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Ayran

Vor einigen Wochen hat ein Kollege darum gebeten, bei unserem Lieferanten für türkische Lebensmittel doch mal Ayran mit Geschmack zu bestellen.

Gute Idee, Ayran mit Geschmack.


(Er meinte allerdings mit Fruchtaroma. Kirsche haben wir seit dem auch im Sortiment und ich gebe zu: In der Form finde sogar ich das Zeugs trinkbar.)

Hoher Besuch

Tschäää.... Da habe ich doch glatt den für heute angekündigten Besuch unseres Wirtschaftssenators Ralf Nagel vergessen. Plötzlich stand er mit seiner Meute hier im Lager. Der Besuch dauerte nur kurz, es ging vor allem um den schon seit Jahren geplanten Umbau unserer Straße – und natürlich auch um das Thema 24-Stunden-Öffnung.

Hätte ich mich mal doch mal heute Morgen noch rasiert. Gut, dass ich mit meinen hellen Haaren auch mit 4-Tage-Bart noch nicht aussehe, wie Räuber Hotzenplotz. :-)

Sicher

SPAR-Markt Harste, Guten Tag.

Ja, können Sie mal gucken, ob sie da ein Fahrradschloss haben und was das kostet?

Ich habe leider keine Fahrradschlösser.

Und da an der Wand bei den ganzen Haushaltssachen und so?

Nein, auch da nicht.

Sind Sie sicher?

Ich bin mir da ganz sicher. Ich betreibe diesen Laden schon seit ein paar Jahren und kenne mein Sortiment.

Können Sie nicht nochmal nachsehen?

Ich könnte. Aber das bringt nichts, da ich definitiv keine Schlösser habe. Um die Ecke, zwei Häuse neben dem Penny-Markt ist aber ein Fahrradgeschäft. Da bekommen Sie bestimmt ein Schloss.

Fahrradgeschäft... Ich zahl' doch keine Apothekenpreise. Wiederhören

Dann soll sie sich doch Ihr Fahrrad klauen lassen...

Gegengewichte

Irgendwo ist auch mal Schluss mit Kulanz. Wie viele Läden verkaufe ich Getränke auf Kommission, so dass Kunden, die zum Beispiel nicht genau wussten, wieviele Kisten Bier sie nun bei ihrer Party verbrauchen würden, den Rest wieder zurückgeben können.

Gerade eben wollte eine Kundin mehrere Kisten Bier haben. Nach einigem Hin und Her über die Modalitäten von Zahlung und Rücknahme, rückte sie damit heraus, dass sie die Kisten in ein paar Tagern wieder vollständig zurückgeben würde. Sie bräuchte das Bier gar nicht, sondern würde die Kisten nur als Gegengewicht für irgendwas auf einer Baustelle benötigen.

Den Wunsch habe ich ihr abgeschlagen. Das Risiko, hinterher mit Kalk und Farbe verschmutze Flaschen hier stehen zu haben, wollte ich erst gar nicht auf mich nehmen.

Easy Money

Drei Jugendliche betraten den Laden, gingen direkt in die Getränkeabteilung, räumten eine Bierkiste aus und wollten schließlich mit dem leeren Rahmen den Leergutautomaten füttern. Da dieser die Annahme der flaschenlosen Kiste verweigerte, wandten sie sich an einen Kollegen, der leider leichtgläubig das Geld auszahlte. Anschließend investierten sie das Geld in eine Tüte Kartoffelchips.

Leider erst hinterher auf dem Video gesehen. Das Trio kam uns auch nicht bekannt vor. Weder die beiden Jungs, noch ihre weibliche Begleitung. Aber nachdem das nun so gut geklappt hat, kommen sie bestimmt nochmal wieder...

US-Flaschen

Seit einigen Wochen stehen immer wieder Kunden vor dem Leergutautomaten und versuchen vergeblich, dort scheinbar völlig normale Beck's-Mehrwegflaschen einzuführen. "Flasche unbekannt" piepst die Maschine regelmäßig und so rufen die Kunden verständlicherweise jedes Mal einen Mitarbeiter zu Hilfe. Doch das hilft alles nichts: Die Flaschen, die unter anderem ein begehbarer Kiosk in der Nähe verkauft, sind keine gewöhnlichen Mehrwegflaschen, sondern deutlich leichtere und vor allem kürzere Flaschen für den Export nach Amerika.
Anfangs haben wir die Flaschen angenommen und die Schuld auf den Leergutautomaten geschoben, doch irgendwann fiel mir der Unterschied auf und nach Möglichkeit versuchen wir hier, die Flaschen nicht anzunehmen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die sich im Mehrweg-Kreislauf besonders gut machen...

Nachtrag:
Völlig normal. Becks hat nicht genug normale Pullen, deswegen geben die die anderen in den Kreislauf.
Dann wären aber die gleichen Etiketten, wie auf allen anderen Beck's-Flaschen, darauf. Sind sie aber nicht, sondern durchgängig auf Plattdeutsch Englisch beschriftet.

Pflaster

Hat's auch nicht immer leicht im Leben: Die Au-Bergine.


