Blogleser Michael, der seit rund einem Jahr in Moskau lebt und seit einigen Wochen hier mitliest, hat mir ein paar Fotos aus einem Supermarkt in Moskau geschickt.
Der Laden ist nicht für's "gemeine Volk", sondern eher für die gehobeneren Schichten gedacht. Die protzigepompöse interessante Ladengestaltung entspricht zwar nicht ganz meinem Geschmack, allerdings bekomme auch ich beim Anblick einer solchen Kühltheke glasige Augen:
Michael schrieb, daß ich mit den Fotos machen kann, was ich will. Das lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen und möchte sie hier jetzt einfach mal alle mehr oder weniger kommentarlos veröffentlichen... "Supermarkt in Moskau" vollständig lesen
als zufriedener Kunde wollte ich Sie schon lange mal anschreiben, um Ihnen mitzuteilen, dass ich Ihre Einrichtung eines extra BIO-Kühlregals und generell ihre Stärkung der regionalen Partner sehr unterstützendswert finde! Weiter so!
Einen (großen) Kritikpunkt habe ich allerdings dabei: BITTE setzen Sie doch auch bei Milch und Milchprodukten auf _regionale_ Hersteller!!! Sonst ist Ihr Konzept der "Regionalität" etwas widersprüchlich.
Ich würde mich freuen, wenn Sie die BIO-Milch (und Milchprodukte) von der "Hofmolkerei Dehlwes" aus Lillienthal in Ihr Sortiment mit aufnehmen. Comet in der Pappelstrasse führt diese auch. Allerdings passt es bei denen nicht so gut in ihr "BIO-Konzept", so wie bei Ihnen.
Außerdem wüsste ich gerne, warum Sie kein BIO-Obst oder -Gemüse führen?!
Vielleicht lassen Sie sich das noch mal durch den Kopf gehen. Über eine kurze Rückmeldung per mail würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüßen aus der Neustadt,
Derartige Kritik konnte ich so natürlich nicht im Raum stehen lassen und habe ihm eine ausführliche Antwort zurückgeschickt, auf die bislang leider noch keine Reaktion kam...
Samstag Abend waren wir übrigens essen. Ganz privat in dem Restaurant, das wir für unsere Weihnachtsfeier ausgewählt haben - man möchte ja schließlich wissen, was einen erwartet. Das Essen war absolut prima, mein Tandoori-Hähnchen sehr, sehr lecker und den Service kann man sehr treffend mit "zuvorkommend" beschreiben.
Und dann war da noch der junge Kellner, der an einem frei gewordenen Nachbartisch sauberes Besteck auflegte. Mit einem der frischen Messer kratzte er noch schnell einen angetrockneten Rest von der Tischdecke, bevor er es neben die Gabel legte.
Gut, daß wir zu dem Zeitpunkt bereits gegessen hatten.... :puke:
Am Samstag hatten wir hier im Markt den zweiten Verkostungstag mit Weserklasse-Produkten in Bio-Qualität.
Neben dem bekannten Stollen gab es diesmal Vollkornbrot (Barkenhof) und Wurst ohne Nitritpökelsalz (Bakenhus) zu probieren.
Auch den regionalen Joghurt von Meyer's Milchhof hatten wir wieder im direkten Vergleich mit Produkten bekannter Bio-Großmolkereien.
Den Meyer's-Joghurt haben wir hier inzwischen seit einigen Wochen im Sortiment - und zwar bislang relativ erfolglos, so daß davon mehr zum halben Preis in die Restekiste als regulär über die Kasse gegangen ist.
Das Problem an neuen Produkten ist nämlich, daß sie im Regal grundsätzlich von den anderen Marken überlagert werden, da viele Verbraucher auf bekannte Produkte im bekannten Design fixiert sind.
Sogar Kunden, die wußten, dass wir weserklasse-Produkte anbieten, haben die schlichten zweifarbig bedruckten Joghurtgläser völlig übersehen.
Vielleicht kurbelt der Geschmackstest ja ein wenig den Verkauf an, sonst werden wir das Angebot wohl einschränken müssen.
Nach ein paar Tagen kann man wohl noch nicht wirklich von "Diäterfolg" reden. Die heute früh gemessenen 106,7kg nehme ich deshalb einfach mal als Anfangswert für meine Diät.
(Aber immerhin lag ich mit den am Mittwoch geschätzten "105-110kg" gar nicht mal so schlecht...)
ec-Cash-Anbieter TeleCash hat mir mal wieder den Samstag versaut.
Qualität hat eben ihren Preis und wenn man sich einen der billigsten günstigsten Anbieter ins Haus holt, muß man eben mit häufigen Problemen rechnen. Bei mir aus unerfindlichem Grund Samstags mit Totalausfall - dem Tag mit der der höchsten Kartenzahlungsrate. :(
Sie kam als einzige Kundin zur Kasse und sprach dort gezielt den Mitarbeiter an. Daraus ergab sich dann folgender Dialog: Ich war gestern bei Dodenhof und wurde belästigt. Da war diese Frau mit Pferdeschwanz und bei Euch am Regal steht sie wieder.
War es denn die selbe Frau?
Nein, aber sie hat auch einen Pferdeschwanz.
Der Kollege versuchte, sie zu beruhigen: Sind Sie sicher, daß es die selbe war? Es gibt viele Frauen mit Pferdeschwanz...
Sie murmelte noch ein paar Dinge vor sich hin, unter anderem, daß sie auch mehr als nur eine 5-Minuten-Terrine gekauft hätte, wenn man hier nicht im Markt belästigt werden würde. Sie trollte sich dann mit den Worten:
Naja, meine Probleme gehen ja auch niemanden was an.
Der ziemlich verwunderte Kassierer fühlte sich spontan an den Film Fletcher's Visionen erinnert... ;)
Post vom Verlag Gerhard Röhn: Ob ich nicht Interesse an den bekannten, kleinen Infoblättchen für die Gemüseabteilung hätte, wollen sie wissen. Die Karten im übersichtlichen Ständer geben "Produktbeschreibungen und Rezeptvorschläge für Hausfrauen und Hobbyköche" und sorgen für eine "gezielte und informierende Verkaufsunterstützung".
Ein Brief, diesmal auf richtigem Briefpapier, von der Schule einer Praktikantin:
Sehr geehrter Herr Harste,
unsere Schülerin [...] hat bei Ihnen ein Betriebspraktikum absolviert.
Mit Ihrer Hilfe und Unterstützung hat sie dabei viel gelernt.
Für Ihre Mühe und Ihr Engagement während dieser Zeit danken wir Ihnen und Ihren Mitarbeitern sehr herzlich.
[...]
Kann natürlich auch ein Standardtext an alle Betriebe sein. Wenn ich an die Gespräche mit der Lehrerin zurückdenke, in dem es unter anderem über unwillige Praktikanten und noch unwilligere Betriebe ging, kommt mir aber doch der Gedanke, daß das Schreiben relativ gezielt verfaßt wurde. Für mich wirkt es jedenfalls nicht wie ein Rundschreiben an alle beteiligten Praktikumsbetriebe und darum freue ich mich darüber besonders.
Eine Kundin läßt sich häufiger 500-Euro-Scheine von mir in kleine Scheine wechseln. Ihr Chef würde den Lohn immer bar und in Form von großen Scheinen auszahlen.
Kann natürlich wahr sein.
Inspiriert trotzdem zum Nachdenken.
Jeden Monat das selbe Spiel: Mal wieder eine Tüte voller Rechungen und anderer Dinge für unseren Steuerberater.
Ich glaube, das war jetzt das letzte Foto eines solchen Haufens. Langsam dürfte es langweiligwerden, obwohl ich selber Monat für Monat über die Menge der Dokumente staune...
Heute Nachmittag hatten wir hier im Laden die angekündigte Verkostungsaktion von Weserklasse-Produkten. Diesmal gab es verschiedene Sorten Joghurt von Meyers-Milchhof und (sehr leckeren!) Weihnachtsstollen aus der Backstube Barkenhof zu probieren.
Vor zwei Tagen hat eine Firma angefragt, die sich darauf spezialisiert hat, Leuchtstoffröhren in Außenwerbeanlagen auszutauschen. Daß die Dinger Stiefkinder aller Ladner sind (Wer hat Lust in >3m Höhe auf einer Leiter herumzuturnen?), ist ja relativ bekannt. Auch bei mir waren zwei Lampen aus und die Gesamterscheinung wirkte dadurch etwas schlampig.
"Komplett 9,95€ pro Röhre und sogar mit Starter", hieß es am Telefon. Schön, dachte ich so bei mir. Für 20 Euro inkl. Material klettere ich nicht auf mein 4m hohes Vordach. Also sagte ich zu.
Es stellte sich heraus, daß in der Anlage tatsächlich nur zwei Röhren defekt waren, allerdings gab es auch einen (sich zumindest ankündigenden) Kurzschluß, durch ein am heißen Vorschaltgerät halb durchgeschmorten Kabel. In Anbetracht der Kosten erzählte ich ihm, daß ich einen Elektriker im Freundeskreis habe, der das Kabel umsonst austauschen kann. "Die 5 Minuten fallen bei der Arbeitszeit auch nicht weiter auf", sagte der Herr im Blaumann.
"Ähh, ich bin bis jetzt bei 20 Euro angekommen."
"Meinst Du, wir machen das umsonst? Stunde 50 Euro."
"Ich glaube, wir sprachen am Telefon von knapp 10 Euro pro komplett ausgetauschter Röhre."
Ich habe meine Naivität bereut und die beiden dazu verdonnert, die alten Lampen wieder einzusetzen, die Deckel auf die Beleuchtung zu schrauben und sich vom Hof zu machen. In Gedanken sah ich nämlich schon die Rechnung von 50 Euro pro Person plus Anfahrt plus Material plus Mehrwertsteuer vor mir - mindestens 150 Euro.
Eine ältere Stammkundin hat sich eben nach Grünkohl im Glas erkundigt. Die Kollegin, die gerade neben mir stand, hat der Kundin natürlich gewohnheitsgemäß sofort angeboten, sie zum Regal zu begleiten und ihr die Ware zu zeigen.
Eher ungewöhnlich war, daß die Frau unbedingt darauf bestand, nur grob die Richtung gezeigt zu bekommen. "Bei den Konserven, genau in der Regalmitte und dann ganz unten." reichte ihr vollkommen als Beschreibung, auf die sie noch sinngemäß scherzhaft erwiderte, daß sie schon älter sei und ruhig mal ein bißchen suchen könnte.
Okay, wenn sie meint... ;)