Eine ältere Kundin sprach mich an der Leergutannahme an. Naja, eigentlich sprach sie nicht mich an, sondern ich sie, nachdem sie mich mindestens 10 Sekunden so angesehen hatte, als wenn sie irgendetwas sagen wollte.
Kann ich etwas für Sie tun?
Die leere Kiste muß weg.
Bitte?
Die Kiste Wasser.
Welche Kiste?
Bei mir.
Es folgte noch ein längerer, umständlicher Dialog, aus dem letztendlich hervorging, daß sie sich eine neue Kiste Mineralwasser liefern lassen möchte.
Da wir hier heute allerdings ausgesprochen knapp besetzt sind, mußte ich ihr für eine sofortige Lieferung eine Absage erteilen, da ich niemanden hatte, der die Kiste hätte liefern können. Und selbst meine reguläre Botin hat Vormittags nun mal Schule.
Daraufhin wurde sie unfreundlich. Ihrer Nachbarin hätten wir vorhin ja auch etwas liefern können, warum also ihr nicht auch? Das Argument, daß "vorhin" für zwei Stunden eine meiner Aushilfen zum packen hier war, akzeptierte sie nicht: "Wenn Sie sowas anbieten, müssen sie es auch einhalten."
Ich vermute, mit "sowas" war der Lieferservice gemeint. Ich kann mich nur leider gar nicht daran erinnern, jemals behauptet zu haben, daß ich grundsätzlich und unabhängig vom anwesenden Personal innerhalb von Minuten eine Hauslieferung bieten kann, aber natürlich bot ich ihr stattdessen an, heute Nachmittag zu liefern. Doch davon wollte sie nichts wissen, berief sich wieder auf die Lieferung ihrer Nachbarin, moserte noch etwas vor sich hin und ging raus.
Manchen Leuten ist einfach nicht zu helfen... :(
Nachtrag: Heute morgen haben wir gar keine Lieferung durchgeführt, nicht einmal das war richtig. Die nette alte Dame wird heute Nachmittag beliefert, hatte es nur ihrer Nachbarin schon erzählt, daß da einer kommt. Tja, zuhören sollte man können.
Erst sowas und jetzt schon die zweite Terrorwelle von Leuten, die krampfhaft versuchen, mir unbedingt ein Fax auf den normalen Telefonanschluß schicken zu wollen. :(
Endlich wird es was mit dem elektronischen Zahlenschloß, das ich für den neuen Lagerraum geplant habe. Nachdem die beiden ELV-Modelle von Conradnicht so funktionierten, wie sie sollten, habe ich mir nun eines von Farfisa organisiert.
Markenqualität, deren gebürstete Frontplatte für sich schon einen ziemlich soliden Eindruck macht. Diesmal werde ich hoffentlich nicht enttäuscht.
"Wir haben eine SMS-Kurznachricht für Sie. Die Nachricht lautet: Komm nachher noch vorbei. Kathrin ist da und auch noch zwei andere Mädchen."
Die Telefonnummer des Absenders kenne ich nicht, aber es handelte sich dabei offenbar um eine gewöhnliche Mobilfunknummer. Eine Kathrin zwar schon, aber dahin würde mich niemand einladen, schon gar nicht mit zwei weiteren Damen.
Ich glaube, darüber werde ich jetzt den ganzen Tag brüten... :thinking:
Daß es unsere "Sparsamen" als Eigenmarke leider nicht mehr länger geben wird, ist ja nun inzwischen bekannt.
Abgelöst werden sie durch die EDEKA-Handelsmarke "Gut & Günstig", die mir Anfang November zum ersten Mal hier im Markt begegnet ist.
Nun habe ich auf einem Fruchtjoghurt den Aufdruck "Gut und billig" gefunden. Sorry, Leute. Der Begriff "billig" hat zumindest für mein Empfinden einen negativen Beigeschmack, der auch durch das vorangestellte "gut" nicht wieder ausgeglichen werden kann...
Was ich nicht schon alles im Tausch gegen meine Streichhölzer bekommen habe... Vor ein paar Tagen Wochen kam hier eine Handyablage an, die automatisch das Telefon in die Senkrechte fährt, sobald jemand anruft. Die Ehrung hier im Blog war schon lange fällig, aber manche Dinge schiebt nur vor sich her, um sie letztendlich völlig zu vergessen... :|
Von hier aus also ausdrücklich einen Gruß nach Augsburg zu Andreas Brenner, der mit das Gimmick hat zukommen lassen. :)
P.S.: Das Geschenk wurde zwischenzeitlich im Freundeskreis weiterverschenkt, kann hier also nicht mehr besichtigt werden.
Ein Kunde stand vor der Tiefkühltruhe und deutete auf die Pakete mit Eiscreme unserer (Noch-)Hausmarke "Die Sparsamen".
"Ist das das selbe wie Langnese?", wollte er wissen.
Wahrheitsgemäß antwortete ich ihm, daß es natürlich nicht das selbe ist. In den Handelsmarken wird eigentlich grundsätzlich die einfachste Qualität angeboten und Langnese produiziert unter dem Namen "Cremissimo" ja nun inzwischen über zwei Dutzend Spezialitäten.
Der herablassende Blick des Kunden doch sah sehr nach "Erzähl mir nichts, das ist nur Geldschneiderei. Schließlich bezahlt man da nur den Namen..." aus. Ja, klar. Natürlich... :(
Ich beobachtete zwei Typen über die Videoanlage. Als hätte ich es geahnt, steckte sich einer beim Kühlregal Ware in seine Jacke. Da die beiden nicht so wirkten, als ob man die Angelegenheit friedlich mit ihnen klären könne, rief ich die Polizei schon, als sie sich noch im Markt aufhielten.
