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"Unser spezieller Service"

Eine Kundin hat einer Kollegin einen ausgedruckten Zettel in die Hand gedrückt und ganz stolz berichtet, was sie noch zu Hause gefunden hat. Es war unsere "Serviceliste", ein Ausdruck, den wir in den ersten Jahren immer bergeweise auf dem Packtisch ausliegen hatten. Diese Liste hat sich im Laufe der Zeit verändert, es gab immer wieder Aktualisierungen, aber grundsätzlich war sie immer ungefähr gleich gestaltet.

Die Dateien haben ich natürlich noch hier auf dem Rechner liegen, ich brauchte den Zettel also nicht noch einmal extra auf den Scanner zu legen.

Ich kann die Liste ja mal kurz durchgehen:

· Lieferservice: Eingestellt, weil wir kein zuverlässiges Personal gefunden haben.

· Blitzkauf: Hat nie jemand genutzt. Würden wir wohl grundsätzlich immer noch machen, aber da ist wieder das selbe Problem wie beim Lieferservice: Welche Artikel meint der Kunde genau, wenn dort "Obst" oder "Milchreis" oder "Aufschnitt" steht? Da kann man dann nur abwarten, dass man den Kunden wieder zu sehen bekommt und kann erst dann den Auftrag beenden und auch dann erst durch die Kasse ziehen.

· Kostenloser Parkplatz: Hat auch nie jemand ernsthaft genutzt. Unsere Kunden kommen normalerweise zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Seit wir den Zaun haben, ist das Thema ohnehin vom Tisch.

· Qualifizierte Beratung und individueller Service: Qualifizierte Beratung gibt es natürlich weiterhin, schließlich sind wir vom Fach mir vielen Jahren Erfahrung – aber unterm Strich klingt das wie eine Blabla-Floskel.

· Sonderwünsche: Haben wir immer wieder gemacht und den Kunden Sachen z. B. von unserer wöchentlichen Metro-Tour mitgebracht. Da wir da aber kaum noch sind und der Aufwand in keinem Verhältnis mehr zum Nutzen steht, gibt es diese Leistung nicht mehr als festes Angebot.

· Transfair-Angebot: Mehr denn je. Während wir damals nur das kleine Holzregal hatten, präsentieren wir Artikel aus fairem Handel seit Jahren schon in einem mehrere Meter langen Regal und haben auch regelmäßig eines der größten Angebote der Stadt, zumindest bei Lebensmitteln.

· Ausländische Spezialitäten und Naturkost von Rila: Diese Spezialitäten haben wir bis heute, aber natürlich hat sich das Sortiment im Laufe von über 20 Jahren immer wieder verändert, Artikel kamen und gingen. Die "Rinatura"-Naturkostsparte von Rila schrumpft immer weiter, aber das ist für uns nicht schlimm, wir belegen im gesamten Absatzgebiet der Edeka einen der Spitzenplätze hinsichtlich des Anteils an Bio-Produkten im Sortiment.

· BIO-Wurst und -Milchprodukte: Siehe letzter Punkt. Während Bio vor 20-25 Jahren noch eher ein Kuriosum für irgendwelche "Ökos" war, ist es bei uns allgegenwärtig und vollkommen normal in den Regalen parallel zur konventionellen Ware und nicht mehr in "dem" Bio-Regal zu finden.

· frisches Bio-Fleisch: Tiefgefroren hatten wir es noch bis vor ein paar Jahren, aber auch das ist uns trotz der längeren MHDs immer wieder abgelaufen. In Anbetracht der Preis und des Aufwands für die Kunden bei der Vorbestellung hat sich das erledigt. Ich weiß nicht einmal, ob es die Produkte überhaupt noch über unseren Bio-Großhandel als SB-Ware gibt. Dafür haben wir inzwischen etliche Bio-Artikel im SB-Fleisch-Regal liegen, die wir über die Edeka bekommen können.

· muslimische Wurst: Sucuk haben wir in zwei Sorten, ansonsten aber keine Artikel.

· Ziegenkäse-Sortiment: Ziegenkäse haben wir bis heute, ob die Auswahl besonders reichhaltig ist, kann ich nicht beurteilen. Die Artikel sind nicht der Renner und man kommt daher leicht mit dem MHD in Konflikt.

