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How to unload a lorry the fastest way

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Der Bagger auf der Heizung

Auf dem Heizkörper hier an der Kasse stand plötzlich ein mittelgroßer Kunststoff-Spielzeugbagger. Eine ältere Kundin hatte ihn aus ihrer Tasche gepackt, um die Einkäufe besser verstauen zu können, und dann offenbar dort vergessen. Da wir die Frau als Kundin kannten und damit das Spielzeug nicht verschwindet, habe ich ihn nach hinten ins Lager in Sicherheit gebracht. Ich ging also nach vorne und holte das Teil.

Auf dem Weg ins Lager kam mir der Gedanke, ob sie den Bagger wohl wirklich nur versehentlich dort stehengelassen hatte oder ob das eine unauffällige Entsorgung gewesen sein sollte. Einige Teile waren ab- oder durchgebrochen, Aufkleber zerrissen, das Gehäuse mit einem wasserfesten Stift bemalt. Ein kleines Kind hätte sich darüber wohl schon noch gefreut, aber so richtig spielbar war der Radbagger nicht mehr.

Keine halbe Stunde später war die Frau wieder da und freute sich, dass wir so aufmerksam waren. Sie wollte das Teil doch ihrem Enkel schenken und hatte ihn hier dann beim Einkauf vergessen. Alles wieder gut. :-)

Sicherungsetikettensammlung

Traurige Sammlung am "Diensteinkaufswagen" einer Kollegin, die während der Ladenbestellung immer wieder abgegerissene Warensicherungsetiketten findet und diese aus trauriger Tradition immer an ihren Wagen pappt. Man kann davon ausgehen, dass pro Etikett wenigstens ein teurer Artikel geklaut wurde. :-(


Beweismittel Leergutbon

Eine junge Frau gab eine Menge Leergut ab, unter anderem auch von einem Biermischgetränk, auf das wir im laufe der letzten Jahre schon mehrere Stammkunden hatten, die sich dann als Ladendiebe entpuppt haben. Das eine hat eigentlich nichts mit dem anderen zu tun, aber dannoch warnte mich eine Kollegin vor: "Guck da mal hinterher, ich traue der nicht so recht!"

Auf dem Monitor der Videoüberwachungsanlage konnte ich sehen, wie die Frau vom Leergutautomaten direkt zu unserem großen Kühlregal ging. Dort nahm sie sich zwei Becher kalten Kaffee, griff sich noch von einem Aufsteller eine Schachtel Pralinen und steckte das alles in ihre Umhängetasche. An der Kasse legte sie zwar ihren Pfandbon auf das Förderband, packte die anderen Sachen jedoch nicht aus.

Darauf angesprochen fiel ihr ein, dass sie ja "etwas vergessen" hätte. Das wirkte aber gar nicht glaubwürdig und so durfte sie uns ins Lager folgen. Mangels Personalausweis mussten wir auf die Polizei warten, um den Wahrheitsgehalt der Angaben der Dieben überprüfen zu können. Anzeige, Hausverbot, das übliche Prozedere…

Sie hatte für rund fünf Euro Leergut mitgebracht. Den Leergutbon riss ich allerdings durch und sagte ihr, dass ich das mit dem Fangprämie verrechnen werde. Sie schulde mir also nur noch rund 45 Euro. Das wollte sie aber gar nicht einsehen und sagte der Polizei, dass sie noch einen Leergutbon hätte und dass ihr das Geld zustehen würde.

"Verrechnen ist schwierig", meinte einer der Polizisten, "weil das zwei unterschiedliche Fälle sind." Aber er hatte eine Idee: "Da Sie sich ja um den Bon streiten, werde ich den als Beweismittel mit zur Anzeige nehmen und an die Staatsanwaltschaft weiterleiten. Dann kann die Frau sich nicht beschweren, dass Sie ihr irgendetwas weggenommen hätten und Sie müssen ihr das Geld jetzt nicht auszahlen."

