Ooooooooh,
zwei Jahre ist die Aktion mit dem Deckenventilator schon wieder her?!?
Es scheiterte damals an der vermaledeiten Strohputzdecke, die einfach nicht dazu geeignet ist, irgendwelche schwereren Punktlasten aufzunehmen. Bei dem Deckenventilator ist es nicht nur die Masse, sondern auch noch die Rotation und die damit verbundene Unruhe. In einer weniger stark frequentierten Ecke im privaten Umfeld hätte ich den vielleicht noch irgendwie festimprovisiert – aber über dem Kassentisch, und damit unmittelbar über den Köpfen von Kunden und Mitarbeitern war mir das doch eine Nummer zu unsicher.
Nachdem der kleine Standventilator nun auch wieder kaputt ist, fiel mir wieder der (eingelagerte und daher in Vergessenheit geratene) Deckenventilator ein.
Damit das überhaupt nochmal etwas wird, habe ich jetzt einen Elektriker damit beaufragt, das Ding zu montieren und fachgerecht anzuschließen. Mal gucken, ob die an der ollen Decke kapitulieren...
Anruf des Klempners: Eine "berührungslose Armatur" in der Art, wie sie hier auf der Damentoilette defekt ist, kostet rund 500 Euro netto. Autsch. Das muss ich erstmal sacken lassen. Die Anschaffung ist nämlich nicht zwingend notwendig, sondern so eine Armatur ist nämlich einfach nur eine ausgesprochen bequeme Einrichtung, an die wir uns hier jahrelang gewöhnen konnten.
Aber ich werd's wohl doch machen. In der Zukunft einer herkömmlichen Armatur sehe ich nämlich einen horrenden Wasserverbrauch durch nicht richtig zugeschraubte Ventile...
Anruf eines Callcenters oder möglicherweise auch direkt von der Krankenkasse, bzw. einer Agentur. Man wollte mir ein günstiges Vergleichsangebot für die private Krankenversicherung machen.
Auffälig war schon, dass die Telefonnummer übermittelt wurde. Hat man sonst bei derartigen Anrufen ja eher selten. Und als ich die Anfrage mit einem "Nein, danke." freundlich ablehnte, folgten keine aufdringlichen Überredungsversuche, sondern spontan ein freundliches "Okay, vielen Dank. Und einen schönen Tag wünsche ich Ihnen noch."
So lasse ich mir ja sogar Cold Calls gefallen. Die stören dann zwar auch, aber rauben einem wenigstens nicht den letzten Nerv.
Chef, der Ventilator an der Kasse ist kaputt. Die Temperaturen sind da nicht auszuhalten, wir brauchen einen neuen.
Sehe ich ja irgendwie nicht ein. Wenn das Gerät durch Verschleiß unbrauchbar geworden wäre, hätte ich Verständnis gehabt. Aber wie von einem Standventilator die Bedieneinheit mit den Knöpfen und dem Griff für den Sleeptimer abreißen und ins Gerät gedrückt werden kann, ist mir ein Rätsel.
Vor gut drei Wochen kontaktierte ich ein hier in der Stadt recht bekanntes Unternehmen aus der Branche
Gas, Wasser, Scheiße Sanitärtechnik und Heizungsbau. In den Toilettenräumen hier in der Firma müssen ein paar Dinge erledigt werden, die sich im Laufe der Jahre angesammelt hatten: Ein Waschbecken ist lose, von einem Boiler ist das Gehäuse zerbrochen, ein Spülkasten leckt und noch ein paar weitere Kleinigkeiten sollten erledigt werden. Es kam auch gleich ein Mitarbeiter der Firma, begutachtete die Situation hier vor Ort und machte sich einige Notizen.
Nachdem ich nach einer Woche noch nichts wieder von den Klempnern gehört hatte, rief ich dort an. Man gelobte, sich wieder bei mir zu melden. Tzja – und das ist nun schon wieder zwei Wochen her.
Nun hat ein kleinerer Betrieb die Chance.
