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Flaschensammler mit PKW

WIr haben hier ja nun echt schon einiges Kurioses gesehen. Aber dass ein Flaschensammler, den ich in die Kategorie "Hardliner" stecken würde, weil er regelmäßig Säckeweise gesammelte Bierflaschen herschleppt und bei dem ich mich in der Tat in der Vergangenheit schon mehrfach gefragt habe, wie er das ganze Zeugs wohl transportiert, hier mit dem eigenen Auto vorfährt, haben wir noch nicht erlebt.

Die meisten Flaschensammler kommen zu Fuß, mit dem öffentlichen Personennahverkehr oder vielleicht auch mit Fahrrädern, Trolleys und Handwagen. Aber einen Automobilisten hatten wir in all den Jahren noch nicht dabei.

Früher rein

Immer wieder wieder erlebt man (gut, zugegeben, wir hier seit der 24-Stunden-Öffnung auch nicht mehr so häufig), dss Kunden vor der offiziellen Ladenöffnung schon einkaufen wollen. "Ich kann auch noch an der Kasse warten, aber ich könnte dann schonmal eben meinen Einkauf zusammensuchen." heißt es dann sehr oft.

Warum scheinen so viele Leute nicht zu verstehen, dass man einfach nicht möchte, dass schon jemand durch die Gänge läuft, während das Tagesgeschäft noch vorbereitet wird? Kassen einzählen, Ware auffüllen, saubermachen, umziehen etc. sind alles Tätigkeiten, die man gerne auch mit dem Wissen erledigt, dass eben noch niemand im Laden umherirrt.

Nie gemeldet

Ich habe hier gerade noch den ec-Cash-Beleg von der Transaktion gefunden, bei der vor ein paar Monaten ein Mitarbeiter einer Kundin versehentlich 900 Euro zu viel belastet hat.

Die Sache war nicht ganz einfach zu lösen, mit Hilfe der Bank in Form von mindestens einem zugedrückten Auge klappte es dann aber doch.

Ein wenig verwundert bin ich schon, dass ich nie wieder etwas von der Frau gehört habe. Keine Kritik für den Fehler, kein Lob für die Lösung, nichtmal ein bisschen Smalltalk um die Sache als solche. Einfach nichts. Irgendwie auch komisch.

Klar, Polizisten...

Wir haben einen Ladendieb im jungen Erwachsenenalter gestellt und hatten mit ihm eine rege Auseinandersetzung in der Nähe der Lagertür.
Plötzlich kamen zwei Typen dazu, die nicht viel älter waren als der Dieb, ezählten irgendwas davon, dass sie "Polizisten und gerade zufällig in zivil unterwegs" wären und dass sie ihn doch am besten gleich mitnehmen würden.

Leider konnte ich mich um die beiden Spinner nicht auch noch kümmern und habe sie komplett ignoriert, bis sie sich schließlich von selber vom Hof machten. Hätte mich mal interessiert, was die (echte) Polizei, die sich schließlich um den eigentlichen Dieb kümmerte, mit denen noch angestellt hätte.

Ist das per Definition eigentlich schon Amtsanmaßung?

Andere klauen mehr

Wir haben einen Ladendieb erwischt. Er hatte eine Flasche Bier geklaut und war eigentlich ganz friedlich. Hat zwar zwischendurch versucht, eine Kollegin, mit der er kurzzeitig alleine im Lager stand, mit Drohgebärden einzuschüchtern, aber das wirkte im Großen und Ganzen eher lächerlich.

Er sah gar nicht ein, dass er etwas Unrechts getan haben würde und seine Argumentation dafür war einfach unschlagbar: "Andere klauen viel mehr als ich. Um die sollten wir uns lieber kümmern und nicht um einen armen Mann, der sich nur ein Bier für den Durst gemopst hat."

Kleinvieh macht leider auch Mist.

Frage des Standpunkts

Anruf eines Callcenters: Ziemlich direkt gesagt ging es um Krankenversicherungen, speziell um meine eigene, und dass ich nicht gleich auflegen soll, weil man mir ja ausdrücklich nichts verkaufen, sondern lediglich ein Vergleichsangebot zukommen lassen wolle.

Wenn mir das Angebot zusagen würde, könnte ich einfach unterschreiben und die Unterlagen zurücksenden.


Ich verkaufe hier offiziell übrigens auch nichts. Die Räume in der Gastfeldstraße sind nur angemietet, um hier eine Daueraustellung zum Thema Lebensmittel zeigen zu können. Auf Wunsch kann man einige der doppelten Exponate natürlich gerne auch erwerben.

Aufkleber geliefert

Cool: Die von mir vor einer Woche bestellten Aufkleber sind soeben geliefert worden. Und zwwar nicht nur die bestellten zwei Exemplare pro Ausführung, sondern jeweils gleich sieben Stück. Ohne Aufpreis natürlich. Da war wohl ein Mitarbeiter voller Elan. :-)

Sie sehen jedenfalls gut aus und sobald ich etwas Ruhe finde, werde ich sie ordentlich an den Fahrradanhänger pappen.


Faxversendung

Ein Kunde wollte ein Fax verschicken. Kein Problem, das ist ein Arbeitsaufwand von unter einer Minute und auch körperlich nicht sehr anstrengend.

Nachdem alles erledigt war, drückte ich ihm sein Original wieder in die Hand. Er quittierte dies mit einem Dank und der Frage nach dem, was ich dafür bekommen würde.

Ich erklärte ihm, dass das so in Ordnung sei, woraufhin er sehr verwundert wirkte: "Schreibwarenläden und Copyshops nehmen dafür einen Euro oder sogar einen Euro fünfzig."

Finde ich krass. Klar müssen wir hier auch Geld verdienen und von irgendetwas leben. Aber für eine Leistung, die im Zeitalter von Telefonflatrates faktisch nichts kostet, kann ich nicht ruhigen Gewissens auch noch Geld verlangen.

Macht fast gar nichts mehr

Vor einiger Zeit hatte ich über meine etwas unkonventionell beschriftete Klingel an der hinteren Eingangstür geschrieben.

Nachdem in der Zwischenzeit etliche Mitarbeiter mit Rollcontainern gegen die Klingel gerammt sind, fehlt der Taster und der Rest vom Gehäuse hängt traurig am Kabel.
Wird mal Zeit für eine neue. Und die werde ich dann so hoch hängen, dass man sie nicht mehr versehentlich abreißen kann. :-|


Oben unten

Da hat wohl in der Etikettiermaschine ein Etikett im Stapel verkehrtherum gelegen. Und dann steht man hier im Laden vor dem Problem, wie herum man das Glas in das Regal stellen sollte: Mit dem Deckel nach oben oder doch lieber andersherum? :-)


Keine 5 Euro

Eine Kundin drückte mir eine abgelaufene Tütensuppe in die Hand. Ist zwar nicht schön, wenn Kunden sowas finden, aber passiert nunmal auch in den besten Häusern immer wieder.

Ich nahm die Tüte entgegen, bedankte und entschuldigte mich und wollte mich gerade umdrehen, als die Frau noch etwas ergänzte:
"Ähm..?"

Ja? Haben Sie noch eine Frage?

Bekomme ich die fünf Euro an der Kasse?

Welche fünf Euro?"

Es ist doch so, dass man fünf Euro bekommt, wenn man ein abgelaufenes Teil findet."

Also bei mir nicht. Im Grunde kenne ich überhaupt keinen Laden mehr, bei dem man für das Finden abgelaufener Ware noch etwas bekommt.

Aber das ist doch Vorschrift.
Sie schien mein Kopfschütteln zu akzeptieren. Aber zumindest drohte sie nicht damit, die Sache dem Gesundheitsamt, der BILD-Zeitung, dem Papst oder Amnesty International zu melden.

Aufschwatzen und herummäkeln

Viele Vertreter, gerade auch von kleineren Lieferanten und auch Handelsagenturen, die kleinere Lieferanten vertreten, sind Meister im Aufschwatzen. Irgendein winzinges Regal oder einen winzigen Aufsteller, oft geht es gar nicht um mehr, wird man doch wohl noch irgendwo im Laden unterbringen können.

Das Argument, dass einfach kein Platz vorhanden sei, wird schlichtweg übergangen. Wer meinen Laden kennt, wird bestätigen können, dass das aber nicht nur eine leere Phrase ist. Naja, oft findet sich auch ein Platz. Irgendwo im Regal mitplatziert oder in irgendeiner unauffälligen Ecke hingestellt. Es ist nunmal kein Platz, alles unmittelbar vor der Kasse mitten in den Kundenlauf zu stellen. Wenngleich viele Vertreter das aus irgendeinem Grund aber so sehen.

Es folgt das, was kommen muss: Die Kunden sehen diese tollen, exklusiven, hochwertigen, einmaligen, herausragenden, besonderen und unverzichtbaren Artikel nicht.
Und dann kommen die Vertreter wieder und schieben die Schuld an verstaubten, abgelaufenen oder in zu geringer Menge nachbestellten Artikel auf den Einzelhändler, der sie ja vollkommen lieblos an unauffälliger Stelle platziert hat.

Es ist ja nicht so, dass ich dieses Verhalten bislang erst ein einziges Mal erlebt hätte...

Betrunkener Mann im Laden

Dieses Video ist, wie man unschwer erkennen kann, nicht bei mir im Laden entstanden. Wir haben aber auch schon Kunden gehabt, die so breit waren, dass sie sich kaum noch aufrecht halten konnten. Die haben aber nie so eine filmreife Show abgeliefert. :-)