Beim Zusammenrechnen der Inventur ist mir aufgefallen, dass bei einem relativ kleinen Zählbereich eine erstaunlich große Gesamtsumme herauskam. Ich hätte da ja eine Idee…
Ein Vertreter einer Haushaltsgerätefirma stellte sich mir vor und bat darum, hier einmalig oder auch gerne regelmäßig einen kleinen Infostand aufbauen zu dürfen. Als Gegenleistung würde man mir 20€ pro Tag bezahlen, aber…
…aber!
…aber!!!
Der Stand würde ja regelmäßiger Treffpunkt von deren Kunden werden, die sich dann hier informieren und austauschen könnten und das würde dann ja sicherlich auch mir neue Kunden bringen. Ich hätte also durch den Stand langfristig auch mehr Umsatz.
Bei einer Fremdfirma habe ich ein Abo für Testkäufe laufen. Bei diesen Testkäufen geht es mal nicht um die Aufmerksamkeit der Kassiererinnen oder um Inventursicherheit, sondern einzig um die Wirkung des Marktes auf die Kunden. Zu den Testkriterien gehören zum Beispiel der subjektive Gesamteindruck des Marktes und auch die "Wahrnehmung durch Mitarbeiter" – sprich: Wird man von Marktmitarbeitern als Kunde gesehen und gegrüßt oder kann man völlig unbeachtet durch den Laden laufen. Das klappt normalerweise bei uns ganz gut, im Schnitt liegen unsere Bewertungen bei über 90 Prozent.
Diese eigentlich weniger schöne Ergebnis möchte ich mit euch teilen. Das ist schon ein paar Monate her und ich schiebe es einfach mal auf den Stress, den ich Ende 2014 an allen Ecken und Enden hatte. Kann ja mal vorkommen.
Im REWE-Lebensmittel-Onlineshop haben sie teilweise nur die Texte der Verpackungen exakt übernommen und in die Artikelbeschreibung eingefügt. Was nützt einem dieser Hinweis denn beim Onlineeinkauf?
Aufbewahrungs- und Verwendungshinweise: Aufbewahrung zu Hause: *** - Fach oder Tiefkühltruhe (bei minus 18°C) mindestens haltbar bis Ende: siehe Packungsseite, Aufbewahrung zu Hause: ** - Fach: 2 Wochen, Aufbewahrung zu Hause: * - Fach: einige Tage Nach dem Auftauen nicht wieder einfrieren.
Aber ich geb's ja zu, die Onlinevermarktung von Lebensmitteln ist nicht einfach. Es gibt so unendlich viele Stolpersteine und Fallen, in die man tappen kann, dass selbst ich keine Lust habe, den Supermarkt, in dem ich in dieser Minute sitze, in meinen Shop zu übertragen.
Nachtrag: Mir ging es vor allem um den hervorgehobenen Bereich.
Jens und Silke aus Berlin sind in einem Markt über dieses Schild gestolpert – vor allem die etwas sonderbare Grundpreisangabe. Faktisch ist die zusätzliche Grudpreisangabe bei loser Ware überflüssig, aber möglicherweise ließ sich ja der Eintrag in der Dateivorlage nicht deaktivieren.
Ob dann ein inhaltsleeres "0kg=0,00" oder nochmal "1kg=1,88" sinnvoller ist, liegt dann wohl immer im Auge des Betrachters…
Jan aus Hamburg hat mir diesen Strichcode geschickt, den er auf einer Packung "Kaufland Classics Spaghetti" (so ein Discount-Miracoli-Klon) fand. Das Motiv schlängelt sich übrigens auf der schmalen Seite der Verpackung über die gesamte Länge.
Soll schon Leute gegeben haben, die sich Nutella auf ihren Topfschwamm gestrichen haben. Bei manchen Brotsorten dürfte der Unterschied gar nicht sofort zu bermerken sein.
Zusendung von Manuel F. Wo genau dieser Strichcode zu finden ist, hat er leider nicht verraten, allerdings tippe ich aufgrund der Artikelnummer auf eine Handelsmarke, mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich um einProdukt aus einer der bekannten Discounterketten.
(Manchmal ist man ja auch doof. Da hocke ich hier vor einem PC mit Internetzugang und hätte mir den ganzen Text mit der Spekulation auch sparen können… Es handelt sich um "chef select Spaghetti Bolognese all' italiana" von Lidl.)
Aber die Idee mit den aufgewickelten Spaghetti ist trotzdem nett: