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9:05 Uhr – Nix!

Eine junge Frau hatte sich bei uns beworben und da brauchbar scheinende Bewerber selten sind, habe ich sie direkt zu einem Vorstellungsgespräch für heute um 9 Uhr eingeladen.

Bis 9:05 Uhr haben Ines und ich noch gewartet. Diese fünf Minuten, die auch nicht jeder gewährt, verstrichen, ohne dass die Bewerberin erschien. Hat sich damit dann auch erledigt.

Bleibt wie so oft die Frage, warum sich jemand die Mühe macht, eine Bewerbung zu schreiben und die Einladung zu bestätigen und dann nichts mehr von sich sehen und hören zu lassen …

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Comments

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Iff fo on :

Nennt sich „Ghosting“ und haben viele Betriebe und Institutionen (nicht jede einzelne) selbst erheblich mit zu verantworten. Dort ist es ja Trend auf Bewerbungen gar nicht zu reagieren oder z.B. ständig Fakeanzeigen zu schalten, nur um die Konkurenz zu ärgern ;-)

https://www.heise.de/news/Ghosting-Wenn-sich-Bewerber-nicht-mehr-bei-Unternehmen-melden-9194598.html

Nobody on :

Ja spannend das sowas so häufig vorkommt, dass man dem Kind schon nen Namen gibt.

Ich sehe es ähnlich, die Firmen können sich ihr Anspruchsdenken mal abgewöhnen und sich mehr Mühe geben. Es sieht sehr danach aus das Firmen sich zunehmend bei Arbeitnehmern bewerben dürfen. Mit Recruitern/Headhuntern funktioniert es ja schon heute oft so. Selbst ich als Techniker werde so von diversen Firmen umworben…

Unpünktlichkeit/nicht erscheinen, bleibt nichts desto trotz unhöflich. Aber wie oft wurden schon Bewerber warten gelassen weil der Werte Herr Arbeitgeber wichtigeres zu tun hatte?

Meine letzten Gespräche/Bewerbungen habe ich terminiert und die Leute haben sich danach gerichtet… so erwarte ich das. Schließlich stehe ich in einer Festanstellung, habe Familie etc. zu verplanen und die möchten mich doch abwerben und dürfen schon froh sein wenn ich mir die Zeit für sie nehme :-)

Ich weiß, auch etwas arschig… und nicht unbedingt auf aushilfsjobs/Teilzeit zu übertragen…

Kurtschatow on :

Bei meinen letzten Jobwechsel(gewollten) habe ich 7 Bewerbung versendet. Ich bin ein glück mittlerweile in einen Job/Position wo ein Akuter Mangel herrscht.

Bei den 7 Bewerbung gab es innerhalb von wenigen Stunden eine Antwort mit Nachfragen und gleich einen Termin zur Vorstellung. Was möchte man mehr. Die anderen 3: Einer hat sich bis heute nicht gemeldet. Bei einen gab es nur eine Mail das man im Bewerberpool ist und erst zum Ende der Ausschreibung Antwort erhält. Dauer 3 Monate. Nach 5 Monaten Einladung zum Gespräch. Musste ich ablehnen. Das war eine Stellen als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Uni. Kein wunder das sie keinen finden. Die 3te bei Siemens. Auch Antwortzeit 2 Monate.

Was ich zu sagen möchte. Als Arbeitgeber muss man heute schnell sein. Als Bewerber sendet man immer mehre Bewerbung im Packet ab und es gibt wohl einige sehr gute Personalabteilung die sehr schnell reagieren und auch in der Lage sind ein Bewerbungsprozess in wenigen Tage durch zu ziehen. Und dann passiert es auch mal das man eine Absage vergisst :-(

.hiro on :

Sorry, dass ich nachfrage, bist du Deutsch-Muttersprachler?
Wenn ja, passt wissenschaftlicher Mitarbeiter und deine Rechtschreibung nicht ganz zusammen.

Peter on :

Ja, weil man Leute in IT und Mathe etc. nach ihren Rechtschreibfähigkeiten einstellt - lol.

Leute wie du sitzen dann im HR und wundern sich, warum Stellen nicht besetzt werden können.

Norbert on :

Durch die Art der Fehler ist es offensichtlich, daß er kein Muttersprachler ist. Wenn man so rummäkelt und das nicht erkennt ist das sehr armselig.

Dohn Joe on :

evt verschlafen und hatte dann Angst zu spät gekommen?
Wie wäre es damit den Bewerbern mal probeweise flexible Zeiten anzubieten (ich weiß natürlich nicht wie aufwendig Deine Vorstellungsgespräche sind). nach dem Motto: Kommen Sie einfach am 27 oder 28 Juni vorbei, da bin ich in jedem Fall da. oder: Kommen Sie zwischen 10 und 14 Uhr vorbei, da findet sich schon ein Zeitfenster

Kurtschatow on :

Problem ist, dass der Einzelhandel ein Berufsfeld ist bei den es kaum flexible Arbeitszeiten gibt. Und Quasi pünktlich zu einen Termin erscheinen sollte man doch schon mal als Eignungstest ansehen.

Panther on :

Wozu braucht es für eine Aushilfstätigkeit nahe am Mindestlohn ein "Vorstellungsgespräch" im eigentlichen Sinne, geschweige denn noch ein fest terminiertes? Manche Unternehmer scheinen immer noch zu denken, sich die Rosinen aus der Masse befehlen zu können.

Die Erklärung dürfte sein, dass man sich woanders zügiger entschieden hat und/oder bessere Konditionen angeboten wurden - und das Mädel die anderen Adressaten des Rundumschlages nicht (in Gänze) darüber informiert hat.

Name on :

Wie kann man sich zügiger entscheiden und einladen als "direkt"?

> Wozu braucht es für eine Aushilfstätigkeit nahe am Mindestlohn ein "Vorstellungsgespräch" im eigentlichen Sinne, geschweige denn noch ein fest terminiertes?

Offensichtlich um festzustellen, ob der Kandidat professionell genug ist und wenigstens grundlegende Anstandsregeln beherrscht.

Björk's Leute müssen sich ja auch mit Kunden auseinandersetzen. Sich einfach umdrehen und weglaufen kommt da nicht so gut.

Panther on :

'Wie kann man sich zügiger entscheiden und einladen als "direkt"?'
Indem man die Bewerberin z.B. direkt zum Testdienst einteilt? Indem man ein zeitgemäßes Gespräch wie per Videocall durchführt? Indem man alternativ anbietet, dass diejenige innerhalb eines gewissen Zeitfensters flexibel zum "Reinschnuppern" vorbeischauen kann? Außerdem wissen wir ja nicht, welche Zeitspanne sich Björn zwischen "hatte sich beworben" und "direkt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen" gelassen hat.

'Offensichtlich um festzustellen, ob der Kandidat professionell genug ist und wenigstens grundlegende Anstandsregeln beherrscht.'
Schön, dass die Form gewahrt bleibt. Dafür ist dann im Zweifel eben planmäßig eine Aushilfskraft zu wenig vorhanden. Fragt sich, wer da keinen Anstand gegenüber den anderen Beschäftigten zeigt ...

Ich bins nur on :

Ich glaube, der Termin wäre nicht lang gewesen. Man hätte ein paar Worte gewechselt und wenn nichts faul ist, den Papierkram erledigt und gleich den dienstplan festgezurrt.
Wer zu so einem Termin nicht erscheint, der tut es auch später regelmäßig nicht.

Panther on :

'Ich glaube, der Termin wäre nicht lang gewesen. Man hätte ein paar Worte gewechselt und wenn nichts faul ist, den Papierkram erledigt und gleich den dienstplan festgezurrt.'
Warum teilt man den Bewerbern dann nicht einfach mit, in welchem Zeitfenster jemand anwesend ist, der das erledigen kann? Und ja, eine schlecht bezahlte Aushilfstätigkeit muss manchmal hinter wichtigeren/perspektivhaften Beschäftigungen zurückbleiben. Wer weitreichender über die Lebenszeit seiner Beschäftigten verfügen möchte, soll es mal mit Vollzeitstellen zu attraktiven Konditionen versuchen ;-)

Klodeckel on :

Ich würde mal versuchen, ein paar ältere Mitarbeiter zu gewinnen. Die sind zwar nicht mehr die schnellsten, aber Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Anstand ist in der Generation noch reichlich vorhanden (Ausnahmen bestätigen die Regel).

lj on :

Arbeitsfähig pre-68er zu führen dürfte inzwischen nicht mehr so einfach sein.

Piet on :

Wäre da nicht so sicher. Die 68er stammen noch aus einer Zeit, wo die Sozialkassen gut gefüllt waren und es attraktiv war, vom Sozialamt zu leben anstelle zu arbeiten.
So Leute wie Arno Dübel oder Jochen dürfte es heute nicht mehr geben.

Theo on :

Das ist wie bei Ebay Kleinanzeigen. Man macht eine Zeit ab, gibt sogar nochmal eine Bestätigung und "die Person" kommt dann einfach nicht und stell sich tot. Neuer Trend in der Gesellschaft. Primär erlebt bei der Generation Z.

A.B.S. on :

Wahrscheinlich hat die Bewerberin es einfach vergessen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hanlon%E2%80%99s_Razor

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