Als sie die Kasse passierten, waren die beiden Polizisten schon zur Stelle und wir sprachen den Ladendieb an. Er fing an zu diskutieren und wollte uns unbedingt zeigen, wo sie beim Kühlregal standen und was sie sich alles angesehen hätten und daß er nichts eingesteckt hat. Auf dem Weg durch die Gänge zog er das eingesteckte Teil aus dem Ärmel und wollte es in einem der Regale "entsorgen", damit es nicht bei ihm gefunden werden kann. Dumm nur, daß einer der Polizisten dies beobachtete.
Nachdem die Personalien des LD aufgenommen und überprüft wurden, ging es um die eingesteckte Ware:
Polizist 1: Das müssen wir als Beweisstück mitnehmen. Ist zwar blöde, aber leider nicht zu ändern.
Ich: Das ist sogar ziemlich blöde. Eigentlich kann man's dann nämlich gleich wegwerfen, weil's ja gekühlt werden muß.
Polizist 2: Ja, aber Sie sagen, er hat es geklaut, er sagt, daß er's nicht getan hat. Damit steht Aussage gegen Aussage und die Staatsanwaltschaft hat über das Beweismittel zu entscheiden.
LD: Das ist nicht meins. Ich hab' damit nichts zu tun!
Polizist 2: Na, prima. Ich habe aber gesehen, wie Sie das hier im Laden aus ihrer Jacke gezogen haben. Damit haben sie ja gerade den Diebstahl zugegeben.
Polizist 1: Wenn das so ist, kann das hier (Die Ware) ja hierbleiben.
LD: Mir doch auch egal. Ja, ich gebe alles zu. Ich hab das geklaut. Ist doch jetzt auch egal.
Ein Kunde wollte eine Bierdose aus Finnland als Leergut abgeben. Pfand konnten wir ihm dafür allerdings nicht auszahlen, denn trotz der gemeinsamen Währung gelten die aufgedruckten 15 Cent natürlich nur für die Dosenrückgabe in Finnland.
Mitnehmen wollte der Kunde die Dose auch nicht wieder und so habe ich erstmal die Kamera draufgehalten... ;)
Die Burda Direct GmbH hat ihre Finger in so manchem Geschäftsfeld. Das bekannteste ist natürlich der Burda-Verlag, der unter anderem die TV-Zeitschrift TV-Spielfilm herausbringt. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Mahnungen, die meine Auszubildende im letzten Jahr bekommen hat.
Nun bekam sie Post von einer Firma Debitor-Inkasso GmbH. Dieses Inkassounternehmen gehört - wen wundert's - mit zu Burda. Abo-Drücker mit hauseigenem Geldeintreiber zu sein ist natürlich sehr praktisch.
Auf jeden Fall wird es nun Zeit, zu handeln und dort anzurufen.
Nachtrag:
Die gute Frau von Debitor-Inkasso GmbH hat mir erzählt, daß man stillschweigend einen Vertrag eingeht, wenn einem mehrmals Zeitschriften zugeschickt werden und nicht reagiert. :biggrin:
Nachtrag 2:
Meine Auszubildende braucht nichts zu bezahlen, die Angelegenheit ist erledigt. Ich liebe solche Telefongespräche. ;)
Nach über zwei Wochen habe ich es endlich geschafft, hier im Büro mal einen aktuellen Kalender aufzuhängen.
Das wäre als solches ja nicht weiter erwähnenswert, wenn es sich dabei nicht ausgerechnet um Manuelsberühmten, selbstgestalteten Jahresplaner handeln würde. :)
Am Inventurtag hatte ich mir vorgenommen, am folgenden Montag oder spätestens Dienstag eine ausführliche Zusammenfassung mit allen Links, Veröffentlichungen und natürlich dem aktuellen Stand der Dinge zu verfassen. Leider ist daraus nichts geworden, weil mir einfach die Zeit fehlt für aufwendig recherchierte Zusammenfassungen. Kleine Spots aus meinem normalen Alltag, das schaffe ich auch zwischen Tür und Angel.
Für die Zwischenzeit hatte ich auf die umfangreiche Chronik mit aktuellen Updates von Hirnrinde.de verwiesen. Stefan Everts hat inzwischen aus Platzgründen die Chronikgeteilt.
Dieser wirklich ausführlichen Zusammenstellung mit vielen Links auf andere Blogger und alle Medienberichte zu den beiden Themen Klum und Sozialgericht Bremen habe ich nichts hinzuzufügen, mein Beitrag könnte nur kürzer und unvollständiger werden.
Die aktuellen Updates dort befassen sich aus aktuellem Anlaß mit dem Werbeblogger, denn dieser Fall ist natürlich aufregender und von höherer internationaler Relevanz.
p.s.: Ein gerade bei hirnrinde.de gefundener Hinweis: Passend zur neu aufgeflammten Diskussion fragt man auf ZDF heute (www.heute.de): Sind Weblogs "Die fünfte Macht im Staat?" und setzt sich mit der "Macht" der Blogosphäre auseinander.
Und nun wissen wir auch, warum Lieferkundin Frau B. so lange nichts mehr bestellt hat. Man macht sich schließlich Gedanken, vor allem, wenn man jemanden einige Jahre beliefert hat.