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Kaputte Optik

Ich war dabei, H-Milch zu packen. Nach dem ich die Artikel gerade ordentlich ins Regal gestellt hatte, nahm sich eine Kundin eine der Packungen und entschuldige sich noch dafür, dass sie jetzt die ganze schöne Optik wieder kaputt gemacht hätte. Ich lachte und meinte nur, dass die Ware dafür doch schließlich da wäre. :-)

Das erinnerte mich an etwas, was auch immer in diesen hochqualitativen Klatschzeitschriften aufgeführt wird, wenn mal wieder reißerisch von den unglaublichen psychologischen Tricks die Rede ist, mit denen einem im Supermarkt das Geld aus der Tasche geleiert wird: Dort werden vermeintliche Warenlücken erwähnt, die absichtlich eingebaut werden, damit man als Kunde auch zugreifen mag und einen nicht das Gefühl, die schöne Präsentation zu zerstören, davon abhält, diese Artikel zu kaufen.

Kann ja sein, dass das vereinzelt wirklich so gemacht wird – aber dass sowas irgendwo tatsächlich umgesetzt wird, habe ich selber noch nie erlebt. Weder in meiner gesamten beruflichen Laufbahn vor der Selbstständigkeit, noch in irgendwelchen anderen Supermärkten – und hier im eigenen Laden natürlich erst recht nicht.

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Comments

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Klodeckel on :

Das mit der Optik halte ich auch für absoluten Quatsch.
Aber bei vielen Aufstellern, die noch prall gefüllt sind, denke ich mir oft: Das sind Ladenhüter. Die kauft keiner, weil sie entweder zu teuer sind oder nix taugen.
Wenn da hingegen ein paar ordentliche Lücken drin sind, ist das nach meiner Einschätzung immer ein gutes Zeichen.

Steven Coolmay on :

Jo also beim Klodeckel funktionieren ja anscheindend die Tricks ;-)

Und ähm Zitat: "damit man als Kunde auch zugreifen mag und einen nicht das Gefühl, die schöne Präsentation zu zerstören"
Ernsthaft? Wo kommt dieser Gedankengang her? Die Kunden nehmen doch sogar Packungen aus frisch verräumten Regalen raus, gucken einen dumm an und stellen es an eine andere Stelle wieder hin.
Und Nein ich meine nicht zwischendurch sondern wärend ich daneben stehe und einräume -.-

Jo on :

Ich kenne das Problem, wenn da gerade jemand zu gange ist und ich genau das Produkt will, an dem gerade alles "in Ordnung" gebracht wird. Da denke ich dann "jetzt darfst der das sofort wieder in Ordnung bringen" wenn ich noch anderes brauche drehe ich dann erstmal ne Runde durch den Laden und sammle den Rest.

Doe John on :

kann ich leider bestätigen:
z. b. bei der Seife gibt's immer verschiedene Sorten im Karton. Meist ist dann von einer Sorte noch ganz viel da, von anderen deutlich weniger.
Herdentrieb sagt: "Wird schon einen Grund geben, wieso von Sorte x fast alles weg ist. Nimm mal besser die"

Êric on :

Das mit den verschiedenen Sorten in einem Karton kenne ich, bei uns gibt es in einem Markt eine bestimmte Wurstsorte in drei Geschmacksrichtungen, die in einem Aufsteller verkauft werden, da sind dann 3x6 Stück drin. Die leckere ist immer gleich weg, die anderen beiden halten sich länger ...

Marcel W. aus Q. on :

Wenn ich Wein mitbringen soll, mache ich das auch so. Ich habe null Ahnung von Wein und steht nicht explizit ein bestimmter Wein auf dem Zettel, nehme ich den, wo die größte Lücke ist. ;-)

DerBanker on :

Ich hab das mal so umgesetzt, und zwar in den Anfangszeiten wo wir gerade mal einen Aufsteller mit ein paar Briefumschlägen und Postkarten in Laden hatten. Das war ne kleine 1-Mann-Klitsche, und der Kollege, von dem ich die übernahm, hatte berichtet, dass sie Kunden davon eher nehmen würden, wo schon was fehlt.
Also hab ich den Aufsteller nie ganz gefüllt.

Die Chefin wollt es lieber ordentlich, aber sobald ihre Visite vorbei war...

Horst-Kevin on :

Es gibt doch nichts schöneres, als am Buffet als Erster in den Pudding zu stechen.

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