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Entenfilets

Vorige Woche bestellte ein Kunde 10 Packungen frische Entenfilets. Ich sagte sie ihm für heute, Freitag, zu und bestellte dementsprechend eine größere Menge dieser Fleischstücke.

Eben war der Kunde hier und wollte die Filets abholen. Er schien gar nicht glücklich und tat war sehr schockiert über den Preis von rund drei Euro pro Stück und erzählte mir, dass er vor 2-3 Wochen doch nur etwa 1,70€ dafür bezahlt und er für den Preis sogar eine Doppelpackung bekommen hätte. Damit sind die Stücke, die ich ihm jetzt verkaufen wollte, ja gleich vier mal so teuer. Die könne er natürlich nicht kaufen.

Daraufhin erfuhr er von mir, dass ich die Entenfilets extra für ihn bestellt hätte und dies normalerweise nur mit Anzahlung tun würde. Wir einigten uns darauf, dass er sechs Stück mitnimmt. Über die restlichen werden sich hier im Laden bestimmt noch ein paar andere Kunden freuen.

Wie er auf "Doppelpacks" kommt, ist mir schlicht und einfach ein Rätsel. Sowas hatten wir definitiv noch nie. Der "halben", aber runde Preis ist schnell erklärt: Er hat bestimmt ein heruntergesetztes Stück gekauft.
Es wäre übrigens nicht das erste Mal, dass ein Kunde einen preisreduzierten Artikel kauft, diesen nachbestellt und sich dann darüber aufregt, dass er "so teuer" ist...

Scheinkontrolle

Eine größere Summe habe ich in einem meiner beiden Lieblingsbaumärkte (Einer davon ist Jyppieh yaya yippieh yippie yey, der andere Name repräsentiert die neue Sachlichkeit) bar bezahlt.

Ich reichte der netten Kassiererin in paar 50-Euro-Scheine, die sie natürlich brav auf Echtheit überprüfte. Dachte sie zumindest. Okay, die scheine waren alle echt - aber wenn nicht, hätte sie es jedenfalls nicht dadurch heruasgefunden, dass sie die Banknoten auffächert, hochhält und mit einem Blick alle Wasserzeichen auf ihre Anwesenheit kontrolliert.

Das Wasserzeichen ist das berühmteste, aber auch heutzutage am leichtesten zu fälschende Sicherheitsmerkmal. Ausschließlich(!) der Stichtiefdruch, die fühlbaren Aufdrucke, sind heute relativ fälschungssicher. Ich konnte es mir nicht verkneifen, habe durchaus überlegt, ob es überheblich ist, und habe die nette Dame dann doch einfach mal darauf hingewiesen. Die Aussage, dass ich selber Kassentrainings durchführe, war für sie wahrscheinlich am beeindruckendsten.

Glaubt mir, ich habe schonmal einen falschen Hunderter der Kategorie "beste Fälschungen" in der Hand gehalten. Sie haben ein Wasserzeichen, Silberstreifen, UV-Partikel, Kippeffekt, Hologramm und ein funktionierendes Durchsichtregister!

MHD 31.05.98

Unter einem unserer Regale fanden wir eine Packung Perlgraupen. Das kann in einem Supermarkt durchaus passieren, schließlich handeln wir mit Nährmitteln aller Art - doch diese Packung war irgendwie... anders.

Obendrauf, gleich neben dem Haltbarkeitsdatum, klebt noch das Preisschild von KAISER'S: 0,99 DM

Ich denke, ich weiss auch, wie diese Packung den Weg ans Tageslicht gefunden hat: Hier wurde bis vor ca. 6,5 Jahren noch eine KAISER'S-Filiale betrieben. Damals hatte ich die Einrichtung übernommen, unter anderem auch sämtliche Stahlregale. Diese Regale haben wir zwar gründlich gereinigt, aber dazu nicht komplett zerlegt. Die Ständer und Rückwände haben wir überwiegend komplett gelassen. Nun ist es so, dass mitunter Ware von oben zwischen die Rückwände fällt und sich dort verfängt, anstatt unten wieder herauszuplumsen. Dieses Schicksal teilte wohl auch diese Packung Graupen, die sich vermutlich im Laufe der Zeit durch Erschütterungen befreit hat und so wieder unter einem Regal aufgetaucht ist...

So... Jetzt liegt's im Müll und wird nicht wieder auftauchen.


Lästig

Gibt es eigentlich ein wirksames Mittelchen gegen Messerschleifer, die "turnusmäßig gerade in Bremen" sind und meine Messer und Hackklötze bearbeiten wollen?

Die rufen ja inzwischen noch öfter an als irgendwelche Lotterien, Werbemittelproduzenten oder Telefongesellschaften.

