Eine Frau hatte in ihrer Umhängetasche eingekauft. An der Kasse löste schließlich ein Fairtrade-Kaffee der Marke Gepa den Alarm der Warensicherungsanlage aus, woraufhin die Frau diesen Kaffee und zwei Milka-Osterhasen aus ihrer Tasche zog – alles zusammen im Gesamtwert von knapp 15 Euro. Sie berief sich darauf, die drei Teile nur beim Auspacken vergessen zu haben.
Das hätte man ja vielleicht noch irgendwie durchgehen lassen können, wenn die Videoaufzeichnung nicht eine ganz andere Sprache gesprochen hätte: Zwischendurch zog die Frau nämlich noch einen Stoffbeutel aus ihrer Umhängetasche und wickelte Kaffee und Osterhasen noch einmal darin ein und legte den Stoffbeutel dann in die andere Tasche zurück.
Selbst ohne diese Einwickelaktion hätte sie von mir eine Anzeige wegen des Diebstahls des löslichen Kaffees und der beiden Schokoladenhoppler bekommen, aber das hier ist ein sowas von knallhart geplant gewesener Ladendiebstahl, so viele Ausreden kann es gar nicht geben …
In diesem Zustand hätten wir die Bananen bei uns vermutlich schon nicht einmal mehr zum Sonderpreis angeboten. Oder für maximal einen symbolischen Preis pro Tüte, um sie vor dem Müll zu retten. (Natürlich sind sie innen nicht verdorben, aber unsere Kunden würden sie in dem Zustand eben nicht mehr zum regulären Kurs kaufen.)
Hier im Asia-Shop für 3,25 € pro Kilo und ich vermute, sie verkaufen sich sogar.
Das große No Go bei den Deutschen und dem Versuch, sie zu E-Autos zu bringen: Reichweite, Reichweite, Reichweite. Als wenn jeder von uns täglich viele hundert Kilometer fahren würde. Durchschnittlich wird ein Auto in Deutschland pro Tag maximal 40 Kilometer bewegt. Selbst ein günstiger E-Kleinwagen mit wenig Reichweite würde unter dieser Prämisse für die meisten Autofahrer in Deutschland reichen. Natürlich wird damit dann die Urlaubsfahrt nach Süditalien zu einem Ladesäulen-Hopping, aber davon reden ich ja auch gar nicht.
Unser Tesla hat nach WLTP eine Reichweite von 600 Kilometern. Was bedeutet das in der Praxis? Nun, wenn er neu ist und man diese gewaltige Beschleunigung an jeder Ampel neu auskosten muss, während aufgrund winterlicher Minusgrade die Heizung auf Volllast läuft, dann sinkt die Reichweite frappierend. Genaue Zahlen habe ich gar nicht dokumentiert, aber wenn man dann noch 400 km weit kommt, ist man gut. Hängt der Anhänger hinten dran und tritt das Fahrpedal auf der Autobahn aufs Bodenblech runter, kann man da noch mal einige Kilometer abziehen. Vor allem die Heizung zieht Strom. Während die Heizung beim Verbrenner unauffällig aus der Abwärme gespeist wird, muss man hier aktiv Wärme ins Auto bringen. Selbst mit Wärmepumpentechnik im Fahrzeug kostet das einiges an Strom.
Inzwischen sind die Temperaturen wieder angenehmer und man kann bequem ohne Heizung fahren. Während meine Tochter und ich auf dem Weg zur Halle waren, fiel mir irgendwann auf, dass die Reichweite noch 529 km betragen sollte – bei noch 71 % Restkapazität des Akkus. Das würde rein rechnerisch eine Reichweite von 745 Kilometern bedeuten, was echt gut ist. Zu beachten ist dabei natürlich fairerweise, dass dieser Traumwert nur bei zurückhaltender Fahrweise zu schaffen ist. Aber grundsätzlich ist das machbar, wenngleich man bei normaler, gewohnter Fahrweise eher an 500 Kilometer herankommt. Aber passt schon so. Der Spaßfaktor mit so einem Auto toppt alles.
Aufgefallen war die Frau meiner Mitarbeiterin schon beim Betreten unseres Ladens, so dass sie direkt ins Büro lief und den Weg der Frau auf dem Monitor der Videoanlage verfolgte.
Diese Vorgehensweise stellte sich als absolut korrekt heraus, denn nur wenige Augenblicke später ließ die Frau unauffällig, aber nicht unauffällig genug, zwei Tafeln der "Rocher"-Schokolade von Ferrero in ihrer Jacke verschwinden.
Der Rest war dann an der Kasse schnell abgehandelt. Die Ware wurde der Frau wieder abgenommen, ein lebenslanges Hausverbot wurde erteilt, ihre Personalien wurden aufgenommen und die Anzeige wird folgen …
Bei uns funktionieren seit einer knappen Stunde keine Kartenzahlungen mehr. Weder mit den Terminals, die direkt an unsere Kassen angebunden und über die Edeka-IT laufen, noch auf dem externen Gerät, das eine eigene Internetverbindung hat und vollkommen unabhängig von unseren Kassen seinen Job erledigt.
Gibt es momentan woanders auch Probleme? Sind irgendwelche wichtigen Bankserver abgeraucht? Gibt es dazu schon irgendeine Bekanntgabe?
Warum ein Kunde frischen Rosenkohl, Tomaten und Porree in eine der Tiefkühltruhen gelegt hat, werden wir vermutlich nie erfahren. Falls es nicht eine gut gemeinte Dummheit gewesen ist ("möchte ich nicht haben, aber ich lege es besser in die Kühlung"), kann es eigentlich nur Mutwillen gewesen sein.
