Aufgrund der Tatsache, dass der Leergutautomat derzeit keine Einweggebinde annimmt, haben wir einen Zettel an das Gerät gehängt, auf dem wir darauf hinweisen, dass Flaschen und Dosen mit dem dpg-Pfandlogo derzeit vom Personal angenommen werden.
Eine ältere Kundin frage ganz begeistert: "Sie machen das von Hand? Ist das jetzt neu?" – tat dies allerdings mit einem Tonfall, als hätten wir hier eine weltbewegende Neuerung eingefüht.
Seit Freitag schon ist der Leergutautomat kaputt. Mehrweggebinde nimmt er zwar an, aber alles, was durch den Cruncher muss, nicht. Die Welle vom Cruncher hat sich verzogen und musste neu bestellt werden. Sie wird wohl leider erst morgen geliefert werden. Seit dem haben sich inzwischen elf große Säcke voller Flaschen und Dosen angesammelt.
Auf dem Foto ist nur die eine Hälte der Sammlung zu sehen. Der Albtraum kommt erst noch: Der ganze Kram muss noch durch den Automaten, damit ich mein Geld bekomme. Und glaubt mir, das ist ein extrem stupider Job.
Mit Frau Raabe-Schwarz haben wir uns übrigens endlich einigen können. Zumindest halbwegs. Den Jogurtdrink, den sie immer trinkt und den es aber nur im Sortimentskarton mit einer anderen Geschmacksrichtung gibt, bekommt sie seit einiger Zeit in ausreichender Menge. Dafür zahlt sie mehr pro Becher. Mit dem Aufpreis subventionieren wir die unbeliebtere Sorte, die wir so immer gleich schon zum Sonderpreis in die Restekiste legen. Klappt seit ein paar Wochen ziemlich gut.
Und da wir jetzt auch immer genug Ware vorrätig haben, kauft sie entsprechend viel. Umgerechnet sind das pro Wochentag 9 Flaschen á 250ml und jeweils gut 250kcal. Wenn man ansonsten nichts zu sich nimmt, könnte das mit der Kalorienzufuhr passen; aber das ist ihre Sache.
Nun ist es so, dass sie das Getränk wohl vor allem deshalb in solchen Massen zu sich nimmt, weil es gut schmeckt. Und das haben auch schon andere herausgefunden und so fehlt hin und wieder mal die eine oder andere Flasche aus einem der Kartons. Sie bezahlt aber nur, was sie tatsächlich mitnimmt und so ist das eigentlich kein Problem.
Vorhin hat sie mich doch tatsächlich aufgefordert, meinen Mitarbeitern zu verbieten, davon welche zu trinken oder an andere Kunden herauszugeben, schließlich sei das alles nur für sie.
Ein Kunde hat Leergut abgegeben. Eine kleine Sammlung, die nach Fundstücken aussah. Mit dabei war eine 1,5-Liter-PET-Mehrwegflasche von Coca-Cola. Allerdings hat die Flasche wohl jemand im Backofen oder mit einem Heißluftgebläse bearbeitet, denn sie war etwa auf die halbe Größe zusammengeschrumpft. Auf dem unförmig ausgebeulten Torso prangte noch das zusammengeschrumpelte Etikett, auf dem eindeutig zu erkennen war, um was es sich einst handelte.
"Die kann ich leider nicht annehmen." erklärte ich. "Die können Sie wegwerfen. Das war wohl mal eine große Flasche, aber die ist völlig zusamengeschrumpelt."
"Sie müssen die aber annehmen. Das ist eine Pfandflasche."
"Aber die ist zerstört. Für eine Glasflasche werden Sie auch kein Pfandgeld bekommen, wenn Sie die irgendwo in Scherben abliefern."
Auch eine Art, sein Sortiment zu erweitern. Gestern Nachmittag bei einem Spaziergang an der Weser einen leeren Becher Tzatziki der Eigenmarke "Gut & Günstig" entdeckt. Gleich mal fotografiert, um den Strichcode für die Bestellung zu haben.
Eine Frau kam an die Lagertür und wollte "den Chef" sprechen. In den meisten Fällen, in denen jemand ausdrücklich "den Chef" sprechen wollte, waren es "Bewerber", die nur einen Stempel haben oder Leute, die auf Kredit kaufen wollten. So habe ich mir angewöhnt, grundsätzlich einen Mitarbeiter vorzuschicken, wenn kein konkreter Grund vorliegt. Außerdem war ich gerade am telefonieren.
Die Kollegin kam 30 Sekunden später wieder ins Büro und berichtete: "Sie will den Chef sprechen, sonst würde sie zum Gesundheitsamt gehen."
