht...

...aber Aldi verteidigt das Konzept.

Lebensmittel: Der Nachholbedarf der Schwellenländer

Drei Salatköpfe kosten den Job

Die Zahl der gefälschten Banknoten steigt

Das Broccoli-Patent

Die Schufa fürchtet um ihre „Datenrezeptur“

Selbst ist der Kunde: Wenn Lebensmittelkonzerne ihre Filialen in Dörfern aufgeben, gründen Bürger zunehmend ihre eigenen Läden

Das Handy mit der schwergängigen Tastatur

Ein Mann mittleren Alters, der nicht sonderlich gut Deutsch sprach, wollte eine E-Plus-Guthabenkarte für sein Handy kaufen. Nicht nur das: Er hielt mir das Handy hin und signalisierte mit seinen Händen, dass ich den Aufladevorgang für ihn durchführen soll. Klar, kein Problem. Dachte ich jedenfalls.

Das Aufrubbeln der Karte ging noch ganz einfach. Die Tastensperre bei seinem Handy konnte ich nach einigem Herumprobieren, trotz der türkischen Spracheinstellung, auch lösen. Der Anruf beim Anbieter klappte auch noch und schließlich war es so weit, dass ich die 16stellige Aufladenummer eintippen und mit der "Rautetaste" bestätigen musste.

Wenn ich diese Nummern eingebe, gucke ich normalerweise auf das Display des Handys. Die einzelnen Ziffern werden im Regelfall dort angezeit und man hat gleich die Kontrolle, ob man alles richtig eintippt. Aber in diesem Fall waren keine Ziffern auf dem Display zu sehen. Ich hielt mir nach ein paar Tastendrücken das Telefon ans Ohr, zum zu hören, ob die Tastendrücke angenommen werden. Gehört habe ich nichts und so dachte ich mir nichts weiter dabei, nahm das Handy wieder runter und tippte weiter. Ein paar Ziffern sah ich auf dem Display, aber die könnten auch noch von der zuvor gewählten Nummer und den Menüauswahlen stammen. Die Ansage quttierte die Eingabe mit der Ansage, dass ich eine fehlerhafte Nummer eingegeben hätte. Mist.

Zweiter Versuch: Ich ließ mich durch die fehlende Anzeige nicht irritieren und gab einfach nacheinander sämtliche 16 Ziffern ein. Dann drückte ich auf die Taste mit dem kleinen Knastfenster und durfte mir erneut die Meldung anhören, dass ich eine fehlerhafte Nummer eingegeben oder die abschließende Bestätigung vergessen hätte. Und, dass ich nun nur noch einen Versuch hätte.
Da ich nicht für irgendeine Karten- oder Handysperrung verantwortlich sein wollte, brach ich ab und beendete die Verbindung. Naja, ich wollte sie beenden. Ging aber nicht, da ein Druck auf die Taste überhaupt keine Reaktion bewirkte. Da fiel mir erst auf, dass die anderen Tasten genauso schwergängig waren und dass das der Grund für das Nichterscheinen der Ziffern auf dem Display war. Argh.
Ich versuchte, dem Mann zu erklären, warum das mit der Aufladung nicht funktioniert hat. Die PIN für seine SIM-Karte hatte er auch nicht, ansonsten hätte ich diese kurzerhand in mein eigenes Handy gesteckt.

Etwas mürrisch zog der Kunde ab und kam rund zwanzig Minuten später mit einem anderen Mann wieder. Dieser versuchte zunächst, vor meinen Augen das Guthaben aufzuladen, scheiterte aber an der selben Stelle wie ich zuvor. Inzwischen musste ich mich der Diskussion stellen, dass ich eine falsche Karte verkauft hätte. Auf den Karten steht nämlich (unter anderem) "Ay Yildiz" drauf, aber man wollte ja eine E-Plus-Karte haben und so hätte ich mit Sicherheit die falsche Karte verkauft.
Meine Einwände, dass der Fehler mit Sicherheit nicht an der Karte, sondern am Telefon liegt, wurden als Unsinn abgetan. Aber zum Glück hatte der zweite Mann die PIN für die Karte und so legte ich diese schließlich doch mal in mein Handy.

Erstversuch. Aufladung. Erfolgreich.