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Mitarbeiterüberwachung

hi björn, könntest du nicht mal nen artikel zum thema mitarbeiterüberwachung schreiben? ich mein, wie handhabst du das? ich weiss von einem freund, der marktleiter bei lidl ist, dass er schon ab und zu mal die kassenkräfte überwacht, aber auch schon erfolgreich den griff in die kasse bewiesen hat. insofern - ist eine überwachung generell gerechtfertigt? ein schwieriges thema. ich würde gern deine einschätzung dazu wissen.

gruß und weiter so!
phil
Sehr schwieriges Thema, in der Tat.

Ich bin bekanntermaßen ein Befürworter der Videoüberwachung, zumal sie hier im Laden schon geholfen hat, etliche Diebstähle aufzudecken.
Was die Überwachung der Mitarbeiter angeht: Hier bei uns weiß jeder, dass er fast immer "im Bild" ist, denn im Grunde ist jeder Bereich des Marktes durch eine Kamera einsehbar. Sämtliche Kameras sind deutlich erkennbar montiert und dienen nicht dazu, das Verhalten der Mitarbeiter zu überprüfen. Das dürfte der wesentliche Unterschied zu versteckt installierten Kameras sein, die ausschließlich die Handlungen der Mitarbeiter überwachen sollen.

Keiner meiner Mitarbeiter ist durch die Videoüberwachung "überrascht" worden, denn die Kameras hängen hier schon länger (aber nicht viel) als meine langjährigste Mitarbeiterin in meinem Unternehmen beschäftigt ist.

Leergutfrage

Blogleserin Andrea fragt:
Hallo Björn,

In Deinen Shop kann ich aufgrund der räumlichen Entfernung ja leider nicht kommen, daher ist mein Stamm-Shop halt ein Supermarkt im Allgäu und kein Spar in Bremen. [...]

Nun zu meiner Frage:
Seit ein paar Wochen hängt am Leergutautomaten ein Schild, dass man bitte nur im Laden gekauftes Leergut dort zurück geben möge, Leergut anderer Läden würde den Shop Geld kosten.

Ist das so? Warum?
Ich dachte, dass das Pfand des Leerguts erstattet wird.
(Solltest Du das schon mal irgendwo im Blog beschrieben haben, tut es mir leid, dann hab ich es verpasst.)

Ich will meinen Stammshop nicht schädigen (ist ein kleiner Laden), andererseits bin ich natürlich ein so bequemer Mensch wie alle anderen und möchte am liebsten gar nicht nachdenken müssen, wenn ich Leergut abgebe.

Viele Grüsse aus dem Allgäu und Danke für eine Antwort
Andrea
Beide Seiten (Pro und Contra) wiegen etwa gleich, denke ich. Hier in meinem Markt habe ich mich dazu entschlossen "alles" anzunehmen und dies auch ohne Mengenbegrenzung.

Pro: Ein Laden, in dem die Kunden unbeschwert größere Mengen Leergut abgeben können, wird möglicherweise häufiger als Einkaufsstätte genutzt. Das muss nicht zwingend so sein, aber auch "meine" Flaschensammler kaufen hier mehr oder weniger häufig ein. Stammflaschensammler Gerd investiert häufig sein Geld auch in hochwertige Produkte.
Hinzu kommt: Für die Endkunden ist Leergut inklusive Mehrwertsteuer. Als Einzelhändler bezahle ich diese Steuer auf den Pfandanteil, wenn ich Getränke einkaufe und bekomme sie als Vorsteuer wieder erstattet, wenn ich Leergut zurückschicke. Nehme ich mehr Leergut an als ich ausgebe, habe ich also einen (kleinen) finanziellen Vorteil.

Contra: Leergut annehmen macht Arbeit. Wer keinen Automaten hat, muss Personal abstellen, das sich darum kümmert. Aber selbst mit Automat müssen die Flaschen in Kisten und die Kisten auf Paletten gepackt werden. Dazu kommt, dass unter Umständen Leerkisten eingekauft werden müssen. Dies kostet Geld, bei meinem Lieferanten 30 Cent pro Kiste.

Ich denke, man kann dazu keine pauschal richtige Aussage treffen und muss dies von Markt zu Markt abwägen. Andrea schreibt, dass es sich um einen kleinen Laden handelt. In diesem Fall könnte es z.B. so sein, dass sie mit ihrer Stammkundschaft und dem dadurch anfallenden Leergutaufkommen gut leben können, aber vermeiden wollen, alle Flaschensammlungen von den Kiosken aus der Umgebung ebenfalls anzunehmen, weil sie, wie ich eben schon schrieb, dazu teure Kisten dazukaufen müssten.

Preisunterschied Vollmilch / fettarme Milch

Moin moin,

bei der Betrachtung Ihres Plakats bzgl. der gesunkenen Milchpreise ist es mir wieder aufgefallen.
Warum existiert ein Preisunterschied zwischen fettarmer Milch und "normaler" Milch?
Der Preisunterschied wird geringer, bzw relativiert sich, wenn namhafte Marken ins Spiel kommen. Bärenmarke, oder Landliebe Milch z.B. Oder irre ich da?
Ist denn die Produktion bei fetteramer "noname" Milch günstiger, oder wie kommt dieser Unterschied zustande?