Sehr coole Idee. :-)

Schild an der B&J-Eistruhe

An unserer "Ben&Jerry's"-Eistruhe hängt ein ausgedrucktes Foto, auf dem zu erkennen ist, wie die Platzierung der Eisbecher innerhalb der Truhe aussehen sollte. Keine Ahnung, welcher Mitarbeiter das da rangepappt hat – und genauso rätsele ich nun schon die ganze Zeit, ob auf dem Bild unsere Truhe zu sehen ist oder irgendeine andere des gleichen Typs…




Für den Gruß

Eine ältere Dame hielt mit Gregor ein Schwätzchen, während er die Plakate am Fenster austauschte. Sie verschnauft sich auf einem der beiden Stühle zwischen Packtisch und Kasse und Gregor fragte sie: "Alles gut bei Ihnen, oder soll ich Ihnen ein Taxi rufen?"

"Alles bestens, also den Umständen entsprechend, zusätzlich zu den altersbedingten Zipperlein hab ich Probleme mit der Schulter, seit ich gestürzt bin", antwortete die Kundin.

Mein Mitarbeiter äußerte Mitleid und erklärte aus eigener Erfahrung, dass man mit sowas lange "Spaß" haben kann. Aber bevor er sich diesbezüglich zu sehr im Details verlor, beschwichtigt ihn die Kundin bereits etwas: "Eigentlich geht's wieder." Sie bewegte beide Arme, als ob sie mit Flügeln schlüge. "Nur wenn ich…", sie ahmte die Bewegung nach, "nur wenn ich was ins oberste Regalbrett legen möchte, habe ich starke Schmerzen. Oder halt beim Deutschen Gruß!"

Gregor gabe noch zu Bedenken, dass der ja heutzutage auch nicht mehr so gefragt sei und dementsprechend sei es kein Mangel, den nicht schmerzfrei ausführen zu können.

Ihre Antwort: "Das sagen viele jungen Leute, aber wer weiß, was kommt, vielleicht kommt der ja wieder."

Brrr… :-O

Es war in Arbeit!

Erinnert ihr auch an dieses Bild vom 19. November 2015?



Aber was hatte es damit genau auf sich? Hier die Auflösung:
Teileigentum 11 ("TE11") beschreibt hier an der Adresse Gastfeldstraße 29-33 meinen Laden mit allen dazugehörenden Neben- und Kellerräumen und dem alleinigen Nutzungsrecht an dem hier im Blog schon so oft erwähnten Hof.

Nachdem ich heute die letzte fehlende Unterschrift unter den Darlehensertrag bei meiner Hausbank gesetzt habe, wird in den nächsten Tagen die Knechtschaft der Miete beendet sein. Damit kann ich im Grunde ab sofort tun und lassen, was ich möchte – von wesentlichen und alle anderen Miteigentümer des Gebäudes betreffenden Dingen natürlich mal abgesehen. (Also abreißen und neubauen ist nicht drin. :-) )

Das ist auch der Grund, warum ich hier so weit über den Supermarktalltag hinaus plane und über so tiefgründige Dinge wie eine komplett neue Elektroinstallation oder sogar tatsächlich den Erwerb des kleinen Grundstücks mit der Trafostation nachdenke.

Der Kauf dieser Immobile ist auch im Grunde das Finale dieser jahrelang angekündigten und immer wieder verschobenen Umbau- und Renovierungspläne. Es war eine sehr anstrengende Zeit, die mich teilweise viel Kraft gekostet und mir viele schlaflose Nächte beschert hat. Wir hatten hier faktisch schon eine Kündigung für den Mietvertrag vorliegen und damit habe ich schon das Ende meiner gesamten Geschäftstätigkeit hier nicht nur vor Augen, sondern schon in greifbarer Nähe gehabt. Es waren ein paar sehr anstrengende Jahre, die sich daraus ergebende fehlende Motivation war ja vor allem in 2014 hier im Blog deutlich zu spüren. Es waren ein paar Jahre, in denen ich Investitionen hier in die Firma auf die allerallernotwendigsten Dinge (neue Kassen, reparierte Beleuchtung, neuer Leergutautomat (war schon langfristiger geplant)) beschränkt habe. Sogar viele Kunden haben mittlerweile zwangsläufig den Modernisierungsstau bemerkt, aber alle habe ich damit vertröstet, dass es irgendwann wieder besser wird.

Den Anfang dieses "irgendwann" haben wir nun erreicht!

Längere Abwesenheit

Abwesenheitsnotiz eines Mitarbeiters bei einem Lieferanten:
Ich werde ab 18.12.2015 nicht im Büro sein. Ich kehre zurück am
28.02.2017, 7:00 Uhr.
Auf jeden Fall präzise geplant. :-D

Eieiei…

Als die Kundin überprüfen wollte, ob alle Eier in der Packung heile sind, hat sie eins zerdrückt. Was für eine Ironie…

(Und anständig wäre es gewesen, wenn sie die Schachtel mit 10% weniger Inhalt dann wenigstens gekauft hätte.)

Irgendwann meistbietend versteigern!

Es ist echt kurios: Immer wieder bekomme ich entweder direkt telefonisch oder auch um zwei Ecken herum durch meine unmittelbaren Nachbarn Anfragen von Leuten, die meine Halle kaufen oder mieten möchten. Natürlich verneine ich stets und auch meine beiden Nachbarn kommunizieren an solche Leute, dass ich weder Not noch Motivation habe, die Immobilie zu veräußern.

Falls man die ganzen Interessenten mal alle auf einen Haufen bekommen sollte, könnte man das Objekt ja meistbietend versteigern. :-D

Colarollo

"Ohmann, immer wieder Ärger mit den Kühlregalen!", stöhnte ich. Von unserem großen Coca-Cola-Kühlregal hatte sich das manuell zu betätigende Rollo auf halber Höhe komplett verklemmt. Es ging nicht mehr rauf und auch nicht runter und so lag es eben umgeschlagen oben drauf.

War diesmal zum Glück weniger dramatisch. Der Inhaber des SPAR-Marktes hier in der Gastfeldstraße hatte ein Regalteil oben auf den Kühler gelegt. Das wäre nicht weiter problematisch gewesen, wenn sich damit nicht die Rolle des Vorhangs verklemmt hätte.

Nun geht's wieder. :-)

Mülliger Automat – Mülliges Leergut

Ein Kunde fluchte vor dem Leergutautomaten, der immer wieder seine Flaschen ausspuckte, ziemlich laut vor sich hin: "Da kaufen die einen neuen Automaten und dann funktioniert der nicht richtig!!!"

Ich ignorierte das, nahm's mir auch nicht zu Herzen und ließ den Mann erstmal alleine weiterprobieren. Bei dem mülligen Leergut, was er da in seinem Müllsack mit angeschleppt hatte, würde wohl jeder Rücknahmeautomat den Dienst quittieren. :-O

Bottle Tag ohne Tag

Beim Packen der Spirituosen-Flaschen ist mir plötzlich dieses Flaschensicherungsetikett ("Bottle Tag") aufgefallen, das irgendwie anders aussah.

Bei genauerer Betrachtung erkannte ich, dass der Verschluss vollständig und funktionsfähig war. Allerdings fehlte der Resonator, was das Teil komplett nutzlos machte. Zu meiner Verwunderung erkannte ich, dass das fehlende Stück abgesägt wurde.

Ganz großes Rätselraten.

Dann fiel es mir plötzlich ein: Um diesen Ladendieb zu überführen, hatte ich diesen kleinen Plastikzylinder mit in eine der "Crunchy Nut"-Packungen gelegt. Fiel kaum auf und hätte den Dieb auf jeden Fall überführt – aber als ob er es gerochen hätte, kam er von dem Tag an nicht mehr wieder. Das auseinandergesägte Hartetikett muss dann irgendwie den Weg in unseren großen Vorrat gefunden haben und ist in den letzten Jahren bestimmt schon unzählige Male zum Sichern von Flaschen verwendet worden.