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Friedlich vereint zur letzten Reise

Die friedliche Koexistenz zwischen mir und dem "Discounter an der Ecke" (aka Penny) setzt sich bis zum Ende fort – in diesem Fall sogar bis in eine Mülltonne in der Nachbarschaft...


Der 10.000ste Ladendieb

Alle paar Tage werde ich von aufmerksamen und wohlwollenden Lesern auf ein Video aufmerksam gemacht, in dem in einem holländischen Kaufhaus der 10.000ste Ladendieb "gefeiert" wird.

Ganz lieben Dank für die vielen Hinweise, aber das Filmchen hatte ich hier schon einmal verlinkt. :-)

Vieltelefoniererin

Eine junge Frau mit geschätzer ost- oder südosteuropäischer Herkunft kauft hier seit letzter Woche schon täglich Handy-Guthabenkarten in einem Wert, der der Höhe meiner monatlichen Handyrechnungen entspricht.

Eben meinte ich scherzhaft zu ihr, ob ein Festvertrag nicht langsam günstiger wäre. Das hat sie nur mit einem gequälten Lächeln abgetan.

Ich frag' lieber gar nicht weiter.

Quark

Eine Kundin suchte Quark von Landliebe. Haben wir aber nicht, hatten wir auch noch nie und genau das erklärte die Kollegin der Kundin auch so. Die Kundin beharrte darauf, den Quark noch in der vergangenen Woche gekauft zu haben, unterstellte meiner Mitarbeiterin, keine Ahnung zu haben und forderte sie auf, die Chefin zu holen, da die immer alles wissen würde.

"Stellvertretend für die Chefin" ging ich zu der Kundin und fragte sie vorsichtshalber noch einmal, welchen Quark sie genau suchen würde. Es wäre immerhin möglich gewesen, dass sie etwas verwechselt oder meine Angestellte etwas falsch verstanden hat.

Den Landliebe-Quark. Den habe ich immer hier gekauft!

Den habe ich hier aber wirklich noch nie gehabt.

Doch, natürlich. Der stand sonst immer da vorne um die Ecke in dem anderen Kühlregal.

Da stand der Quark definitiv noch nie, da das "andere Kühlregal" immer nur für Wurst und Convenience-Produkte gedacht war.

Das kann nicht sein. Der stand da noch nie.

Ach, klar. Aber so ist das, wenn hier im Laden immer alles umgestellt wird.

Wähnte sie sich etwa noch bei "Kaiser's"? Ich riskierte es:

Kann es sein, dass das schon über acht Jahre her ist?

Na, so alt bin ich ja auch noch nicht.

Da half leider nur noch eins:

Tut mir sehr Leid, Ihnen das sagen zu müssen: Den Quark bekommen wir leider nicht mehr wieder, da der ausgelistet ist.

Dafür hatte sie dann Verständnis. Bedankte sich für die Information und überlegte, welchen Quark sie dann "stattdessem" zukünftig kaufen wird.

Ich glaube, ich werd's nie verstehen... :-O

SPAR-Markt auf Menorca

Blogleser Martin hat mir auch ein SPAR-Foto geschickt:
Hallo Björn,

ich möchte auch zu Deiner Bildersammlung "Spar-Märkte in aller Welt" beitragen und schicke Dir ein Bild eines winzigen Spar-Marktes auf der Insel Menorca.

Es war um die Mittagszeit, daher war er (natürlich, wie fast alles in Spanien) geschlossen. (Könnte Dir ja nicht passieren. :-) )

Viele Grüße
Schade, dass man nur den Eingangsbereich sieht (aber selbst der ist extrem unscheinbar). Interessant wäre mal die gesamte Fassade des Gebäudes. Steht da dick SPAR dran oder ist der Rest ebenso dezent gehalten? :-)


Entwicklung Einweg / Mehrweg

Der Anteil von Einwegflaschen bei Mineralwasser stieg von 55 Prozent (2006) auf 62 Prozent im Jahr 2007.

Der Mehrweganteil sank von 29 auf knapp 22 Prozent.

Das Einwegpfand bewirkt etwas, was eigentlich vermieden werden sollte. Ziemlich krass... :-O

(Kein) Selbstgespräch

Gaga oder Headset?

Irgendwie fällt es schwer, sich daran zu gewöhnen, wenn Leute deutlich "mit sich selber" sprechend durch den Laden wandeln.
Solange Bluetooth-Headsets zumindest noch so groß sind, dass man sie aus mehreren Metern Entfernung erkennen kann, lässt sich die Frage, ob jemand mit sich oder einem Anrufer redet, jedenfalls noch relativ leicht selber beantworten... :-)

Tatterich

Ein älterer Kunde bringt immer Massen an leeren Energy-Drink-Dosen her und kauft selbe auch gleich kartonweise wieder neu. Von mir wollte er eine Beratung bezüglich Geschmacksrichtungen und Preise haben, dem neugierigen Kollegen an der Kasse hat er eben jedoch erklärt, die Getränke für seinen Neffen einzuholen.

