Ein nur wenig Vertrauen erweckender Mann kaufte einige Flaschen Billigbier und benutzte dazu einen unserer roten Einkaufskörbe. Bei meiner Kassiererin erkundigte er sich, ob er den Korb "eben kurz mit um die Ecke" nehmen dürfe. Er würde ihn auch gleich in ein paar Minuten wiederbringen.
Meine Mitarbeiterin schlug vor, dass sie solange die zehn Euro Wechselgeld, die sie ihm gerade aushändigen wollte, als Pfand behält.
Da kaufte er eine Tüte. Und ich denke mir meinen Teil.
Ein letztes Fundstück aus dem Archiv in Form der Tiefen meiner Festplatte. Diese, ähm, "Fotomontage" ist entstanden noch bevor wir im Mai 2010 2000 den Laden hier eröffnet haben. Einfach mal einen SPAR-Balken auf das Foto gebastelt – für kühne Träume und viele Hoffnungen in die Zukunft hat aber auch dieses dilettantische Bildchen gereicht.
Guckt mal, damals gab es hier sogar noch Parkuhren.
Ein DOS-Programm?!? Mein Besucher glotzte ungläubig auf den Bildschirm im Kassenbüro, auf dem gerade die Anzeige unseres Warenwirtschaftssystems zu sehen war.
Oh, ja. Und ich liebe es. Die Software ist sehr einfach und zügig über die Tastatur zu bedienen, alles ist sachlich schlicht und über Systemstabilität braucht man sich keine Gedanken zu machen. Der Rechner läuft hier seit knapp 10 Jahren im Grunde ohne Unterbrechung, von einzelnen kleinen Wartungen (wie z.B. der Einbau einer Backup-Festplatte) mal abgesehen, und es gab niemals nennenswerte Probleme.
Eine Frau mittleren Alters bemühte sich sehr, die Ausgangstür von außen zu öffnen. Nun ist es aber so, dass meine Türen einen Griff/Drücker nur jeweils in eine Richtung haben, wie hier zu sehen ist. Die Ausgangstür hat daher außen keinen Griff, was die Kundin jedoch offenbar gar nicht misstrauisch werden ließ. Immer wieder versuchte Sie erfolglos, mit ihren Fingern in den Spalt zwischen Tür und Zarge zu gelangen.
Eine Kollegin bemühte sich zunächst, der Kunden aus der Entfernung zu signalisieren, dass sie die nächste Tür probieren soll. Offenbar hatte die Kundin (mit dem mutmaßlich inzwischen abgebrochenen Fingernägeln) dieses nicht verstanden und bemühte sich weiter, die Tür von außen zu öffnen. Schließlich half ihr meine Mitarbeiterin und drückte die Tür von innen auf: "Wir haben gleich nebenan auch eine Eingangstür" flötete meine Kollegin.
Wow, wenn man für rea-Card einen neuen Kunden wirbt, kann man sich als Prämie 40 Bonrollen aussuchen. Gut, wenn man den hauseigenen Bonrollenpreis ansetzt, kommt man da auf 72,00€ – das scheint ja erstmal eine recht wertvolle Prämie zu sein.
Erinnert irgendwie an diesen Witz:
Strahlend kommt der Bauer vom Markt nach Hause und berichtet seiner Frau: "Ich habe ein Schwein für 2000€ verkauft!"
Freut sich die Frau: "Gut, hast du Bargeld oder einen Scheck bekommen?"
Keins von beiden. Ich habe es gegen zwei Hühner zu jeweils 1000€ eingetauscht!
Zurück zum Thema: Da bestellt man die Bonrollen ja auch nicht. Bei Office-Discount kosten 40 Rollen nämlich nur 20,80€ und schon sieht das alles wieder ganz anders aus.
Die Aktion mit den Kürbissen war nicht so erfolgreich, wie gehofft. Nach knapp zwei Wochen haben wir nun den "Rest" (immerhin gut die Hälfte des ursprünglichen Inhalts) entsorgen müssen, da alle Kürbisse inzwischen mehr oder weniger matschig geworden sind.
Die kleinen Freuden am Morgen: Wenn einem angetrunkenen (schon oder noch?) Kunden durch seine fahrigen Bewegungen ein Pott Müllermilch aus der Hand rutscht, an einer Milchflasche aufreißt und der Inhalt sich gänzlich auf Kühlregal, Ware und Fußboden verteilt.
Mein Kassierer rief mich über das interne Telefon von der Kasse aus an, da es bzgl. eines bereits abkassierten Kunden etwas zu klären gab. Ein paar Leute warteten in der Schlage und ein Kunde regte sich auf einmal tierisch auf, weil mein Mitarbeiter in seinen Augen Privatgesprächen den Vorzug geben würde und daher die zahlenden Kunden warten ließ.
Da ich am anderen Ende der Leitung zuhörte, ging ich nach vorne, um den Mann etwas zu beruhigen. Es gelang auch, aber dies ist ein schönes Beispiel für den berühmten Satz von Dieter Nuhr: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
Mir stellte sich hier im Laden ein Redakteur von RTL vor, der noch einen Kollegen im Schlepptau hatte. Mit versteckter Kamera hatten sie hier im Laden gedreht. Es ging eigentlich nur um die nicht ernst gemeinte Frage an ein paar Verkäuferinnen, ob man für Obst und Gemüse auch eine Überführungsgebühr bezahlen müsse. Der Filmschnipsel soll eine Kfz-Sendung, die dieses Thema aufgreift, auflockern.
Ich war einverstanden, dass das Material verwendet wird. Leider ist mir erst hinterher eingefallen, eine bestimmte Frage zu stellen. Nämlich, ob meine Mitarbeiterin unerkannt bleiben wollte. Hätte sie wahrscheinlich auch nicht weiter gestört, aber es wäre erfreulicher gewesen, darüber zumindest mal geredet zu haben.
Aber schön, mal ein Kameraversteck zu sehen, wie es "Profis" verwenden. Also: Vorsicht, wenn euch jemand eine komische Frage stellt und jemand anders irgendwas in der Hand hält, z.B. Taschenkalender oder Brieftaschen.