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Sonderpreisetikettendrucker

Früher, also bis vor ein paar Wochen, haben wir reduzierte Artikel einfach mit den kleinen Schildern (hier z.B. zu sehen) aus einem Meto-Auszeichner beklebt. Diese reduzierten Waren haben wir dann an der Kasse in der jeweiligen Warengruppe über den Preis erfasst. Das hat auch immer gut funktioniert, zumindest bis die geschlossene Warenwirtschaft hier Einzug hielt.

Jetzt haben wir einen kleinen Drucker, der Etiketten wie auf diesem Foto generiert. Damit sind die Artikel dann zum Sonderpreis an der Kasse artikelgenau über den Scanner zu erfassen und die im System hinterlegten Bestände verringern sich entsprechend. Nicht, dass wir dieses Feature des Systems nutzen würden, aber alleine schon, dass die Abläufe an der Kasse etwas flüssiger werden, rechtfertigt den Einsatz dieses Druckers.

Praktisch ist auch, dass man gar nicht mehr zu rechnen braucht. Man kann zum Beispiel einen festen neuen Preis oder einen festen Reduzierungswert eingeben oder auch einen pauschalen Prozentwert und das Gerät rechnet einem den neuen Betrag aus.

Hier zum Beispiel ein Teil der ausgelisteten 3-Kammer-Menüs:


Vermeintlich zu viel abgezogene 200 €

Eine Frau rief an und klagte mir ihr Leid vor: Sie hätte hier vor ein paar Tagen für etwa 35 Euro eingekauft, ihr wurden jedoch 235 Euro abgezogen. Sie vermutete auch direkt, dass sich da wohl mein Mitarbeiter an der Kasse vertippt hätte, was ja mal passieren könne.

Ja. Nein! Bei uns kann sich der Mitarbeiter nicht vertippt haben, da der Betrag, der bargeldlos gezahlt werden soll, direkt vom Kassensystem an das Terminal übergeben wird. Das sagte ich ihr auch und sah mir den ganzen Vorgang mal im elektronischen Journal an. Für einen Blick in die Videoaufzeichnung war ihr Einkauf bei uns schon einen Tag zu lange her, die Daten waren leider bereits gelöscht.

Die Summe laut Bon belief sich auf ca. 35 Euro. Untendrunter stand noch der Hinweis, dass 200 Euro via Cashback ausgezahlt wurden, was ich der Anruferin mitteilte: "Hier steht, dass Sie sich 200 Euro Bargeld haben auszahlen lassen …"

Es folgte ein ganz, ganz kurzer Moment der Stille und doch konnte ich förmlich hören, die die Frau sich innerlich mit der flachen Hand vor die Stirn klatschte. Daraufhin folgte eine ganze Salve an Entschuldigungen. Alles gut, kann passieren. :-)

Wasser aus'm Vento

Unsere großen "Vento"-Kühlregale haben fast auf den Tag genau fünf Jahre ohne Probleme gearbeitet. Nun fließt seit ein paar Tagen in einer Ecke Wasser unter dem Gerät hervor, das wir hier schon die ganze Zeit mit Lappen aufnehmen und einzudämmen versuchen.

Techniker ist informiert. Wahrscheinlich ist ein Leck oder eine Verstopfung im Tauwasserablauf, aber das soll sich der Fachmann angucken. Ich habe keine Zeit und Lust, irgendwas auseinanderzubauen und da reinzugucken.


Buch: Hilfe, der Einkaufswagen brennt

Vor ein paar Wochen hatte mich Blogleser Christian auf das Buch "Hilfe, der Einkaufswagen brennt" aufmerksam gemacht, das zu der Zeit zufällig noch ein paar Tage bei Audible für Abonnenten als Inklusive-Titel kostenlos zu hören war. Inzwischen kostet es wieder 9,95€ / 1 Guthaben.

Leider rannte mir die Zeit weg, so dass ich das Buch nicht vollständig geschafft hatte. Immerhin die ersten zwei Drittel konnte ich hören, danach verschwand der Titel wieder aus meiner Bibliothek. Auf den Rest werde ich verzichten müssen, denn 10 Euro ist es mir definitiv nicht wert.