Damit wusste ich aber immer noch nicht, was sie wollte. Inzwischen hatten wir aber gesehen, dass sie eine kleine Plastiktüte mit einem Jogurtbecher darin in der Hand hielt. Vermutlich ein schlecht gewordenes Milchprodukt. Das kann bei sommerlichen Temperaturen leicht passieren.
Eine andere Kollegin ging zu der Kundin und erklärte, dass ich gerade im Gespräch wäre und bot ihrerseits Hilfe an. Ohne weitere Diskussion drehte die Frau sich um und giftete noch, bevor sie ging: "Wenn ihr Chef nicht mit mir reden will, dann gehe ich jetzt zum Gesundheitsamt!
Kunden haben uns gerade auf einen ziemlich penetranten Brandgeruch auf der Straße aufmerksam gemacht. Aber es ist nichts zu sehen und nichts zu hören. Was soll man machen? Richtig: Nichts.
Der Vorschlag, die Feuerwehr zu informieren, war ja vielleicht nett gemeint – aber wo hätte man die auf Verdacht hinschicken sollen?
Nachtrag: Gebrannt hat's tatsächlich. In ziemlich genau 1km Entfernung von hier ist beim TÜV ein Fahrzeug in Flammen aufgegangen. Mehr Infos bei NonstopNews.
Als ich eben unseren Film hochladen wollte, fiel mir in den Teilnahmebedingungen von Ritter SPort folgendes auf:
Max. 20-30 Sekunden Länge
Mist. Da auch keine Zeit und Lust mehr vorhanden ist, an dem Filmchen noch weiter herumzuschnibbeln, bleibt's eben ein kleines Privatvergnügen, das nebenbei für ein paar Blogeinträge gesorgt hat.
Um die Frage in diesem Kommentar zu beantworten: Der Witz sollte eigentlich sein, dass wir hier eine komplette Regalreihe mit "Olympia"-Tafeln stehen hatten. Kam natürlich nicht so ganz rüber und ich gebe zu, es fehlte etwas an der Story dahinter. Egal. Wir hatten Spaß am Dreh (vielleicht schnibbelt Stephan ja nochmal die "Outtakes" zusammen) und das ist doch auch schon was wert.
Das Video ist leider nicht so geworden, wie ursprünglich geplant. Aber Zeitmangel hat uns einen dicken Stzrich durch die Rechnung gemacht. Wir hatten nur knapp zwei Stunden Zeit, Filmmaterial zusammenzustellen und für den Schnitt war auch keine richtige Ruhe.
Gewinnen werden wir damit wohl ganz und gar nicht. Macht aber nichts, dafür hatten wir ein paar Stunden Spaß.
Eine Mitarbeiterin hat sich an der Kasse vertippt und einer Kundin einen Artikel zum Preis von über 100 Euro mitberechnet. Das heißt, eigentlich hat sie ihn gar nicht mitberechnet. Sie hat ihn nämlich storniert.
Die Kundin hat zwar den Posten "109,00 Euro" auf ihrem Kassenbon entdeckt, aber den dahinter stehenden Storno nicht verstanden. Kommt öfter mal vor.
Wieso sie sich aber aufregt darüber, dass wir ihr "viel zu viel berechnet" hätten, obwohl sie letztendlich gerade mal knapp 15 Euro bezahlt hat, verstehe ich allerdings beim besten Willen nicht.
Blogleser Florian hat mir ein paar Bilder von SPAR-Märkten in Holland zukommen lassen. Dazu schreibt er:
Hallo Björn,
ich hoffe du nimmst mir die große Mail nicht übel. Ich war in der vergangenen Woche (mal wieder) in Zeeland in Urlaub und bin ganz stolz, dass ich ganze drei Sparmärkte gefunden habe. Nun hoffe ich, dass du nicht nur an schönen Märkten aus exotischen Ländern interessiert bist, sondern auch an … nun ja … weniger schönen Märkten aus Holland.
Die Läden in Ouddorp und Brouwershaven befinden sich jeweils in der Innen“stadt“ der beiden Orte. Der Laden in Renesse gehört zu einem Campingplatz, dessen Name mir dummerweise entfallen ist.
Ich hoffe du kannst mit den Bildern ein bisschen was anfangen. Denn dann hätte es sich gelohnt von der eigenen Freundin als bekloppt tituliert zu werden, nur weil ständig anhalten muss um Supermärkte zu knipsen.
Na, das kann ich ja nicht riskieren und daher – biddeschöön – sind hier die drei Bilder, liebe Freundin von Florian.
Ich bitte, die schlechte Bildqualität zu entschuldigen. Fundstück an der Kundenpinnwand, vor einiger Zeit im Schummerlicht mit meinem Handy fotografiert. Falls es jemand nicht entziffern kann:
ANZEIGENKARTE Nr. 3
Wer entsorgte 1 u. 2 ?
Von uns war's niemand. Vielleicht irgendein Konkurrent, der den Verkauf verhindern wollte?