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Lebensmittelkooperation

Eine junge Frau sprach mich im Laden an und erkundigte sich, ob ich Interesse an einer gemeinsamen Lebensmittelkooperation hätte. Auf Nachfrage erklärte sie mir, dass sie Teil einer großen WG wäre und diese würde gerne alle Lebensmittel abnehmen, die bei uns im Müll landen. (Welcher mein Vorteil bei dieser "Kooperation" wäre, erschloss sich mir nicht.)

Sie war ja ganz nett, aber sie bekam dennoch ein "Nein" als Antwort. Denn bei uns gehen im Grunde kaum Lebensmittel in die Tonne, die noch verwertbar sind. Meistens reduzieren wir die Sachen oder benutzen sie selber. Aber das wisst ihr ja alle schon längst … :-)

(Ich bilde mir ein, dass ihr Blick mir sagen wollte, dass das nicht sein kann, denn schließlich weiß man ja, dass alle Supermärkte tagtäglich tonnenweise hochwertige Lebensmittel entsorgen …)

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Jane Doe on :

Und den Rest, was nicht abgegeben worden wäre, hätten sie dann bei dir "gekauft"?
Und werden sie jetzt alles bei dir "kaufen", wenn sie keinen anderen Partner für ihre "gemeinsamen Lebensmittelkooperation" finden?

Don Johnes on :

Wegen unserem EDEKA z.B. wird vermutlich ein Großteil des Gemüses beim Kunden zu Hause weggeschmissen. Der hat viel halb vergammeltes Zeugs, was man dann manchmal erst nach dem Einkauf merkt.
Verstehe ich eigentlich nicht. Das Sortiment und der Laden macht einen sehr guten Eindruck. Aber Obst und Gemüse kann man da nicht kaufen.

0815 on :

Beim örtlichen Rewe war es bis vor ca. 2 jahren so, dass das die Kollegen das mitnehmen konnten, bevor es im Müll landete. Dann kam die Betriebsprüfung ... horrende Nachzahlung wegen Lohnsteuer etc pp. Seitdem: Müll ....

Nicht der Andere on :

Ist es vielleicht das "bevor" in "bevor es im Müll landete", der die Prüfer einen steuerpflichtigen Sachbezug konstruieren ließ? Wobei ja immerhin 44€ pro Monat davon steuerfrei bleiben. Es müsste doch gänzlich steuerfrei sein, wenn die MHD-Ware erst ausgeräumt, ausgebucht und somit offiziell und nachvollziehbar zu Müll gemacht wird. Dann könnte man den Mitarbeitern ja theoretisch sogar noch einen Bonus auszahlen, denn sie ersparen einem ja Entsorgungskosten.

Engywuck on :

das Problem daran: wenn jeder mitnehmen darf, was er selber als "Müll" deklariert hat dann wird recht schnell als "Müll" deklariert, noch bevor es "echter" Müll ist. So zumindest die menschliche Natur. Da ließe sich möglicherweise für einen Juristen was draus basteln, dass es eben doch steuerrelevant wird.

Nicht der Andere on :

Das ist dann wahrscheinlich auch der Grund, warum zumindest die zentralgesteuerten Handelsketten den Angestellten gegenüber auf Entsorgung bestehen. Ansonsten würden manche Schlaumeier gezielt Verpackungen beschädigen, Transportschäden verursachen, MHD-Ware bis zum Datum verstecken, Kühlware außerhalb der Kühlung liegenlassen und so weiter. Da geben sie's lieber an Tafeln oder Foodsharer, schon weil sie von deren Seite keine Manipulationen einkalkulieren müssen.

Bei inhabergeführten und überschaubaren Betrieben ist das was anderes. Zum einen kann man als Angestellter nicht in einer anonymen Masse verschwinden, zum anderen würde bei Manipulation früher oder später auffallen und zu guter letzt wünschen und führen Inhaber und Angestellte einen positive Beziehung zueinander.

Ronny on :

@Björn
Bist du eigentlich auch von dem EDEKA nestlé Boykott betroffen und musst jetzt die Artikel von diesem Hersteller aus deinem Laden rausnehmen?
Oder gilt das noch nicht für dich da du gerade in der "Tannen zu EDEKA Morphose" bist mit deinem Laden.

HACCP on :

"Welcher mein Vorteil bei dieser "Kooperation" wäre, erschloss sich mir nicht"

Da die Entsorgung von Restmüll normalerweise Geld kostet, würde man Kosten senken, wenn jemand das, was sonst kostenpflichtig zu entsorgen wäre, kostenfrei abholen würde.

Wunder on :

Naja, aber wenn er Sachen an irgendeine Bio-Alternative-Hippie-Kommune verschenkt, damit diese vorher die Lebensmittel nicht kaufen muss, sind seine Kosten im Endeffekt höher.
Klingt für mich schlichtweg nach betteln.

Anglizismus on :

White Collar Containering?

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