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Frage zu Margen

Konrad hatte eine Frage bezüglich der Gewinnspannen im Lebensmitteleinzelhandel:
Ich hoffe ich habe zu diesem Thema bei dir im Blog keinen Beitrag überlesen, aber mich würden generell mal die Margen für Lebensmittel, Getränke und alkoholische Getränke (Wein, Spirituosen) interessieren.
Ich weiß, dass man da keine pauschale Antwort geben kann (Eigenmarken, große Marken, Mengenrabatt etc) aber mich würde mal ein Anhaltspunkt interessieren, in welcher Größenordnung sich die Margen für

- Lebensmittel allgemein (alles was abgepackt im Supermarkt ankommt)
- Getränke (Coca Cola, Säfte)
- Bier
- Wein
- Spirituosen

bewegen. Ich könnte mir vorstellen, dass gerade bei Spirituosen die Margen sehr gering sind, weil der Verkauf fast ausschließlich über die Marke erfolgt und es im Prinzip keine Eigenmarken etc. gibt

Mir geht es hierbei übrigens nicht um deine Gewinnmarge, sondern lediglich um den prozentualen Aufschlag auf den Einkaufspreis zur Bildung des Endpreises. Über eine Antwort oder einen Blogbeitrag dazu würde ich mich sehr freuen.
Details kann ich hier aus verschiedenen Gründen nicht nennen. Wie vermutet sind die Spannen auf den immer wieder hart beworbenen Marken, vor allem Spirituosen, Kaffee, Körperpflegeprodukte, Waschmittel und Grundnahrungsmittel in der Regel recht besch…eiden.

Ansonsten sind die Preise je nach nach Geschäft ganz unterschiedlich kalkuliert. Ein kleiner Bioladen muss ganz anders kalkulieren (teilweise mit bis zu 100% Aufschlag) als wir großen "größeren" es können. Das normale Sortiment kaufen wir wiederum deutlich günstiger ein, als viele andere Läden ohne Zugehörigkeit zu irgendeiner Kette / Genossenschaft usw. es können. Es snd schon einige Faktoren, die den Preis bestimmen. Dazu gehört z.B. auch der übliche Marktpreis. Was nützt einem die tolle Kalkulation, wenn die Kunden einem für den aufgedruckten Preis den Vogel zeigen?

Im Allgemeinen liegen die Spannen hier bei mir irgendwo im Bereich zwischen 0 und 80%, je nach Warengruppe und Hersteller. Das pauschal für einen kompletten Supermarkt anzugeben, ist im Grunde unmöglich. Bei mir hier kommt's schließlich auf eine Mischkalkulation mit etwa 22 Prozent Rohertrag heraus.

Das war jetzt der Versuch, eine wirklich komplexe und recht tiefgehende Frage irgendwie zu beantworten…

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Kommentare

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Sonstwer2 am :

Dazu darfst Du dann aber auch verraten, dass der Nettoertrag auf den Umsatzwert im deutschen Einzelhandel vom Einzelhandelsverband gerne mit nur etwa 2% angegeben wird - das heißt, vom Rohertrag (Umsatz - Wareneinsatz) gehen gewöhnlich noch 90-95% an Kosten für den Betrieb des Ladens drauf. Angefangen von der Kreditrate an die Kette für die Ladeneinrichtung bis hin zu Löhnen und Gehältern und dem Verlust durch den gemeinen Ladendieb.

Um auf ein Jahresbruttoeinkommen von 50T€ zu kommen muss der Händler also einen Umsatz von 2,5 Millionen machen. und das bei - na, Björn, 60 Wochenstunden reichen wohl nicht ganz?

The other one am :

Gemeiner Ladendieb ... tststs ...

Ohne Ladendiebe wäre die Arbeitslosigkeit noch viel höher. Immerhin hängt davon die ganze Industrie der Warensicherung und Überwachung ab. Da geht es um Umsätze im Bereich von Millionen.

Klodeckel am :

Mit deinen Pipi Langstrumpf-Theorien solltest du als Wirtschaftsexperte in die Politik gehen. ;-)
Oder wolltest du nur mal wieder lustig sein und ich habe deinen Humor nicht verstanden? :-P

The other one am :

Nee, Politik ist nichts für mich. Ich verdiene mein Geld lieber mit echter Arbeit. :-)

The other one am :

Ich habe mich jetzt die ganze Zeit gefragt, wie Du auf Pippi Langstrumpf kommst, aber ich habe dich wahrscheinlich schon mal beim Einkaufen gesehen.

http://i47.tinypic.com/2gv8n7p.jpg

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