Etwas erstaunt war ich über eine deutlich sichtbar montierte Kamera, die hier am Haus nebenan die komplette Front der benachbarten Moschee im Blick hat. Kurze Nachfrage bei einem der Mitglieder dort, wieso sie so aufgerüstet haben.
Tzja – nach inzwischen mehreren Brandanschlägen auf andere Moscheen hier im Großraum und einigen Einbruchversuchen direkt am Gebäude meiner Nachbarn, haben die Betreiber schlicht und einfach Angst, dass Schlimmeres passieren könnte. Ist schon krass.
Und erfüllt mich nebenbei bemerkt auch mit Sorge, da unsere Gebäude unmittelbar aneinandergebaut stehen. Wand an Wand, Dach an Flachdach. Noch Fragen?
Auf dem Foto seht ihr die Wand unseres Kassenbüros. Links hängt ein privates Foto, der Ausschnitt aus einer
Don-Rosa-Geschichte verweilt dort auch schon einige Jahre. Untendrunter hängt die Pinnwand, an der zum Beispiel auch immer die Personaleinsatzpläne aushängen.
So weit, so gut.
Wenn mir jetzt noch jemand erklären kann, warum irgendein Kollege (oder auch mehrere) die beiden Pappstücke, den Henkel einer Getränkeverpackung, den EAN eines Stoffbeutels und die Folienverpackung von zehn Münzgeldrollen dort hingeklebt hat…
Wenn ihr übrigens mal Wünsche habt, dass ich hier im Blog über bestimmte Themen oder Details schreibe oder mir darüber zumindest mal Gedanken mache, dürft ihr diese gerne äußern.
Nicht, dass hier die Gefahr einer Blogflaute bestünde, aber falls es da mal was gibt, dürft ihr mich ungeniert fragen! Es kann ja immer mal sein, dass einen besondere Details (z.B. technische oder organisatorische) aus einem Supermarkt interessieren, die man sonst nie zu Gesicht bekommt oder zu denen man nie jemanden fragen kann.
Nachtrag: Kommentare deaktiviert, damit ich die Liste irgendwann mal abarbeiten kann, ohne dass ich mit neueren Anfragen durcheinanderkomme. Wer noch eine spezielle Frage oder Anregung hat, möge mir diese bitte via E-Mail zukommen lassen!
Habe gerade zufällig in der Seitenleiste den Link zu dem heute ein Jahr alten Blogeintrag
"Und bevor wer was sagt" gesehen.
Info dazu: Wir haben noch keine Herbst-/Weihnachtsartikel.
(Ich gehe aber davon aus, dass sie hier nächste Woche eintrudeln werden.)
Bei uns im Gemüse-Ordersatz befindet sich nun ein Artikel "
Kuriose Kräuter" im Topf. "
Kuriose Kräuter", dachte ich, "
sind schon per se kurios genug, um den Weg ins Blog zu finden." – Aber was ist das eigentlich?
Mit dabei waren unter anderem
Colakraut,
Olivenkraut,
Pilzkraut und
Currykraut.
Pilskraut kenne ich auch.
Daraus macht man leckere Hopfenkaltschalte.
Habe den riesigen Berg an leeren Oettinger-Kisten, die sich hier im Laufe von Monaten angesammelt haben, kurzerhand auf meinen Anhänger gestapelt und zum nächstgelegenen Getränkemarkt gekarrt. Passiert leider immer wieder (zumindest noch bei unserem alten Leergutrücknahmeautomaten, der nicht die Farben und Aufdrucke der Kisten unterscheiden konnte) und da wir kein Oettinger-Kunde sind und die uns nicht mit einem LKW anfahren, nur um hier mal zwischendurch ein paar leere Kisten abzuholen, erledige ich das eben ganz pragmatisch selber.
Irgendwie war's mir ja schon peinlich.
Kundin: "
Sind das so biomäßige Eier?"
Juhu, die frühen 80er haben uns wieder eingeholt.
Ich bringe übrigens nicht nur
jeden Monat einen großen Stapel Papier zu unserem Steuerberater, in unregelmäßigen Abständen hole ich die Unterlagen dort auch wieder ab. Verbucht und nach Monaten und Kostenstellen sortiert in Mappen abgeheftet. Das Zeug kommt dann bei mir in Bananenkartons ins Lager, bzw. inzwischen in die Halle, und darf sich dort dann bis zu elf Jahre ausruhen und Staub ansetzen.
