Es hat ja wirklich nicht lange gedauert, bis sich ein neuer Interessent für mein Auto gefunden hat. Ein 6 Jahre alter Volvo V70 scheint unter Hinterhof-Autoschiebern immigrierten Gebrauchtwagenhändlern irrsinnig heiß begehrt zu sein.
Ich will den Wagen aber nicht verkaufen, denn er bietet nämlich schön viel Platz für alle möglichen Transporte. So gönnte ich mir auch diesmal wieder den Spaß, trotzdem die Nummer anzurufen, ganz naiv zu tun und ein bißchen zu schachern:
Hallo?
Harste, Guten Tag. Ich hatte hier eine Karte an meinem Wagen.
Was für ein Auto.
Volvo V70
Baujahr?
Neunundneunzig.
Wie viele Kilometer?
Hunderfünfundsechzigtausend.
Wieviel wollen sie dafür?
Neuntausend?
Kein Interesse.
Aber Sie haben doch die Karte da rangesteckt auf der stand, daß sie den Wagen gerne kaufen würden..?
Zu teuer.
Was heißt denn "Zu teuer"? Das Auto ist in gutem Zustand und...
Ich war mir zuerst nicht sicher, ob da jemand mit Photoshop zugange war und/oder einer der Onlineshop-Betreuuer von Norma dieser Falschmeldung auf den Leim gegangen ist - aber es scheint den "Schnappi-Brotaufstrich" tatsächlich zu geben.
Die orange-grüne Farbgestaltung sollte wahrscheinlich zur Abschreckung dienen ( "Warnung! Gefahr!" ), aber offensichtlich scheinen Kinder darauf zu stehen. Etwas irritierend finde ich den Spruch "...macht klug und stark.", denn sicherlich wird man von der zum großen Teil aus Zucker bestehenden Creme bei übermäßigem Verzehr eher fett und weich.
Die Zutatenliste liest sicht allerdings recht normal: Zucker, Pflanzliches Öl, Laktose (Milch), Süssmolkepuler (Milch) Emulgator: Sojalezithin, Calciumkarbonat, Aroma: Vanillin, natürliche Farbstoffe. Überraschung: Da ist ja gar kein Krokofleisch drin? Tztz... ;)
Ein älterer Kunde (~80 Jahre) suchte als Präsent einen guten, trockenen Weißwein. Mein persönlicher Favorit unter den Weißweinen ist halbtrockener Riesling, der alleine schon durch die Rebsorte an sich sehr fruchtig schmeckt - so mußte ich auf eine mir unbekanntere Sorte zurückgreifen und entschied mich dann für den "Life from Stone", den ich vor einigen Wochen nach dem Weinsalon orderte.
Wie immer gab ich dem Kunden die Bitte mit auf den Weg, mich darüber zu informieren, ob meine Empfehlung gut war und ob der Beschenkte sich gefreut hätte oder ob der Wein nicht den Vorstellungen entsprach.
Daraus entwickelte sich dann der folgende Dialog:
Ich hoffe, daß ich den Begünstigten nie wieder sehen muß.
Moderne Faxgeräte mit großem Speicher können mitunter zu erstaunlichen Überraschungsmomenten führen: Der Papiervorrat war aufgebraucht und so hatten sich in der letzten Stunde einige Dokumente, u.a. auch mehrseitige, angesammelt.
So eine Serie ausgedruckt zu bekommen ist genauso spannend, wie auf den Briefträger zu warten. ;)
Laut LPV schreibt die Spar wieder schwarze Zahlen (26.07.2005).
Im April dieses Jahres hatte Edeka angekündigt, von ITM Entreprises 100 Prozent der Anteile an der Spar Handels-AG übernehmen zu wollen. Hierfür steht weiterhin die Zustimmung des Bundeskartellamtes aus. Spar geht jedoch davon aus, dass die Zustimmung in absehbarer Zeit erteilt wird."
Merkwürdig, alle schreiben SPAR als "Spar", auch die Profis vom Verlag Lebensmittel Praxis. Auch wenn es in der Pressemitteilung anders steht. Die Buchstaben S,P,A und R sind nämlich eine Abkürzung, nachzulesen auf der Website der SPAR: 1932 gaben sich die 16 Gründungsväter das Motto ”Door Eendrachtig Samenwerken Profiteren Allen Regelmatig”, was frei übersetzt soviel bedeutet wie: ”Vom gemeinsamen Handeln profitieren wir alle.” Die Abkürzung der ersten Buchstaben in niederländischer Sprache ergab den Namen des Verbundes: DE SPAR, auf deutsch ”Die Tanne”. Damit war gleichzeitig auch das Logo der SPAR geboren.
Mal sehen, wie es weitergeht mit SPAR und Edeka...
Würg!
Ein weiterer Link aus dem Newsletter der Verbraucherzentralen:
Anstatt der Geschmacksrichtung Vanille erwischte ein Verbraucher in Stuttgart die Sorte "gefrorener Frosch".
Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger
Der tagesspiegel hat eine Meinung, der ich mich mal wieder anschließen kann:
"Die meisten Verbraucher wollen gar nicht wissen, wo ihr Fernseher herkommt oder wie das Huhn gelebt hat, bevor es sich in Chicken Wings verwandelt hat. Das ist verständlich, weil angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit jeder versucht, sein Geld zusammenzuhalten. Wenn aber eine Mehrheit der Menschen nur nach dem Preis kauft, haben es teure Produkte „made in Germany“ schwer. Das ändert sich schlagartig, wenn sich die Risiken der Massenproduktion zeigen. Kaum glauben wir, dass es uns an den Kragen geht, verweigern wir uns kollektiv. Die Angst vor BSE hat nicht nur das Verbraucherministerium, sondern überall in Deutschland Straußenfarmen entstehen lassen und Krokodilfleisch in deutsche Pfannen gezaubert. Heute schmoren dort wieder Rouladen aus Massentierhaltung. Mit der Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Produkt, für oder gegen einen bestimmten Anbieter, könnten wir Konsumenten Einfluss auf das nehmen, was uns vorgesetzt wird. Verbraucher können mehr als nur verbrauchen. Schade, dass sie es allzu oft nicht tun."
Wie schön, daß ich den Newsletter der Verbraucherzentrale bestellt habe. Der hält mich auch mit wichtigen Verbraucherinfos und Gerichtsurteilen auf dem Laufenden, wenn ich keine Zeit habe, selbst zu surfen. :-)
"Kürbis im Glas" gibt es tatsächlich. Gibt es etwa wirklich Leute, die da an ganze Kürbisse in Gläsern in Goldfischkugel-Format denken? Natürlich werden die Früchte in Stücke geschnitten. Bei Kühne z.B. werden Kürbiswürfel in einem süss-sauren Aufguss eingelegt und mit Weinessig verfeinert.
Im neuen Laden haben wir vorsichtig mit dem Sortiment so angefangen, wie der Penny-Markt aufhörte: Straffes Warenangebot, schlichte Plazierung im Karton und absolute Discount-Preise.
Dieser Einstieg war sicherlich richtig und vor allem derjenige mit dem geringsten Risiko. Interessant ist allerdings, daß sich dort manche Dinge tatsächlich so zu entwickeln scheinen, wie wir schon oft vermuteten: Die Kunden fragen nach sehr vielen Produkten, die es im Penny nie gab: TK-Paella von Frosta, Kürbis im Glas, Rindfleisch in Dosen, Käsespezialitäten, Sauce Bearnaise, Zitronensäure zum Einmachen, vernünftige Auswahl an Diät-Produkten, vegetarischen Brotaufstrich, Quittengelee, Kandiszucker, Pikantje-Käse und noch vieles, vieles mehr.
Sortimentsvielfalt ist natürlich eine unserer großen Stärken und es ist wirklich unglaublich faszinierend, diese Entwicklung zu beobachten. Und das schon nach nur drei Tagen! :)
Die Verpackungen sind komplett mit kyrillischen Schriftzeichen bedruckt, einzig der deutsche Text mit der Zutatenliste und der Adresse des Importeurs ist bei jedem Einzelriegel auf einem zusätzlichen Aufkleber zu finden.
Ob es "Kit Kat Peanut butter" regulär in den deutschen Markt schafft, kann ich nicht beurteilen. Trotz der gewohnten, kantigen "KitKat"-Form, liegen die Barren geschmacklich sehr dicht an "Snickers", einzig die Ernußstücke fehlen, und ich finde sie sehr lecker. :licking:
Merke:
Wenn Lieferanten einem am Telefon zusichern, daß der Fahrer "jeden Moment um die Ecke biegen müßte", bedeutet das in Wirklichkeit so viel wie, daß er noch "im Laufe des Tages" auftauchen wird.
Unser Kassensystem druckt den Tagesabschluß auf einem Laserdrucker aus. Bei dem Drucker werden die oftmals sehr warmen Seiten oben zügig rausgeschoben.
...und dann war da noch ein Bewegungsmelder im Büro.
Wir werden den Drucker heute mal an einen anderen Platz stellen, um dieses Problem zukünftig großzügig zu umgehen.
Unsere Wach- und Schließgesellschaft hat mich gerade angerufen: Im Markt in Achim gab es einen Einbruchalarm, etwa 10 Minuten, nachdem meine Mitarbeiter den Laden abgeschlossen haben.
Von hier aus habe ich jetzt keine Chance, da auf die Schnelle hinzukommen. Tanja fährt nun zurück und wird sich die Sache ansehen. Die Polizei ist bereits vor Ort.
Ich bin mal gespannt, aber ich glaube nicht, daß sie ins Blog wollten.