Manchmal geschehen doch echt noch Wunder. Aktuell habe ich nämlich zwei Objekte hier in und um Bremen, die in die nähere Auswahl gekommen sind.
Das erste Objekt ist eine richtige Halle mit Bürotrakt. Freistehend, gepflegt – und liegt fast unmittelbar an einer Strecke, die ich sowieso mindestens einmal pro Woche entlangfahre. Ich hoffe ja inständig, dass das etwas wird.
Das zweite ist preislich zwar interessanter, allerdings 5-10 Autominuten weiter weg und Teil eines größeren Gebäudes, das einer Eigentümergemeinschaft gehört. Das schmälert mein Interesse an der Sache etwas, da man für viele Dinge plötzlich Rechenschaft ablegen muss, bzw. sie gar nicht erst machen kann.
Diese Woche soll ich mehr erfahren. Ich bin gespannt.
Perfektes Timing ist es, wenn man gerade den letzten Paketaufkleber auf die Shoppakete geklebt hat und keine zehn Sekunden später der Hermes-Fahrer durch die Tür tritt.
Inzwischen habe ich mich ja daran gewöhnt, dass bei ihm das "12-15-Uhr"-Zeitfenster um 11:30 Uhr anfängt.
Eine Kundin beschwerte sich lautstark bei meiner Mitarbeiterin an der Kasse darüber, dass ihr Wunsch, sich 300 Euro Bargeld auszahlen zu lassen, abgelehnt wurde.
"Wenn Sie damit werben, müssen Sie auch genug Geld vorrätig haben!", argumentierte die Frau. Kann man so sehen. Muss man aber nicht. Man kann auch einfach mal dafür Verständnis haben, dass der Kassenbestand in einem Supermarkt am Montag Morgen etwas schmaler aussieht.
Inzwischen ist das Gerüst vor meinem Laden in der Münchener Straße auch noch vollflächig mit einem Netz verhangen. Hoffentlich dauern die Bauarbeiten an der Fassade nicht allzu lange…
In den beiden großen Kartons befanden sich natürlich die Zotter "CUBE"-Advent(s)kalender. Die Tannenbaum-Pyramide gibt es leider nicht mehr, auch die Zukuft des "Cube" ist ungewiss – aber solange er produziert wird, werde ich ihn auch bei mir im Markt und natürlich vor allem auch im Onlineshop anbieten. Da ist er ab sofort zu haben. Für 4,51€ weniger als direkt bei Zotter.
Eine Kundin reklamierte eine Flasche Wein, aus der schon ein großzügiger Schluck fehlte. Sie argumentierte damit, dass der Wein "korkig" schmecken würde. Wir tauschen hier anstandslos gegen Bargeld um, aber trotzdem stellte ich die Kundin zur Rede. Der Wein war vollkommen in Ordnung und ich sagte ihr ziemlich direkt ins Gesicht, dass sie ruhig zugeben darf, wenn ihr der Wein nicht schmeckt. Ich trinke den selber relativ häufig und korkig war er mit Sicherheit noch nie, zumal die Sorte bei uns im Regal nicht alt wird.
Sie zickte mich gleich an: "Meine Eltern haben ein bekanntes Weingut. Wenn Sie etwas Ahnung von Weinen haben, werden Sie wohl den Namen Pennerglück von der Inn sicherlich kennen. Sie können mir also schon glauben, dass ich durchaus in der Lage bin, zu erkennen, dass ein Wein fehlerhaft verkorkt wurde."
Frau vom Fach kauft ihren Wein im Supermarkt ein. Cool.
Zu Halloween hatte sich meine Süße die Finger wundgeschnitzt. Nicht zuletzt als Deko für unser "Scary-Shopping"-Event sollten die Fratzen dienen. Als Überraschung gab es einen ausgehöhlten Kürbis mit zwei SPAR-Tannen und dem "Scary Shopping"-Schriftzug.
Die anderen könnt ihr sehen, wenn hier hier klickt. Teilweise schon etwas ramponiert, aber ich wollte sie unbedingt noch fotografisch sichern, bevor sie ganz zerfallen… "Scary-Shopping- und andere Kürbisse" vollständig lesen
Sieht doch nett aus, oder? Da natürlich am Wochenende kein neues Annahmewerk und auch kein Techniker für den Leergutautomaten zu bekommen ist, haben wir mal wieder selber Hand angelegt. Ausbauen, auseinanderbauen, Transportband wieder neu auf die Rollen fädeln und spannen, alles wieder zusammenschrauben und hoffen, dass es zumindest bis zum Folgetag funktioniert…
Jonathan hat mir auch ein paar SPAR-Markt-Fotos zugemailt. Dazu schrieb er:
Salü Björn,
nun lese ich deinen Blog schon etwas länger und lese immer intressiert deine Beiträge. Was ich sehr nett finde ist deine Sammlung an exotischen Flaschen. Was ich auch sehr toll finde ist die Sammlung der Bilder der Sparmärkte in aller Welt. Dafür könnte ich dir nun 2-4 Bilder zukommen lassen die ich von 2 Sparmärkten in Saintes-Maries-de-la-Mer in der Camargue gemacht hab. Als ich diese beiden Märkten entdeckt hatte dachte ich gleich an dich und hab dann auch Fotos gemacht. Ich würde dir jetzt einfach mal die Bilder per Anhang
mitschicken.
