Scannerkunst 02
Teil 2: Ein paar Zotter-Tafeln:
Während Ines alles abschloss, begutachtete ich noch einmal den Zustand der Ladung und hörte plötzlich ein ganz leises Zischen, das irgendwie diffus von unterm Anhänger herzukommen schien. Ines konnte es auch nicht richtig Orten, aber da genau unter dem Hänger zwei Schachtdeckel zu sehen waren, vermuteten wir, dass das Geräusch eventuell daraus kommen könnte.
Also fuhr ich zwei Meter vor. Das Zischen war immer noch unter dem Anhänger zu hören. Diesmal brauchen wir gar nicht so genau hinzusehen, um zu erkennen, was passiert war. Offenbar war uns beim Einladen ein solcher Regalhaken unter den Anhänger gefallen:
Den Haken haben wir auch mitgenommen, jedoch anders als geplant. Wir haben uns die beiden Enden in den Reifen gefahren, der nun von Sekunde zu Sekunde platter wurde.
Wir scheuten die Arbeit, den Hänger wieder auszuräumen und überlegten kurz, ob wir die knapp drei Kilometer bis zum Schrottplatz schaffen würden. Verantwortungsbewusst wie wir sind haben wir das natürlich dann doch nicht gemacht und das ganze Geraffel in der Halle wieder abgeladen.
Wir schafften es tatsächlich, einen Anhänger-Fachbetrieb zu finden, der uns spontan ein Komplettrad, also einen neuen Reifen mitsamt Felge, verkaufen konnte. Abholen, Reifen wechseln, Schrott wieder aufladen und ab zum Schrottplatz.
Unter anderem haben wir neben sehr viel Kleinkram auch ein paar Dinge entsorgt, die man hier schon aus dem Blog kannte. Zum Beispiel die Zeitungskiste von 2021, die wir zugunsten der rollbaren Truhe ausgemustert hatten. Und auch die defekte Salattruhe, die nun seit neun Jahren in der Halle vor sich hin verstaubte und längst entsorgt sein sollte. Der große Kasten ist der Schließfachschrank, den wir in Findorff im Einsatz hatten. Der war alt und gammelig, den wollte keiner mehr haben.
Es war "nur" 400 Kilogramm Altmetall, aber vor allem viele großvolumige Teile. So haben wir nun wieder etwas mehr Platz in der Halle, eine Wohltat! :)
Obwohl (oder möglicherweise auch gerade deswegen) in Norwegen Energydrinks seit Anfang des Jahres erst ab 16 Jahren verkauft werden dürfen (gesetzlich, keine freiwillige Auflage der Einzelhändler), scheinen die Norweger so viele Energydrinks zu konsumieren, wie keine anderen … (Vielleicht braucht man das auch in der dunklen Jahreshälfte, um überhaupt irgendwie in Schwung zu kommen. Da sollen ja sogar die Norweger (Skandinavier im Allgemeinen) nicht immer gut mit klarkommen.)
In einem Supermarkt war zum einen dieses Kühlregal zu sehen, in dem ausschließlich Produkte der Marke Monster angeboten wurde. Dutzende Kartons standen dort in dem knapp fünf Meter langen Regal mitten im Laden in der Getränkeabteilung:
Weiter Richtung Kasse war noch einmal ein gleich langes Kühlmöbel zu sehen, in dem auch andere Marken platziert waren. Diese wurden in kleinen Rollbehältern einfach in das Kühlregal geschoben. Dazu unten noch mehr. Die Menge an Energydrink-Dosen, die nur in diesem mittelgroßen Supermarkt angeboten wurden, war kaum zu glauben.
Das Kühlregal mit den Rollbehältern ist praktisch: Die Dosen können an anderer Stelle im Markt oder vielleicht auch im Lager bequem und ungestört auf die Wagen gestapelt werden, die dann einfach in das Möbel geschoben werden: