Ich gebe zu, beim Plakat für die aktuelle Werbung hatte ich mich vertan. Die Bistro-Baguettes hatte ich versehentlich der Firma Iglo zugeordnet. Ein Kollege hat nun auf dem Plakat an der Tiefkühltruhe herumgemalt.
Ein Kunde wollte eben doch tatsächlich mit mir wetten, dass es Mehrweg-Bierflaschen aus PET gäbe. Ich wollte nicht fies sein und bin einfach mal nicht darauf eingegangen. Von vielleicht kleinen, privaten Brauereien mal abgesehen, gibt es sowas meines Wissens nach nicht.
Das Problem lag einfach daran, dass viele Kunden den Begriffe "bepfandet" automatisch mit dem Mehrwegsystem gleichsetzen.
Der Samstagabend verlief hier übrigens streckenweise recht kurzweilig. Ein Mann stopfte sich mehrere Waren in seine Jacke, unter anderem auch eine mit einem Warensicherungsetikett versehene Whiskeyflasche – und löste mit dieser den Alarm der Warensicherungsanlage aus. Er blieb ganz friedlich dabei und folgte meinen Mitarbeitern brav und machte überhaupt keine Probleme.
Während wir im Lager auf die Polizei warteten, betraten zwei andere Männer den Laden, packten sich zwei Sixpacks Bier und eine ebenfalls gesicherte Flasche Wodka in ihre Tasche und lösten mit dieser ebenfalls den Alarm der Sicherungsanlage aus. Leider konnten wir nicht schnell genug reagieren, so dass die beiden einen zu großen Vorsprung hatten. Nichtmal zwei Kunden, die mit Fahrrädern hinterherfuhren, hatten Erfolg.
Die Ware ist in solchen Fällen zwar weg, aber ich tröste mich bei sowas damit, dass wir die Typen auf jeden Fall mal gesehen haben und sie vermutlich und/oder hoffentlich nicht ein zweites Mal zuschlagen werden...
Durch das Bürofenster beobachtete ich, wie eine Frau verschiede Waren aus ihrem Einkaufswagen in ihre Fahrradtasche steckte, diese sorgsam verschloss und an den Haken des Einkaufswagen hängte.
Was zum..? Ich war mir 100%ig sicher, dass ich mich nicht getäuscht hatte und auch an der Kasse packte die Kundin die Ware aus der Tasche nicht aus. Sollte ich sie ansprechen? Ich war hin und her gerissen, zumal es sich bei der Frau um eine langjährige Stammkundin handelte. Was ist, wenn ich mich getäuscht hatte und deswegen eine Kundin vergrätze? Und wenn ich mich nicht täuschte und hier tatsächlich von einer vermeintlich guten Stammkundin bestohlen würde? Mist. Was tun?
Schließlich sprach ich sie freundlich und vorsichtig an und heraus kam, dass sie ihren Einkauf aus einem anderen Laden aus ihrer Tasche herausgenommen und in den Einkaufswagen gestapelt hatte, um an das Leergut, das sich in der Tasche unter der Ware aus dem anderen Laden befand, heranzukommen, um dieses im Leergutautomaten einzulösen.
Sie wirkte zum Glück nicht so, als wenn sie mir meine Frage übelgenommen hätte. Aber was hätte ich auch sonst tun sollen?
Von der leider völlig anonymen Frau Shopping gab's auch ein paar SPAR-Markt Bilder. Den Laden hatte ich vor ein paar Monaten hier zwar schon einmal, aber diesmal gibt's ein paar Bilder mehr ("weiterlesen"). Aber eine interessante Entwicklung, dass sich hier immer mehr Läden wiederholen, die tausende Kilometer entfernt sind. Mein Verdacht verhärtet sich: Es gibt gar nicht so viele Läden mit der Tanne auf diesem Planeten.
Als ich im Urlaub den Spar Markt sah, musste ich sofort an dich denken
Habe dann auch ein paar Bilder gemacht, die ich dir hiermit schicken möchte.
Der Markt ist in im Norden von Teneriffa in Puerto de la Cruz.
Dort hing sogar noch die Weihnachtsdeko an der Außenfassade, wie man auf einem Bild sehen kann.
Die Öffnungszeiten sind auch nicht so wie bei dir
Schicke dir außerdem noch ein Bild vom Getränkeregal mit der von mir favorisierten Sorte Spirit von Schweppes. Habe aber auch Spar-Eigenmarken entdeckt, wie das andere Bild zeigt.
Der Markt an sich war gut gepflegt und es gab sogar eine ansprechende Käse- und Fleischtheke sowie viele deutsche Produkte.
Anrede in einer E-Mail-Antwort von einer Onlineshopkundin, die ich selbstverständlich ganz brav mit "Sehr geehrte Frau Meiermüllerschulz" angeschrieben hatte:
Hallo Björn!
(Ich duze dich, weil ich "dich" nun schon so lange lese - deshalb darf ich das. )
Einem ehemaligen Packer von mir habe ich angeboten, hier noch ein (naträgliches) Kassentraining zu absolvieren. Er hatte mich ursprünglich mal selber danach gefragt, irgendwann aufgrund einer anzufangenden Ausbildung gekündigt, diese aber hingeworfen und mich wieder nach dem Training gefragt.