· Häagen-Dazs: Haben wir seit einer Weile gar nicht mehr. Irgendwann hat die Edeka fast alle Sorten ausgelistet (oder es gab andere Gründe dafür, dass wir nur noch ein paar wenige und bei uns unbeliebte Sorten bestellen konnten) und das war dann das Ende dieser Marke bei uns.

· Chocofrüchte: Von Kneisl, ich weiß gar nicht ob die zu Gubor gehörten oder ob der Außendienst das nur parallel gemacht hat, hatten wir jahrelang die mit Schokolade umhüllten Früchte. Da waren ein paar sehr, sehr geniale Produkte dabei, aber irgendwann gab es die eben nicht mehr.

· Geschenkgutscheine: Unsere eigenen haben wir bis heute.

· Einpackservice: In den vielen Jahren hat das quasi nie jemand genutzt. Eine Kundin hat sich mal irgendwas profanes, ein Glas Honig unserer Eigenmarke oder ähnlich, in Geschenkpapier einwickeln lassen. Haben wir nicht mehr, machen wir nicht mehr.

· Präsentkörbe: Aussterbende Spezies, zumindest bei uns. Da wir auch keine Körbe mehr haben, hat sich das ebenfalls erledigt.

· Kühlboxenverleih: Mangels Kühlboxen, die sind im Laufe der Jahre alle irgendwie zerbröselt oder anderweitig abhanden gekommen, ist auch dieser Service nicht mehr verfügbar. Klingt irgendwie schade, aber auch das hat quasi nie einer genutzt. So viel Geld als Pfand zu hinterlassen und dann die Box noch wieder zurückbringen müssen war wohl den meisten Kunden zu viel Aufwand im Vergleich mit einer speziellen Tragetasche.

· Frischfisch auf Vorbestellung: Waren Artikel, die wir dann wöchentlich bei Metro geholt haben. Hat sich, siehe oben, erledigt. Aber auch das hat im Grunde nie jemand genutzt und selbst der SB-Fisch, den wir über die Edeka bekommen können und den es zum Discountpreis gibt, lief hier so schlecht, dass wir uns von dem Sortiment inzwischen wieder getrennt haben.

· Umtauschgarantie: Leben wir bis heute. Bei unterbrochenen Kühlketten nehmen wir Artikel natürlich nicht einfach so zurück, aber spätestens wenn es einen Qualitätsmangel gibt, wird diskussionsfrei umgetauscht.

· Mehrweg-Getränke auf Kommission, auch vorgekühlt: Machen wir bis heute.

· Nachladekarte für Mobiltelefone: Inzwischen haben wir für so ziemlich jeden Mobilfunkanbieter Guthaben in unterschiedlichen Höhen, dazu kommen noch alle möglichen anderen Guthaben und Geschenkkarten. Die Auswahl, die wir hier im Laden stehen haben, ist so groß, dass ich mir nicht merken kann, was da alles an dem Ständer hängt.

· Essensmarken: Nein. Hat nie jemand genutzt und diese Verpflegungsscheine / Restaurant-Schecks kann ich auch gar nicht annehmen, da wir in keinem der Systeme registriert sind.

· Nebensammelstelle der KorKampagne: Machen wir bis heute!

· Electronic-Cash-Zahlung: Vor 25 Jahren ein Kuriosum im Lebensmittelhandel, inzwischen zahlen an manchen Tagen bis zu 80% (!!!) unserer Kunden bargeldlos – mit Girocard, Kreditkarte oder dem Smartphone.

· Post-Nachbarschaftsdienst: Wird nicht oft genutzt, aber machen wir immer noch. Meistens eher ohne die vorherige Absprache, sondern weil der Paketbote die Nachbarn nicht angetroffen hat und von sich aus gefragt hat, ob er das hier ("beim Nachbarn") abgeben darf.