Dem Zittern seiner Hände nach zu urteilen, drückt er sich das Zeugs wahrscheinlich im Halbstundentakt selber in den Hals... :-O

Mal eben mitnehmen

Vom Samstag Abend standen noch zwei leere Bierflaschen auf dem Fußboden im Hauptgang. Nach der Feierabend-Erfrischung hatten wir sie dort vor dem Verlassen des Ladens abgestellt.

Als ich eben aufgeschlossen habe, hat sich die die erste Kundin ungeniert und ohne zu fragen die beiden Flaschen gegriffen. Zum Glück hat sie die ohne Diskussion wieder hergegeben, nachdem ich sie darauf hinwies, dass das nicht ihre Flaschen sind.

Pfandflaschen auf der Straße einzusammeln ist eine Sache, aber wie kommen die Leute darauf, dass sie sich hier im Laden einfach so bedienen dürfen??? Vor dem Leergutautomaten die gleichen Szenen: Wenn dort etwas steht, was der Automat verweigert hat, wird's einfach mitgenommen.

Technohupf

Im Laden läuft Chromanova.

Ein etwa zehnjähriges Mädchen stand eben vor dem Kühlregal, hielt dabei ein Baby auf dem Arm, hüpfte im Takt der Technoklänge auf und ab und schwenkte das Bündel mit zwei Armen dabei ebenso "taktvoll" hin und her.

Jaja, gleich an die Zappelmusik gewöhnen, das Kleine.

Master and Slave

Der PC hier im Büro, auf dem die Warenwirtschaftssoftware läuft, ist über ein Netzwerk mit den drei Kassen verbunden. Neben dem Rechner habe ich hier zwei Masterkasse und eine, die "dumm" ist und als "Slave" im Netz hängt.

Schön öfter habe ich mich darüber geärgert, dass ich die Systemzeit am Rechner zwar umstellen kann, dies aber offenbar nie von langer Dauer ist – warum auch immer. Ich habe das aber nie für so wichtig gehalten, dass ich bei unserer Hotline nachgefragt habe, warum das nun so ist.

Vorhin habe ich mit der Hotline telefoniert, weil die Software mit dem Datum verrutscht war und dabei wurde ich an eine Tatsache erinnert, die ich völlig vergessen hatte und die auf den ersten Blick alles andere als logisch erscheint: Der PC hängt auch nur als Slave-Gerät im Netz, ist sozusagen nur ein Werkzeug zum leichteren abrechnen und zur einfacheren Artikelpflege. Die beiden Hauptkassen sind entscheidend und prinzipiell könnte man all dies auch über das kleine Textdisplay und die spezielle Tastatur der Kassen erledigen – wenngleich um ein Vielfaches mühsamer.

Mitarbeiterüberwachung

hi björn, könntest du nicht mal nen artikel zum thema mitarbeiterüberwachung schreiben? ich mein, wie handhabst du das? ich weiss von einem freund, der marktleiter bei lidl ist, dass er schon ab und zu mal die kassenkräfte überwacht, aber auch schon erfolgreich den griff in die kasse bewiesen hat. insofern - ist eine überwachung generell gerechtfertigt? ein schwieriges thema. ich würde gern deine einschätzung dazu wissen.

gruß und weiter so!
phil
Sehr schwieriges Thema, in der Tat.

Ich bin bekanntermaßen ein Befürworter der Videoüberwachung, zumal sie hier im Laden schon geholfen hat, etliche Diebstähle aufzudecken.
Was die Überwachung der Mitarbeiter angeht: Hier bei uns weiß jeder, dass er fast immer "im Bild" ist, denn im Grunde ist jeder Bereich des Marktes durch eine Kamera einsehbar. Sämtliche Kameras sind deutlich erkennbar montiert und dienen nicht dazu, das Verhalten der Mitarbeiter zu überprüfen. Das dürfte der wesentliche Unterschied zu versteckt installierten Kameras sein, die ausschließlich die Handlungen der Mitarbeiter überwachen sollen.

Keiner meiner Mitarbeiter ist durch die Videoüberwachung "überrascht" worden, denn die Kameras hängen hier schon länger (aber nicht viel) als meine langjährigste Mitarbeiterin in meinem Unternehmen beschäftigt ist.

DPG-Pfandlogo auf ungarischen Wasserflaschen

Blogleser Sebastian berichtet über eine Mineralwasserflasche aus Ungarn, auf der dennoch ein dpg-Pfandlogo prangt:
Als wir nun unlängst in Ungarn waren, fiel uns auf, dass das dort bei Plus verkaufte "MIZSE"-Mineralwasser mit DPG-Pfandlogo verkauft wird, obwohl überhaupt kein Pfand erhoben wird. Ob Plus dieses Wasser auch nach Deutschland exportiert, wissen wir nicht. Es kommt aus einer ungarischen Quelle. Ich kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, dass es sich bei einem Niedrigpreisartikel wie Wasser lohnt, das über eine so lange Strecke (von Ungarn nach Dtl.) zu vertreiben.

Eigentlich wollten wir nach der Rückkehr eine solche Flasche bei Dir vorbeibringen und damit Deinen Pfandautomaten testen, aber leider machte uns die Verkehrsführung auf der Neuenfelder Str. einen Strich durch die Rechnung. Linksabbieger sind offensichtlich in Bremen nicht gern gesehen, und so fanden wir uns bald auf dem Weg zur Autobahn und hatten auch keine Lust, deswegen nochmal umzudrehen.

Hier auf jeden Fall ein Foto dieses exotischen Leerguts. Inzwischen haben wir es bei einem Kieler Supermarkt einlösen können. Da die Flasche in Ungarn nur ca. 17 Cent gekostet hat, haben wir sogar einen kleinen Gewinn von 8 Cent gemacht. Ich hoffe, die DPG kann das verkraften...
Nach meinem Wissensstand sind die dpg-Logos Lizenzprodukte, die nach der Anzahl der produzierten Flaschen abgerechnet werden, so dass es für Plus recht unsinnig wäre, die Pfandlogos (die offenbar auch mit der Spezialfarbe gedruckt wurden, denn sonst hätte der Automat in Kiel sie ja gar nicht angenommen) auf die Flaschen zu drucken, obwohl sie kein Geld von den Kunden dafür bekommen.

Hat jemand eine Idee, warum Plus das so macht?


Leergutfrage

Blogleserin Andrea fragt:
Hallo Björn,

In Deinen Shop kann ich aufgrund der räumlichen Entfernung ja leider nicht kommen, daher ist mein Stamm-Shop halt ein Supermarkt im Allgäu und kein Spar in Bremen. [...]

Nun zu meiner Frage:
Seit ein paar Wochen hängt am Leergutautomaten ein Schild, dass man bitte nur im Laden gekauftes Leergut dort zurück geben möge, Leergut anderer Läden würde den Shop Geld kosten.

Ist das so? Warum?
Ich dachte, dass das Pfand des Leerguts erstattet wird.
(Solltest Du das schon mal irgendwo im Blog beschrieben haben, tut es mir leid, dann hab ich es verpasst.)

Ich will meinen Stammshop nicht schädigen (ist ein kleiner Laden), andererseits bin ich natürlich ein so bequemer Mensch wie alle anderen und möchte am liebsten gar nicht nachdenken müssen, wenn ich Leergut abgebe.

Viele Grüsse aus dem Allgäu und Danke für eine Antwort
Andrea
Beide Seiten (Pro und Contra) wiegen etwa gleich, denke ich. Hier in meinem Markt habe ich mich dazu entschlossen "alles" anzunehmen und dies auch ohne Mengenbegrenzung.

Pro: Ein Laden, in dem die Kunden unbeschwert größere Mengen Leergut abgeben können, wird möglicherweise häufiger als Einkaufsstätte genutzt. Das muss nicht zwingend so sein, aber auch "meine" Flaschensammler kaufen hier mehr oder weniger häufig ein. Stammflaschensammler Gerd investiert häufig sein Geld auch in hochwertige Produkte.
Hinzu kommt: Für die Endkunden ist Leergut inklusive Mehrwertsteuer. Als Einzelhändler bezahle ich diese Steuer auf den Pfandanteil, wenn ich Getränke einkaufe und bekomme sie als Vorsteuer wieder erstattet, wenn ich Leergut zurückschicke. Nehme ich mehr Leergut an als ich ausgebe, habe ich also einen (kleinen) finanziellen Vorteil.

Contra: Leergut annehmen macht Arbeit. Wer keinen Automaten hat, muss Personal abstellen, das sich darum kümmert. Aber selbst mit Automat müssen die Flaschen in Kisten und die Kisten auf Paletten gepackt werden. Dazu kommt, dass unter Umständen Leerkisten eingekauft werden müssen. Dies kostet Geld, bei meinem Lieferanten 30 Cent pro Kiste.

Ich denke, man kann dazu keine pauschal richtige Aussage treffen und muss dies von Markt zu Markt abwägen. Andrea schreibt, dass es sich um einen kleinen Laden handelt. In diesem Fall könnte es z.B. so sein, dass sie mit ihrer Stammkundschaft und dem dadurch anfallenden Leergutaufkommen gut leben können, aber vermeiden wollen, alle Flaschensammlungen von den Kiosken aus der Umgebung ebenfalls anzunehmen, weil sie, wie ich eben schon schrieb, dazu teure Kisten dazukaufen müssten.