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Linda hat mich verstanden! Aber leider falsch …

Ich hasse Chatbots. Nicht grundsätzlich künstliche Intelligenz, ganz im Gegenteil. Aber ich hasse diese dämlichen, als "Kundenservice" getarnten digitalen Türsteher, die einem in den letzten Jahren auf immer mehr Unternehmenswebsites als zusätzliche Serviceleistung angeboten werden und vor allem zuverlässig dafür sorgen, dass man bloß keinen echten Menschen erreicht – ohne einem jedoch bei echten Problem und Anfragen weiterzuhelfen.

Bei meiner Hausbank wollte ich eine eigentlich recht einfache Frage klären: Ich hatte Geld auf ein Sparbuch überwiesen und war mir danach plötzlich gar nicht sicher, ob dieses überhaupt noch existiert. Was passiert mit dem Geld, wenn das Sparbuch inzwischen aufgelöst wurde? Wird der Betrag automatisch zurückgebucht? Wir hatten vor einer Weile den Inhalt des Kinder-Sparbuchs unserer Tochter für einen neu eingerichteten Bausparvertrag verwendet. Unklar war mir nach einem Jahr, ob wir das Sparbuch nur geplündert oder komplett aufgelöst hatten und so buchte ich kurzerhand fünf Euro von meinem Girokonto auf besagtes Sparbuch. Nach ein paar Tagen war das Geld noch nicht wieder auf meinem Konto gutgeschrieben worden. Die Chance, dass es auf dem Sparbuch gelandet ist, war also durchaus gegeben. Andererseits sind die Wege von Kreditinstituten bekanntlich unergründlich und wer weiß, was mit den fünf Euro sonst so passiert sein könnte … Aufgrund der Öffnungszeiten der beiden verbliebenen Filialen der Bank, bei der wir das Sparbuch haben, habe ich derzeit keine Chance, dort mal vorbeizufahren und eventuelle Buchungen in dem Heftchen nachtragen zu lassen.

Aber wenn die Filialen schon immer weniger werden, so rüsten die Banken zum Glück bei allen anderen Kontaktmöglichkeiten auf. Meine Frage hätte ein menschlicher Bankmitarbeiter vermutlich in wenigen Sekunden beantworten könnte.

Aber ein menschlicher Bankmitarbeiter war nicht greifbar und so fragte ich Linda, die digitale Servicekraft meiner Bank: "Ich habe Geld auf ein Sparbuch überwiesen, von dem ich nicht sicher bin, ob es aufgelöst wurde. Würde ich das Geld in dem Fall zurück auf mein Girokonto bekommen?"

Und die digitale Servicemitarbeiterin Linda antwortete prompt: "Ich habe verstanden, dass Sie einen Betrug vermuten oder bemerkt haben."

Nein, Linda. Hast du nicht. Nicht einmal ansatzweise!

Anschließend wollte "sie" noch wissen, ob der vermeintliche Betrug mit einer Karte, einer Lastschrift, dem Onlinebanking oder einer verdächtigen Nachricht zusammenhängt.

Ich wollte eigentlich nur wissen, wo mutmaßlich mein Geld abgeblieben bleibt. Linda hatte jedoch andere Pläne, ignorierte mein Anliegen geflissentlich und witterte offenbar eine ganz große Sache.

Ich hasse diese Chatbots wirklich! Noch niemals konnte so ein Ding mein Anliegen zufriedenstellend lösen. Vielleicht geht das bei anderen Kunden und ich habe einfach immer nur die falschen Probleme, das will ich nicht vollständig ausschließen. Aber diese elendigen KI-Chats … Sie verstehen die Fragen schon nicht, liefern folglich gänzlich unpassende Antworten und halten einen mit vorgefertigten Auswahlmenüs erfolgreich davon ab, jemanden zu erreichen, der eventuell tatsächlich helfen könnte – aber Hauptsache, auf der Website steht irgendwas von innovativem, KI-gestütztem Kundenservice.

Früher hing man zwanzig Minuten in der Warteschleife und bekam irgendwann aber doch eine Antwort. Heute bekommt man sofort eine Antwort, aber die hat nichts mit der Frage zu tun. Fortschritt kann so schön sein.

Screenshot KI-Chat auf der Sparkassen-Website

Es läuft die Zeit …

Ein Außendienstler, der gerade hier im Hause war, und ich blockierten gerade einen Gang, durch den ein älterer Stammkunde gerade wollte. Ich scherzte: "Wir schon wieder, immer diese Mitarbeiter, stehen immer nutzlos im Weg herum …"

Der alte Herr nahm es augenscheinlich sehr gelassen, zuckte nur mit den Schultern und erwiderte: "Keinen Stress, meine Zeit läuft sowieso irgendwann ab."

Ein Schicksal, dass wir alle wohl irgendwie teilen. :|

Taubenbadeanstalt auf dem Hof

Vier Tauben haben die große Pfütze hier auf dem Hof als Badeanstalt entdeckt. War wohl auch dringend nötig. Was da aus dem Gefieder gespült wird, seht ihr als graue Wolken auf dem Wasser treiben.

Als schließlich jemand die Lagertür zur Rampe lautstark hinter sich zugeknallt hat, war's mit der trauten Planscherei ganz schnell vorbei …


Illegal erstellte digitale Zahlungskarten

Eine Kriminalkommissarin aus einer Kleinstadt in NRW rief an und bat um Mithilfe. Ein Betrüger hatte sich als Bankangestellter ausgegeben und es geschafft, von seinen Opfern die Onlinebanking-Daten zu bekommen und daraus digitale Zahlungskarten erstellt.

Mit diesen digitalen Kartenkopien hatte er (oder ein Komplize) sich schließlich in diversen Supermärkten via der angebotenen Cashback-Funktionen Bargeld vom Konto der Geschädigten auszahlen lassen. Alleine bei mir waren es insgesamt rund 420 Euro. Zweimal 200 Euro Cashback und jeweils der vorhergehende / dazugehörige kleine Alibi-Einkauf.

Immerhin verlief der Weg der Strafanzeige bis zur Kontaktaufnahme bei uns diesmal relativ schnell und dauerte nicht mehrere Wochen – so konnten wir die Vorgänge in der Videoaufzeichnung finden und die Bilder des Täters sichern. Ob es der Polizei weiterhilft, vermag ich nicht zu beurteilen, aber ich helfe immer gerne dabei mit, bösen Menschen das Leben schwer zu machen.

Ohne den Opfern einen Vorwurf machen zu wollen – warum man am Telefon irgendwelche wichtigen Bankdaten herausgibt, erschließt sich mir beim besten Willen nicht. Vielleicht bin ich auch einfach nur einlullresistenter als andere Menschen …

Lustige Strichcodes – 842

WaldiBen ist ein polnischer Hersteller für Gemüse- und Sauerkonserven. Nicht nur auf einem Produkt (aber ob auf allen, blieb unklar) ist dieser mit Blättern dekorierte Strichcode zu finden.

Vielen Dank an Honza für die Zusendung. :)


Drohnenflug im Laden – Oktober 2026

Man kann mit Drohnen vieles machen, ich finde das Thema Proximity Flying unglaublich cool – möglichst schnell möglichst nah an Objekten vorbeifliegen, was für spektakuläre Videos sorgt. Dafür braucht es viel Übung und da ich nicht jeden Tag Zeit habe, ist es mit der Erfahrung natürlich so eine Sache für sich. Ich versuche zumindest aber einmal pro Woche irgendwo in der Natur meinen Satz Akkus leerzufliegen.

Nun wollte ich es mal wieder mit mehreren Monaten Übung im Gepäck im Laden probieren. Erkenntnis: Es geht schon besser und sicherer, aber für das Tempo, das mit der Drohne erreichbar ist (man kann natürlich, man muss nicht so schnell fliegen) ist es hier doch zu eng. Zumindest hinsichtlich meiner Fähigkeiten. Dazu kann wirklich schnell etwas kaputtgehen. Rumpelt die Drohne beispielsweise oben in ein Regal mit Flaschen, Wein zum Beispiel, liegen da schnell mittlere zweistellige Summen zerbrochen auf dem Boden …

Aber es wird schon zügiger. :)

(Die "Maus" am Anfang ist übrigens nur ein Staubklumpen, den die Drohne unter einer der Tiefkühltruhen hervorgeweht hat.)


GUT & GÜNSTIG bei BIZIM

Als ich zum ersten Mal am mehrere hundert Meter von hier entfernt liegenden "Bizim"-Supermarket das "Gut & günstig"-Logo an einer Ecke des Schaufensters gesehen hatte, staune ich nicht schlecht. Ist das nicht eine eingetragene Marke der Edeka, die nicht einfach jemand verwenden darf? (Doch, ist sie …)

Da ich häufiger da vorbeikomme und man genau auf das Schaufenster guckt, wenn man an einer dort installierten Ampel wartet, habe ich über dieses Logo auf dem Fenster schon mehrmals nachgedacht.

Selbst wenn es ungefragt und illegal verwendet worden wäre, könnte es mir natürlich egal sein – aber ich glaube, der Bizim bekommt auch seine Ware von de Edeka geliefert, zumindest einen Teil davon. Wie weit die reine Belieferung die Nutzung der Edeka-Marken einschließt, vermag ich nicht zu beurteilen. Da es aber offenbar niemanden stört, scheint das so in Ordnung zu sein.


Saucenbinderangebot

Inzwischen hängt das Plakat nicht mehr am Fenster, aber diese Stilblüte hatte es in unsere Plakatdrucksoftware geschafft und auch mir war das interessante "Angebot", vom Normalpreis nach oben abweichend, gar nicht aufgefallen.

Die Leute hätten den Artikel trotzdem extra deswegen gekauft, wetten? :)

(Dank an Greg für den Fund)


Fußboden-Finale: Das kleine Büro

Das war's: Die Handwerker sind fertig und packen gerade ihre Sachen zusammen. Inzwischen hat unser Kassenbüro mitsamt der kleinen Treppe auch einen neuen Bodenbelag verpasst bekommen.

Jetzt ist noch alles schön, freuen wir uns darüber.

(Mit jedem Tag wird es von nun an wieder schlimmer. Aber darüber denken wir jetzt einfach mal noch nicht nach.)




Renovierter Aufenthaltsraum (exkl. Vorhang)

Ums Fenster müssen wir uns noch kümmern und eigentlich könnten auch noch ein paar Bilder an die kahlen Wände – aber im Großen und Ganzen ist unser Aufenthaltsraum fertig und offiziell schon zur Benutzung freigegeben. Die beiden neuen Ikea-Stühle sind aufgebaut, der alte Holzstuhl hat zwar Gebrauchsspuren, ist aber absolut in Ordnung und kann weiter verwendet werden. Alle drei und der alte Küchentisch stellen nun das Mobiliar in dem Raum dar.

In der Ecke steht weiterhin das 2x4er-Kallax-Regal und wir haben nach Entmüllung und Reinigung desselben die hoffentlich nicht allzu optimistisch ausgelegte Hoffnung, dass es nicht wieder zu einem Ort für jeden Schrott verkommt.

Eigentlich kann jeder sein Scherflein dazu beitragen, dass der Raum schön bleibt. Eigentlich, denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass selbst die einfachsten Maßnahmen zur Erhaltung von Ordnung und Sauberkeit schlichtweg an der praktischen Umsetzung scheitern – oder an offenbar unfassbar unüberwindbar langen Wegen zum Mülleimer oder zur Spülmaschine. :P


Neue Stühle für den Aufenthaltsraum (1.0)

Für unseren (fast komplett) neu gestalteten Aufenthaltsraum haben wir gestern Abend auch noch zwei neue Stühle besorgt. Sie warten momentan nur noch darauf, zusammengebaut zu werden. Allerdings frage ich mich gerade, ob der Aufwand überhaupt nötig ist.

Wieso? Nun: IKEA hat die Kartons so raffiniert gestaltet, dass sie bereits im verpackten Zustand eine verblüffende Ähnlichkeit mit den erwarteten Sitzmöbeln haben. Sogar die Rückenlehnen sind schon vorhanden und ergonomisch nach hinten geneigt.

Also haben wir die beiden Kartons kurzerhand einfach so in den Pausenraum gestellt. Passt doch. Okay, wenn man einen etwas schmaleren Hintern hat, passt es. Die Polsterung lässt auch noch etwas zu wünschen übrig, die Stabilität dürfte bei intensiver Nutzung ebenfalls überschaubar sein und die Rückenlehnen geben möglicherweise etwas schneller nach, als es die schwedischen Möbelentwickler ursprünglich vorgesehen hatten.

Aber dafür entfällt der komplette Aufbau. Keine Schrauben, kein Inbusschlüssel, keine kryptische Anleitung und vor allem keine nach dem Aufbau übrig gebliebenen Kleinteile, bei denen man sich fragt, ob sie vielleicht doch irgendwo hingehört hätten und man nur zu doof für den Zusammenbau war. :P


Vorbereitungen Treppe Büro 1

Die Ausgleichsmasse auf den Treppenstufen zu unserem kleinen Büro ist schon fast ausgehärtet und dann können unsere Handwerker auch dort alles schön mit dem Vinyl auslegen, bzw. die senkrechten Flächen verkleiden.

Das sollte heute fertig werden, ich bin gespannt …


Käse-und-Aufschnitt-Dieb

Nach gewerbsmäßigem Diebstahl sah es zwar nicht aus, aber das Stück Käse und die drei Packungen Geflügel-Aufschnitt, die sich dieser junge Mann in seine Umhängetasche gepackt hatte, sollten dennoch unbezahlt ihren Weg nach draußen finden.

Da Käse mittlerweile bei uns fast grundsätzlich gesichert ist, löste auch dieser Gouda den Alarm der Warensicherungsanlage aus und so folgte dann das übliche Prozedere mit Anzeige und Hausverbot …