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Ohwei...

Eine Kundin, offenbar auch nicht mehr ganz alleine nüchtern, fühlte sich an der Kasse unfreundlich behandelt und beschwerte sich bei mir über meinen Mitarbeiter.

Sie drohte unter anderem mit einem Disziplinarverfahren gegen den Kassierer, der sie so menschenunwürdig behandelt hat.

...

Gewusst, was

Kundenwunsch:
Ich suche Alkohol. Sowas wie Chantre oder so'ne Scheiße.
Ich find's befremdlich, wenn Leute so über Produkte reden, die sie konsumieren wollen...

Der Chef meckert bestimmt nicht DESWEGEN

Eine Kundin beschäftigte eine Kollegin mehrere Minuten. Sie suchte Tee, Teebeutel, Teefilter und ließ sich die verschiedenen Möglichkeiten der Teezubereitung erklären. Irgendwann stutzte die Kundin und meinte: "Oh, ich will Sie jetzt aber nicht weiter von der Arbeit abhalten. Nicht, dass Sie noch Ärger mit ihrem Chef bekommen."

"Ich bekomme höchstens Ärger, wenn ich mir nicht die Zeit für Sie nehme." erklärte meine Mitarbeiterin.

"Da sind Sie aber wohl die große Ausnahme. Ich kenne es von anderen Läden nur so, dass einem nichts oder nur ganz knapp gezeigt wird."

Kenne ich vom Discounter aus eigener Erfahrung leider auch. Habe vor langer Zeit während meiner kurzen Anstellung bei "Plus" auch alle Kunden konsequent zur Ware geführt und auch Fragen beantwortet. Gab mal Mecker vom Vorgesetzten, war mir aber egal. Ich habe das Verhalten beibehalten und trimme hier in meiner eigenen Firma alle Mitarbeiter ausdrücklich darauf, die Kunden zur Ware zu begleiten und sich entsprechend Zeit zu nehmen.

Wie Björn zu seinem SPAR-Markt kam – Teil 48

Die Maler haben sich durch den Laden durchgearbeitet und sind inzwischen in den Nebenräumen angekommen. Damit das Lager vernünftig gestrichen werden konnte, war es notwendig, einmal alles wegzuräumen. So leer hat man den Raum später nie wieder gesehen.
Die Bilder sind übrigens mit einer normalen digitalen Kompaktkamera gemacht worden. Das war also keine Weitwinkelaufnahme, nein, das Lager ist so groß.



Über den Malereibetrieb, der hier damals die Farbe an die Wände geschmiert hat, kann ich mich heute noch jeden Tag erneut aufregen. Das ist damals leider im Umbaustress untergegangen – aber normalerweise hätte ich die Rechnung nicht bezahlt, solange noch Wandfarbe an sämtlichen Lichtschaltern und Steckdosen klebt. Die haben so unglaublich schlampig gearbeitet. Fürchterlich. :-(



Blick in mein heutiges Büro. Damals noch Fleischkühlraum.


Wie Björn zu seinem SPAR-Markt kam – Teil 47

Die Arbeiten in der Wurst- und Käseabteilung gehen natürlich auch weiter. Außer einem Wurstgehänge gibt es nämlich eine neue Arbeitsplatte mit zwei untergebauten Schränken. Selbes Ladenbauunternehmen, das auch Weinspiegel und Büroschreibtisch gebaut hat. Ich sage jetzt einfach mal nichts zu dem Preis für die beiden Schränkchen. :-O

So gesehen tut es doppelt weh, dass diese Sachen heute schon gar nicht mehr existieren. War leider alles Maßanfertigung und nach Abbau der Bedienungsabteilung einfach nicht mehr zu verwenden. An der Wand steht heute mein großer Tiefkühlschrank.



So sehen die Weinregale mit kompletten Holzteilen aus: Oben den Spiegel, die Fachböden mit Preisschienen auf Holzprofilen und unten Holzkisten für die liegende Platzierung der Flaschen. Sieht so auf dem Foto noch etwas dürftig aus, aber komplett mit Flaschen bestückt macht der Aufbau richtig was her.