Unterm Strich liest sich das gerade brutal, die meisten der Leistungen, mit denen wir einst geworben haben, gibt es nicht mehr. Andererseits sind diese Punkte entweder deshalb weggefallen, weil irgendwann die Grundlage fehlte oder weil sie nie in annähernd relevanter Anzahl genutzt worden sind.
Aber auch wir haben uns verändert. Damals, in den ersten Jahren nach der Existenzgründung, haben wir uns ein bisschen wie Tante Emma gefühlt und wollten uns auf alle Fälle irgendwie als besonders darstellen. Zumindest bei uns sind die Kunden ausreichend froh, wenn sie immer alles finden, der Leergutautomat funktioniert und sie an der Kasse nicht lange warten müssen. Daran arbeiten wir aber auch tagtäglich mit viel Einsatz – selbst an umsatzschwachen Tagen sind insgesamt über den Tag verteilt mindestens elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geplant, hinzu kommen noch meistens Ines und ich. Das ist vermutlich viel mehr wert, als jede Service-Liste.


Fragwürdige Schilder an einem Leergutautomaten

Henning, der mir einst auch dieses SPAR-Markt-Foto gesendet hatte, schickte mir in der selben E-Mail auch dieses Bild von einem Leergutautomaten in einem Supermarkt in München. Da die Zusendung von 2019 (!) war, könnte es natürlich sein, dass besagter Leergutautomat überhaupt schon gar nicht mehr existiert.

Auch wenn das Foto so lange hier unbeachtet herumgammelte, möchte ich es auf jeden Fall doch noch hier verewigen – einfach nur zum Schmunzeln oder auch für eine wilde Diskussion.

Das mit dem Müll vor dem Automaten lässt sich sicherlich mit einem entsprechenden Behältnis regeln, bei uns funktioniert das ja auch meistens, aber das linke Schild ist schon hart grenzwertig, wenn nicht sogar grenzüberschreitend. Das schreit doch förmlich nach viel Stress mit denjenigen, die viel Leergut haben. Ich vermute, dass auf diese Weise Flaschensammler davon abgehalten werden sollen, den Automaten immer wieder für längere Zeit zu blockieren. Genauso vermute ich, dass Flaschensammler dann einfach immer nach 15 Flaschen einen Bon ziehen und fröhlich weitermachen. Nee, nicht gut. Wir haben zwar auch immer wieder Kummer mit Leuten, die seeehr viel Leergut abgeben, aber mit so einem Hinweis macht man sich keine Freunde, glaube ich.

(Wie gesagt, das ist sechs Jahre her, kann natürlich sein, dass die Situation dort vor Ort inzwischen eine gänzlich andere ist …)


MainProc nicht erreichbar!

Plötzlich verweigerte unser Leergutautomat die Annahme von Einweggebinden. Kommt mal vor, ein nur wenige Sekunden dauernder Software-Neustart behebt das Problem normalerweise. Diesmal nicht. Nach dem Software-Neustart funktionierte zunächst gar nichts mehr.

Die nächst härtere Stufe ist ein Neustart der kompletten Systeme, ohne die Stromversorgung zu kappen. Aber diese Funktion ließ sich im Menü unseres Rücknahmegerätes überhaupt nicht mehr auswählen. Faktisch ließ sich überhaupt nichts mehr auswählen, der komplette Touchscreen war eingefroren. Ich wollte gerade das Gerät öffnen, um den Hauptschalter umzulegen und den Automaten stromlos zu machen, als diese Fehlermeldung auf einem großen, leuchtend roten Rahmen auftauchte. Ohoh, das klang überhaupt nicht gut. Ich verwarf die Idee mit dem Ausschalten und rief die Hotline von Sielaff an. Während ich die Nummer wählte, knipste ich noch schnell ein Foto – und plötzlich starte der Automat komplett neu. Nach der Bootsequenz meldeten sich alle Systeme wieder an und das Gerät lief vollkommen normal weiter.

