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DAS ist Faulheit!

Anruf von einer Studenten-WG: Ob wir wohl heute Abend noch ein paar Sachen liefern würden. Klar, kein Problem. Sie bestellten ein paar Flaschen Cola und Limo unserer Eigenmarke und zwei Tüten Billig-Kartoffelchips. Insgesamt kamen sie mitsamt der Liefergebühr auf knapp 10 Euro, das Verhältnis Warenwert zu Liefergebühr hielt sich etwa die Waage. Der Weg war auch nicht weit, keine dreihundert Meter vom Laden entfernt wohnen die Jungs. Ich konnte mir die Frage nicht verkneifen, ob es nicht sinnvoller wäre, mal eben einfach herzukommen und sich für das gleiche Geld ein paar bessere Produkte zu kaufen. Ich hatte eigentlich mit gar keiner Antwort gerechnet. Warum sich jemand irgendetwas liefern lässt, muss ja jeder für sich selber entscheiden. Aber diese Antwort hatte ich nun ernsthaft nicht erwartet:
"Joooaah, och, wir haben hier nur noch ein paar Euro Kleingeld zusammenbekommen und niemand hat Lust, loszulaufen. Also lassen wir uns die Sachen bringen, aber dann reicht das Geld eben nur für die Billigcola und so."
Studenten. :-)

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Kommentare

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rusama am :

so ist das studierende volk, gegen 7.00 uhr die party beenden,dann ab in die heia und gegen 18.00 uhr wird dann der pizzablitz angerufen 8-)

Jim am :

Ich finde da kann jeder die Prioritäten setzen wie er will... immer wird auf den armen Studenten herumgehackt ;-)

The other one am :

"... armen Studenten ...".

Arm? Im Hinblick auf was?

Oskar am :

Auf dem Arm herumzuhacken ergäbe in Hinsicht auf Hände und Schulter neben Humangulasch reichlich unverbundene und disfunktionale Extremitäten.

Hamburger Jung am :

Bitte lass es keine BWL-Studenten (= zukünftige "Wirtschaftsführer") gewesen sein!

Oskar am :

Doch, lieber doch, im Vergleich zu unseren kürzlichen und wohl auch noch aktuellen Wirtschaftsführern leben diese faulen Studenten ja zumindest nicht über ihre Verhältnisse.

Sie hätten ja auch Zertifikate über den Kurs von Björns Imperium am 01.06.2021 begeben können, um damit dann Kaviar und Champagner zu ordern.

The other one am :

"... leben diese faulen Studenten ja zumindest nicht über ihre Verhältnisse."

Hart an den Tatsachen orientiert ist deine Aussage falsch.

Gerade weil es Studenten sind leben sie über ihre Verhältnisse.

Sie kommen mit Ach und Krach für ihren Lebensunterhalt auf, wenn nicht sogar die Eltern zubuttern müssen.

Da sie aber am Studienbetrieb teilnehmen, den sie nicht mal annähernd finanzieren, zahlt hier die Gesellschaft für ihre Ausbildung.

Oskar am :

Gesamtwirtschaftlich und lebensumfassend mag das zutreffen, zu beurteilen vermag ich das jedoch nicht.

Sowieso meinte ich ihre persönlichen, gegenwärtigen, finanzielle Verhältnisse. Genau genommen haben sie ja sogar unterhalb ihrer sowieso kargen Verhältnisse überlebt, denn wohl ohne zusätzlichen Nährwert hätten sie auch in Markenprodukte investieren können, statt damit Björns sicher sowieso ausfähiges Fitnesstraining zu investieren.

Wüssten sie einigermaßen über die öffentlichkeitswirksamen Netzaktivitäten ihrer unmittelbaren Nachbarschaft Bescheid hätte ihre Antwort sowieso lauten müssen: "Die Sachen kommen sowieso unbesehen in den Müll. Wir wollten den Shopblogger mal laufen lassen und wir wollten mal in den Blog." Mit der expliziten Erwähnungen letzteren Punktes wäre dessen Realwerdung aber möglicherweise seitens Björn gefährdet gewesen, also haben sie psychologisch geschickt die Antwort erfunden und gegeben, die Björn zu hören bekommen hat.

Ja, nur so kann es sich zugetragen haben.

The other one am :

"Ja, nur so kann es sich zugetragen haben."

Da habe ich leichte Zweifel. Selbst meine eher begrenzte Fantasie lässt noch alternative Verläufe zu.

Nehmen wir mal diese Aussage:

""Joooaah, och, wir haben hier nur noch ein paar Euro Kleingeld zusammenbekommen ...".

Kleingeld. Wohlgemerkt. Sie wühlen also in den Scheinen und weiter unten hat sich das Kleingeld abgesetzt.

Und mit diesen pekuniären Sedimenten soll Björn erfreut werden.

Jetzt wirkt aber die körperliche Anstrengung abschreckend, immerhin sind fast 30.000(!) cm einfacher Wegstrecke durch unwegsames Gelände zu bewältigen. Wir reden hier ja über Bremen. Bodengrund, dem Moor über 2 Generationen hinweg abgetrotzt, jeder Tritt auf fast noch schwingendem Grund ein Wagnis, da ruft man lieber mal an und lässt sich das bringen.

Fortsetzung folgt. Aber jetzt bist Du erst wieder an der Reihe.

:-D

rusama am :

Bjørn hier kannst du nachschauen welcher Kategorie diese Studierenden zuzuordnen sind:

http://www.stille-worte.de/StilleWorte/Verzeichnis/Studenten.html



8-)

MHD am :

Na ja, die Jungs haben ebene kein Verhältnis für´s Geld, ich bekomme für 10 Euro jedenfalls viel mehr als billig Cola und Chipse :-P , selber schuld den Rest für die Lieferung zu verschleudern, hoffe mal die müssen nicht irgendwann auf jeden Euro achten, dann würden die mehr als 300 Meter zurück legen um was preiswerter zu bekommen.

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