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Der Zotter-Dieb aus der Nachbarschaft

Am Vormittag hatten wir ein zerknülltes Papier einer Tafel Zotter-Schokolade in der Getränkeabteilung gefunden. Der Blick in die Videoaufzeichnung offenbarte zwei junge Männer, die ein paar Dinge einkauften. Einer der beiden nahm sich zwischendurch und wortwörtlich im Vorbeigehen eine der Tafeln aus dem Zotter-Regal und steckte diese in seine Tasche, nachdem er die Papierumhüllung entfernt und in einer Getränkekiste entsorgt hatte.

Den anwesenden Kollegen hatte ich die Videoaufzeichnung gezeigt und wir nahmen uns vor, die Augen offen zu halten. Am frühen Abend kam Gregor zu mir und war sich ziemlich sicher, den Begleiter des Zotter-Diebs erkannt zu haben. "Er ist zwar gerade offenbar alleine hier, aber vielleicht kann er ja dabei helfen, an den anderen heranzukommen."

Er konnte helfen. Zwar sprach er kein Wort Deutsch, aber der Google Translator auf unseren beiden Telefonen hat ganz hervorragende Dienste geleistet. Der andere Typ, sie wohnen beide in einer WG, konnte auch kein Deutsch, aber auch bei ihm hat die Übersetzungssoftware prima weitergeholfen.

Wie ernst gemeint seine Entschuldigung gemeint gewesen ist, wird sich wohl erst noch zeigen. Er wirkte jedenfalls sehr kleinlaut. Er bezahlte die gestohlene Ware und wir regelten die Sache ohne Polizei. Schließlich gab ich ihm noch mit auf den Weg, dass man sowas vielleicht nicht unbedingt in dem Laden machen sollte, in dessen unmittelbarer Nachbarschaft man gerade wohnt.

Möge er es verstanden haben. Inhaltlich. Für den Rest sorgte Google …

Erwischt: Der "Knipser"

Das ging ja schneller als gedacht: Der "Knipser", wie wir den Typen mit der Kneifzange inzwischen intern getauft hatten, war erneut hier. Eine unmittelbare Folge seiner Vorgehensweise war ihm zum Verhängnis geworden – nämlich das Durchknips-Geräusch, das seine Zange hier in der Getränkeabteilung verursachte. Mein Azubi hatte dies nämlich mitbekommen und hatte daraufhin die anderen Kollegen informiert.

Das Ende vom Lied war, dass der Dieb im Streifenwagen mitfahren durfte und seine Zange war er auch los. Die hatten die Polizisten nämlich bereits ganz am Anfang eingesackt.
Insgesamt wird er drei Anzeigen von mir bekommen – zwischen einer größeren Strafe wegen gewerbsmäßigen Diebstahls und einem ermahnendem "Du, du, du!" ist als Reaktion darauf hier in Bremen natürlich alles möglich. Wie es ausgehen wird, werden wir wohl nie erfahren, aber zumindest haben wir uns hier vorerst wieder mit einem Dieb weniger herumzuschlagen …


Erwischt: Der Milka-Schokodieb

Vor etwa zwei Wochen hatte ein Typ bei uns ein knappes Dutzend großer Tafeln Milka-Schokolade geklaut. Das war den Kollegen an dem Abend eher zufällig aufgefallen, da das vorher volle Regal an einer Stelle eine klaffende Lücke aufwies.

Viel Gesicht gab es nicht zu merken, da der Dieb die übliche legale Vermummung trug: Schirmmütze und Corona-Maske. Aber wir sicherten das Videomaterial und von dem Moment auch die Schokolade mit Warensicherungsetiketten.

Letztere führten nun zum Erfolg: Der selbe Mann war wieder hier und hat sage und schreibe 25 dieser großen Tafeln in seine Umhängetasche gestopft. Das sind mal eben gute 8 kg Schokolade – mit denen er nicht den Laden verlassen durfte. Dafür hat er jetzt sogar zwei Anzeigen von uns am Hals, die ihm als BTM-Intensivkonsumenten aber wahrscheinlich vollkommen egal sein dürften. Die Droge kontrolliert das Leben. Sie ist gierig, sie braucht Nachschub. Wer den Qualen eines aufkommenden Turkeys entgegensieht, hat nur noch ein Ziel. Wie man an den Stoff kommt oder das Geld dafür beschafft, ist der Droge vollkommen gleichgültig. Da werden Fremde, Freunde und sogar die eigene Familie bestohlen. Wir, irgendein "Konzern" (aus Konsumentensicht) sind ihm sowas von egal …

Zwei zerschnittene Bottle Tags

Schon wieder war dieser Typ hier und hat zwei von unseren Warensicherungsetiketten mit zerstört und die ursprünglich damit gesicherte Ware, wieder zwei Flaschen Whisky, ohne zu bezahlen mitgenommen. Blödes Arschloch!

Aber aus Erfahrung kann ich zwei Dinge sagen: Er fühlt sich sicher und wird wiederkommen und daraus resultiert, dass wir ihn früher oder später erwischen werden. Und jeder einzelne Diebstahl wird von mir zur Anzeige gebracht werden.

Fast ärgerlicher als der Verlust der Ware sind die zerstörten Flaschensicherungen. Diesen Typ in dieser speziellen Bauform gibt es nicht mehr und jedes zerstörte Etikett ist für immer verloren. :-(