Da hatte sich wohl irgendwas aufgehängt … Ich hatte im ersten Moment schon mit dem Worst Case gerechnet und uns mindestens für den Rest des Tages und bis zum Erscheinen eines Technikers ohne Automat das Leergut manuell annehmen sehen. "MainProc" klingt wie Hauptprozessor; und der sollte irgendwie auf jeden Fall erreichbar sein. Puuuhhh …


5 Jahre Sielaff Sivario

Kaum zu glauben, aber unser Leergutautomat ist nun schon seit fünf Jahren bei uns im Einsatz. Es tut mir wirklich Leid, dass der Unterhaltungswert nicht so groß ist wie bei den alten Trautwein-Geräten und ich wenig über ihn berichte, aber unser Automat läuft einfach. Er macht im Grunde keine Probleme, wenn wir Totalausfälle in der Zeit hatten (die so rar sind, dass ich sie nicht zählen oder mich überhaupt ad hoc an einen solchen erinnern kann), wurden sie auf jeden Fall immer schnellstmöglich und nachhaltig erledigt ohne dass es mehrere Nachbesserungen oder nur halbherzige Lösungen gab.

Durch die deutlich wartungsfreundlichere Konstruktion als bei unseren alten Automaten sieht auch das Innenleben auf der Kundenseite noch fast wie neu aus und besteht nicht aus irgendwelchen Dreck-Getränkereste-Krusten, garniert mit Haaren und Kronkorken.

Die Maschine ist einfach absolut top und wenn irgendjemand von euch selber einen Supermarkt betreibt und gerade vor der Überlegung steht, einen Rücknahmeautomaten anzuschaffen – ich würde auf jeden Fall wieder und ohne überhaupt darüber nachdenken zu müssen ein Gerät von Sielaff kaufen!

PS: Für diese Lobhudelei bekomme ich das nächste Gerät günstiger.

PPS: Leider nicht.

PPPS: Hey, Sielaff, zwinkerzwinker … ;-)

Farbloser Lagerblick

Warum die Kamera, die hier den Lagereingang mitsamt Leergutautomat im Blick hat, trotz ausreichender Beleuchtung (also kein IR-Modus) neuerdings ein Schwarzweißbild liefert, erschließt sich mir nicht.

Das weiß vermutlich nur Deus Observatorius, der Gott der Videoüberwachung.


Die Supermarkt-Plüschkollektion

Für alle, die schon immer vom eigenen Supermarkt geträumt haben: Das geht jetzt auch dank unserer neuen Plüsch-Kollektion in kuschelig! Erlebt den Einzelhandel von seiner absolut flauschigsten Seite:

Plüsch-Kasse: Ideal für zarte Tipparbeiten. Keine Münzen, kein Kassensturz – nur reine, flauschige Buchführung.

Plüsch-Einkaufswagen: Federleicht, kippsicher und garantiert frei von Quengelware. Passt in jedes Wohnzimmer, notfalls aufs Kopfkissen.

Plüsch-Papppresse:So niedlich, dass selbst die widerspenstigste Kartonage freiwillig kuschelig wird.

Plüsch-Handscanner:Piept nicht, scannt nicht – lächelt aber so charmant, dass man trotzdem bezahlen möchte.

Plüsch-Regal: Randvoll gefüllt mit watteweichen Bestsellern, die niemals ablaufen und garantiert immer im Angebot sind.

Plüsch-Leergutautomat: Nimmt nichts an, spuckt nichts aus, aber ist superweich.

Plüsch-Preisauszeichner: Druckt zwar keine Etiketten, verteilt dafür jedoch beinahe grenzenlose Zuneigung auf Knopfdruck.

Der Auszeichner ist übrigens mein persönlicher Favorit. Hinweis: Die Produkte sind ausdrücklich nicht für den harten Einzelhandelseinsatz geeignet. Helfen dafür aber zu 100 % gegen Montagslaune und Feierabendhektik. ;-)

Jedes Teil könnt ihr für 17,49 € bei uns im Onlineshop erwerben. Das komplette Set mit allen sieben Plüsch-Ausstattungen verkaufen wir für 99 Euro. Also schnell zugreifen, das Angebot gilt nur, solange der Vorrat reicht:








Links 738

Futter und Selfies: Wie Touristen das Leben wilder Elefanten gefährden

Millionenschaden in Calw: Leergutautomat verursacht Großbrand in Supermarkt

Südpfälzer Obstbauer fühlt sich machtlos gegen Diebe

Coke-Handelskrieg: Edeka schmeißt Coca-Cola-Marken aus dem Sortiment

Ganz Deutschland wird vegan: Was das für Landwirte bedeutet

Treibhausgas: Ausstoß in den vergangenen 20 Jahren halbiert

Nostalgie pur: Diese 7 Supermärkte sind schon längst verschwunden

Immer mehr Ostmarken in der Hand von westdeutschen oder ausländischen Konzernen

Streit um Rabatte - Penny unterliegt vor Gericht

Skimpflation: Lebensmittel von schlechterer Qualität

Dose öffnen und ausschütten?!

Ich saß im kleinen Büro (aka Kassenbüro) und erledigte mit geöffneter Tür etwas Papierkram. Der Leergutautomat steht nur wenige Meter vom Büro entfernt und so hört man schon ziemlich deutlich, was da an der Leergutannahme passiert.

Jemand fütterte den Automaten, doch plötzlich hörte ich zwischen den eingeworfenen Dosen und Flaschen ein sehr markantes Geräusch, das vermutlich jeder von euch selber schon einmal gehört hat. Ein von einem kurzen Zischen begleitetes Knackgeräusch, dem eine Art metallisches Kratzen folgt. Kurz: Jemand hat eine Getränkedose geöffnet.

Das weckte dann schon meine Neugierde und ich warf einen Blick in das Livebild der Videoanlage. Da stand ein Mann und goss den Inhalt einer Getränkedose in den von uns für Getränkereste bereitgestellten Eimer. Anschließend ließ er sie in den Annahmeschacht unseres Automaten gleiten und fütterte die Maschine mit den anderen Flaschen aus seiner Tüte.

Dass Leute Dosen bei uns aus der Abteilung nehmen und unbezahlt austrinken und dann noch den Pfandwert einsacken wollen, haben wir schon häufiger erlebt. Dass jemand eine Dose nimmt, sie einfach ausschüttet und sich dann den Pfandwert einheimsen will, dagegen noch nicht.

Habe ich das gerade wirklich richtig gesehen?! Panik! Der Puls ging hoch, ich spulte kurz die Aufzeichnung zurück und sah näher hin. Erkenntnis eins: Die Dose hat er neben anderem Leergut aus seiner Tüte genommen. Die Chance, dass er sie vorher aus dem Laden genommen und in seiner Tüte unter das andere Leergut gegraben hat, würde ich als eher klein ansehen. Aber bekanntlich ist ja nichts unmöglich.

Erkenntnis zwei: Ich konnte nicht genau erkennen, was er da hatte. Aber eine Getränkedose in der Größe und Farbe haben wir gar nicht im Sortiment. Eine Kollegin identifizierte die Dose hinterher anhand des Videobildes mit großer Wahrscheinlichkeit als ein online groß beworbenes Influenzer-Produkt. Kein Wunder, dass der Kunde es weggeschüttet hat. :-D

Die braunen Saftflaschen

Diese beiden Flaschen sehen doch eigentlich gleich aus, oder? Dieser Flaschentyp ist seit keine Ahnung wie vielen Jahren im Einsatz und ist mit 15 Cent bepfandet.



Äh, halt! Moment! Warum verweigert der Leergutautomat die von Dietz, wogegen er die von Voelkel doch annimmt? Ach, und da gibt es ja doch einen kleinen Unterschied. Hier die Rückenetiketten:



Während die Voelkel-Flasche bepfandet ist, steht auf der von Dietz, dass es sich um eine Einwegflasche handeln soll. Alles klar, dann unterscheiden sie sich vermutlich im Gewicht. Die Einwegflaschen sind meistens schwächer konstruiert, da sie ja auch nicht dutzende Durchläufe überstehen müssen. Aber:



Die zwei Gramm Abweichung können durch irgendwelche Produktreste hervorgerufen worden sein, die noch in den Flaschen schwappten. Stellen wir fest: Die Flaschen sehen gleich aus* und haben das selbe Gewicht. Sogar die Prägungen im Boden (Füllmenge, irgendwelche Codes und Symbole) sind absolut identisch.

Wie kann es sein, dass der Automat die Annahme verweigert? Die Abweichungen in der Form (wenn ich sie mir nicht sogar nur einbilde), sind so minimal, dass sie im Toleranzbereich der Flaschenerkennung liegen müssten.