Verschobene Lieferung

So ein Mist: Ich habe völlig übersehen, dass sich durch den Feiertag auch unsere Bestellzeiten um einen Tag verschoben haben. So hätte ich nicht erst am Mittwoch, sondern schon am Dienstag bestellen müssen.
Die Konsequenz: Die komplette Ware wird erst morgen geliefert werden, was einen recht ruhigen heutigen Freitag zur Folge haben wird. Als Ausgleich dürfen wir dafür morgen die Ware verräumen - und samstags ist es hier auch ohne Hauptlieferung schon hektisch genug...

Gutschein-Beispielbild

Vom Magazin "PC-Paxis" gibt es ein Sonderheft mit dem Titel "web selling - Geld verdienen mit dem Internet". Das Heft richtet sich an alle, die mit Ebay oder einem eigenen Onlineshop bereits Geld verdienen oder dies erst noch tun wollen.

Eines der Titelthemen: 20 Frische Ideen für Sonderaktionen

Punkt 1: "Mit Gutscheinen - egal ob per Post oder per Mail - locken Sie Ihre Kunden wieder in Ihren Onlineshop. [...]"

Das mag ja auch alles so weit nicht anzuzweifeln sein. Nur das zu dem Artikel gehörende Bild finde ich interessant: Dort sind Roland "Rechtsgutscheine" abgebildet. Diese Gutscheine sind ein (inzwischen nicht mehr verwendeter) Bestandteil der Bremer Regionalwährung "Roland" und haben gar nichts mit Warengutscheinen für einen Onlineshop zu tun. Alleine aus Prinzip schon nicht, da Regionalwährungen vor allem den Sinn haben, regionale Wirtschaftskreisläufe zu fördern und zu stärken.


So kommt es, wenn man in der mecom-Datenbank einfach eines der Bilder nimmt, die beim Suchbegriff "Gutschein" dargestellt werden. :)


Produkt der Woche 18/2006: Diet Coke with Lime

Was für eine Freude: Heute habe ich von einem Importeur für Produkte aus Großbritannien eine ganze Einheit in Form von 24 FLaschen Diet Coke with Lime bekommen.
Ich habe dieses Getränk letztes Jahr in England quasi literweise getrunken und war hellauf begeistert. Der Erfrischungsfaktor ist enorm groß und die "Lime" schmeckt für ein Lightprodukt ausgesprochen gut.

Schade nur, dass es sich dabei um Importflaschen handelt, die ich aufgrund der Pfandpflicht für Einwegbehältnisse gar nicht verkaufen kann. Dass ich den Bestand demzufolge selber trinken muß, war aber eingeplant. :)


Andere Warteschleife

Sowas liebe ich ja auch: Nachdem ich mir zwei Minuten lang die schwungvolle Wartemusik angehört habe, kommt die Ansage, dass man mich nicht länger warten lassen möchte und darum bittet, zu einem späteren Zeitpunkt zurückzurufen.

Die Möglichkeit, dennoch in der Leitung zu bleiben, besteht nicht. Die Verbindung wird nach der Ansage abgebrochen. :(

Man mag das als Service ansehen. Mich stört es jedenfalls nicht, das Telefon mit aktivierter Freisprecheinrichtung Musik plärrend ein paar Minuten neben mir stehen zu haben.

ec-Cash mal wieder

Seit fast einer Stunde arbeite ich an einem anderen Blogeintrag. Vielleicht schaffe ich ja, ihn bis heute Abend fertigzubekommen. Wenn die Unterbrechungen nicht aufhören, wird dies jedenfalls bestimmt geschehen.

In diesem Moment hänge ich seit über neun Minuten in der Telecash-Warteschleife und hoffe auf nähere Informationen darüber, warum schon wieder mehr als jede zweite Kartenzahlung nicht funktioniert und kommentarlos abgebrochen wird.

[Hotline-Gespräch]

Nach einem Neustart des Gerätes und Ausdruck des Diagnoseberichtes erzählte mir der Mann von der Hotline, dass mein Terminal keine ISDN-Verbindung hätte und dass ich das Problem auf der Seite selber suchen müßte, ggf. über den Telefonanbieter.

Gleich darauf buchte ich erfolgreich zwei Kartenzahlungen. Eine als Test von meinem eigenen Konto und eine von einer Kundin, die gerade an der Kasse stand.

Ich glaube, beim nächsten Problem werde ich das Terminal erst neu starten und danach die Hotline anrufen...

Sack Reis - die Auflösung

Dies sind die offiziellen Manitu-Kalender.

Wie auf Kalendern üblich sind dort viele verschiedene Termine eingetragen, unter anderem Feiertage und einige IT-relevante Daten.

Am 23. Mai steht dort einfach nur: "In China fällt ein Sack reis um. Kommt öfter vor." :-) Den Blogeintrag von heute Morgen konnten natürlich nur diejenigen verstehen, die den Manitu-Kalender kennen...


Onlineshop-Versandkosten

Was lange währt, wird endlich gut.

