Unser Brotlieferant stapelte mir etliche große Kartons mit sogenannten "halbgebackenen" Brötchen vor die Nase. Das Volumen lang etwa bei einer mehr als 1m hoch gefüllten Europalette. Was zum..? Habe
ich die ernsthaft gestern bestellt?
Offensichtlich. Die Faxvorlage lügt nicht: Ich bin in der falschen Zeile gelandet und hatte daher ein paar Dinge übersehen.
Ist zum Glück kein Beinbruch. Kühlhaus sei Dank.
Eine Frau war mit zwei kleinen Kindern im Laden. Die beiden Jungs zofften sich in einer Tour und irgendwann drohte Mama damit, dass das geplante Grillen für die beiden Mini-Terroristen ausfallen würde, wenn sie sich nicht benehmen und vor allem endlich mal Ruhe geben würden.
Der kleinere Junge war etwa sechs Jahre alt und ranzte seinen etwa zwei bis drei Jahre älteren Bruder mit weinerlicher Stimme an: "
Das ist nur wegen dir. Ich habe mich so gefreut. Du bist dann Schuld. Dabei habe ich seit dreißig Jahren nicht mehr gegrillt."
Na, dann wird's aber mal wieder Zeit!
Eine Kundin würde "Mohnknürkel" suchen, berichtete eine Mitarbeiterin einer erfahrenererin Kollegin.
Bitte, was?
"Mohnknürkel" oder so ähnlich.
Was soll das sein?
Weiß nicht. Irgendwas in Dosen jedenfalls.
Ein Energydrink?
Nee, das ist zum Essen. Das macht man heiß.
Öhm..? Mockturtle vielleicht?
Jaaaa, genau!
Na, geht doch.
Die Anzeige
gegen diese Frau wurde relativ schnell bearbeitet. Ich bekam soeben Post von der Staatsanwaltschaft Bremen:
Sehr geehrter Herr Harste,
nach dem Ermittlungsergebnis ist die Schuld als gering anzusehen. Auch das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung gebietet es nicht, eine gerichtliche Entscheidung herbeizuführen.
Der angerichtete Schaden ist verhältnismäßig gering.
Einschlägige Vorstrafen sind nicht vermerkt.
Es ist auch anzunehemn, dass die Unannehmlichkeiten des Ermittlungsverfahrens eindrucksvoll vor Wiederholungen gewarnt haben.
Ich habe deshalb von einer weiteren Verfolgung der Straftat abgesehen. Das Verfahren bleibt hier jedoch für Wiederholungsfälle vermerkt.
Hoffen wir's. Zumindest aber, dass der Teil mit der
eindrucksvollen Warnung sich bewahrheitet.
Eine ältere Kundin wollte wissen:
"Kann man die Eier denn bedenkenlos essen? Ich meine, wegen der Katastrophe in Japan."
Was glauben die Leute eigentlich, woher die hier verkauften "Bio-Eier aus der Region" stammen?!?
Eigentlich wäre dieser Beitrag ja der nächste in Reihe nach dem Ostergruß gewesen, aber der SPAR-Markt aus Griechenland kam automatisch rein und die angetüterten Kinder sind ja im wahrsten Sinne des Wortes eben hier reingestolpert…
Samstag Abend nach Feierabend haben wir noch einmal wieder den Fußboden in dem Bereich vor dem Leergutraum gestrichen. Diesmal sah er nicht ganz so schlimm aus wie zu
Weihnachten 2010 und inzwischen hoffen wir darauf, dass regelmäßiges Überstreichen (jede Möglichkeit mit zwei hintereinanderliegenden freien Tagen werden wir nutzen) auf Dauer etwas bringt.
Im Kreis sämtlicher heute Morgen anwesender Kolleginnen und Kollegen haben wir gemeinsam festgestellt, dass eine Gruppe angetrunkener Jugendlicher in Partylaune an einem Montagmorgen (auch, wenn heute lt. Kalender schon Dienstag ist) einfach nicht zu ertragen ist.
Jasmin und Uwe haben mir dieses Foto eines EUROSPAR-Marktes auf Rhodos zukommen lassen. Vielen Dank dafür.
Blogleser werden's sicherlich verstehen und ein bisschen hat der Frust ja auch bei der Entstehung dieses Fotos mitgemischt.
In diesem Sinne euch allen ein frohes Osterfest.
…und dann war da noch die Kundin, der am Ostersamstag um kurz nach 21 Uhr einfiel, dass sie noch unbedingt eine Auswahl an Ostersüßwaren braucht – und dann ein langes Gesicht machte, als im Supermarkt kaum noch Ware vorrätig war.
Eine Gruppe angetrunkener Jugendlicher wollte um 0:20 Uhr noch in den Laden. Aus mehreren Gründen lehnten wir ab, vor allem, weil wir selber Feierabend machen wollten.
Der Dank dafür war, dass die Typen wie blöde gegen die Scheiben hämmerten, um ihre Wut darüber zu demonstrieren.
Erinnert ihr euch noch
an dieses Video, in dem ich euch Anfang Februar vorgeführt habe, wie ein bestimmter Trickbetrüger vorgeht?
Nun hat der selbe Mann mit der selben Masche bei einer meiner Mitarbeiterinnen erfolgreich einen kleinen dreistelligen Betrag erbeutet. Auch, wenn's gerade gemein klingt: Selber Schuld.
Bislang hat keiner meiner Mitarbeiter freiwillig gestanden, die Telefonnummer von der Filiale in Findorff unter einem recht eigenartigen Namen in einem unserer schnurlosen Telefone gespeichert zu haben.
Witzbolde.
Vorhin kam (nach mittlerweile wirklich langer Zeit) mal wieder eine E-Mail mit dem Betreff "Ich will Chips" und einer anhängenden Postadresse.
Wieso lesen die Leute eigentlich nie bis zum Ende, wenn sie irgendwo im Web
auf diesen alten Beitrag von mir stoßen? Oder ist "verschenken" ein Schlagwort (So wie "gratis" und "billiger"), das zur sofortigen Entknüpfung jeglicher Synapsen im Hirn führt?