Ich lese gerade beim Hostblogger, daß Manuel Schmitt Krankmeldungen ziemlich locker handhabt. Mein Vertrauen geht nicht ganz so weit:
Mich kann man zwar morgens anrufen und sich tagelang krankmelden, doch solange ich dafür keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erhalten habe, wird die Zeit wie ein freier Tag dem Zeitkonto belastet. Da kann jeder für sich selber entscheiden, ob der den "gelben Schein" nach spätestens drei Tagen vorlegt oder nicht. Und wenn nicht, darf die Zeit eben nachgearbeitet werden.
Das Rückenmotiv für die Trainingsanzüge der Damenschaft Mannschaft meiner Auszubildenden steht fest. Trotz der vielen schönen Vorschläge konnte nur ein Entwurf in Frage kommen.
Ich habe mich für das folgende Motiv entschieden, weil es bei voller Aussage dennoch sehr schlicht gehalten ist. Immerhin geht es um Werbung auf Sportlern. Die muß im wahrsten Sinne des Wortes im Vorbeilaufen Vorbeigehen erkannt werden. Die Farbe ist übrigens noch nicht festgelegt. Wird auf den dunklen Jacken aber wahrscheinlich weiß oder beige werden.
An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an Jan-Christian Schneider.
Post von unserer Werbegemeinschaft: Mit der Bremer Tageszeitung wurden Anzeigen-Sonderpreise für die Weihnachts-Sonderseiten der Werbegemeinschaft ausgehandelt. Man soll als Gewerbetreibender die Gelegenheit nutzen und damit das Weihnachtsgeschäft und die Werbegemeinschaft stärken.
Mein Verhältnis zu Zeitungsanzeigen ist eher schlecht, was vor allem an einer für mein Empfinden zu großen Unverhältnismäßigkeit zwischen Preisen und Wirkung liegt. Aber das erwähne ich ja nun nicht gerade zum ersten Mal...
Nun ist es amtlich: Von meiner leider viel zu groß geratenen Federweißer-Bestellung, von der wir am 24. Oktober noch kartonweise im Kühlhaus stehen hatten, sind definitiv sechs Kartons übriggeblieben, von denen wir uns eben schmerzhaft aber wirkungsvoll getrennt haben.
Tat zwar weh, aber solche Erfahrungen macht man nunmal auch, wenn man selbstverantwortlich wirtschaftet. Verkaufen konnten/wollten wir das Zeugs aber nicht mehr - selbst für 50 Cent pro Flasche war der Inhalt inzwischen fast ungenießbar.
Seit über fünf Jahren fragen die Leute nach Fahrradständern. Das Problem ist, daß mein Geschäft direkt an einer Wohn- und Geschäftsstraße liegt, die nicht einmal über einen zusätzlichen Fahrradweg verfügt. Platz ist kaum vorhanden. Der Gehweg ist nicht sonderlich breit, eigene Parkmöglicheiten habe ich auch nicht und es gibt nicht einmal einen öffentlichen Fahrradständer hier in der unmittelbaren Nähe zum Laden. Die einzige Möglichkeit, sein Fahrrad sicher anzuschließen, bietet ein einzelnes, herumstehendes Verkehrsschild.
Ich habe schon oft über diese Problematik nachgedacht, bin allerdings zu keiner sinnvollen Lösung gekommen. Es ist nunmal nicht möglich, einen Fahrradständer einfach auf dem Fußweg zu plazieren, ohne daß das Teil zu einem bösen Hindernis wird.
Nun hat ein Kunde in der letzten Woche einen einfachen wie genialen Vorschlag gemacht: Einfach ein langes Rohr unter den Schaufenstern installieren, an dem man die Fahrräder anschließen kann. Nimmt keinen Platz weg und ist trotzdem eine gute Möglichkeit, die Räder vernünftig und sicher abzustellen. Mir gefällt der Vorschlag. Dann werde ich mal die Hausverwaltung fragen, ob es irgendwelche Einwände dagegen gibt und vielleicht kann man sich ja sogar die Kosten für so eine Installation teilen.
Gerade eben die bittere Erkenntnis: Gestern war Totensonntag und damit der alljährliche Termin für die Weihnachtsdekoration hier im Laden. Aber irgendwie hatte ich mich im Datum vertan. 101%ig sicher war ich mir, daß Totensonntag erst am 27. November ist - leider falsch.
Nun haben wir also schon die erste Adventwoche und der Laden sieht aus wie immer. Zum Glück hat mich mein fleißiges Azubinchen eben daran erinnert, daß ich doch gestern eigentlich etwas vor hatte... Sie ist doch gestern extra zum dekorieren herkommen und stand dann vor verschlossenen Türen.
Also werden wir uns heute während der Öffnungszeit mit den Tannengirlanden herumschlagen. Ist nicht schön, wenn Kunden solche Bauarbeiten mitbekommen - aber diesmal leider unvermeidlich.
Nicht nur andere machen sich Gedanken über die diesjährigen Weihnachtsfeiern. Wir haben hier eben auch einen Termin festgelegt: Am 17 Dezember geht es mit der gesamten Mannschaft zum Brasilianer. Sofern wir jetzt überhaupt noch reservieren können, heißt das. In der Vergangenheit haben wir nämlich immer wieder festgestellt, daß zumindest in exotischen und/oder beliebten Restaurants die Reservierung für Weihnachtsfeiern mindestens ein paar Monate im Voraus erfolgen sollte.
Das Essen bezahlt -wie immer- die Firma. Getränke sind dieses Jahr ausdrücklich nicht im Preis in begriffen. Letztes Jahr hatte ich den Fehler gemacht und offiziell neben dem Essen auch die Getränke übernommen. Nachdem sich die Leute Whiskey und Cocktails in Massen integriert hatten und die Rechung für 20 Leute sich der 700-Euro-Marke näherte, war ich gründlich kuriert.
Vor Monaten hatte ich mich breitschlagen lassen, in einem Schaukasten des Fußballvereins meiner Auszubildenden zu werben. Mir ist damals auf die Schnelle ein ganz coolerwerbewirksamerinteressanter langweiliger Reim eingefallen.
Das Geld hatte ich übrigens vor allem deshalb investiert, um meiner Azubine zu signalisieren, daß ich sie und den Verein unterstütze. Werbewirksam sind solche Anzeigensammelsurien meiner Ansicht nach nicht. Den Kasten habe ich zwar schnell gefunden, aber meine eigene Anzeige mußte ich tatsächlich erstmal suchen...
Eine Kollegin bat mich gerade darum, nachzusehen, wieviele Dosen einer bestimmten Babycreme wir in dieser Woche verkauft hätten. Das Regal sei am Mittwoch definitiv ausreichend voll gewesen, doch nun würde es leer sein.
Die traurige Wahrheit: Zuletzt wurde der Artikel vor gut einem Monat verkauft.
Ich optimiere das Sortiment mal eben derart, daß diese Creme ab sofort hier nicht mehr erhältlich ist. Bei einem Stückpreis von deutlich über drei Euro pro Dose wird mir das auf Dauer dann doch ein wenig zu teuer. :(
In einem Regal haben wir gerade ein Portemonnaie aus schwarzem Leder gefunden. Geld befand sich nicht in ihm, nur ein paar Visitenkarten und ein Bluterausweis. Drei von den Visitenkarten waren von Personen mit dem selben Nachnamen, zwei der genannten Firmen waren sogar an der selben Adresse ansässig. Meine Vermutung, daß die Besitzerin der Geldbörse dort bekannt sein dürfte, bestätigte sich schnell: "Ja, das ist meine Schwiegermutter."
Schwiegermutter ist übrigens 85 Jahre alt und wohnt in rund 15km Entfernung von meinem Laden. Wahrscheinlich ist ihr das Portemonnaie gestohlen worden. Warum das aber ausgerechnet bei mir wieder aufgetaucht ist, kann ich allerdings nicht erklären... Der Herr hat sich jedenfalls sehr über meinen Anruf gefreut und angeboten, heute noch herzukommen, um es abzuholen.
Anfangs dachte ich, die Gläser mit den eingelegten Nüssen sind mit einer bedruckten Folie umwickelt. Das war allerdings falsch.
Die Gläser aus unserem türkischen Sortiment mit eingelegten Nüssen sind durchsichtig. Was man da sieht ist tatsächlich der in Handarbeit ins Glas gefrickelte Inhalt. Leider kommt auf dem Foto gar nicht richtig zur Geltung, wie die halbierten Nüsse an den Rand des Glases gelegt wurden. Es sieht in Natura schon recht beeindruckend aus.