In der Vergangenheit habe ich den Hermes Privatkundentarif genutzt, habe mich aber nun für den wesentlich günstigeren "Profi Paketservice" registrieren lassen. Diese Ersparnis möchte ich natürlich auf jeden Fall an die Shopkunden weiterreichen.

Die Versandkosten im Onlineshop liegen damit ab sofort wieder bei pauschalen 4,50€! Diesen Preis hatte ich ja anfangs auch schon gewählt, aber selber wesentlich mehr für den Versand bezahlt.

Ab 30 Euro Bestellwert bleibt es natürlich versandkostenfrei!

Glaser-Abzocke

Im Markt in Achim haben Kinder in eines der Oberlichter vom Lager einen Fußball gekickt. Der Verursacher läßt sich nicht mehr herausfinden, der Schaden muß aber behoben werden. Die Glasbruchversicherung wird vor allem deshalb nicht zahlen, weil ich dort keine habe.
Irgendein Mißverständnis zwischen Marktleiter und Glaser führte dazu, dass nicht nur ein Preis genannt wurde, sondern auch gleich der Geselle mit dem Einbau der neuen Scheibe begann. Der mitgebrachten Rechnung nach sollte der Austausch der Scheibe rund 170 Euro kosten. Das lag sogar noch über meiner als absolut schmerzhaft definierten Obergrenze und erforderte dringenden Handlungsbedarf.

Bei der Scheibe handelt es sich um ziemlich genau einen halben Quadratmeter Einfachverglasung mit einer Dicke von 6mm. Ein Glaser hier in der Gegend nannte mir einen Preis von rund 25 Euro (brutto) für die Scheibe - ein Preis, dem ich voll und ganz zustimmte. Mit Einbau dürfte dabei etwas über 100 Euro herauskommen, schätze er.

Mit diesen Zahlen bewaffnet rief ich bei der Glaserei in Achim an. Nachdem geklärt war, warum der Geselle einfach mit den Arbeiten anfing, obwohl ich ja eigentlich nur vorab einen Preis wissen wollte, kläre ich mit ihm den genannten Preis:

Wie kommen Sie eigentlich auf 170 Euro?

Ich sagte Ihrem Marktleiter bereits, dass er mir nur die 147 Euro geben soll.
(Das war der auf der Ursprungsrechnung ausgewiesene Nettobetrag.)

So eine Scheibe kostet 25 Euro, vielleicht 26 oder 27 bei Ihnen. Aber mehr nicht.

Er rechnete etwas nach.

Die Scheibe kostet 33 Euro.

Das ist zwar etwas mehr, aber um die acht Euro geht es mir gerade gar nicht. Wieviel kostet bei Ihnen denn eine Arbeitsstunde?

Die Antwort kam recht zügig:

38 Euro.

Gut. Netto kostet die Scheibe ungefähr 28 Euro, plus 38 für die Arbeitszeit sind 66. Darauf die Mehrwertsteuer sind wir bei rund 76 Euro für die Durchführung der Arbeiten.

Kann auch sein, dass es länger als eine Stunde dauert. Da sind ja Gitterstäbe vor dem Fenster. Vielleicht 1,5 Stunden. Dazu kommen noch 22 Euro pauschal für die Anfahrt.

Ich rechnet ihm vor:

Also 28 Euro plus 57 Euro plus 22 Euro sind 107 Euro netto. Darauf die Mehrwertsteuer und schon liegen wir bei 124,12€.

Dann trage ich da 124 Euro netto ein, das sind dann brutto gut 143 Euro.

Wie kommen sie bitte auf diese Zahlen?

Das sagt mein Computer hier.

Vielleicht verrechnet sich ihr Computer ja auch. Nehmen Sie mal bitte einen Taschenrechner.

Ja.

Da tippen Sie jetzt ein: 28 Euro für die Scheibe, eineinhalb Arbeitsstunden, also 57 Euro und die Anfahrtspauschale in Höhe von 22 Euro. Ich komme da nur auf 107 Euro netto. Jetzt rechnen Sie mal die Mehrwertsteuer da drauf.

[Tipp, tipp..]

Pluuuuus... sechzehn... Prozent. Einhundertvierundzwanzigzwölf.

Genau. Und darüber dürfen Sie mir eine Rechnung schicken.

Ja, alles klar. Und wenn sie nochmal eine kaputte Scheibe haben, oder privat einen Spiegel brauchen, können wir das gerne übernehmen.

Ach, klar. Nachdem wir jetzt so gut miteinander reden können...

Das Gespräch endete wirklich symphatisch. Meinen augenzwinkernden Abschlußsatz konnte ich mir nicht verkneifen, aber er war wohl auch sehr überrascht darüber, dass ihm einer seine Kunden seine eigene Kalkulation vorrechnet. :-)

Sack Reis!

Ich möchte darauf hinweisen, daß heute offiziell in China ein Sack Reis umgefallen ist. Passiert zwar öfter, aber der heutige Tag ist diesbezüglich nunmal ein besonderer. :biggrin: :biggrin: :biggrin: