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Die Kiste mit sechs Flaschen

Eine Frau wollte eine Kiste Leergut abgeben, von der allerdings drei Viertel der Flaschen fehlten. Da wir diese Sorte nicht im Sortiment haben und diee 0,2l-Gastronomieflaschen auch nicht wirklich gängig sind und es mindestens etliche Monate dauern würde, bis wir die Kiste wieder komplett hätten und zum Lieferanten zurückgeben könnten, sagte ich ihr, dass wir die leider nicht annehmen können.

Da Leute mit roten Westen grundsätzlich keine Ahnung haben, aber es keine andere Auswahl gab, bat sie eine weitere Kollegin darum, die Kiste abzunehmen. Selbe antwort: "Die haben wir nicht, können wir leider nicht annehmen."

Die Frau schlich noch rund zehn Minuten durch den Laden und versuchte schließlich hartnäckig, den fast leeren Rahmen irgendwie in den Rücknahmeautomaten zu stopfen. Natürlich ebenfalls erfolglos, da wir (sagte ich es schon?) diesen Artikel nicht im Sortiment haben.

Nachdem ich es ihr dann nochmal eindringlich erklärt hatte, schien sie es verstanden zu haben. Das würde mich ja alles gar nicht so sehr kratzen, wenn wir hier den Platz für dieses ganze Leergut hätten. Hamwaabanich.

Exotisches Leergut (153)

Noch ein Fundstück aus dem Leergutautomaten: Eine Flasche italienisches ""Bierra Moretti", vertrieben durch Heineken Italia:


Leere Kisten auf dem Flaschentisch

Unterschiedlich stark ausgeprägt ist bei meinen Leuten die Angewohnheit, leere Kisten auf den Flaschentisch des Rücknahmeautomaten zu stellen. Dies erleichtert teilweise die Arbeit, weil man immer schnell einen leeren Rahmen greibar hat. Wenn der Tisch natürlich so vollgestellt ist, dass nur noch die Hälfte der Flaschen draufpasst, wird's aber irgendwo albern…


Exotisches Leergut (152)

"Viven Porter – The art of Belgian brewing"

Recht gehaltvolles (7% vol.) Bier von viven.be, das hier den Weg in unseren Leergutautomaten gefunden hat. Naja, das Bier eigentlich nicht, sondern nur der Behälter. :-)


274.000 Gebinde

Aktueller Zählerstand: 274.000 Gebinde hat unser Leergutautomat schon durch. Mit vier Monaten wird das Teil die halbe Million geknackt haben. Wenn es irgendwo eine Teststrecke für Flaschenrücknahmeautomaten gibt, dann hier in der Gastfeldstraße. :-)

Exotisches Leergut (148)

La nostra Passione…

Fundstück auf dem Flaschentisch des Leergutautomaten. Da hat die Maschine wohl gedacht, eine kleine "Heinecken"-Flasche vor sich zu haben. Egal, acht Cent für einen Blogeintrag. Passt. :-)


Kaputte Typen und Flaschen

Ein reichlich heruntergekommener Mann stand in der Schlange vor dem Leergutautomaten. Da ich ihn spontan für mich selber als "verdächtige Person" einstufte, nahm ich ihm das Leergut händisch ab. Wollte ihn nämlich so schnell wie möglich wieder aus dem Laden haben, damit ich nicht so lange über die Videoanlage hinterherzusehen brauchte.

Neben einigen intakten Einweg- und Mehrwegflaschen, hatte er auch einiges an Schrott dabei. Unbepfandete Einwegflaschen, aber auch Pfandflaschen in nicht mehr benutzbarem Zustand: Glasflaschen, denen Teile fehlten oder die Löcher am Boden hatten und der Länge nach aufgerissene PET-Mehrwegflaschen. "Ach, die nehmen Sie nicht?", wollte er wissen. "Aber Sie verkaufen die hier doch auch."

Keine Ahnung, ob meine Erklärungen bezüglich Wiederverwendbarkeit der Gebinde auch tatsächlich bis in sein Hirn vordrangen. Es wirkte auf mich eher so, als wenn er mein Gerede als Unsinn abtun würde. Jedenfalls packte er sein ganzes Geraffel wieder sorgsam ein und sagte mir, dass er es dann eben woanders versuchen würde.

Soll er das mal tun…

Willkommen in New York!

Keine Ahnung, was ich gerade verstörender finden soll: Dass unser Automat dieses zusammengepropfte Gebilde aus einer zerbrochenen Bierflasche und einer Illustrierten überhaupt angenommen hat – oder dass jemand so stumpf war, das Teil überhaupt erst in den Automaten zu geben? :-O


Riecht ja toll hier!

Ein junges Pärchen betrat den Bereich vor dem Leergutautomaten. Sie rümpfte die Nase, er kommentierte es mit "Hmmm, das riecht ja toll hier!"

Tzja – das haben Leergutautomaten nunmal so an sich. Wenn an bedenkt, was da so im Laufe der Zeit an (auch verdorbenen!) Getränkeresten hingeschüttet wird, kann man das auch nachvollziehen. Es hinterlässt nunmal unweigerlich seine Spuren – auch bei halbwegs intensiver Pflege.

Diesmal war es aber gar nicht der Automat, was da so eine durchschlagende olfaktorische Wirkung hatte. Ein recht heruntergekommener Flaschensammler hatte seine Hinterlassenschaften in den Müllsack gestopft und dort, ähm, dufteten sie dann eine Weile vor sich hin.
Inzwischen von unserer Putzfrau beseitigt.

Politisch korrekte Kundin

Eine Frau, nicht Stammkundin, erblickte den Leergutautomaten und fuhr direkt die nächste Mitarbeiterin an. Dass wir jetzt auch so ein Scheißteil hätten und dass dadurch doch bestimmt zwei Mitarbeiter eingespart werden würden und dass das höchst unsozial sei.

Ich habe ihr nicht angeboten, mal einen Tag in den Tüten voller ekeliger Getränkereste herumzuwühlen. Stattdessen versuchen meine Mitarbeiterin und ich es beschwichtigend. Dass es nunmal der Trend sei und dass wir von den Personalkürzungen zum Glück nicht weiter betroffen wären.

Was soll man da sonst diskutieren? :-O