Also kann die Annahme oder eben Verweigerung nur über den Strichcode gesteuert sein. Die Mehrwegflaschen werden normalerweise nur anhand der Form identifiziert, aber man kann den Strichcode hinzuschalten, um bestimmte Dinge zu steuern. Offenbar ist bei dieser Flaschenform in der Datenbank hinterlegt, dass die Annahme verweigert werden soll, wenn der Strichcode der Dietz-Flasche erkannt wird.

Das ließ sich mit einem schwarzen Edding schnell ausprobieren. Ich habe beide Strichcodes unleserlich gemacht und wie zu erwarten wurde die Voelkel-Flasche sofort wieder von unserem Sivario-Gerät angenommen. Die wird an der Form erkannt, so sollte es auch sein. Die Verweigerung der Dietz-Flasche liegt definitiv am Strichcode, denn die wurde nun auch genommen.

Jetzt hätte ich gerne mal einen Fachmann aus der Getränkeindustrie dazu gehört: Werden da wirklich die gleichen Flaschen für Einweg und Mehrweg verwendet oder zieht Dietz die aus dem Kreislauf und sorgt aktiv für deren Vernichtung?

Was haltet ihr davon? :-O

Der HSM 125.2, Sonderausführung "Glubschi"

Eine Folge des Girls' Days: Mein Aktenvernichter im Büro hat nun zwei große Kulleraugen.

Unsere Praktikantin, aka meine Tochter, machte nur kurz Pause und saß bei mir im Büro. Ich musste zwischendurch mal kurz weg, weil ein Kunde ein paar Fragen hatte und als ich zurückkam, starrte mich das Gerät mit einer Mischung aus kindlicher Neugier und krümelmonsterartigem Wahnsinn an. Zwei große Kulleraugen kleben nun über dem Papierschlitz, als hätte sich das Gerät entschlossen, nicht mehr nur still und passiv in der Ecke neben meinem Expedit-Regal herumzustehen, sondern aktiv in den Büroalltag einzugreifen. Ich kann nur vage Vermutungen darüber anstellen, wer dafür während meiner Abwesenheit verantwortlich war.

Ich habe wirklich versucht, die strengen Blicke zu ignorieren. Aber es ist gar nicht so leicht, einen Aktenvernichter nicht zu beachten, wenn er einen anguckt wie ein Minion nach zwei Dosen Monster Energy. Den zuckerfreien mit der hellblauen Schrift.

Das SPAR-Kind wollte dann, dass wir ein paar Bilder mit Obst ausdrucken, die unser neuer "Schreddi", wie sie ihn getauft hat, hinterher verspeisen sollte. Auch das war natürlich gar kein Problem und so verschwanden diverse ausgedruckte Äpfel, Gurken und Bananen in der Maschine.

Vielleicht ist es an der Zeit, ein ernstes Gespräch über seine Ernährung mit dem Gerät zu führen. Oder einfach den nächsten Girls' Day abzuwarten. Wer weiß, was dann neue Augen bekommt – der neue Drucker? (BTW: Gestern ganz unspektakulär getauscht worden, sieht genauso aus und funktioniert genauso wie der alte, trägt nur eine andere Modellnummer) Der Kühlschrank? Der Leergutautomat? Hm, bei letzterem wäre es tatsächlich witzig, der "frisst" ja schließlich auch was. ;-)


Frostiger Leergutautomat

Vielen Dank an Steffen, der mir dieses Bild eines Leergutautomaten in einem Netto-Markt geschickt hat. Die Tür des von Markt abgetrennten Raumes, in dem der Automat steht, war wohl defekt und so zog die frostige Winterluft ins Gebäude und hat den Automaten gleich mit runtergekühlt.

Dabei kommt Tomra doch aus Norwegen, die müssten das doch ertragen können. :-)


Was huscht denn da?

Was auch immer dem komplett heruntergekommenen Flaschensammler aus seiner versifften Tüte gekrabbelt und nur Augenblicke später unter unserem Leergutautomaten verschwunden ist – ich bin wirklich froh, dass wir mit einem Fachbetrieb für Schädlingsbekämpfung nicht nur bei akuten Problem zusammenarbeiten, sondern regelmäßige Kontrollen mit einem ausgearbeiteten Monitoring-Programm haben.

Auch unser Leergutautomat bekommt im Rahmen dieses Vertrags eine spezielle Überwachung. Da drin ist es warm, dunkel, feucht und aus Schabensicht vor allem sehr lecker. Solange die Kontrollfallen leer sind, braucht es keine spezielle Behandlung mit Fraßködern (Gift!) und bislang klappt das auch alles ganz gut. Wenn das da auf dem Video tatsächlich eine Schabe war (könnte ja auch irgendein anderes Krabbeltier gewesen sein) und es sich bei dieser nicht ausgerechnet um ein Weibchen mit Eiern gehandelt hat, besteht hier jetzt keine große Gefahr und auch kein weiterer Handlungsbedarf. Klopf, klopf, klopf!


Die Freundin vom SPAR-Kind

Unser Mädchen ist inzwischen schon über 11 Jahre alt. Unfassbar eigentlich, was in der Zeit alles passiert ist. Die beruflichen Ereignisse sind überwiegend hier im Blog festgehalten, was man privat erlebt hat, überschreitet dies natürlich noch erheblich. Wer selber Kinder hat, weiß, was ich meine. Angefangen bei den greifbaren Aktivitäten wie Urlaube, Ausflüge und Familienfeiern, aber noch um einiges komplexer bei den vielen Kleinigkeiten und Entwicklungsschritten, die einfach da sind und unbemerkt wachsen, die man aber im Grunde nie direkt bemerkt. Und nun ist die Kleine schon gar nicht mehr so klein und hat schon ihr eigenes Handy und natürlich eine BFF.

Diese war nun zum ersten Mal mit bei uns im Laden zu Besuch. Während unsere Tochter hier im Laden quasi aufgewachsen ist und viele Dinge vollkommen normal für sie sind, war das für ihre Freundin ein unfassbares Erlebnis. Angefangen damit, dass man einfach überall hingehen konnte. Vom Laden ins Lager, dann in die Nebenräume bis in die Tiefen unseres Gebäudes. Dazu die ganze Technik: Die Videoanlage, Leergutautomat, Papppresse und was es ansonsten hier noch an weiterer spannender Technik gibt.

Der ganz große Kulturschock erfolgte schließlich, als wir uns einfach was aus dem Laden genommen haben. Unsere Tochter hatte sich eine Tüte Chips und eine Flasche Wasser geschnappt, Ines und ich haben uns ebenfalls mit Getränken eingedeckt. Des SPAR-Kinds Freundin fragte mit groß aufgerissenen Augen, ob wir uns das einfach so nehmen können und nicht bezahlen müssen. Wir haben ihr dann natürlich erklärt dass das ja alles schon bezahlt ist und dass das hier im Laden allesamt unsere Sachen sind. Sie staunt noch einmal: "Das gehört alles euch?" – "Ja, das gehört alles uns, der komplette Laden und auch alles, was da noch so steht. Die Regale, die Kasse, der Leergutautomat etc."

Ich glaube, ein noch faszinierteres Kind gibt es nur, wenn die langersehnte Modelleisenbahn endlich zu Weihnachten unterm Baum liegt. :-D

Feuer im Ascher

Eine Kollegin rief mich ins Lager. "Schnupper mal, das riecht hier doch verbrannt!", äußerte sie mir ihre Bedenken. Ich schnüffelte mich einmal quer durchs Lager, irgendwie brenzlig roch es ja, aber ich konnte es nicht lokalisieren.

Der Drucker? Nein.

Die Kühlräume? Nein.

Der Netzwerkschrank? Nein.

Der alte Stromverteiler? Nein.

Der Leergutautomat? Äh. Ja, irgendwie schon. Zumindest war der Geruch dort wesentlich intensiver. Als ich aufsah, fiel mir auf, dass Qualm draußen vor den Glasbausteinen vorbeizog. Panik. Entwarnung. Irgendjemand hatte seine brennende Zigarettenkippe in den übervollen Ascher gestopft, so dass der gesamte Inhalt langsam wegkokelte. Mit einer Gießkanne ließ sich der Brand in wenigen Augenblicken löschen.

Ich hätte wirklich kein Problem damit, wenn niemand mehr rauchen würde. :-(