Der Ladendieb von gestern wird jedenfalls der erste sein, dem ich eine offizielle Rechnung über die 50 Euro Fangprämie zuschicken werde. In der Vergangenheit hatte ich mich nie weiter darum bemüht, die Prämie einzutreiben - aber: Sie ist Bestandteil einer deutlich sichtbar aushängenden Abmachung. Sinngemäß: Wer klaut, schuldet mir 50 Euro. Unanfechtbar. Und warum soll ich mir nicht die viele Arbeit, die ich mit Ladendieben habe, bezahlen lassen?
Ich glaube, mit einer mutigen Fahrt durch den kalten Wind von der Firma nach Hause (knapp 20km) werde ich einfach mal meine persönliche Fahrradsaison 2006 eröffnen.
Die Sonnenstrahlen heute Nachmittag haben mich motiviert. ;)
Ein Mann kam eben in den Laden. Ob er angetrunken war, konnte ich nicht genau sagen. Vielleich ein bißchen. Aber so ganz nüchtern wirkte er nun auch nicht und sah dazu relativ heruntergekommen aus.
Dass Leute Tabak und Zigaretten, Kaffe, Kosmetik- und Körperpflegeprodukte, Alkohol und Junk-Food (Süßwaren aller Art) stehlen, ist man ja gewohnt. Der Typ hat sich eben jedenfalls zwei Pakete mit Zigaretten-Blättchen eingesteckt.
Wo er sich wohl den passenden Tabak dazu organisiert?
In gut zwei Stunden eigenhändig und alleine befüllt!
Der Schutt-Anteil reicht etwa bis zur Oberkante der rot-weißen Markierungen an der Längsseite des Containers. Die Pause habe ich mir redlich verdient. :)
Immer wieder rufen Leute an und fragen mich nach den Telefonnummern diverser anderer SPAR-Märkte in Bremen.
Es ist schon sehr sinnvoll, dafür zu sorgen, dass seine Firma leicht zu finden ist. Mein Telefonbucheintrag hätte regulär auch unter "H" gestanden ("Harste Björn, Neustädter Frischmarkt e.K.") - aber danach sucht doch kein Mensch.
Aber: Der Name des Inhabers ist doch dem Kunden letztendlich vollkommen egal. Für die Verbraucher ist das hier ein SPAR-Markt, also muß der entsprechende Eintrag auch unter S stehen.
Der Schuttcontainer ist gerade geliefert worden. Als Abholtermin habe ich gleich schon morgen Vormittag festgelegt. Damit wollte ich mir selber etwas Druck machen, um zügig mit der Arbeit fertigzuwerden.
Wenn es jetzt hier im Blog also etwas ruhiger wird, bin ich gerade beim Krafttraining Schutt schaufeln... ;)
Ich habe mir mal die Mühe gemacht und die unansehnlichen Reste unserer Blütenpracht vom vergangenen Jahr entfernt.
Man sieht jetzt aber schon sehr deutlich, wie die Erde in den Betonringen zusammengesackt ist. Ich glaube, ich hatte die damals bis zum Rand vollgeschüttet...
Gestern habe ich die letzten Reste Teerkork im alten Fleischkühlhaus in Säcke verpackt und alles zusammen draußen auf einen Haufen gestapelt.
Ursprünglich habe ich das Gesamtgewicht auf 200 oder großzügig sogar 250kg geschätzt. Ich vermute aber, dass es doch einiges mehr sein dürfte: Einer der großen Säcke wiegt schätzungsweise 25kg und in den blauen Müllsäcken stecken jeweils rund 15kg.
In ca. 1 Stunde wird der Container geliefert, den ich heute Nachmittag mit Schutt und Teerkork befüllen werde. Ich bin froh, wenn das Zeugs hier vom Hof ist. Ich glaube, Teerkork ist einer der widerlichsten Baustoffe, die je verwendet wurden.
So eine Überraschung: Als ich mich heute Morgen auf die Waage stellte, zeigte sie 95,4kg an. Dann habe ich auch in den letzten Wochen doch einiges an Gewicht verloren. Die "unbedeutenden" 100-200g-Schritte in den vergangenen drei Wochen enstanden wahrscheinlich durch ein ungünstiges Verhältnis von Mageninhalt zu Wiegezeitpunkt. ;)
Ein Kunde wollte eine leere Einwegbierflasche abgeben. Doch irgendwie war sie zu dick für unsere Kisten und dann fiel es erst auf: Sie hat 568ml Inhalt. Nanu, woher kommen denn die 68ml? Die Google-Suche brachte die Lösung sofort: Das auf den britischen Inseln gebräuchliche Raummaß Pint entspricht gerundeten 568ml.
Eine originale Guinness-Flasche aus Irland. Cool. ;)
Eine Kundin sprach mich darauf an, dass sie einen Artikel bei mir regelmäßig kaufen würde, wenn er denn billiger wäre.
Wenn ich derart auf jeden Kundenwunsch eingehen würde, hätte das sicherlich einen sehr guten Werbeeffekt und die Massen würden mir den Laden einrennen - aber das wäre alles nicht von langer Dauer, denn dann können ich hier schon nach kürzester Zeit den Schlüssel umdrehen...
Mit der Post kam ein handschriftlich adressierter Brief in einem C5-Umschlag. Ein ungewöhnliches Format für Bewerbungen, aber doch sagt mir mein Gefühl, dass sich genau eine solche in dem Kuvert befindet.
Ich öffne den Brief...
[knibbel]
[ritsch]
Volltreffer! :)
Bewerbung
Sehr geehrte Damen und Herren,
Da ich in dem Beruf der Verkäuferin 3 Jahre tätig war, konnte ich mich etwas eingehender über die Inhalte und Tätigkeitsbereiche dieses Berufsbildes informieren und habe festgestellt, dass diese genau meinen Neigungen und Fähigkeiten entsprechen.
[sic]
Ochnöö, bitte nicht schon wieder dieses Floskelzeugs. So schreibt doch kein normal denkender Mensch eine frei formulierte Bewerbung. :(