Ich sagte bereits: Wir haben ganz viel Zeugs entsorgt. Im Laufe der vier Wochen der Renovierung hat sich auf dem Hof ein riesiger Müllberg angesammelt. Und das, obwohl sogar kontinuierlich Dinge davon verschwunden sind.


Wie Björn zu seinem SPAR-Markt kam – Teil 46

Der Coca-Cola-Block: Ein spezielles Regal in "Cola-Rot" und mit Beleuchtung. Das wurde damals von Coca-Cola kostenlos zur Verfügung gestellt und aufgebaut und steht heute noch genau so (nur mit anders eingehängten Fachböden) hier im Markt.



Auch im Kassenbüro gehen die Arbeiten voran. Von außen: Die verspiegelte Scheibe wurde in das Loch zum Markt eingesetzt. So kann man ungestört und ohne gesehen zu werden arbeiten, hat aber die Möglichkeit, halbwegs unauffällig in den Laden zu sehen. Sehr praktisch und hat in den vergangenen Jahren schon so manchen Ladendiebstahl verhindert.



Von innen: Die ersten Regale hängen an den Wänden, die Erstausstattung an Ordnern in allen Farben (und noch gänzlich ohne Inhalt) ist untergebracht und sogar der erste PC ist aufgebaut. Zwar noch nicht vollständig, aber mir war von Anfang an klar, dass ich hier nicht ohne Computer arbeiten möchte. Anfangs primär zum Schilder drucken, etwas später zum Surfen via 28.8er-Modem. DSL? Gab es damals hier noch nicht.
Mit erstaunen entdecke ich gerade auf dem Bild das kleine Dymo-Beschriftungsgerät. Ich hätte schwören können, dass wir das erst viel später angeschafft haben. Wow, dann ist das Gerät mittlerweile schon über 9,5 Jahre alt. Und immer noch regelmäßig im Einsatz. :-)


Zum Glück nur PET

Einer älteren Kundin fielen vor dem Leergutautomaten ständig ihre Flaschen zu Boden. Irgendwann guckte ich nach und beobachtete, dass sie die immer nur hektisch bis maximal zur Hälfte in die Öffnung steckte. Ein Großteil der Flaschen fiel dann, bedingt durch die Gravitation, einfach vorne wieder aus dem Automaten.

Dass manche Leute Sorge habe, weit in das Gerät zu fassen, habe ich hier ja nun schon häufiger erwähnt. Aber diese Kundin hatte schon Angst, dass ihr der böse Leergutautomat schon bei der kleinsten Annäherung die Hand abhacken würde.

Tzz... :-)

Wie Björn zu seinem SPAR-Markt kam – Teil 45

Während der Renovierung des Ladens haben wir unglaublich viel altes Zeugs entsorgt. Dazu gehörten zum einen diese Draht-Zigarettenträger. In der heutigen Zeit Zigaretten ohne weiteren Schutz zu präsentieren, ist ja zumindest in städtischen Gebieten eine regelrechte Aufforderung zum Diebstahl. Also: Weg damit. Stattdessen habe ich einen Automaten für die Zigaretten bekommen, aus dem die Schachteln auf Knopfdruck einzeln herauskommen. Da wird zwar hin und wieder auch mal eine unbezahlt eingesteckt, aber das sind Ausnahmen.



Dieses windschiefe Regal stand hier im Lager und wurde von den Kaiser's-Leuten ungelogen so wie es ist benutzt. Ich hätte mich nicht getraut, da auch nur ein einziges zerbrechliches oder empfindliches Teil drauf unterzubringen... :-O



Auch im Kassenbüro geht es weiter: Inzwischen sind die Wände gestrichen worden und der Tischler hat mir einen Schreibtisch eingebaut. Schon wieder ein Punkt, an dem ich mich über die Wucherpreise dieses Ladenbauunternehmens aufregen könnte: Für diese rund zwei Meter Arbeitsplatte, die qualitativ mit einer guten Küchenarbeitsplatte mithalten kann, musste ich hinterher deutlich über tausend Mark bezahlen. Jetzt schnell wieder vergessen.