Leerkisten

So ist er, der liebe Murphy. Aber von vorne: Nachdem wir monatelang fast keine leeren Rahmen für die großen Bierflaschen bekommen haben und am Schluss etwa 6000 Flaschen hier in Gemüsekisten verpackt im Lager stehen hatte, kam die Rettung. Zum einen gab es eine Möglichkeit, die Flaschen en gros an den Lieferanten zurückzugeben, zum anderen haben wir einen Einzelhändler-Kollegen gefunden, der die Leerkisten ständig im Übermaß bei sich stehen hat und die wir nun immer bekommen. So haben wir innerhalb von zwei Wochen sämtliche Bierflaschenbestände hier im Lager abgebaut.

Und jetzt kommt Murphy: Im Moment brauche ich zwar ausnahmsweise gar keine großen Mengen an leeren Halbliter-Rahmen, aber dafür bekomme ich sie mit jeder Getränkelieferung mitgeschickt. Macht aber nichts. Selbst, wenn ich die irgendwann zu Hause in der Garage deponieren müsste, werde ich die Dinger weiter sammeln. :-)

Nix

Hier passiert heute nichts mehr. Den halben Tag ohne Internetanbindung und ein PC, der derzeit wegen eines Festplattenfehlers als Baustelle da steht. Da bloggt es sich nur mühsam.

Außerdem bin ich müde, denn die Nacht war lang und schlaflos. Morgen geht's hier wieder weiter.

Gute Nacht. ;-)

Nachtschicht 2

Dauerregen, gefühlt "nichts los" und vor allem kam in der vergangenen Nacht sehr wenig Leergut zurück. Einer dieser Momente, in denen man sich kaum traut, die Umsatzstatistik der Nachtschicht anzusehen.

Und dann? Ist doch der Umsatz überdurchschnittlich hoch gewesen. Seltsam, aber nett. :-)

Nachtschicht 1

Im Laufe der Nacht betrat eine etwas verwirrt wirkende Frau mitleren Alters den Laden. Ob wir mal die Polzei rufen könnte, wollte sie wissen. Meine Frage, ob ich den Notruf 110 oder einfach nur die Telefonzentrale der Polizei anrufen soll, quittierte sie mit einem hektischen "Eins, eins, null!". "Wofür denn, was ist denn überhaupt los?", wollte ich wissen – doch sie entgegnete nur, dass mich das nichts anginge.

Schön. Beste Voraussetzungen, um die Polizei anzurufen. Ich sah den Dialog schon vor mir: "Bitte kommen Sie, es ist ein Notfall." – "Was ist denn passiert?" – "Keine Ahnung." – "Gut, wir kommen in zwei Minuten mit dem kompletten SEK vorbei.". Ich wählte die Nummer trotzdem und drückte der Frau das Telefon in die Hand. Soll sie doch selber mit der Polizei reden.

Ihre Überredungsversuche, ein paar Beamte einzuspannen, funktionierten übrigens nicht.

Aber sie hat die flügellahme Taube, die sich unter einem parkenden Auto versteckt hatte, dann schließlich doch noch selber einfangen können.

Exotisches Leergut (67)

Von Derby gibt es übrigens noch einige weiterer Limonaden, bzw. Brausen, unter anderem mit Orangen, Zitronen- , Erdbeer- und Pflaumenaroma – aber das ist auch schon alles, was ich über den Inhalt dieser Flasche mittels Suchmaschine herausfinden konnte. Ach, ja: Und, dass sie wohl schlechter als das Produkt vom Marktführer mit weißer Schrift auf rotem Grund schmeckt.

Auf dem Etikett steht keine Webadresse, kein Hersteller, einfach nichts.


Tafel-Frage

Hallo Björn,

Ich lese schon seit einiger Zeit deinen Blog mit und wollte dich einfach mal fragen, ob du für Tafeln o.ä. übrig gebliebene Lebensmittel spendest. Denn bei vielen Supermärkten ist ein Überschuss an Ware ja meist Normalität. Was machst du dann mit dieser Ware? Wird sie entsorgt? Hast du vielleicht schon einmal eine Anfrage von einer Tafel bekommen oder dir überlegt, soetwas zu machen?

Viele Grüße,
Peter
Ich habe das Thema hier im Blog in der Vergangenheit schon oft angerissen. Ich habe mit der Tafel hier in Bremen eher schlechte Erfahrungen gemacht und deshalb arbeite ich mit denen nicht mehr zusammen. Nachdem mehrmals gute Ware nicht akzeptiert wurde, weil irgendwelche bei der Tafel speisenden Bevölkerungsgruppen dieses oder jenes nicht mögen würden, fragte ich mich, wie schlecht es den Leuten überhaupt geht.

Abgesehen davon ist es aber so, dass hier im Grunde keine verwertbaren Lebensmittel im Müll landen. Was verkauft werden kann, wird verkauft, übrig gebliebenes verbrauche ich selber mit meinen Liebsten oder verteile es unter den Mitarbeitern.

Ventil

Am großen Boiler hier im Laden war eines der Ventile kaputt. Vor allem war die Verzahnung, die den Handgriff auf dem Einsatz hät, völlig vernuddelt. Nach zwei (tzja, 1/2- und 3/8-Zoll sieht sich relativ ähnlich...) Fahrten zum Baumarkt hat's dann endlich geklappt und schon ist hier wieder kinderleicht warmes Wasser zu zapfen. Erstaunlich, wie man sich an das ausgeleierte und gleichzeitig doch so schwergängige alte ventil gewöhnt hatte...