Den Termin hat er nun verstreichen lassen und hat es auch nicht geschafft, sich in den Tagen danach in irgendeiner Form bei mir zu melden.
Das dürfte sich damit wohl endgültig erledigt haben. Schade und seltsam zugleich, zumal ich sogar angeboten hatte, diese Qualifikation noch nachträglich in sein Arbeitszeugnis mit aufzunehmen, damit er es bei zukünftigen Bewerbungen einfacher haben würde.
Ich verstehe zwar kein Wort, aber das war bestimmt eine nette Begrüßung. Mir hat nämlich Blogleser Nils ein paar Bilder aus Sambia geschickt, genauer gesagt: Vom einem dortigen SPAR-Markt.
auf meiner Reise durch Zambia habe ich kurz vor der Grenze zu Zimbabwe einen Superspar entdeckt um genau zu sein in Livingstone.
Der Spar gehört zum Victoria Fall Mall Komplex und führt viele Artikel von Colgate bis CocaCola, dann aber auch zu west europäischen Preisen. Lokale Waren wie Brot und Milch kann man dort zu umgerechnet "Cent"-Preisen bekommen. Anbei noch ein Bild von den beruehmten Victoriafaellen welchen den Einheimischen als Mosi-oa-Tunya - was übersetzt bedeutet "The Smoke that Thunders" - bedeutet.
Vielen Dank für die Bilder, vor allem auch für das Bilder des Wasserfalls, den ich irgendwann auch mal mit eigenen Augen sehen möchte. (Vom unteren Bild gibt es auch eine größere Version. Einfach draufklicken.)
(Diesen Laden gab es hier am 15.5. übrigens auch schon einmal zu sehen. Damals fehlte aber das beeindruckende Wasserfall-Foto.)
Seit vorletzer Nacht klebt an meiner Eingangstür ein kleines Männchen. Es sieht zumindest so aus, als sei es nicht einfach nur lieblos "hingepappt" worden, sondern sitztsteht klebt relativ gerade und mittig auf der Scheibe.
Ich mach's lieber weg, bevor hier noch jemand meinen Laden für eine öffentliche Herrentoilette hält.
Heute war ein noch einmal ein Monteur des Kältebauunternehmens, das seit rund zwei Jahren meine Anlagen wartet, hier und hat noch ein Ventil ausgetauscht, das undicht sein sollte.
Um das Ventil zu tauschen, musste das Kältemittel von der Anlage abgezogen werden. Und da wollte mir der Monteur doch heute Morgen weismachen, man könne das alte Mittel nicht wiederverwenden und deshalb müsse komplett neu aufgefüllt werden. Das fand ich allerdings mehr als seltsam und kannte ich gar nicht so und sagte ihm das auch sehr direkt – und ganz plötzlich fiel ihm dann doch ein, dass er da ja etwas "verwechselt" hätte und dass er das flüssige Gas ja in einen Sammelbehälter abdrücken könnte.
Ja, klar. Das sagt mir jemand, der tagtäglich mit solchen Anlagen zu tun hat. Das wäre so, als wenn ich einem Kunden sagen würde, dass ein Jogurt kein Milchrpodukt ist.
Darüber könnte man hinwegsehen, wenn es sich hierbei um einen Pfennigartikel gehandelt hätte, dessen Austausch einfach sinnvoll gewesen wäre. Wir reden hier aber von Kältemittel, das von den Handwerkern für rund das Dreifache des Einkaufspreises weiterveräußert wird. Und das in einer Größenordnung von locker mehreren hundert Euro netto.
Ich fühle mich gerade richtig verarscht und werde der Firma nicht mehr einen einzigen Auftrag erteilen.
Argh. Gerade mal überschlagen: Im Laufe des letzten Jahres habe ich weit über 12.000 Euro an das Kältetechnikunternehmen überwiesen, das hier meine Anlagen wartet. Die Summe setzt sich aus Arbeitszeit und Material zusammen und irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass ich für das Geld schon fast alles hätte neu kaufen können.
Eine Kundin wollte Geflügelfond haben, zumindest sagte sie das. Nun haben wir im Laden sowohl Geflügelfond und Geflügelbrühe im Angebot, irgendwie ähnliche, aber dennoch verschiedene Produkte. Viele Kunden benutzten die Begriffe zwar synonym, aber das muss man doch nicht pauschal unterstellen und so ging ich mit der Kundin zum Feinkostregal und zeigte ihr das Glas mit dem Fond.
Sie guckte mich mit ganz großen Augen an: Da wäre ja gar kein Fleisch drin und dann koste das Produkt auch noch so viel Geld. Dafür würde sie ja mindestens zwei Gläser von der "anderen Sorte" bekommen.
Die "andere Sorte", die sie dann kaufte, war ganz ordinäre Hühnerbrühe mit Fleischeinlage.
Da kommt zu nachtschlafender Zeit ein ziemlich verwahrlost wirkender Mann auf mich zu, den ich spontan nicht als Kunden identifizieren konnte und fragt mich, ob er für 15 Euro anschreiben lassen könne.
Die Antwort ist nicht schwer zu erraten, denke ich.