Heute Vormittag hat sich hier einiges im Außenbereich getan:
Das leidige Thema mit dem "ungenutzen" Schaufenster hat sich erledigt. Leider ist es nun doch nicht das 24-Stunden-geöffnet-Bild geworden, aber das wäre hinsichtlich der Öffnungszeiten etwas unsinnig gewesen. Die Früchte sehen doch hübsch aus:
Die Öffnungszeiten sind auch aus dem großen Balken der Leuchtwerbung verschwunden – und zwar endgültig. Sollte sich diesbezüglich nämlich doch noch einmal etwas ändern, brauchen wir das Ding nicht auch wieder anzufassen.
Dafür präsentieren sich die Öffnungszeiten jetzt auf einem auffälligen Aufkleber mit rotem Hintergrund neben der Eingangstür:
Und endlich auch wieder neue Türgriffe. Diesmal mit einem Hinweis, wo man drücken soll. Es hatten nämlich genug Leute versucht, die Tür mit einem Druck auf die SPAR-Tanne zu öffnen.
Schon letzten Samstag wollte ich die aktuellen Schilder mit den Werbepreisen für diese Woche im Laden verteilen. Oft habe ich diese Schilder schon am Freitag der Vorwoche fertig und wenn ich gut in der Zeit liege, hänge ich diese sogar schon auf (und ändere entsprechend die Preise in den Kassen).
Manchmal nehme ich die alten Schilder auch schon Samstag oder sogar schon Freitags wieder ab. Die Preise gelten zwar noch, zumal ja auch die Plakate vorne am Schaufenster noch hängen, aber dann ist der kleine Teil auch schon erledigt. Immer je nach dem, wie weit ich mit meinem Zeitplan bin.
Ich glaube, die Schilder von dieser Woche hänge ich jetzt auch nicht mehr. Vom Drucker auf den Schreibtisch ins Altpapier.
Anruf einer Unternehmensberatung:
Guten Tag, mein Name ist Meiermüllerschulz von der XYZ-Unternehmensberatung. Wir möchten Ihnen zeigen, wie Sie ihr Unternehmen optimieren und den finanziellen Erfolg verbessern können.
Nein, danke, brauche ich nicht.
Aber wir würden Ihnen dazu mit Ihnen einen kostenlosen Beratungstermin vereinbaren. Einer unserer Mitarbeiter würde eineinhalb Stunden die Abläufe bei Ihnen beobachten und Ihnen dann unverbindlich...
Nein, wirklich nicht. Hier ist alles optimal genug.
Es folgte ein etwas längerer Monolog der Anruferin über die Dinge, die nebenbei noch verbessert werden könnten. Etliche Bingo-Bullshit-Buzzwords reihte sie aneinander, bis ich sie irgendwann unterbrach:
Entschuldigung! Darf ich kurz was fragen?
Ja, natürlich.
Was haben Sie an dem Wort "nein" nicht verstanden?
Wieso?
Nun, ich habe Ihnen bereits schon zweimal freundlich gesagt, dass ich keinerlei Interesse an Ihren Dienstleistungen habe. Ich hätte auch einfach auflegen können, das wäre unhöflich gewesen. Aber statt, dass sie es einsehen, reden und reden und reden Sie immer weiter...
Na, dann legen Sie doch jetzt einfach auf.
Gesagt, getan...
Unsere Türgriffe sehen nicht mehr ganz so schlimm aus,
wie auf diesem Foto. Wir hatten sie nämlich mit
vergibtem durchsichtigem Klebeband replikiert und irgendwie hat's ja immer gehalten. Aber jetzt werden sie neu gestaltet. Die aufgeklebten Alubleche kommen wieder weg und es gibt einen Hinweis "Hier drücken!" auf der Seite gegenüber der Tanne. Es gibt nämlich etliche Kunden, die auf die Tanne drücken, um die Tür zu öffnen.
