Da hat doch echt einer die Nerven besessen, mich am Sonntag Morgen gegen 2:30 Uhr auf meinem Handy anzurufen und sich zu erkundigen, ob wir ihm noch etwas verkaufen könnten.
Die Nummer steht ja vorne an meiner Ladentür. Allerdings mit dem Hinweis versehen, dass man sie "Bei Notfällen" anrufen soll. Und der Wunsch, morgens um halb Drei etwas zu Essbares zu erwerben, ist meiner Auffassung nach kein Notfall.
Wir wollten am Samstag nach Feierabend (also schon am Sonntag) gerade gehen, als Nachbarskatze Lilly vor der Tür saß. Ich öffnete die Tür, sie schlich rein, ließ sich von uns streicheln und drängte dann auch gleich schon wieder raus.
Da fiel mir ein, dass ich noch etwas aus dem Büro holen musste. Ich probierte etwas aus: Tür öffnen, einmal kurz Pfeifen und schon stand die Katze wieder im Laden. Und sie geriet auch nicht in Panik, als ich hinter ihr wieder abschloss.
Als ich eine knappe Minute später aus dem Büro kam, lief mir Lilly schon auf dem Hauptgang hier im Laden entgegen. Als sie mich sah, machte sie kehrt, flitzte unter einigen Regalen unterdurch und an der Kasse vorbei und wartete brav an der Tür. Draußen trollte sie sich nicht etwa, sondern lief noch rund 200 Meter hinter uns her.
Die olle Klingel heute den ganzen Tag im spätestens 5-Minuten-Takt und schon taucht das alte Symptom auf, unter dem ich in der Zeit vor dem Leergutautomaten schon gelitten haben: Der Leergutklingel-Tinnitus. Jedes zweite Geräusch, das nur diffus aus dem Laden zu mir ins Büro drang, wurde vom zermürbten Hirn automatisch in ein "Ding Dong Dong!" umgewandelt.
Lacht nicht. Das ist unglaublich Nerven raubend. Nicht wegen der "Geräuschbelästigung" sondern weil damit extremer Stress (Arbeit unterbrechen, aufspringen, zurückgehen) verbunden ist.
Der Flughafen in Bremen nennt sich neuerdings Airport und hat sein Angebot und seine Kapazitäten entsprechend erweitert.
Ich werde nun vermutlich bis an das Ende meiner Tage darüber nachdenken, was einen "Airport" von einem "Flughafen" in Funktion und Ausstattung unterscheidet.
Kurze Frage an den Fachmann: Kannst du mir vielleicht erklären, weshalb es zwar vor allem beim Mineralwasser sowohl die Sorten Prickelnd, Mild und auch Still gibt, aber bei Limonaden steht man da vor .. ja KEINER Auswahl. Da gibts nur immer alles mit VIEL Kohlensäure. Würde sich das am Markt nicht wirklich halten, wenn man z.B auch Cola in mild oder still anbieten würde?
Ich glaube, du hast da leider keine Marktlücke entdeckt.
Gemeinsam mit einem Kunden kam ich darauf, dass der Text auf dem Schild wohl gar nicht so unmissverständlich gewesen sein könnte. Randalf hat's ja gerade auch schon erwähnt: "Annahme nicht möglich" könnte sich auf die Leergutannahme generell beziehen. Aber dem ist nicht so, denn selbstverständlich nehmen wir hier die Flaschen und Kisten auch von Hand an.
Daher haftet nun eine eindeutige Botschaft an der Maschine. Und in mir der Wunsch, dass Montag ein Trautwein-Techniker kommt, der dem Gerät wieder Leben einhauchen kann.
Das "Defekt"-Schild hängt seit heute Vormittag am Automaten und seit dem habe ich schon mehrere Kunden beobachten können, die mit ihren gesamtem Leergut wieder aus dem Laden gegangen sind. Ohne überhaupt nur einmal auf unsere Klingel an der Lagertür gedrückt oder einen Mitarbeiter gerufen zu haben.
Was soll das denn, sowas habe ich ja noch nie erlebt!?!
Nachdem mein Leergutautomat nun mehrere Monate beinahe vollkommen ohne Zwischenfälle lief, kam heute der Super-GAU: Ein Kunde hat noch Leergut abgegeben, ich drehte mich nur einmal um – und der Automat funktionierte nicht mehr. Dummerweise kein Problem, das ich hier selber beheben könnte, wie es häufig bei mechanischen Ursachen der Fall ist, sondern ein kompletter Ausfall. Und das ausgerechnet an einem Samstag.
So haben wir nach langer Zeit mal wieder dieses Schild am Leergutautomaten hängen:
Konkurrenz ist gut für die Märkte, Monopole sind nicht gut. Das mag zu beinahe 100% stimmen. "Beinahe" deshalb, weil ich in einem Punkt das Monopol besser fand: Bei der Briefpost.
Mindestens zweimal, teilweise sogar dreimal täglich deponiert irgendjemand seine Briefe hier an der Kasse. Andere mögen das als unproblematisch ansehen – ich finde es lästig.
Inzwischen hat mich der Mann angetroffen und mir sein Anliegen bezüglich des vor meinem Laden geplanten Baumes vorgetragen. Es ginge nicht um Schmutz sondern darum, dass der lange Parkstreifen durch den Baum unterbrochen würde, so dass die LKW unserer Lieferanten dort nicht mehr stehen können.
Da der Parkstreifen in den vergangenen neun Jahren auch meistens voller Autos stand, haben meine Lieferanten fast immer in zweiter Reihe auf der Straße gestanden. Und so wird's hier auch zukünftig wieder sein. Also werde ich mir bezüglich des Pflänzchens keine weiteren Gedanken machen.
Aber mir ist eben aufgefallen, dass der Bürgersteig nun etwas breiter als früher ist. Vielleicht kann man zukünftig ja mal Blumen- und Gemüseangebote etwas üppiger platzieren...
Moritz G.
Lukas B.
Adrian P.
Stefan K.
Nicolas S.
Michael H.
Martin H.
Gerhard J.
Marlon N.
Und der zehnte Gewinner ist Oliver E., der sich die fünf Tafeln bitte hier im Laden persönlich abholen soll. Für die paar Meter investiere ich jetzt nicht auch noch Porto.