Wie Björn zu seinem SPAR-Markt kam – Teil 44

Es wurde Zeit, das kleine Büro, für viele Jahre der einzige reelle Arbeitsplatz hier im Laden, an dem man zurückgezogen und konzentriert arbeiten konnte, aufzubauen.
Zunächst musste das alte Büromöbel weichen: Ein alter Schrank mit wenig Stauraum, den wir schlicht und einfach aus dem Fenster in die zukünftige Getränkeabteilung geworfen haben. Das Möbelstück war nicht unserer Meinung und zerbrach bei dem Aufprall nicht in seine Einzelteile, aber da halfen später ein paar gezielte Fußtritte weiter. Jetzt müssen erstmal die Maler und Tischler ran und dann gibt es das nächste Foto vom Büro.



Unser Zeitungsregal. Es gab damals ein neuartiges System zur Zeitschriftenplatzierung: Jeweils drei Acrylglasfächer wurden abgestuft hintereinander installiert. Auf diese Weise verdreifachte sich quasi die Präsentationsfläche für Zeitschriften. In diesem nur vier Meter breiten Regal haben wir so zu diesem Zeitpunkt 36 laufende Meter Präsentationsfläche.



Auch an anderer Stelle geht es weiter. Die Artbeiten an der Wurst- und Käse-Bedienungstheke sind in vollem Gange. In diesem Zusammenhang habe ich ein schmiedeeisernes Wurstgehänge (lacht nicht, das heißt wirklich so) bekommen. Ein sehr schönes und stabiles Stück Ladeneinrichtung.

(Anmerkung am Rande: Die Abteilung existiert in der Form nicht mehr, aber das Gehänge habe ich hier immer noch, denn zum wegwerfen ist es zu schade. Sollte jemand Interesse daran haben: Bitte melden. Wird auch nicht teuer.)


Schnauze voll von Herrn B.

Vor genau einer Woche stellte ich mir die Frage "Was nun?"

Am nächsten Tag war der alte Mann wieder hier und ich sprach ihn auf die Vorkomnisse an. Er entschuldigte sich und versprach mir in die Hand, dass er nie wieder etwas klauen würde und auch meinen Vorschlag, ab sofort sogar einen roten Korb zu verwenden, um irgendwelche Missverständnisse grundsätzlich vermeiden zu können, akzeptierte er.

Eben war er wieder hier. Zufällig beobachtete ich, wie er den Laden betrat und da ich sowieso am Computer arbeiten musste, zog ich das Bild der Videoanlage auf den anderen Monitor und guckte dem alten Mann mit einem Auge zu.
Er nahm sich tatsächlich einen roten Einkaufskorb, füllte diesen auch mit Ware. An einer etwas abgelegeneren Stelle hier im Laden, aber genau im Sichtfeld einer der Kameras, stopfte er sich ein Glas hochwertige Konfitüre in die hintere Hosentasche.

Oh, Mann. Auch wenn ich mal irgendwann beschlossen habe, ihn gewähren zu lassen – wenn man es nicht nur ahnt, sondern auch weiß, dass man beklaut wird, ist es nicht mehr mal eben zu ignorieren.

Nach zäher Diskussion an der Kasse, ich dachte zeitweise, dass er mir vor allen anwesenden Kunden seinen Stock rüberziehen würde, packte er das Glas wieder aus. "Das habe ich versehentlich dort reingesteckt und dann vergessen." erklärte er. Das glaubte ihm niemand.

Es reicht. Nun hat er endgültig Hausverbot. Übler als den Diebstahl nehme ich ihm übrigens das gebrochene Versprechen.

Von jedem Scheiß vier Durchschläge

Eine Kundin hatte ihr bei Rossmann gekauftes Toilettenpapier hier an der Kasse vergessen und rief, als sie den Verlust bemerkte, von zu Hause aus an, damit wir das Paket sicher für sie aufbewahren können. Klar, kein Problem. Machen wir doch.

Was mir erst später auffiel: 5lagig. Wow. :-O


Knackplatsch

"Gut festhalten!", ermahnte die junge Mutter ihren etwa vier- oder fünfjährigen Nachwuchs vor dem Eierregal. "Wenn du die fallen lässt, sind sie kaputt."

Muss ich noch weiterschreiben? ;-)