Verkaufen wollten wir die Produkte nicht mehr, aber sie haben dann Abnehmer im Kollegenkreis gefunden. Wir versuchen ja immer, zu retten, was zu retten ist …
Schon unzählige Male in der Form fotografiert: Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas mitten in Berlin und in unmittelbarer Nähe zum Brandenburger Tor. Auch wenn man Fotos aus dieser Perspektive durch die Reihen der Betonstelen zuhauf findet – bei diesem fand ich den Effekt durch den überstrahlten Himmel sehr interessant. Um die Hoffnungslosigkeit noch zu unterstreichen, hatte ich das Bild in s/w veröffentlicht. (Wobei man zwischen all dem Beton ohnehin kaum andere Farben sieht …)
Im Gegensatz zu den sehr kompakt ausgeführten Lunchables (hier sieht man eine geöffnete Packung) sind die Gutfried-Snack-Boxen etwas großflächiger gestaltet. Ob für mehr Sichtbarkeit im Regal oder um mehr Schein als Sein abzubilden, kann ich nicht beurteilen – aber bei solchen Verpackungen bleibt ein deutlich schaler Beigeschmack übrig. Und das liegt in dem Fall mal nicht an den Schmelzkäse-Sandwich-Scheiben …
(Okay, reine Packungen mit Wurst- und Käse-Aufschnitt sind auch flach ausgeführt, aber da bietet sich das meistens so an. Die kompakte Lunchables-Dose, in der Wurst und Käse einfach pragmatisch übereinandergestapelt liegen, wirkt aber im Gegensatz zu diesem Produkt deutlich ehrlicher.)
Seit ein paar Wochen haben wir die getrockneten Früchte von Frudist im Sortiment. Als kleines Schmankerl, aber vor allem auch, damit man die Ware mal sehen kann, haben wir von allen vier Artikeln auch jeweils ein großes Glas in dem Aufsteller stehen.
Ein unachtsamer Kunde hatte leider vor ein paar Tagen den kompletten Aufsteller umgerissen und dabei ist eines der Gläser leider zerbrochen. Nicht nur, dass wir die Ware so nicht mehr verkaufen könnten, nicht einmal mehr für den Eigenbedarf hätten wir es noch verwenden wollen. Durch das gebrochene Glas waren Scherben und Splitter überall zwischen den getrockneten Erdbeeren. Das war leider ein Fall für die Tonne.
Für Thomas hat jemand eine kleine Gedenkstätte hier auf dem Gehweg vor dem Laden eingerichtet. Aus menschlicher Sicht eine wunderschöne Geste. Kann Thomas sich zwar auch nichts mehr von kaufen, aber es gibt Leute, die an ihn denken und denen er wichtig war. Danke.
Ein Mann betrat unseren Laden und steuerte ziemlich zielstrebig auf das Kaffeeregal zu. Dort nahm er sich zunächst zwei Packungen Jacob's Krönung, nahm diese mit um die Ecke zum Müsliregal und stopfte sich dort die beiden Packungen unter die Jacke. Anschließend ging er zurück, holte sich zwei weitere Kaffeepakete und ließ diese in einem anderem Gang, vor Brotaufstrich und Knäckebrot, in seiner Jacke verschwinden.
Danach nahm er auch noch das letzte Paket "Krönung" aus dem Regal, welches wieder vor den Müsliriegeln den Weg in die Jacke des Ladendiebs fand. Der Dieb nutzte die unruhige Situation an der Kasse, um mitsamt seiner Beute zu entkommen. Der Kaffee löste zwar noch den Alarm der Warensicherungsanlage aus, aber der Mann rannte los und konnte so erfolgreich flüchten.
Wir vermuten, dass er unter der Jacke einen zunächst leeren Rucksack trug, den man an der Seite öffnen konnte. Dass sein Rücken mit jedem weiteren Kaffeepaket buckeliger wurde, untermauert diese Theorie. Wenigstens sah er hinterher aus wie Quasimodo von Victor Hugo.
Nach nur vier Monaten ist nun die nächste LED-Röhre gestorben. Eine der Lampen über der Aktionsfläche hatte sich vor ein paar Wochen schon als "Wackelkandidat" angekündigt, nachdem sie nach dem Einschalten ein paar Minuten lang geflackert hatte. Als sie dann mutmaßlich auf Betriebstemperatur kam, ging es wieder und so auch bis Samstag.
Gestern hat sie sich dann endgültig verabschiedet und mit einem ziemlich unkontrollierten Geflacker die Mitarbeiter genervt. (Man hätte natürlich auf eine Leiter steigen und die Röhre herausnehmen können, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden …) Im Gegensatz zu klassischen Leuchtstoffröhren hat die LED-Röhre das volle Repertoire an Lichterscheinungen zum Besten gebracht: Von kurzen Blitzen, die nur einen Bruchteil einer Sekunde dauerten und kaum wahrzunehmen waren, bis hin zu sekundenlangem Leuchten in voller Helligkeit.
Dass die LED-Röhren auch nicht ewig halten würden, war klar. Aber immerhin haben wir nicht mehr wie früher bei den klassischen Leuchtstoffröhren alle zwei Wochen einen Ausfall.
Strichcode-Fundstück von Susanne. Diesen mit verschieden großen Ähren hat sie auf einer Packung "Bauernmild"-Brot aus dem Hause Lieken Urkorn entdeckt: