Skip to content

Aufregung an der Kasse

Ich sollte ganz schnell zur Kasse kommen. Ein Kunde ist zusammengebrochen und lag auf dem Boden. Ein paar Kunden kümmerten sich um ihn, richteten ihn auf und sprachen mit ihm.

Während ich noch die Leitstelle der Feuerwehr am Telefon hatte, kam der Kunde langsam wieder zur Besinnung. Er stand auch selbständig wieder auf und sagte, dass er den Weg nach Hause alleine schaffen würde. Der Mann am anderen Ende der Leitung freute sich, dass sich das Problem von alleine erledigt hat und auch meinen Kunden, anwesenden Mitarbeiten und mir spürte man die Erleichterung an.

Vor 1,5 Jahren hatte er es nicht alleine geschafft.

Angegrabbelt

Eine Stammkundin packte sich eben ein paar Brötchen ein. Ich beobachtete sie zufällig dabei, wie sie nicht die Zange benutzte, sondern mit den Händen in die Boxen griff. Okay, dachte ich mir, das machen viele so, weil die Zangen zugegebenermaßen manchmal etwas umständlich sind. Wer die Brötchen mit den Händen anfaßt, besitzt aber normalerweise auch so viel Anstand, darauf zu achten, nur die Brötchen zu berühren, die auch hinterher in der Tüte landen.

Die Kundin eben hat einige Brötchen nach deren Sichtung wieder in die Kiste zurückgeworfen und sich stattdessen ande (Schöner, heller, dunkler - wer weiß, wie ihre Kriterien waren...) genommen. Ich sprach sie direkt darauf an, dass sie bitte die Zange dazu verwenden soll und konnte mir nicht verkneifen, ihr demonstrativ zu zeigen, dass die Zangen an jeder Schütte hängen und wie man sie benutzt.
Natürlich wußte sie das alles, winkte ab und hatte es plötzlich ganz eilig, zur Kasse zu kommen...

Manchmal möchte man echt den Kunden Kopf schütteln.