Der Autor, so er denn dies alles tatsächlich selber erlebt hat, lässt noch mehr Arroganz als ich raushängen, hat dabei aber sicherlich das stärkere Kotzbrocken-Gen abbekommen. Ein paarmal musste ich sogar herzlich lachen, das gebe ich zu, vieles bewegte sich jedoch auf dem Niveau von Mario Barth. Auf meiner persönlichen 1-bis-6-Skala hätte ich dem Buch drei Sterne gegeben.

Wenn man die schönsten Geschichten aus meinem Blog hier mit etwas Fantasie ausschmückt und als 15-Minuten-Episoden etwas blumiger erzählt, käme wohl etwa ein ähnliches Buch dabei heraus. Ein paar Gläser Wein dazu könnten der Fantasiefindung sicherlich dienlich sein. Das Ergebnis wäre dann zwar nicht mehr ganz original, aber bestimmt ebenfalls schön unterhaltsam. Soll ich? :-P

Links 609

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Das Du

Schon seit einigen Monaten habe ich in meiner E-Mail-Signatur unter meinem Namen das Tag #gerneperdu stehen, das lange Zeit von niemandem erwidert wurde. Geduzt haben mich ausschließlich Leute, mit denen man ohnehin schon per Du war.

Aber nun: Premiere! Ausgerechnet der Geschäftskundenbetreuer meiner Hausbank, wo man einen etwas laxeren Umgang ja eher weniger erwarten würde, hat diesen Hinweis zur Kenntnis genommen und direkt vollkommen zwanglos umgesetzt. Sehr angenehm. :-)

Colagriff

In einem unserer Regale in der Getränkeabteilung lag dieses Teil einer Cola-Kiste. Es handelt sich dabei um das lange, obere Stück des Rahmens. Eine Kiste, bei dieses Stück herausgebrochen war, konnte ich nicht finden.

Hat die demolierte Kiste Cola tatsächlich jemand gekauft? Muss ja, dann bekommen wir sie vielleicht demnächst mal als Leergut zurück …


Immer noch der vergessene Roller

Seit Tagen schon steht ein vergessener Kinder-Tretroller mit Peppa-Pig-Motiv hier im Eingangsbereich herum und wartet darauf, von "seinem" Kind wieder abgeholt und nach Hause getretrollert zu werden. Vermisst man sowas denn nicht und erinnert sich daran, wo man damit gewesen sein könnte? Also wenn schon sich das Kind nicht erinnern kann, dann doch zumindest bestimmt die Eltern? Hmm …

(Nachtrag: Ganz übersehen, dass ich schon Bild von dem Ding drin hatte. Seit über zwei Wochen steht der Roller nun also schon hier herum …)


Ungünstige Ereignisse

Mail einer Bewerberin keine zwei Stunden vor dem vereinbarten Termin zu einem Vorstellungsgespräch: "[…] leider muss ich den Termin absagen, da ich heute Morgen durch ungünstige Ereignisse aufgehalten worden bin."

Was sind denn wohl "ungünstige Ereignisse"?

Die Zukunft von Hachez bei uns?

Wir haben bei uns im Geschäft schon immer Schokolade und Pralinen von Hachez angeboten. Die Firma gehört inzwischen schon ein paar Jahre länger Toms, die ganze Geschichte ist in der Wikipedia nachzulesen.

Der Verkauf an die Dänen war auch nie ein Problem gewesen. Nur als vor ein paar Jahren die Produktion hier in Bremen eingestellt und nach Polen verlagert wurde, regte sich unter den Kunden ein gewisser Missmut. Ein Boykott der Schokolade, den auch viele Kunden anregten, war jedoch auch nicht sinnvoll, da man damit lediglich die verbliebenen Mitarbeiter hier in Bremen abgestraft und deren Arbeitsplätze gefährdet hätte.

Wenn die Gerüchte stimmen, wird hier zum Ende des Jahres auch der Rest der Firma durch Toms aufgelöst. Einen kleinen Bericht dazu gibt es hier zu lesen, es sind also mehr als nur Gerüchte. Dann gäbe es nur noch den Namen Hachez – nur mit Bremen hat das dann alles nichts mehr zu tun. Eine Firma aus Dänemark, die in Polen produziert und die Ware in Deutschland nur noch von irgendwelchen Handelsagenturen vermarkten lässt. Wie gesagt, das ist das, was mittels Flurfunk in meine Richtung geschwappt war. Ich beteilige mich ungern am Verbreiten von (falschen) Gerüchten, aber glauben würde ich das in diesem Fall.

Solange in Bremen noch die alten Mitarbeiter beschäftigt sind, wird es bei uns im Geschäft die Schokolade von Hachez geben. Wenn auch die letzten Bremer ihren Arbeitsplatz verlieren und Hachez mit Bremen absolut gar nichts mehr zu tun hat, dann fliegt die Marke bei uns aus dem Sortiment. Das ist beschlossene Sache.

Dann werden wir noch einen (allerletzten) Versuch mit Lindt unternehmen. Wenn die sich nicht durch einen kompletten Gondelkopf dazu motivieren lassen, regelmäßige Besuche durch ihren Außendienst hinzubekommen, dann kann ich denen auch nicht mehr helfen.

Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 111)

Die Arbeit im Laden war laut Berichtsheft wie immer. Aber wenn man genau überlegt, sieht es heute kaum anders aus. Mal baut man was um oder kümmert sich um Saisonware oder sonstige Besonderheiten – aber zu 90 Prozent gleicht auch heute noch eine Woche der nächsten.



Am Dienstag Morgen habe ich als erstes zwei Paletten mit Milch und Joghurt weggepackt. Anschließend habe ich die Paletten mit Blumenerde und Grünpflanzen nach draußen gefahren und die Kunden hereingelassen. Annehmen von Wendeln-Brot.
Nachdem ich die Mehrweg-Getränke gepackt hatte, machte ich meine Bestellung. Anschließend habe ich Margarine und Kondensmilch gepackt.
Erfassen der Werbungs-Abschriften. Leergut annehmen. Die leeren Paletten vom Getränke-Packe habe ich teilweise für das neue Leergut in unser Lager gebracht.
Ware annehmen (Haribo, DPD)
Draußen habe ich kurz die Ecke bei unseren Müllcontainern ausgefegt.
Abschließen des Ladens.
Die MoPro-Werbungsware habe ich am Samstag umgezeichnet.



Wichtige Begriffe aus der Welt des Bieres I

Pils / Pilsener: Eine Sortenbezeichnung für ein helles Vollbier mit meist kräftigem Hopfengeschmack. Pils ist ein untergäriges Bier, welches ursprünglich nur in der Gegend um die Stadt Pilsen in der Tschechischen Republik gebraut wurde. Pils hat einen Stammwürzegehalt von 12%.

Weizenbier: Das Weizenbier ist ein obergäriges Bier. Zum Brauen von Weizenbier wird neben Gerstenmalz auch Weizenmalz verwendet.

Läutern: Nach Beendigung des Maischvorgangs werden die in Wasser gelösten Extraktteile im Läuterbottich von den Trebern getrennt.

Malz:Um Gerste und Weizen zum Brauen zu verwenden, werden sie in Braumalz umgewandelt. Die Körner werden zum Keimen gebracht und dann auf der Darre getrocknet. Durch die Keimung wird eine Umwandlung der Stärke in Malzzucker eingeleitet. Malz schmeckt süß.

Maische: Maische entsteht durch das Mischen von Malzschrot und Wasser. Das anschließende Erhitzen verflüssigt die ansonsten schwerlöslichen Bestandteile des Malzschrots.

Es zottert wieder!

Seit gestern haben wir übrigens wieder die Schokolade von Zotter vorrätig – und das in sportlichen 68 Sorten. Verzeihung, 66, denn zwei waren nicht lieferbar. Aber auch das ist eine Auswahl, die sich wohl sehen lassen kann. Am Preis haben wir auch nichts gedreht, so dass die Tafeln nach wie vor 3,49 € bei uns kosten. Das mag viel sein, ist aber immer noch günstiger als anderswo. ;-)

Von allen anderen Artikeln haben wir uns vor einer Weile schon getrennt. Nach den Trinkschokoladen kamen die Labooko, die Basic, die Mizi Blu und noch viele, viele mehr, bis man irgendwann kaum noch durchblickte. Das alles ließ sich auch nicht hier im Laden darstellen und so haben wir uns mit den 70g-Tafeln wieder auf den ursprünglichen Artikel konzentriert, mit dem wir hier vor 17 Jahren (Uff!) mal mit den Produkten vom "Sepp" angefangen haben.