Interessiert mich halt irgendwie...

Gruß, Nils
Ob die Preisdifferenz zwischen Vollmilch und fettarmer Milch sich bei den Markenherstellern relativiert, kann ich nicht bestätigen.

Ansonsten vermute ich, dass fettarme Milch nunmal das "wertlosere" Produkt ist, denn schließlich wurde ein wesentlicher Bestandteil des Fettes abgeschöpft. Warum 1,5% Masseanteile hinterher 10% Preisdifferenz rechtfertigen, kann ich allerdings auch nicht sagen. Ich betreibe einen Supermarkt, keine Molkerei. :-)

Gallisches Dorf

Blogleser Maik fragt:
Ich lese schon seit einiger Zeit deinen Blog und bin immer sehr begeistert was Du so hervorholst.

Allerdings bin ich mal neugierig:
Warum betreibst Du einen Spar Markt? Ich dachte "E" hätte die nach der Übernahme alle umgetauft. Es gibt doch auch keine Spar Zentralläger mehr, bekommst Du die Ware von "E" oder wie läuft das?
Ich bezeichne unsere SPAR-Großhandlung mit den angeschlossenen Märkten immer als "gallisches Dorf" – in Anlehnung an die Asterix-Geschichten, in denen Asterix' Dorf der einzige Ort in Gallien ist, der nicht von den Römern besetzt wurde. Dazu muss man wissen, dass sich unsere Großhandlung zur Hälfte in Privatbesitz befindet und dass die Wurzeln dieses Familienbetriebes bis tief in die Geschichte der SPAR reichen.

Mehr brauche ich vermutlich nicht zu erzählen, oder? Es lebe die Tradition und wir alle genießen es, noch unter dem Zeichen der Tanne handeln zu können, wenngleich ich zugeben muss, dass die Firmierung oft genug bei unkundigen Lieferanten für Verwirrung sorgt. ;-)

Keine Community

> Hallo!
>
> Ich bin durch Zufall auf deine Seite gekommen und war sofort begeistert!
>
> Ich mache grade eine Ausbildung im Einzelhandel und finde es gut, sich bundesweit auszutauschen zu können! EHŽlers sind halt Leutz für sich! *fg*
>
> Wie kann ich deiner Blog-Community beitreten??
>
> Würde mich freuen wenn du dich meldest
Liebe Stephanie,

ich hoffe du bist nicht allzu sehr enttäuscht, wenn ich dir die Wahrheit sage: Dies ist keine "Community" und auch kein Forum, in dem man sich austauschen kann.
Dies ist ein Weblog, in dem ich ganz alleine meine Meinung und meine Erlebnisse schreibe, zu denen dann alle anderen ihre Kommentare hinterlassen können.

Du darfst dich natürlich gerne als Kommentatorin registrieren und zukünftig meine Texte mit deinen Kommentaren garnieren. :-)

Leergut spenden

Immer wieder werde ich per E-Mail gefragt, ob man bei mir denn auch die Pfandbons oder direkt am Automaten den Pfandbetrag für einen guten Zweck spenden kann.

Nein, kann man nicht.

Aber direkt an der Kasse hängt eine Spendendose für das Kinderhilfswerk. Wer etwas Gutes tun möchte, kann ja dort den ausgezahlten Pfandbetrag in Form von Bargeld einwerfen. Ich denke, das ist auch vollkommen okay...

Berichtshefte

Blogleserin Monique schreibt mir:
Guten Morgen ;-)

Nach dem ich grade fertig geworden bin mit dem Nachschreiben von meinem Berichtsheft (waren nur 41 wochen :-D) kam mir der Gedanke, wie du es bei deinen Azubis mit dem abzeichnen des Heftes machst. Meins wurde seit der Zwischenprüfung nicht mehr unterschrieben, es hat keiner nachgefragt und so hab ich das Ding mehr oder weniger in die Ecke gelegt. Und was hältst du überhaupt von Berichtsheften: Sinnvoll oder eigentlich Unsinn? Ich hab bis jetzt in 2,5 Jahren eigentlich jede Woche das Selbe geschrieben, ich mache ja jede Woche das Selbe :-) Außer ich habe mal Urlaub, so wie diese Woche :-).

Lieben Gruß
Liebe Monique,
das Berichtsheft solltest du unaufgefordert vorlegen. Es ist nämlich ganz schön nervig, am Jahresende dutzende Seiten je zweimal unterschreiben zu müssen. Allerdings sollte dein Ausbilder von alleine daran denken, sich das Berichtsheft in regelmäßigen Abständen zeigen zu lassen. So kann er dir Hilfe bieten, falls etwas schief läuft.

Über den Sinn oder Unsinn kann man streiten. Zu "meiner" Zeit musste ich jede Woche nicht nur eine Zusammenfassung der im Betrieb geleisteten Tätigkeiten verfassen, sondern ebenfalls einen sogenannten Fachbericht schreiben. Diese Fachberichte dienten dazu, sich mit fachspezifischen Themen näher auseinanderzusetzen, was sicherlich nicht verkehrt ist.

Wenn ich mir ansehe, was meine Auszubildenden heute nur noch abzuliefern brauchen, kommt mir allerdings tatsächlich der Gedanke, dass man die Berichtshefte abschaffen kann.