Die Leuchtwerbung über dem Laden bekommt auch endlich eine neue Beschriftung. Der Text "
24 Stunden geöffnet" verschwindet und damit sollte ein klares Zeichen gesetzt sein, dass ich nicht wieder auf Rund-um-die-Uhr-Betrieb umstellen werde. Das Feld wird übrigens neutral rot werden und keine Beschriftung mehr bekommen. Dafür kommt ein deutlicher Hinweis auf die Öffnungszeiten neben die Eingangstür. Dann kann der provisorische Hinweis auf die neuen Zeiten nämlich auch wieder verschwinden.
Und zu guter Letzt wird das Schaufenster auch endlich (wieder) vernünftig abgeklebt werden. Da wird es keinen Hinweis auf die Öffnungszeiten geben, sondern nur ein neutrales Motiv mit Lebensmitteln.
Die Bauteile sehen zwar aus wie Sicherungsautomaten, sind aber nur ganz gewöhnliche Schalter. An, aus. Mehr nicht. Die alten (Auf dem Bild mit 7, 11, 12, 13, 15 und 16 beschriftet) lösen sich nach und nach auf und entsprechend lasse ich sie gegen neue austauschen. So ergibt sich, dass inzwischen vier verschiedene Modelle hier im Einsatz sind. Aber wenigstens ist die
Cola wieder kalt.
So wird das mit dem übervollen Container gemacht. Nämlich wie immer in solchen Situationen: Netz drüber und weg damit.
Die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht und das ist der Hauptgrund, warum es hier so wenig Fotos aus dem Rechenzentrum gibt. Dann eher mal die Manitu-Tassen und -Kalender "in aller Welt" oder Informationen aus dem Umfeld, z.B. über das neue
Notstromaggregat.
Ich fand aber die Farbkombination der bunten Stecker an unserem großen Router so hübsch, dass ich euch das Foto nicht vorenthalten möchte. Sozusagen wenigstens mal ein kleiner Gruß an euch aus dem geheimen Manitu-Herz.
WAS MANUEL KANN,
KANN ICH AUCH!
Am Freitag Mittag schon hatte einer meiner Mitarbeiter bei dem Entsorgungsunternehmen angerufen, das uns den großen Container für die gecrunchten Einweggebinde (Also PET-Flaschen und Dosen) aus dem Leergutautomaten zur Verfügung stellt.
Man hätte EDV-Probleme, hieß es am Telefon und dass das erst am Montag bearbeitet werden kann. Wohlwollend haben wir die Sache mit der EDV geglaubt, wenngleich zu der Zeit das Fußballspiel Deutschland gegen Serbien nur wenige Minuten bevorstand. Egal, Montag hätte auch gereicht. Aber gestern wurde der Container auch nicht geleert und so habe ich gerade eben noch einmal dort angerufen. Es lag gar kein Auftrag vor, also muss das im
Fußballfieber Ärger mit der IT-Anlage doch durchgerutscht sein.
Hoffen wir, dass sie es heute tatsächlich noch schaffen – ansonsten wird sich der Fahrer nämlich mit einem gut gehäuft gefüllten Behälter herumschlagen müssen:
Post von einem Forschungsinstitut für den Handel mit Sitz in England. Nach der
Umfrage liegen nun die Ergebnisse vor. "
Monatlicher Konjunkturindikator für den deutschen Einzelhandel" nennt sich das Mäppchen und beinhaltet massenhaft Zahlen, Tabellen und Grafiken, in denen die Antworten der ursprünglich gestellten Fragen dargestellt werden.
Ist ja vielleicht mal ganz interessant, aber wirklich brauchbar sind diese Informationen, zumindest für mich, definitiv nicht.
Immer wieder (und gerade auch während der Bilderstrecke mit den Fotos vom Umbau) fragen mich Leute nach aktuellen Fotos hier aus dem Laden.
Ich werde nun einfach mal etwas ausprobieren und täglich ein Foto mit mehr oder weniger Schnappschusscharakter hier einstellen. Bilder, zu denen es keine konkreten Informationen oder eine Geschichte gibt und die ich unter dem Titel "No Comment" hier verewige. Lasst euch vom Titel nicht täuschen – die Kommentarfunktion bleibt aktiv und Kommentare sind auch erwünscht. Nur ich werde meinen Senf nicht dazugeben.