Vielen Dank natürlich auch für diese Bilder, die –hüstl– auch schon seit ein paar Jahren in einem toten Mailverzeichnis gelagert haben.
Vorhin wurden übrigens noch diese Kartons mit schokoladigem Inhalt hier abgeliefert. Für alle Neugierigen: Es sind (vermutlich) die Adventskalender von einer gewissen Schokoladenmanufaktur aus Österreich. Leider gibt es nur noch den "Cube". Ich fand die grüne "Tannenbaum"-Pyramide viel schöner, aber die wird leider nicht mehr produziert.
Morgen mehr und am Wochenende werden sie dann auch ihren Platz im Onlineshop finden.
Von Milka gibt es derzeit (und ich glaube, die ist nur als limitierte Version vorgesehen) eine Schokoladensorte mit Oreo-Keksstückchen
Wir haben sie im Sortiment, zwischendurch war sie aber ausverkauft. Eine Kundin erkundigte sich bei mir, wann wir denn die "Milka mit Oregano" wiederbekommen würden. Ich war irritiert:
"Mit Oregano?!?"
"Na, diese Kekse."
"Ach… Oreo?"
"Äh, ja, genau."
Schokolade mit Oregano? Ich übergebe an Zotter. Für sowas ist der Sepp doch traditionsgemäß zuständig.
Mein kleiner Markt ist derzeit nur unter erschwerten Bedingungen zu erreichen. Die Fassade zur Münchener Straße wurde inzwischen aufgrund der notwendigen Arbeiten komplett eingerüstet. Aus Sicherheitsgründen können die Kunden aber nicht gerade zur Tür hineingehen, sondern werden von der Seite unter dem Gerüst entlanggeführt. Die Warenannahme gestaltet sich ebenfalls entsprechend aufwändig. Mal abwarten, wie lange das jetzt dauern wird…
Ein Mann mittleren Alters sprach mich im Laden an. Ziemlich direkt kam er auch gleich zur Sache:
Ich möchte Ihnen ein Angebot machen, mit dem Sie viel Geld sparen können.
Was heißt denn "viel Geld?"
Ich habe Ihnen da mal ein Angebot gemacht.
Dabei drückte er mir einen Briefumschlag in die Hand. Ich öffnete ihn, nahm das Anschreiben heraus und sah etliche Zahlenkolonnen.
Das sind natürlich keine 100%ig genauen Zahlen. Ich habe das einfach mal anhand Ihrer Ladengröße und Öffnungszeiten hochgerechnet.
Aha. Da steht, dass ich hier monatlich etwa 400 Euro an Stromkosten sparen kann. Aber wie das funktionieren soll, steht da gar nicht.
Richtig. Das ist natürlich ein Betriebsgeheimnis. Aber Sie werden sehen, das funktioniert. Wir können den Auftrag gleich fertigmachen.
Wie, "Betriebsgeheimnis"? Und was wollen Sie hier nun bei mir im Laden wundersames machen, dass ich hier so viel Strom sparen können soll?
Kann ich Ihnen leider nicht sagen. Die Konkurrenz… Sie wissen schon.
Soll das ein Scherz sein? Sie kommen hier herein und erzählen mir irgendwelche wundersamen Dinge, aber nicht, wie das gehen soll und erwarten, dass ich irgendeinen Auftrag unterschreibe? Wir sind hier doch nicht im Kindergarten. Was für ein Blödsinn, da können Sie gleich gehen. Schönen Tag noch!!!
LEDs. Ich würde ihre bisherigen Leuchtstoffröhren gegen LED-Röhren austauschen. Die Stromersparnis…
…kauft man mit sehr hohen Anschaffungskosten und einer derzeit sehr mangelhaften Ausleuchtung aufgrund des geringen Abstrahlwinkels. Außerdem sieht's scheiße aus, wenn in den Röhren einzelne LEDs ausfallen. Dann hat man nämlich überall so kleine schwarze Löcher in den Lichtbändern.
Er wollte noch protestieren, aber erfolglos. Ich hätte die LED-Röhren auf keinen Fall hier installiert. Aber wer ein Verkaufsgespräch auf einer dermaßen albernen Basis führen möchte, hat doch von vornherein verloren…