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Stadtkinder …

Ein junger Mann suchte Radieschen. "Oh, da sind Sie schon dran vorbeigelaufen", lachte die Kollegin. Klar, durch die Gemüseabteilung läuft jeder Kunde, der auf dem vorgesehenen Weg den Laden betritt.

"Nein, da sind keine!", versicherte der Kunde.

"Doch, die haben wir vorhin erst gepackt. Ich komm mal mit."

Radieschen waren wie versprochen da. Der Mann hielt das Bündel mit einer Mischung aus Faszination und Ungläubigkeit in den Händen. "Das sind Radieschen?", fragte er, während er irritiert an den Blättern der Radieschen herumzupfte.

"Ja?!, entgegnete die Kollegin vorsichtig.

"Aber das sind doch sonst immer nur die roten Kugeln in einem Plastikbecher."

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Comments

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Chris_aus_B on :

Hmm, ob er einen Eisbergsalat gefunden hätte oder eine Ananas ('Das sind doch die runden Scheiben mit einen Loch drin')?

Sven on :

Eventuell schau ich ja immer an der falschen Stelle, weil mich der Convenience-Kram nicht interessiert, aber Radieschen in der Form seh ich hierzulande nicht sehr häufig.

In Schweden oder Holland tut (tat?) man sich eher schwer, die Dinger mitsamt Blättern und ohne Plastik zu bekommen.

Und wenn er rote Kugeln in Plastik haben will, drück ihm eine Box Kirschtomaten in die Hand :-)

Ulli on :

Ja, das ist eine neue Züchtung, die ohne Plastikbecher heranwächst.

Leider sind dafür jetzt grüne Blätter dran, aber die kann man, haben Experimente gezeigt, zum Beispiel als Salat oder für Pesto benutzen.

Raoul on :

Macht das eigentlich tatsächlich jemand? Ich muß gestehen, ich werfe die immer weg.

DerBanker on :

Eine Kollegin isst die gerne so.
Ich habe mich mal dran versucht, war aber nicht meins. Für mich muss Möhrengrün im Rührei sein.

Leider bekommt man solches Grünzeug nicht immer im besten Zustand. Wenn man es abzupft und in einer mit nasser Küchenrolle ausgelegten und abgedeckten Salatschüssel einen Tag in den Kühli stellt, ist es frisch und knackig wie am ersten Tag.

Panther on :

Das kommt immer noch auf Qualität, Zustand und Art des Anbaus (Belastung) an.

Ist auch seltsam, wenn in manchen Läden z.B. Kohlrabi ohne Grün platziert ist.

Amsel on :

"Rote Kugeln im Plastikbecher"? Da fallen mir nur die kleinen Tomaten ein.

Mitleser on :

Sei doch froh, dass er nicht die Rettichfrage gestellt hat ;-)

SPages on :

Hm ... er wird auch noch feststellen das die Radieschen gar nicht wie Cocktailtomaten schmecken :-D ;-)

Jan on :

Rote Kugeln im Plastik Becher? Kenne ich eher von Tomaten..

TOMRA on :

Er meint Snack-/Naschtomaten im neumodischen Plastikeimerchen? :-O
Radieschen habe ich so noch nicht verpackt gesehen.

zbygnev on :

Moin,

hatte der Kunde eventuell so einen leichten Modergeruch an sich? Ich mein' ja nur: wenn man sich die Radieschen immer nur von unten anguckt, sieht man die Blätter auch nicht... :-)

z.

Andy on :

Warte erst mal ab, wie überrascht der Kunde schaut, wenn er herausfindet, wie das Schweineschnitzel aussieht, bevor es verarbeitet und in eine Plastikbox gepackt wird. :-P

Tagedieb on :

Möchte mal sein Gesicht sehen, wenn er erfährt, dass das Grünzeug an den Radieschen eßbar ist (zumindest bevor es zu groß wird).

Cer on :

ist natürlich einfacher sich erstmal lustig über das "Stadtkind" zu machen, anstatt in Betracht zu ziehen, dass u.a. in Holland (und mindestens auch Japan, da dorthin exportiert) tatsächlich Radieschen in Plastikschalen verkauft werden.

Tagedieb on :

Klar ist das einfacher. Dennoch passt die Geschichte sehr gut. In den Niederlanden oder Japan macht man sich ebenfalls über "Stadtkinder" lustig. Andere Länder, andere Gründe, sich über "Stadtkinder" lustig zu machen.

Bryni on :

So was ist oft auch eine Frage des Alters und/oder der Koch-Erfahrung.
Ich erlebe als Kundin öfter, dass junge Damen und Herren an der Kasse nicht wissen, welches Gemüse ich erwerben möchte und ich dann erklären muss "Das ist eine Porreestange.", "Das ist eine Sellerieknolle.", "Das sind Kräuterseitlinge."
Radieschen allerdings hat bis jetzt noch jede/r erkannt. :-)

Panther on :

Komischerweise fällt es besonders in Filialen bestimmter Discounter (auch größerer mit entsprechendem O/G-Sortiment) auf, dass häufig sogar exotischere Südfrüchte zügig korrekt gebucht und unfallfrei ausgesprochen werden. Vielleicht auch, weil bei den seltenen Ausnahmen noch vor den Augen des Kunden "nachgeschult" wird ...

Nicht der Andere on :

Lässt an die guten, alten Zeiten denken, als die Aldikassiererinnen noch die Preise sämtlicher Lebensmittel im Kopf haben mussten. Neben allgemeiner Leistungsfähigkeit haben die heutigen Aldianer dieser Vergangenheit wohl zu verdanken, daß sie besser bezahlt werden als andere Kassierer.

Hatten die eigentlich montierte "Spickzettel" für Aktionsware und aktuellen Obst/Gemüse-Preisen? Oder musste das auch wöchentlich auswendig gelernt werden?

MOW on :

Hatten die nicht zu dem Zeitpunkt, ab wo es frisches Obst&Gemüse gab, schon auf die vierstelligen Nummern umgestellt, die die Kassiererinnen sich stattdessen merken mußten?

Nicht der Andere on :

Ja, gut möglich, danke!

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