Nachdem ich nun eine ganze Weile keine Papiere mehr in meine Richtung befördert hatte, platzte das Regal in der Teeküche des Steuerbüros fast aus allen Nähten. Mein Auto auch. Habe die Sachen dann nicht nur in den Kofferaum und auf die Sitze gelegt, sondern so ziemlich jeden erreichbaren Hohlraum mit den Mappen vollgestopft. Waren dann letztendlich einige Bananenkartons, die sich damit füllen ließen.
…aber dann ist es halt scheiße:
Hier erwähnte ich vor ein paar Jahren mal, dass sich unter unserem Markt ein großer Kriechkeller voller einzelner "Kammern" befindet.
Diese Kammern bilden sich nicht zufällig, sondern sind die Streifenfundamente, auf denen mein Markt hier steht. Es gibt sogar noch einen Bauplan davon. Muss ich euch mal zeigen, wenn ich den wiederfinde, das ist schon echt beeindruckend.
Viel habe ich aus dem Urlaub für euch nicht mitgebracht, einen SPAR-Markt habe ich auch nicht gesehen, aber deses Fundstück konnte ich euch nicht vorenthalten. Ich dachte immer, in Sachen Pizza wären die Italiener knallhart konservartiv. Im Prinzip stimmt das auch, die wichtigsten Belagsvariationen wiederholten sich in allen möglichen Kombinationen, von diesen normalen Sorten abweichend waren Steinpilze und Spargel noch die außergewöhnlichsten Beläge.
Dann war da noch "Würstel", oder auch ohne die beiden Umlaut-Punkte "Wurstel" geschrieben, manchmal auch als "Frankfurter Würstchen / Würstel / Wurstel" bezeichnet, gerne auch in Kombination mit frittierten Kartoffelstreifen (patatine fritte) serviert. Hätte Dr.Oetker hier sowas als Ristorante-Variation herausgebracht, wären die Rufe bestimmt laut gewesen: "
Die würde dir jeder Italiener im noch gefrorenen Zustand um die Ohren schlagen!" – Denkste! Die Würstel-Variation (mit und ohne Pommes Frites) haben wir in
jedem Restaurant in Ligurien und in der Toscana auf der Speisekarte gefunden – und auch in der Tiefkühltruhe im Supermarkt. Und das ist nicht nur eine Touristenattraktion, selbst die Einheimischen haben sie bestellt und sich die Pommes da teilweise seperat geordert und die Pizza damit bestückt. Damit habe ich den Gedanken, dass den Italienern ihre Pizza heilig ist, endgültig begraben.
Ich mochte sie übrigens nicht so gerne.
Das fängt ja toll an. Nach dem Urlaub kaum im Büro und schon fängt das mit den verbalkommunizierenden Plagegeistern wieder an…
Ein Mann rief an und wollte mir Werbung verkaufen. Ich stehe nicht auf diese gedruckten Sammelsurien, in denen die einzelne Anzeige gänzlich untergeht. Dort gewinnt nämlich immer nur der Verlag, der diese Dinger herausgibt.
Ich mag der Höflichkeit wegen nicht einfach auflegen und versuchte es
DREI MAL mit den deutlichen Hinweisen darauf, dass ich kein Interesse habe. Der Anrufer bohrte wieder: "
Herr Harste, geben Sie sich einen Ruck und uns eine Chance."
Da stellte ich
die Frage:
"Was verstehen Sie am Wort "nein" nicht?"
Er fing wieder an zu erklären, dass es ja sein könnte, dass ich einfach noch nicht ganz überzeugt sein würde und dass ich mir das Konzept doch zumindest mal ansehen könnte und so weiter…
Was ich dann sagte, hat ihn offenbar überzeugt, denn mit einem knappen "
Danke, schönen Tag noch" legte er auf:
"Hören Sie mal, ich bin seit 15 Jahren selbstständig, habe etliche Angestellte und bin im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte. Ich kann auch ohne fünf Aufforderungen entscheiden, wo ich für meine Firma Werbung schalten möchte und wo nicht und muss da auch von niemandem überzeugt oder überredet werden!"
Sollte man sich für den nächsten renitenten Anrufer merken.
Bis Ende nächster Woche bleibt es hier im Blog still.
Ab heute sind wir nämlich relativ spontan eine gute Woche in Norditalien, genauer gesagt in
Imperia an der
Blumenriviera.
(Bildquelle: Google)